Der Roman folgt zwei Handlungssträngen: Einer spielt im Chicago der 1980er/90er Jahre während der Hochphase der AIDS-Krise, der andere im Jahr 2015. Besonders gut gefallen hat mir die realistische Darstellung der Probleme innerhalb der LGBTQ-Community zu dieser Zeit – sie wirkt sehr authentisch und emotional eindringlich. Das Buch schafft es, sowohl die Angst als auch den starken Zusammenhalt zwischen den Menschen spürbar zu machen.
Der zweite Handlungsstrang dreht sich um Fiona, die nach dem Verlust so vieler Freunde durch HIV noch immer in einer Art Schockzustand lebt. Im Jahr 2015 macht sie sich auf die Suche nach ihrer entfremdeten Tochter und trifft dabei auch Menschen aus ihrer Vergangenheit wieder, was der Geschichte eine nachdenkliche und emotionale Ebene verleiht.
Auch wenn die beiden Zeitstränge miteinander verbunden sind, hatte ich teilweise das Gefühl, dass sie auch als zwei separate Bücher hätten funktionieren können. Die Wechsel zwischen ihnen haben es mir manchmal schwer gemacht, ganz in die Geschichte einzutauchen, da sie sich gelegentlich wie Unterbrechungen anfühlten. Am Ende fügen sich die beiden Erzählstränge jedoch stimmig zusammen und ermöglichen einen etwas hoffnungsvolleren Abschluss einer ansonsten sehr tragischen Geschichte.





















