Rebecca Hunt Everland

(31)

Lovelybooks Bewertung

  • 44 Bibliotheken
  • 3 Follower
  • 3 Leser
  • 26 Rezensionen
(9)
(15)
(4)
(2)
(1)

Inhaltsangabe zu „Everland“ von Rebecca Hunt

Rebecca Hunts zweiter Roman ist Abenteuergeschichte, spannender Thriller und psychologisches Drama in einem. Die Insel Everland wird von zwei Antarktisexpeditionen erforscht, zwischen denen hundert Jahre liegen. Doch die Einsamkeit, die harten Wetterbedingungen und die feindseligen Kräfte der Natur sind heute wie damals bestimmend, und bei beiden Expeditionen zeigt sich: Die Antarktis enhüllt den wahren Charakter der Menschen, die sich ihr aussetzen.

Ein spannender & atmosphärischer Roman, mit geheimnisvoller Geschichte & schonungslos ehrlicher Darstellung der Charaktere.

— -Leselust-

Spannender Roman über eisige, menschliche Verhaltensweisen. Sehr toller Erzähl- und Schreibstil!

— JayLaFleur

Zwei Abenteuergeschichten, die vor allem eines zeigen: Der Mensch bleibt unberechenbar. Ein Ausflug für zwischendurch!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Trotz kleiner Kritik lesenswert.

— AUSGEbuchT-PetraMolitor

Ein spannender Roman über 2 Antarktis-Expeditionen, menschliche Beziehungen unter existenzieller Bedrohung und den Umgang mit der Wahrheit.

— Barbara62

Zwei Expeditionen in die Antarktis, zwei Forscherteams und zwei langatmige Geschichten.

— killmonotony

Es kommt etwas langsam in Schwung aber am Ende sehr spannend.

— leserattebremen

Lesempfehlung an alle, die gerne ein Abenteuer von der Couch aus erleben!

— TanyBee

Packend - in mehrfacher Hinsicht

— StMoonlight

Spannung pur! Ganz tolles Setting!

— Mira20

Stöbern in Romane

Die Tiefe

Einige Perlen von Geschichten <3

ClaraOswald

All die Jahre

All die Jahre - irisch-amerikanische Familiengeschichte

sternenstaubhh

Lied der Weite

Das ruhige Lied der amerikanischen Weite

sternenstaubhh

Olga

Großartige, berührende, überraschende und stilistisch ausgereifte Lebensgeschichte einer emanzipierten Frau.

krimielse

Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

Meine Erwartungen wurden voll erfüllt. Ein Buch voller Liebe!!! Liebe zur Musik, Liebe zu einer Frau, Liebe zu einer Gemeinschaft!!!

Jeco01

Wie der Wind und das Meer

Nervenzerreißend und einfach nur zum Hinschmelzen! Eine Bekanntschaft, die sich zur Liebe entwickelt

linesandrhymesuniverse

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Leider nicht meins

    Everland

    Mylittlebookpalace

    06. January 2018 um 21:10

    Handlung:Rebecca Hunts zweiter Roman ist Abenteuergeschichte, spannender Thriller und psychologisches Drama in einem. Die Insel Everland wird von zwei Antarktisexpeditionen erforscht, zwischen denen hundert Jahre liegen. Doch die Einsamkeit, die harten Wetterbedingungen und die feindseligen Kräfte der Natur sind heute wie damals bestimmend, und bei beiden Expeditionen zeigt sich: Die Antarktis enhüllt den wahren Charakter der Menschen, die sich ihr aussetzen. Orte: Das Buch spielt an zwei unterschiedlichen Zeiten auf der gleichen Insel und zwar „Everland“ eine kleine Insel mitten in der Arktis. Vor allem jetzt in der kalten Jahreszeit konnte ich mir die Orte sehr gut vorstellen. Person: Um ehrlich zu sein mochte ich viele der Personen überhaupt nicht. Ich weiß gar nicht so genau warum, wahrscheinlich weil deren Charaktere mit meinem nicht übereingestimmt haben und ich mich einfach nicht mit ihnen identifizieren konnte, außerdem haben manche Personen einige Sachen gemacht, die für mich vollkommen unverständlich und unergründlich waren. Schreibstil: An den Schreibstil musste ich mich erstmal eine Weile gewöhnen, weil ich am Anfang einfach nicht damit klar gekommen bin, doch nachdem ich mich eingelesen habe hat er angefangen mir zu gefallen. Er wird nie der beste sein ,den ich jeh gelesen habe aber er ist auszuhalten. Gestaltung: Ja das Cover mag ich wirklich wirklich gerne, es passt sehr gut zu dem Buch und ich mag auch die Farbkombination von diesem Weiß und dem blau. Auch die Kapitelgestaltung hat mir sehr gut gefallen. Geschichte: Ja leider mochte ich auch die Geschichte nicht so gerne, die meiste Zeit war es um ehrlich zu sein sehr langweilig. Es hat mich einfach nicht gepackt und ich bin nicht wirklich in die Geschichte gekommen, dazu kam das ich die Charaktere nicht so gerne mochte und ja das kam alles zusammen und ich bin einfach nicht wirklich in der Geschichte angekommen. Fazit: Ich mochte dieses Buch nicht wirklich gerne. Mir haben viele Parts nicht gefallen und ich bin einfach nicht in diesem Buch angekommen, es gab natürlich auch Teile die ich mochte, aber die „schlechten“ haben für mich einfach überwogen, deswegen gebe ich 2 von 5 Sternen. Hier möchte ich mich auch beim Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken.

    Mehr
  • Everland

    Everland

    Zeilentraumfaenger

    10. December 2017 um 16:17

    Everland ist ein ruhiger und interessanter Roman, dem es leider an Tiefe und Einzigartigkeit fehlt.Ich hatte das Buch ziemlich spontan angefragt und wusste nicht so wirklich, was mich erwartet. Das Cover hat mir dann direkt gefallen und wahrscheinlich bekommt das Buch auch einen besonderen Platz in meinem Regal. Es ist einfach wunderschön und passt perfekt zum Buch.Das Buch an sich hatte dann aber leider einige Schwächen. Es wird aus verschiedenen Zeiten und Perspektiven erzählt. Zwei unterschiedliche Expeditionen, 1913 und 2012. So taucht man immer abwechselnd in zwei unterschiedliche Geschehen ein. Die Kapitel sind dabei aber immer nur ein paar Seiten lang und der ständige Wechsel hat mich zwischendurch etwas verwirrt.Vor allem, weil beide Expeditionen sich total ähneln. Natürlich gibt es unterschiedliche Charaktere und es passiert auch nicht exakt das Gleiche. Aber es gibt wahnsinnig viele Parallelen, wodurch der Überblick in den beiden Geschehen nicht unbedingt leichter wird. Auch die Namen, die teilweise echt komisch sind, ähneln sich ziemlich. Ich hatte hier also echt meine Probleme.Spannung kam auch erst ziemlich spät auf, die letzten 100 Seiten ungefähr waren wirklich interessant, der Rest ist eher so vor sich hin getröpfelt und auch, wenn es teilweise ganz schön zu lesen war, hätte ich mir hier einfach mehr gewünscht.Der Schreibstil von Rebecca Hunt hat mir dafür aber ziemlich gut gefallen.Das Buch lies sich trotz allem sehr gut und flüssig lesen. Auch Gefühle wurden sehr gut eingefangen und bewegend wiedergegeben.Everland ist das perfekte Buch für alle, die ein ruhiges und ausführliches Buch über eine kurzzeitig spannende Expedition in die Antarktis, suchen und dabei nicht so viel Wert darauf legen, dass die Geschichte realistisch ist und sehr in die Tiefe geht.

    Mehr
  • Spannende Handlung & tiefe Einblicke in die menschliche Psyche

    Everland

    -Leselust-

    28. November 2017 um 15:48

    Kurzmeinung: Ein spannender und atmosphärischer Roman, der durch seine geheimnisvolle Geschichte und die schonungslos ehrliche Darstellung seiner Charaktere besticht. Durch den Anfang muss man sich etwas durchkämpfen, doch dann erwarten einen Abenteuer und Einblicke in die menschliche Psyche. Meine Meinung: Am Anfang kam ich sehr schwer in die Geschichte rein. Es wurden sehr viele Personen eingeführt, ohne sie alle genauer vorzustellen. Außerdem wurden viele Handlungsstränge angefangen und Andeutungen gemacht, nur um mich dann damit allein zu lassen. Das hat mich als Leserin am Anfang überfordert und ich habe lange gebraucht, um mir der Handlung und den Personen warm zu werden. Doch im Verlauf der Geschichte nimmt die Handlung immer deutlicher Gestalt an und es werden kunstvoll alle losen Enden wieder aufgenommen und zu einem schlüssigen Ganzen verwoben. "Die Beurteilung eines Charakters ist nicht das exklusive Recht jener, die ihm am freundlichsten gesinnt waren, (...)." Dieses Zitat ist für das Buch sehr bezeichnend, denn die Charaktere werden schonungslos ehrlich beschrieben, mit all ihren Fehlern und Schwächen. Keine Person war mir so richtig sympathisch. Das fand ich sehr erfrischend. Allerdings hat sich deswegen auch kein Gefühl der Nähe zu den Personen entwickelt. Das war aber auch nicht weiter tragisch, weil ich trotzdem von dem Buch gefesselt war –nicht, weil ich so an den Personen und ihrem Wohlergehen hing, sondern einfach, weil die Geschichte an sich so spannend war. Und bis auf ein paar kleine Längen gegen Ende, ist das auch so geblieben. Der Roman bietet viel Raum für die Entwicklung der Charaktere, man kann intensiv in die Gedankenwelten und Motive der Personen eintauchen. Diese stilleren Szenen halten sich aber in einer guten Balance zu Abenteuerszenen über das Überleben auf der antarktischen Insel. Ein weiteres Highlight dieses Buches sind die sehr atmosphärischen Beschreibungen. Beim Lesen war ich mit den Teams in Schneestürmen und Eiswelten und mir wurde trotz kuscheliger Decke richtig kalt. Fazit: Ein toller Roman, der dem/ der Leser_in viel bietet. Eine geheimnisvolle Geschichte, die sich erst nach und nach enthüllt. Interessante und komplexe Charaktere, über die man nicht so leicht ein Urteil fällen kann. Atmosphärische Beschreibungen, die einen direkt mitnehmen in die Kälte der antarktischen Insel Everland. Leseempfehlung für alle, die Lust auf einen Abenteuerroman haben, oder die gern in die Abgründe der Gedankenwelt von Menschen in Lebensgefahr abtauchen wollen. 

    Mehr
  • Große Verlosung zum Leserpreis 2017: 30 Buchpakete zu gewinnen!

    LovelyBooks Spezial

    Daniliesing

    Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2017 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 30. November feststehen wird, gar nicht erwarten! Unsere große Verlosung für euch! Nicht nur eure Lieblingsbücher haben die Chance, den Leserpreis 2017 zu gewinnen, auch auf euch warten ganz großartige Buchgewinne. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen und zusätzlich 25 weitere Buchpakete mit je 10 Neuerscheinungen verlosen. Ein wahrer Traum für jeden Buchliebhaber, oder?Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:1. Schreibt einen Blogbeitrag mit Link zum Leserpreis auf LovelyBooks. Ladet eure Leser darin ein, ebenfalls ihre Lieblingsbücher 2017 zu nominieren.https://www.lovelybooks.de/leserpreis/2. Berichtet auf euren Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter oder Instagram über den Leserpeis und verlinkt darauf. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt. Verwendet dabei den Hashtag #Leserpreis.https://www.lovelybooks.de/leserpreis/3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Bitte klickt für alle 3 Varianten zunächst auf den "Jetzt bewerben"-Button und füllt das Formular komplett aus. Gebt bei den Varianten 1 und 2 bitte den direkten Link zum Blogbeitrag oder zum Social Media Posting an und verlinkt nicht nur aufs Profil. Selbstverständlich haben wir Grafikmaterial vorbereitet, das wir euch gern zur Verwendung zur Verfügung stellen.Ihr dürft natürlich auch mehrere der Punkte erfüllen und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 3. Dezember möglich!Wir wünschen euch ganz viel Spaß!PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

    Mehr
    • 1813
  • "Everland" von Rebecca Hunt

    Everland

    JayLaFleur

    08. November 2017 um 17:38

    KlappentextAbenteuergeschichte, spannender Thriller und psychologisches Drama in einem: Die Insel Everland wird von zwei Antarktisexpeditionen erforscht, zwischen denen hundert Jahre liegen. Doch die Einsamkeit, die harten Wetterbedingungen und die feindseligen Kräfte der Natur sind heute wie damals bestimmend, und in beiden Forscherteams zeigt sich: Die Antarktis enthüllt den wahren Charakter der Menschen, die sich ihr aussetzen. MeinungRebecca Hunt weiß, wie sie von zwei unterschiedliche Abenteuern erzählen kann, die viele Ähnlichkeiten aufweisen und dennoch unterschiedlich sind. Die Autorin hat einen tollen deskriptiven Erzählstil. Sie konnte die fiktive Insel Everland so gut beschreiben, dass alles in meinem inneren Auge real wurde: Der Schnee, das tückische Wetter, die weiße Landschaft, die Bucht. Dabei hat Rebecca Hunt immer einen flüssigen Schreibstil. ⟫ Und jetzt war Brix hier, an einem weiteren verhangenen Morgen, an dem die Wolken über dem Vulkan hingen wie ein modriger Wollteppich. Der Himmel hatte die Farbe von Matsch und wirkte unheilverkündend, wie üblich. Bislang hatten sie die Sonne nicht zu sehen bekommen, nicht einmal für eine Sekunde. ⟪Zitat S. 74Leider war mein Einstieg in die Geschichte etwas schwerfällig. Ich musste zuallererst damit klarkommen, dass die beiden erzählten Abenteuer im raschen Kapitelwechsel erzählt werden. Erschwerend kam auch noch dazu, dass es sehr viele Figuren gibt.Noch mehr als der wunderbare Erzähl- und Schreibstil faszinierte mich, wie Menschen in Extremsituationen reagieren oder die Verhaltensweisen komplett ändern - ob im Jahr 1913 oder eben hundert Jahre später spielt dabei keine Rolle. Sehr erschreckend zu lesen war, welche Kehrtwendungen einige Protagonisten gemacht haben oder sich Charaktereigenschaften um 180 Grad gedreht haben. Zwischenmenschliches Verhalten schreibt die Autorin sehr groß!Allerdings sollte sich der Leser darüber im Klaren sein, dass keine großartigen Dialoge geführt werden. Manch einer wird sicherlich auch die Charaktertiefe vermissen. Im allwissenden Erzählstil geschrieben habe ich einen Bezug zu den Protagonisten bekommen, aber keinen allzu großen. Rebecca Hunt möchte das Augenmerk in „Everland“ auf die Extremsituationen und das Verhalten der Menschen lenken. Und das hat sie definitiv geschafft!FazitEin spannender Roman über eisige, menschliche Verhaltensweisen. Leider hatte ich anfängliche Schwierigkeiten, die aber schnell überwunden waren. „Everland“ verdient viereinhalb von fünf Sternen! 

    Mehr
  • eiskaltes Abenteuer

    Everland

    Gwhynwhyfar

    31. October 2017 um 16:47

    »Everland präsentierte ihnen einen Himmel voller erdrückend niedriger Wolken, die aussahen wie Schwaden von Dieselabgasen. Der Wind brachte Schneekristalle mit, fein wie Sägemehl, die sich sofort in Brix`Kragen setzten und in ihren Augen brannten.«Everland ist eine fiktive Insel. Zwei Forschungsteams, in zwei Jahrhunderten: 1913 und 2012. Die erste Expedition beginnt mit ihrem Ende. Nur ein Teilnehmer hat es überlebt, 1913, nur noch einer wird von dem Expeditionsschiff gefunden, welches die Mannschaft abholen sollte, und es ist ungewiss, wie lange er durchhalten wird. 2012 startet eine neue Expedition in die Antarktis nach Everland, Pinguine und Seebären zu erforschen. Abwechselnd wird in den Kapiteln von beiden Lagern berichtet, der Verlauf der Geschichte gestaltet sich in beiden Gruppen ähnlich. »In Wahrheit richtete sich alles nach dem schwächsten Glied in der Kette, und das bedeutete, dass alles, was Brix tat, doppelt so viel Zeit und doppelt so viel Mühe kostete, denn Decker musste es ihr erst erklären und überprüfen, ob sie auch alles richtig gemacht hatte.«In jeder Gruppe gibt es ein schwaches Glied in der Kette und einen, der brutal klarstellt, dass der Schwächling hätte zu Hause bleiben müssen. Der ein oder andere ist vom Ehrgeiz zerfressen, es gibt eine Menge Fehlentscheidungen, schwache Führer. Theoretisch gibt es bei beiden Expeditionen genügend Lebensmittel und ein festes Lager. Jemand verletzt sich, verheimlicht das und ein Schneesturm bahnt eine Katastrophe an. Beide Geschichten sind ähnlich, doch völlig verschieden. »Ein fauliger Geruch hatte Dinners` Zustand verraten. ... Einer hatte gewürgt und dann geflüstert, riecht nach verfaultem Fleisch.«Man fröstelt nicht nur wegen der Beschreibung der Antarktis, karge Landschaften, stinkend vom Vogelkot, Kälte, Schnee, erfrorene Haut und Gliedmaßen, sondern auch wegen der Hinterhältigkeit einiger Protagonisten. Der Erzähler spielt mit dem Leser, führt ihn an der Nase herum. Man spürt förmlich die psychische Anspannung der Protagonisten, wenn sie sich durch das Eis quälen, Geräusche von Winden, die Halluzinationen hervorrufen, Kopfschmerzen. »In Hoffnung, Buße für sein unverzeihliches Verhalten zu tun, indem er sich nützlich machte, zog er die Handschuhe aus, und kramte in seinen Taschen nach Messern. Die plumpen, tauben Finger konnten sie nicht halten, und sie fielen klappernd auf die Erde.«Die Natur ist rau und nicht zu berechnen. Der Mensch glaubt, er hätte alles im Griff, vorausschauend geplant. Doch nichts ist sicher in der Antarktis, und manche Dinge sind nicht gleich zu erklären. Selbst die Gruppe aus 2012, ausgestattet mit technischer Raffinesse, muss ums Überleben kämpfen. Wie reagiert ein Mensch in Extremsituationen, wie verhält er sich anderen gegenüber? Geht es nur ums eigene Leben oder gibt so etwas wie Verantwortung? Bestie Mensch oder ein sozialer Charakter? Wen trifft die Schuld und wer schiebt etwas auf andere? Was ist die Wahrheit? »Bei minus fünfundzwanzig Grad wird die Fähigkeit des menschlichen Körpers, Feuchtigkeit zu produzieren und auszustoßen, auf teuflische Weise offensichtlich. Ales, was nicht ausgeatmet wurde und um die mit Blasen bedeckten Nasenlöcher und Lippen gefror oder aus den Poren verdampfte und an der Kleidung gefror, schien in ihrem Inneren zu gefrieren.«Dieser spannende Abenteuerroman lebt von zwei Dingen. Auf der einen Seite sind die Naturbeschreibungen fantastisch, schrecklich, sich bewusst zu werden, wie brutal die Natur mit Tieren umgeht: Nur die Stärksten kommen durch. Der tägliche Kampf des Menschen, bei diesen Witterungsbedingungen zu forschen, zu überleben wird fein ausgebreitet, insbesondere das, was sich unter Extremsituationen im Menschen freilegt. Auf der anderen Seiten tragen die feingezeichneten Figuren die Geschichte. Psychologisch sorgfältig ausgearbeitete Charaktere, wandelbar in ihrer Handlung, dem Leser aber so präsentiert, dass er nicht gleich durchschaut, wie sich im Zweifel verhalten werden. Härte gegen Weichei, Erfahrung versus Greenhorn. Menschen, die auf engem Raum miteinander auskommen müssen, die sich aufeinander verlassen müssen. Da stellt sich die Frage:»Schlag auf Schlag, meine Herren“, rief Dinners. „Mal sehen, wer am längsten durchhält.«Es gab nichts durchzuhalten bei diesem Roman. Flott durchgelesen, spannend, faziniert, fröstelnd und dann erstaunt. Ich kann nur raten: Selbst lesen!

    Mehr
  • Der Kampf ums Überleben

    Everland

    linasue

    12. October 2017 um 16:52

    ★★★★☆(4 von 5 Sterne)Inhalt:Antarktis 1913 Die Besatzung des britischen Forschungsschiff Kismet, entdeckte eine Insel, die diese auf den Namen Everland tauften. 3 Besatzungsmitglieder haben die große Ehre, als erstes die unbekannte Insel zu erforschen. Dinners, Milet-Bass und Napps haben schon Anfangs Schwierigkeiten mit dem Beiboot die Insel zu erreichen. Die Vorräte sind nicht mehr vollständig, Dinners Zustand verschlechtert sich und doch kämpfen alle 3 ums Überleben.Antarktis 2012100 Jahre danach, macht sich erneut ein Team auf, um Everland zu erkunden. Decker, Jess und Brix folgen den Spuren ihrer Vorgänger. Doch trotz der technischen Ausrüstung, müssen auch sie gegen Wetterveränderungen ankämpfen. Anfangs leichter als gedacht, geraten auch sie in einigen schwierigen Situation. Ob sie die Situation meistern werden ? Zusammenhalt ist hier gefragt.Meinung:Ich muss ehrlich sagen, dass ich anfangs wirklich Schwierigkeiten hatte in das Buch reinzukommen. Oft driftete ich anfangs gedanklich komplett beim lesen ab, oder las monoton, ohne das sich Bilder in meinem Kopf erstellen konnten. Kurzzeitig überlegte ich sogar, das Buch vorzeitig abzubrechen, da es sehr schwierig war, für mich, zu verstehen. Aber ich muss gestehen, dass ich froh bin, es bis zum Schluss gelesen zu haben. Aber der Mitte kam ich dann immer mehr rein in die Geschichte und der Schluss konnte mich dann wirklich überzeugen.Das Cover:Das Cover finde ich wirklich schön und ist passend zur Geschichte. Das Eis lässt schon erahnen, dass diese Geschichte in der Antarktis spielt.Die Geschichte:Die Idee zu der Geschichte finde ich wirklich super. Leider durch meine anfänglichen Leseschwierigkeiten, konnte ich die Geschichte nicht von Anfang bis zum Ende hin genießen, trotzdem merkte ich schnell das diese Geschichte Filmpotential hat – würde diese Verfilmt, würde ich mir den Film auf jeden Fall ansehen.Die Charaktere:Die Charaktere Dinners, Milet-Bass, Napps, Bricks, Decker, und Jess fand ich super.Von der Kismet hatte ich zu den Protagonisten nur wenig Bezug, abgesehen von dem Arzt und den Kapitän – die anderen waren mir einfach zu viel und ich brachte diese auch komplett durcheinander.Der Schreibstil:Den Schreibstil finde ich nicht wirklich einfach, viele Worte die ich einfach nicht kannte, wurden verwendet. Manche konnte ich auch durch weiteres lesen, nicht zuordnen. Teilweise springen die Ereignisse hin und her, da muss man wirklich aufpassen, dass man noch mitkommt. Oft musste ich Passagen auch mehrfach lesen, um diese zu verstehen.Ich finde das Buch ist keine einfache Lektüre.Fazit:Trotz meiner anfänglichen Schwierigkeiten in das Buch einzutauchen, finde ich die Geschichte wirklich gut und würde das Buch weiterempfehlen. Man sollte sich nur bewusst sein, dass es keine leichte Lektüre ist.

    Mehr
  • Braucht ein wenig, aber dann wird es abenteuerlich

    Everland

    raven1711

    09. October 2017 um 14:37

    Rezension Rebecca Hunt - Everland Klappentext:Rebecca Hunts zweiter Roman ist Abenteuergeschichte, spannender Thriller und psychologisches Drama in einem. Die Insel Everland wird von zwei Antarktisexpeditionen erforscht, zwischen denen hundert Jahre liegen. Doch die Einsamkeit, die harten Wetterbedingungen und die feindseligen Kräfte der Natur sind heute wie damals bestimmend, und bei beiden Expeditionen zeigt sich: Die Antarktis enthüllt den wahren Charakter der Menschen, die sich ihr aussetzen.Meinung:Eigentlich bietet die Antarktis-Insel Everland keine großen Überraschungen oder Sehenswürdigkeiten. Kaum Vegetation, kaum Artenvielfalt an Tieren und hauptsächlich vulkanisches Gestein. Doch zum 100-jährigen Expeditionsjubiläum wird erneut ein Team zusammengestellt, um auf Everland zu forschen. Damals endete die Expedition in einer Katastrophe, nun scheint sich die Geschichte zu wiederholen.Rebecca Hunt schickt zwei Forscherteams auf nach Everland. Im Jahre 1913 sind es die Herren Napps, Millet-Bass und Dinners, im heutigen Szenario Decker und seine Kolleginnen Brix und Jess. Da sie jeweils die einzigen menschlichen Lebewesen auf der Insel sind, lernt man diese ziemlich gut kennen, wobei nicht jeder gleich sympathisch ist und man schnell die Personen findet, die man mag oder nicht. Insgesamt sind die Protagonisten gut ausgearbeitet, allerdings fiel es mir nicht immer leicht, mit ihnen warm zu werden.Vielleicht war das von der Autorin auch so beabsichtigt, berücksichtigt man den kalten Hintergrund der Geschichte. Und dabei ist es doch eigentlich Wärme, die die Charaktere hier doch dringend benötigen, in dieser rauen und unwirtlichen Umgebung. Deshalb hat es ein wenig gedauert, bis ich mich mit den Protagonisten arrangieren konnte.Diese Kälte wirkt sich auch ein wenig auf die Erzählung auf, denn nicht immer schaffte es Rebecca Hunt, mich an den Roman zu fesseln. Manchmal fühlte es sich so an, als ob nichts passiert, manchmal hatte ich den Eindruck, diesen Abschnitt in ähnlicher Weise schon mal gelesen zu haben. Gerade in der ersten Hälfte passierte das öfters, was aber auch daran liegt, dass sich zwischen den beiden Expeditionen einige Ereignisse wiederholen. Zwar war die Geschichte alles in allem doch spannend, manchmal musste ich mich aber zum Lesen etwas antreiben und nur langsam nahm die Geschichte Fahrt auf. Hier ist also ein wenig Durchhaltevermögen angesagt, bis man in der Geschichte angekommen ist.Die Geschichte wird meist abwechselnd rund um 1913 und dann wieder um 2012 erzählt. Der zumeist einnehmende Erzählstil wurde von pociao übersetzt und die Kapitel haben eine kurze bis moderate Länge, was für einen guten Lesefluss sorgt. Fazit:Everland ist ein zu weiten Teilen spannender Abenteuerroman, rau und eisig, der allerdings zu Anfang ein wenig schleppend verläuft und nicht immer meine Konzentration förderte. Trotz der Schwierigkeiten mit den Figuren und kleinen Längen in der Handlung hat das Abenteuer aber doch Spaß gemacht und konnte mich dann doch noch packen.Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.Vielen Dank an den Luchterhand Verlag für das Rezensionsexemplar.

    Mehr
  • Eine psychologisch raffinierte Polarabenteuergeschichte, allerdings emotionslos

    Everland

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. October 2017 um 14:07

    Sechs Figuren, zwei Zeitebenen und eine Insel sorgen für einen psychologisch raffinierten Abenteuerroman, der dem Leser den harten, rauen Überlebenskampf auf einer antarktischen Insel näherbringt. Nur leider ohne emotionalen Einlass, der bleibt wohl den Forschungsmitgliedern vorbehalten.Zwei Geschichten in einer1913 läuft die Kismet aus und setzt vor einer nicht erforschten antarktischen Insel drei Crewmitglieder ab. Doch die Expedition steht unter keinem guten Stern. Der Erste Offizier Napps, dem die Insel den Namen „Everland“ zu verdanken hat, der Seemann Millet-Bass und der Forscher Dinners kommen auf der Fahrt zu Everland in einen Sturm. Dinners kämpft bereits hier mit Erfrierungen und so macht sich Unmut unter den Dreien breit. Denn 1913 gibt es keine Hilfe von außen durch Rettungsflugzeuge oder Funkverbindungen. Die Drei sind auf sich alleine gestellt und kämpfen gegen die unwirtlichen Bedingungen der Insel, mit dem Hunger, Durst und Erfrierungen und zwischendurch auch mit Wahnvorstellungen.2013 startet erneut ein Expeditionsteam auf die Insel, um Seebären und die Adeliepinguine zu erforschen. Sie kennen die Geschichte von 1913, die nach dem Logbuch des Kapitäns verfilmt wurde. Sie ahnen nicht, dass das Buch von Kapitän Lawrence selbst verfälscht wurde, um seinen Namen und sein Ansehen zu schützen.Und auch 2013 lernen Decker, der polare Sokrates, die Feldassistentin Jess und die Wissenschaftlerin Brix sich näher kennen, als ihnen lieb ist. Denn so zauberhaft geheimnisvoll ist Everland in Wahrheit nicht, wie es auf Bildern scheint. Bei bis zu minus 30 Grad mit Wunden, die Monate zu heilen brauchen, in ungewaschenen Körpern in der Enge eines Zeltes aufeinanderzuhocken, verlangt einiges von einem Menschen ab. Besonders dann, wenn so vieles schief geht.Psychologische GrenzerfahrungenBeide Teams werden an ihre Belastbarkeitsgrenzen gebracht. Rebecca Hunt zeigt, wie sehr sich Menschen in so Ausnahmesituationen verändern können. Während Decker anfangs als erfahrener, zuverlässiger Offizier mit Führungsqualitäten daherkommt, ändert sich das im Laufe der Handlung. Ebenso bei Brix, die anfangs etwas tollpatschig und fehl am Platz wirkt, wächst diese durch die erschwerten Bedingungen über ihre Grenzen hinaus.Niemand ist einschätzbar in Ausnahmesituationen. Egal ob 1913 oder 2013. Auch wenn sich die Ausrüstungen in dem Jahrhundert geändert haben, bleibt der Mensch der unberechenbare Faktor in diesem Expeditionsexperiment. Die Charakterwandlung hat Rebecca Hunt wirklich gut entwickelt, unvorhersehbar für Figuren und auch dem Leser. In beiden Teams ticken Zeitbomben menschlicher Art. Und in beiden Teams gibt es Mitglieder, denen man nicht zutraut, in so einer Umgebung überleben zu können, die sich dann aber doch selbst und den Leser überraschen.Ein starkes Setting einer harten, rauen UmgebungEbenso merkt man dem Text an, dass hier ein malerisches Auge am Werk war. Rebecca Hunt beschreibt die Landschaft sehr genau, denn nicht alles ist schwarz-weiß wie die Pinguine. Da gibt es grobe Kieselsteine, lehmartige Ablagerungen, poröse Schichten aus grauem Eis, lassen die Landschaft zwischendurch aschgrau, pechschwarz und rostrot abstufen. Die krillreiche Nahrung vor der Küste lässt den Vogelkot rosa nach Ammoniak stinkend auf den eisbedeckten Böden zurück. Selbst die Vögel tragen schmutzige rosa-weiße Lätzchen auf der Brust. Als wäre das noch nicht genug streiten Möwen um rotfleckige Nachgeburtsfetzen der Seebären oder picken auf blutige Kadaver toter Adeliepinguinen ein.Dazu kommen noch erlebte Settingeinflüsse: Bei minus zehn bis minus 30 Grad setzt sich "feuchter Atem sofort als feste Eiskruste auf den Wollmützen fest". Erfrierungen lassen Körperteile zu wunden Massen anschwellen. Ungeheure Schmerzen täuschen Verbrennungsgefühle vor, einfachste Schnittwunden brauchen Monate um zu heilen.Trotz detaillierter Beschreibungen und Charakterreise kein emotionales LesevergnügenEgal, wie gut die Beschreibungen geschildert sind, wie raffiniert die Charakterentwicklung aufgebaut ist, vermisse ich vor allem eines: Das eigene Erleben. An keiner Stelle habe ich mich auf der Insel gefühlt und an keiner Stelle habe ich mit einer Figur gelitten. Emotionsloses Lesen nenne ich das, und deswegen bleibt es für mich nur ein Buch für zwischendurch. Atmosphäre entsteht leider nicht durch detaillierte Beschreibungen, und die Bindung zwischen Leser und Figuren nicht durch Charakterwandlung. Da braucht es mehr. Mehr Emotionen, Tiefe zwischen den Zeilen.Starke Beschreibungen über eine eisige, raue Umgebung lassen Everland auch den Leser am Überlebenskampf teilnehmen. Ebenso erschreckend sind die Charakterwandlungen in der Geschichte, denn diese zeigen vor allem eines: Der Mensch ist wahrscheinlich noch unberechenbarer als die Natur selbst. Und doch fehlt dem Buch etwas, etwas, das ich emotionale Bindung nennen möchte. Denn bei all der Härte der Umgebung, dem Überlebenskampf der Figuren, habe ich an keiner Stelle mitgelitten. Ein Buch für alle Leser, die es in die Kälte zieht, in die Kälte einer antarktischen Insel, in die Kälte des menschlichen Daseins. Denn die Natur hat ein Gesetz: Nur die Stärksten überleben. Auch in diesem Buch. Leider nur ohne emotionale Bindung.

    Mehr
  • Auf nach "Everland": Ein tolles Buch mit kleinen Schwächen

    Everland

    AUSGEbuchT-PetraMolitor

    08. October 2017 um 17:27

    Auf nach "Everland": Ein tolles Buch mit kleinen Schwächen „Everland“ heißt der – nach dem für mich sehr konträren „Mr. Chartwell“ - zweite Roman der britischen Schriftstellerin und Malerin Rebecca Hunt. Diese wurde 1979 in Coventry geboren und hat am Central Saint Martin's College, einer Londoner Hochschule für Kunst und Design, studiert. Auf Deutsch erschien „Everland“ in der (sehr guten!!!) Übersetzung von pociao im Juni 2017 im Luchterhand Literaturverlag. Erhältlich sind momentan das 416 Seiten-starke Hardcover sowie die E-Book-Version.Optisch betrachtet ist „Everland“ ein wunderschönes Buch. Das Cover-Design hat noch vor dem Klappentext mein Interesse geweckt. Die für mich zurückhaltende, aber trotzdem ausdrucksstarke (Farb-)Gestaltung ist meiner Meinung nach überaus gelungen und passt perfekt zum Thema. Hier zeigt sich wieder einmal das feine Händchen des Luchterhand-Verlages nicht nur für tolle Inhalte, sondern auch für besonders schöne Einbände.Verlagstext:Rebecca Hunts zweiter Roman ist Abenteuergeschichte, spannender Thriller und psychologisches Drama in einem. Die Insel Everland wird von zwei Antarktisexpeditionen erforscht, zwischen denen hundert Jahre liegen. Doch die Einsamkeit, die harten Wetterbedingungen und die feindseligen Kräfte der Natur sind heute wie damals bestimmend, und bei beiden Expeditionen zeigt sich: Die Antarktis enthüllt den wahren Charakter der Menschen, die sich ihr aussetzen.Meine Meinung:Wie schon oben beschrieben, erzählt „Everland“ in zwei Handlungssträngen die Geschichte zweier Antarktisexpeditionen 1913 und 2013. Ich bin von jeher ein großer Fan von Extremerfahrungen in Wort und Bild, seien es Besteigungen des Mount Everest, Expeditionen in den Regenwald oder in die Arktis/Antarktis. Daher war klar, dass ich „Everland“ lesen möchte. Mich hat fasziniert, wie die Besatzung der „Kismet“ die bisher unbekannte Insel entdeckte und sie durch drei Crewmitglieder in Besitz genommen hat. Die Schilderungen lesen sich tatsächlich wie ein Abenteuerroman aus der guten alten Zeit. Komischerweise hatte ich beim Lesen immer Bilder aus „Meuterei auf der Bounty“ vor Augen und musste mich immer wieder in die eisige, unwirtliche Welt der Antarktis zurückversetzen.Genau 100 Jahre später findet eine Gedenkexpedition statt, die ebenfalls mit drei Personen besetzt ist und die Fauna der Gegend katalogisieren soll. Im Gegensatz zu ihren früheren Pendants verfügen diese über modernste Technik und Ausrüstung sowie eine umfangreiche Ausbildung. Doch schnell wird klar, dass auch dies in den rauen Gefilden keine Gewähr ist für einen reibungslosen Ablauf. So unterschiedlich sie auch sind, gibt es durchaus Parallelen in den beiden Unternehmungen. So werden beispielsweise Teilnehmer nicht aufgrund ihrer Qualifikation ins Team berufen, sondern aufgrund ihrer Beziehungen.Wie entwickeln sich Menschen in Extremsituationen? Was macht das wochenlange Zusammenleben auf engstem Raum mit der eigenen Psyche und der der Mitstreiter? Wie entwickelt man sich, wenn es ans Teuerste geht, an die eigene Existenz? Welche Grenzen ist man bereit für sich und andere zu überschreiten? Das sind Kernfragen, um die sich in „Everland“ alles dreht.Mir hat „Everland“ grundsätzlich gut gefallen. Den „spannenden Thriller“ habe ich etwas vermisst, Spannung ist zwar durchgängig da, aber nicht auf hohem Niveau. Ich fand es gleichzeitig interessant, aber auch anstrengend immer wieder in den Zeiten hin du her zu springen. Da hätte ein bisschen mehr „Ruhe“ dem Buch meiner Meinung nach gut getan. Die Charaktere waren für mich allesamt etwas farblos und oberflächlich. Es wäre allerdings wohl auch schwer geworden, sie im Kontext zur Handlung stärker herauszuarbeiten. Trotzdem blieb mir der Zugang zu den Protagonisten größtenteils verwehrt.Enttäuscht hat mich der Schluss. Ohne etwas zu verraten, war er mir zu abrupt und wenig aussagekräftig. Da hatte ich mir deutlich mehr versprochen. Ich bewerte "Everland" mit 4 von 5 Sternen. 

    Mehr
  • „Hauptsache, es geht gut aus, alles andere ist nicht wichtig“

    Everland

    Barbara62

    27. August 2017 um 16:24

    Zwei Feldforschungsexpeditionen in die Antarktis stehen im Mittelpunkt des zweiten Romans der 1979 geborenen Britin Rebecca Hunt. Ging es in ihrem Debüt „Mr. Chartwell“ um Winston Churchill und dessen Depressionen in Gestalt eines schwarzen Hundes, so sind in ihrem 2017 auf Deutsch im Verlag Luchterhand mit einem bestechend schönen Cover erschienen Roman "Everland" menschliche Beziehungen im Angesicht existenzieller Bedrohungen und der Umgang mit der Wahrheit ihr Thema. Abwechselnd und in kurzen Kapiteln erzählt Rebecca Hunt von den einzigen beiden Expeditionen zur fünf Quadratmeilen großen, fiktiven Antarktisinsel Everland, durchgeführt 1913 und zum hundertjährigen Jubiläum 2012. Im März 1913 bricht vom britischen Dreimaster Kismet aus ein dreiköpfiges Team zur Erforschung der Insel auf: Napps, der erste Offizier und Leiter der Expedition, der erfahrene Matrose Millet-Bass und der vom Kapitän zur allgemeinen Überraschung und Missbilligung ausgewählte Dinners, ein völlig unerfahrener und schwächlicher Wissenschaftler. Nach zwei Wochen soll die Kismet sie wieder abholen, doch steht die Unternehmung von Beginn an unter keinem guten Stern, denn Stürme, Eis und die erforderliche Reparatur der Kismet werfen alle Pläne über den Haufen. Was sich auf der Insel tatsächlich abspielte, meint die Nachwelt aus dem Tagebuch des Kismet-Kapitäns zu wissen und das Drama wurde sogar aufwühlend verfilmt mit einer klaren Einteilung des Teams in Gut und Böse, die sich hauptsächlich auf Napps Aussage in einem Brief an seine Frau stützt: „Es gibt nichts, was ich nicht tun würde, um zurückzukehren, nichts, womit ich nicht leben könnte, wenn es mich nur nach Hause bringt.“ 100 Jahre später, im November/Dezember 2012, ist wieder ein Dreierteam unterwegs mit der Aufgabe, die Pinguin- und Robbenpopulation sowie den Gletscher zu untersuchen. Decker, erfahrener Biologe und Leiter der Expedition, die tüchtige Feldassistentin Jess und die vollkommen unerfahrene Wissenschaftlerin Brix. Eine ähnliche Konstellation? Immerhin ist die technische Ausrüstung ungleich besser, es steht nicht der arktische Winter, sondern der Sommer vor der Tür und es besteht ein ständiger Funkkontakt zum Basislager Aegeus. Und doch bleiben die Naturgewalten unberechenbar. Die wahren Hintergründe der Katastrophe von 1913, die Rebecca Hunt nach und nach enthüllt, waren für mich spannender als die neue Geschichte, auch wenn die zwischenmenschlichen Reibereien aufgrund der Tatsache, dass alles sich nach dem schwächsten Glied der Kette zu richten hat, in beiden Teams interessant waren. Die Frage, ob es sich lohnt, sein Leben aufs Spiel zu setzen, um das eines anderen Menschen zu retten, ist 1913 genauso aktuell wie 2012 und wirkt vor der imponierenden Kulisse des ewigen Eises umso eindringlicher. Bedauert habe ich lediglich die Tatsache, dass es mir kaum gelang, eine empathische Beziehung zu den Protagonisten aufzubauen. http://mit-büchern-um-die-welt.de/rebecca-hunt-everland/

    Mehr
    • 2
  • Ein großes Abenteuer

    Everland

    Kalulu

    18. August 2017 um 08:48

    Zwei Südpolexpeditionen die 100 Jahre auseinanderliegen und doch so viele Parallelen haben.
    Ein Abenteuerroman bei dem man kalte Finger bekommt - ein Überlebenskampf der sowohl tiefgründig als auch spannend ist.

  • Rezension: Everland

    Everland

    killmonotony

    13. August 2017 um 19:31

    Zwei Expeditionen in die Antarktis, zwei Forscherteams und zwei langatmige Geschichten — „Everland“ kann durch Sprache und Atmosphäre überzeugen, der Spannungsboden bleibt jedoch flach. Vom Cover und Klappentext gelockt, wurden bei mir bei dem Titel „Everland“ direkt Assoziationen an fantastische Geschichten und Bücher ausgelöst und in Erwartung eines fantastischen Abenteuerromans (oder zumindest einem, in dem es zur Sache geht!) zu Rebecca Hunts Roman gegriffen. Leider wartete hier eine herbe Enttäuschung auf mich, denn Spannung kam hier keine auf. Doch zunächst einmal zum Inhalt: Im Jahr 1913 entdeckt das Forschungsteam der „Kismet“ bei einer Antarktis-Mission eine unbekannte Insel, die sie „Everland“ taufen. Klirrende Kälte und eine Landschaft der des Mondes gleich, schicken die Forscher zunächst drei Männer los, um die Insel zu erkunden. Doch was für Dinners, Napps und Millet-Bass anfangs wie der Jackpot aussah, da diese unbetretenes Land auskundschaften sollten und womöglich Erkenntnisse von unschätzbarem Wert für die Wissenschaft mitbringen, entpuppt sich schon bald als Alptraum. Mit ihren komplett gegensätzlichen Persönlichkeiten geraten die Männer immer wieder in Streitigkeiten und Unstimmigkeiten. Keine gute Voraussetzung, um zwei Wochen lang in der eisigen Kälte zu überleben… 2012, knapp hundert Jahre später, bricht das zweite Forschungsteam nach Everland auf, und wieder einmal sind drei Personen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können, gezwungen, auf kleinstem Raum zusammenzuleben und Feldforschung zu betreiben. Das Schicksal der Männer von 1913 ist Brix, Decker und Jess bekannt: In den 1960er Jahren wurde die Geschichte um Millet-Bass, Napps und Dinners verfilmt, sodass die Crew-Mitglieder der zweiten Mission bereits wissen, was auf sie zukommt. Doch leider haben sie sich und ihre Fähigkeiten überschätzt… Die komplette Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

    Mehr
  • Spannende Idee

    Everland

    leserattebremen

    03. August 2017 um 14:22

    Zwei Antarktisexpeditionen, 1913 und 2012, erforschen die Everland in der Antarktis und dies stellt alle Beteiligten vor ähnliche Herausforderungen: Kälte, soziales Umfeld, das ewige Eis, all das bringt die Teilnehmer an die Grenzen ihrer psychischen und physischen Belastbarkeit. Rebecca Hunt stellt in ihrem Roman „Everland“ die zwei fiktiven Expeditionen gegenüber und berichtet über Probleme und Erfolge. Als Leser springt man immer wieder zwischen den 100 Jahren Zeitunterschied hin und her und trotz der völlig veränderten Ausrüstung und Arbeit sind die Ähnlichkeiten der Wahrnehmung der Teams verblüffend. Die Autorin schafft es auf beeindruckende Weise in feinen Nuancen Gemeinsamkeiten und Unterschiede auszuleuchten und den Leser so auf eine beeindruckend Reise in die Antarktis zu schicken. Leider beginnt die Geschichte etwas schleppend und ich habe lange gebraucht, bis mich die Umsetzung dieser großartigen Idee richtig fesseln konnte. Besonders bei der älteren Expedition hatte ich Probleme, eine Beziehung zu den Personen aufzubauen, so dass mich die Geschichte nicht richtig mitgenommen hat. Gegen Ende nahm der Plot jedoch gewaltig an Fahrt auf und wurde sehr spannend, so dass die Geschichte nur so dahinflog und ich am Ende doch sehr von dem Buch gefangen genommen wurde. „Everland“ von Rebecca Hunt ist ein beeindruckender Roman, hinter dem eine sehr gute kreative Idee steckt. Lediglich der Anfang des Romans war mir etwas zu langatmig, so hat es etwas gedauert, bis mich die Story richtig packen konnte.  

    Mehr
  • Weniger spannend als gedacht

    Everland

    LillySj

    01. August 2017 um 10:22

    Inhalt: 1913 bricht das Schiff Kismet zu Expedition in die Antarktis auf. Sie entdecken eine unbekannte Insel – Everland. Drei Freiwillige brechen auf, die Insel zu erforschen. Sie kentern mit dem Boot beinahe und einer der drei holt sich in der 6 tägigen Überfahrt (die nur halb so lange dauern sollte) und dem Sturm schwere Erfrierungen. Die Kismet kommt nicht nach vereinbarter Zeit. Es wird ein Überlebenskampf für die drei Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten. 2012 startet eine zweite Expedition nach Everland, mit ebenfalls drei ganz unterschiedlichen Leuten. Obwohl nun mit der neusten Technik ausgerüstet, mit genug Lebensmittel und mit einer Crew, die nur 2 Flugstunden entfernt ist, kommt es zu gravierenden Schwierigkeiten. Am Ende steht bei beiden Expedition die Frage: Bist Du bereit, einen Menschen sterben zu lassen, um Dein eigenes Leben zu retten? Wie viel Hilfe bist Du bereit zu geben? Und kannst Du zu Deinen eigenen Fehlern stehen? Meine Meinung: Was sich so spannend anhört und als Thriller auf dem Klappentext gepriesen wird, lässt doch deutlich an Spannung vermissen. 100 Seiten, bevor es überhaupt mal spannend wird, weitere 100 Seiten, bevor diese Spannung etwas steigt. Ich war immer wieder davor, das Buch abzubrechen. Dazu wird das Buch aus vier Zeitlinien erzählt. Da war es anstrengend, die Übersicht zu behalten, auch wenn die Zeiten über den Kapiteln stehen. Einmal 2012 – völlig klar. Dann die Expedition der drei Männer März/April 1913 – auch das war klar. Dann die Zeit, ab April 1913, wo die Männer der Kismet endlich Everland erreichten und die Zeit später auf dem Schiff. Und während die letzten beiden Zeitstränge schon erzählt wurden, gab es noch einen Rückblick, wie die drei Männer für die Expedition ausgewählt wurden. Zudem gibt es wirklich keinen Protagonisten in dem Buch, der mir von Grund auf sympathisch war. Ich habe irgendwie keinen Bezug zu den Personen bekommen. Positiv fand ich, dass man ins Nachdenken kam, ob man das Risiko, sein eigenes Leben aufs Spiel zu setzen eingeht, um das Leben eines anderen zu retten. Ich hätte mir allerdings gewünscht, der Teil wäre besser ausgearbeitet worden. Man liest zwar, was die Personen denken, aber die Emotionen kamen bei mir nicht wirklich an.2,5 Sterne

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks