Ausgeliehen

von Rebecca Makkai 
3,2 Sterne bei67 Bewertungen
Ausgeliehen
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Positiv (26):
BluevanMeers avatar

Ein Roman, der sich ganz leise ins Herz schleicht und bleibt.

Kritisch (18):
killerprincesss avatar

Mich hat es nicht überzeugen können. Ich bin verwirrt zurückgeblieben: Was genau wollte die Autoren ihrem Lesern mitteilen? Natürlich gibt e...

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Inhaltsangabe zu "Ausgeliehen"

Der zehnjährige Ian ist süchtig nach immer neuen Geschichten. Lucy Hull, Bibliothekarin in der Stadtbücherei von Hannibal, ist dabei seine Komplizin. Sie hilft ihm, die geliehenen Bücher an seiner strengen Mutter vorbeizuschmuggeln. Eines Morgens traut Lucy ihren Augen kaum. Ian, von zu Hause ausgerissen, kampiert zwischen den Regalen. Er hat einen anderen Plan: Geschickt lotst er sie Richtung Highway und mitten hinein in eine abenteuerliche Reise.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548611341
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:14.12.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 10.10.2011 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    badwomans avatar
    badwomanvor 3 Jahren
    Ein seltsamer Roadtrip

    Lucy, Biblithekarin in Hannibal, führt ein ruhiges, um nicht zu sagen langweiliges Leben, so wie sie es eigentlich nie wollte. Das ändert sich schlagartig, als sie eines Morgens Ian, einen 10-jährigen Jungen, der Stammkunde in ihrer Bücherei ist, an ihrem Arbeitsplatz vorfindet. Ians Familie ist tiefreligiös (oder einem Sektenguru verfallen?), seine Mutter möchte die Bücher, die Ian ausleiht, "zensieren". Lucy ist damit natürlich nicht einverstanden und verhilft Ian ab und zu doch zu den von ihm bevorzugten Büchern. Nun ist Ian also von zu Hause weggelaufen und überredet Lucy zu einem Roadtrip, der immer abenteuerlicher wird. Wie kann diese Geschichte für alle gut ausgehen?

    Diese besondere Geschichte ist leider so unrealistisch, dass sie mich nicht wirklich fesseln konnte. Manche Passagen, besonders die etwas humorvolleren, waren ganz nett zu lesen, aber im Großen und Ganzen hatte ich immer im Hinterkopf: "Warum macht Lucy das?" Als Leser möchte man ihr nur dringend raten, dass sie dieses Kind auf dem schnellsten Weg nach Hause bringt. Dazu werden noch einige Problemthemen angeschnitten, z.B. religiöse Fanatiker, Russenafia, Homosexualität, aber nichts davon wird wirklich eingehender behandelt.

    Nein, dieses Buch hat mich nicht in seinen Bann gezogen, leider, denn der Klappentext war recht vielversprechend.

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    booklovings avatar
    booklovingvor 6 Jahren
    Rezension zu "Ausgeliehen" von Rebecca Makkai

    Rückblickend und aus einer allwissenden Sicht erzählt die Protagonistin Lucy Hull ihre abenteuerliche Geschichte mit Ian, bei der sie sich aber nicht als „Heldin“, sondern sich eher als „Bösewicht“ sieht.
    Die 26-jährige Lucy Hull ist Angestellte einer Kinderbücherei in dem langweiligen Ort Hannibal und liebt ihre Arbeit mit den Kindern. Vor allem zu dem aufgeweckten, wissbegierigen 10-jährigen Ian hat sie eine innige Beziehung aufgebaut. Da seine strenggläubige Mutter Ian nur Literatur mit christlichen Inhalten auszuleihen erlaubt, hilft Lucy dem lesehungrigen Jungen heimlich anspruchsvolle Kinder-Bücher nach Hause zu schmuggeln. Eines Morgens entdeckt Lucy zwischen den Regalen der Bücherei Ian, der von zu Hause ausgerissen ist.
    Aus ihrer Unschlüssigkeit und weniger aus einer inneren Überzeugung heraus, Ian helfen zu wollen, kommt es zu einer „Entführung“, die eigentlich gar keine ist. Denn Ian benutzt Lucy zu seiner Flucht und erpresst sie anfangs geschickt, um nicht wieder zu seinen Eltern zurückgebracht zu werden.
    So befinden die beiden sich unverhofft auf einer skurrilen Irrfahrt quer durch die USA, ohne ein eigentliches Ziel vor Augen. Lucy ist zwar bewusst, dass sie mit dem Kidnapping eine kriminelle Tat begeht und dafür zur Rechenschaft gezogen werden kann, doch es gelingt ihr nicht ihre anfänglichen Fehler rückgängig zu machen. Eine Zeitlang können beide ihr verkorkstes Leben hinter sich lassen und ihre Freiheit genießen.
    Sehr geschickt streut die Autorin viele skurrile, unterhaltsame Begegnungen und Geschichten in die eher ereignislose Handlung ein, bei der ich zuweilen den roten Faden vermisst habe. Schade fand ich auch, dass die Beziehung zwischen beiden Hauptfiguren während des Roadtrips nicht weiter in die Tiefe geht und ihre Gespräche eher oberflächlich bleiben.
    Sehr vielschichtig und liebevoll sind die beiden Hauptfiguren Lucy und Ian ausgearbeitet.
    Lucy ist mir mit ihrer Liebe zur Literatur auf Anhieb sehr sympathisch. Liebenswert sind ihre Entscheidungsschwäche, Unentschlossenheit und Andersartigkeit, ihre Angst, das Klischee der langweiligen grauen Bibliothekarin zu erfüllen und ihr permanentes Gefühl fehl am Platz zu sein. Weniger nachvollziehbar war für mich, warum sie vor lauter Selbstmitleid nicht in der Lage ist, ihre Lebenssituation zu verändern.
    Faszinierend und schillernd ist auch die Figur des 10jährigen Ian. Eine ausgesprochene Leseratte ist dieses aufgeschlossene, hochbegabte aber manchmal auch sehr nervtötende Kind, das sehr unter seinem strengen Elternhaus leidet. Kaum nachvollziehbar für mich, dass seine vermeintlich nicht normale, sexuelle Orientierung in speziellen christlichen Bibelstunden wieder auf den rechten Weg gebracht werden soll.
    Obwohl zeitweise einfach die Spannung in der Geschichte fehlte, hatte die Erzählung etwas sehr Fesselndes und Originelles an sich. Sehr unterhaltsam und ironisch greift Makkai Klischees und Vorurteile gegenüber unterschiedlichsten Minderheiten auf und teilt Seitenhiebe auf die amerikanische Gesellschaft aus .Vor allem die abwechslungsreiche, sehr humorvolle Erzählweise der Autorin hat mich angesprochen.
    Sehr gut haben mir die vielen subtilen Anspielungen auf Kinder-Bücher und den Einbau sprachlicher Sequenzen aus Kinderbuch-Klassikern gefallen. Leider funktioniert das Wiedererkennen der Originale im Deutschen nicht immer so gut, da sehr viele Bücher aus dem englischsprachigen Raum bei uns weniger bekannt sind.
    Auch wenn ihr Roadtrip sehr überraschend endet, kommt die abenteuerliche Irrfahrt doch für beide Hauptfiguren zu einem befriedigenden Ende und so manches Geheimnis wird gelüftet.
    Lucy hat viel über sich und ihr Leben gelernt und begreift schließlich, dass sie aufhören muss, vor sich selbst wegzulaufen, und etwas in ihrem Leben ändern muss.
    Ihr wird klar, dass nicht sie Ians Leben retten kann, sondern, dass Ian dies nur selbst mithilfe der inspirierenden Kraft der Bücher gelingen wird.
    „Ausgeliehen“ ist somit eine wundervolle Hommage an die Macht der Bücher!

    FAZIT
    Ein anspruchsvolles, außergewöhnliches Romandebüt mit sehr ungewöhnlichen Charakteren.

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    sonjastevenss avatar
    sonjastevensvor 6 Jahren
    Rezension zu "Ausgeliehen" von Rebecca Makkai

    Ausgeliehen – Rebecca Makkai

    Der Roman „Ausgeliehen“ von Rebecca Makkai konnte mich leider nicht vollkommen überzeugen, es hat mich nie wirklich fesseln können oder auch den Drang gegeben, dass ich unbedingt wissen muss, wie es weiter geht – sondern leider hat sich für mich so alles eher egal angefühlt.
    Der Anfang hatte noch viel Potenzial, der kleine Ian ist eine Leseratte, jedoch sind seine Eltern hochreligiös und er darf nur spezielle „göttliche“ Bücher lesen – dann kommt noch hinzu, dass seine Mutter die Sorge trägt, dass er mit seinen 10 Jahren vielleicht schwul sein könnte – er bekommt speziellen Religionsunterricht und die Bibliothekarin Lucy, Tochter eines russischen Mafiosos, sieht mit Erschrecken zu wie Ian Persönlichkeit sich verändert…
    Jedoch irgendwann übernachtet Ian heimlich in der Bibliothek und kaum hat Lucy sich versehen, befindet sie sich mit Ian auf der Flucht.
    Der Roman wird aus der Perspektive von Lucy erzählt, die über die Vergangenheit berichtet und somit relativ selbst reflektiert das Geschehen wiederholt.
    Leider war das Buch spätestens als die beiden sich ihre „Reise“ begeben habe, langweilig, ohne Antrieb. Ich dachte zuerst, das Buch wäre vielleicht auch etwas gesellschaftskritisch (Thema Religion und schwul), jedoch ist das Thema so im Sand verlaufen. Auch von Lucys Bücherlust, welche teilweise Literaturtipps für Kinder mit beinhaltete, wat später auch nichts mehr zu lesen.
    Weiteres Problem war noch, dass mir weder Ian als Junge noch Lucy als Protagonistin und Erzählerin nicht wirklich sympathisch waren, Ian war so verkorkst und hat sich überhaupt nicht passend seines Alters benommen – ich meine, z.B. welcher 10jährige Junge lässt sich Tag für Tag Stunden lang in einem Auto herumfahren, ohne zu quengeln: „Sind wir schon da?“ Auch Lucy war etwas melancholisch, vielleicht schon depressiv und hatte keinen richtigen Plan wohin sie eigentlich wollte – nicht nur auf ihrem Trip, sondern auch in ihrem Leben. Diese Art Charakterzug war sehr schwer für mich zu lesen…
    Dazu kamen noch Geschichten von ihrem russischen Vater, die mich ziemlich gelangweilt haben – klar unterstützen sie teilweise Lucys Identitätskrise, aber da ich das Buch zum Vergnügen und nicht zum analysieren lese, bin ich absolut nicht auf meine Kosten gekommen – daher kann ich auch leider nur 2 Sterne vergeben.
    Dennoch kann ich mir vorstellen, dass dieses Buch seine Leserwelt finden wird und auch gerne gelesen wird, sollte meine Rezension nicht total abschrecken, wäre das Buch vielleicht genau richtig – zum Glück sind Geschmäcker verschieden!

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    mecedoras avatar
    mecedoravor 6 Jahren
    Rezension zu "Ausgeliehen" von Rebecca Makkai

    „Aber nein, es ist geschehen. Das Einzige, worüber man diskutieren kann, ist, ob es mir passiert ist oder ob ich bewirkt habe, dass es passiert.“ (S. 99)

    Lucy Hull befindet sich in einer seltsamen Situation: die junge Bibliothekarin findet eines Morgens den zehnjährigen Ian zwischen den Regalen der Bibliothek – er ist von zu Hause ausgerissen und versteckt sich in der Kinderbuchabteilung. Ian, süchtig nach Büchern und den Geschichten zwischen den Buchdeckeln, ist vor seiner strengen Mutter und ihren zweifelhaften Erziehungsmethoden geflohen, geflohen in eine Welt aus Geschichten, in der er sich wohler fühlt als in seiner Familie. Lucy will den Jungen nach Hause bringen, doch er lotst sie subtil auf den Highway – und damit beginnt ein Road Trip der ganz anderen Art quer durch die USA.

    Rebecca Makkai spannt in „Ausgeliehen“ ein ungewöhnliches Netz von außergewöhnlichen Figuren auf, in deren Mittelpunkt die ein wenig unscheinbare Lucy und der doch recht sonderbare Ian stehen – zwei Außenseiter, wie sie im Buche stehen. Gemeinsam machen sich die beiden auf eine abenteuerliche Reise durch die Vergangenheit, die Gegenwart, durch Lügengespinste und geplatzte Träume und einmal quer durch das große Amerika. Der Roman oszilliert zwischen aktivem Handeln und vor allem passivem Passierenlassen, Umhertreibenlassen, er oszilliert zwischen dem Ernst des Lebens und der Suche nach dem großen Glück, zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Fliehen, Suchen und Finden. Und er lässt den Leser wie die Protagonisten einen ganzen Raum dazwischen erleben, eine Art Vakuum, das sich nur schwerlich fassen, noch schwerer aber beschreiben lässt, in „Ausgeliehen“ aber auf emotionaler Ebene wunderbar zu erspüren ist.

    Warmherzig, humorvoll, oft ironisch, altklug und an vielen Stellen schrullig erzählt Rebecca Makkai von einer Entführung der ganz anderen Art, bei der nicht klar ist, wer hier wen entführt hat.

    „Ausgeliehen“ ist ein sehr ungewöhnliches Buch – nicht nur wegen seines Plots. Die Autorin erzählt auf eine oftmals lakonische, beobachtende Art von Lucy und Ian, die einen nichtsdestotrotz berührt. In wohlgesetzten Worten, mit charismatischen Figuren, die nicht ausschließlich Sympathie beim Leser hervorrufen und mit stilistisch hervorstechenden (und dabei sehr gelungenen!) Passagen wird dieses Buch zu etwas wirklich Besonderem in der weiten Welt der zeitgenössischen Literatur, was auch kleinere Längen und Schwächen im letzten Buchdrittel verzeihen lässt.

    Eine klare Leseempfehlung von meiner Seite und vier Sterne für dieses außergewöhnliche und außergewöhnlich gelungene Romandebüt von Rebecca Makkai, einer Autorin, die in diesem ihrem Erstling sehr viel Potenzial beweist und deren Werdegang und weitere Werke ich sicherlich verfolgen werde.

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    killerprincesss avatar
    killerprincessvor 6 Jahren
    Kurzmeinung: Mich hat es nicht überzeugen können. Ich bin verwirrt zurückgeblieben: Was genau wollte die Autoren ihrem Lesern mitteilen? Natürlich gibt e...
    Rezension zu "Ausgeliehen" von Rebecca Makkai

    "Ausgeliehen" von Rebecca Makkai
    Inhalt
    Der zehnjährige Ian ist süchtig nach Geschichten und ist daher Stammgast in der Stadtbibliothek von Hannibal. Dort arbeitet Luy Hull und sie hilft Ian, manche Bücher an seiner strengen Mutter vorbei zu schmuggeln. Eines Morgens entdeckt Lucy, dass Ian ausgerissen ist und zwischen den Regalejnn übernachtet hat. Anstatt ihn nach Hause zu bringen, überredet Ian sie, mit ihr noch eine Weile mit dem Auto zu fahren. Plötzlich sind sie auf dem Highway, bald lassen sie die erste Grenze hinter sich und befinden sich auf einem Road-Trip.
    Meinung
    Ich hatte an das Buch keine großen Erwartungen, ich muss auch ehrlich zugeben, dass ich sehr skeptisch wegen der mittelmäßigen Bewertungen war.
    Es sind schon zweieinhalb Wochen vergangen, seitdem ich das Buch gelesen habe. Ich wollte mir etwas Zeit nehmen, meine Meinung in Worte zu fassen.
    Jetzt merke ich jedoch, dass es mir unheimlich schwer fällt, etwas über dieses Buch zu schreiben.
    Das liegt höchstwahrscheinlich daran, dass ich nicht weiß, was die Autorin eigentlich mit ihrer Geschichte sagen wollte.
    Das Buch spricht tiefgründige Themen an, wie die Identitätssuche, Homosexualität und wie die Kirche darauf reagiert. Aber alles wird nur angeschnitten, es entsteht keine richtige Diskussion im Buch, bei der mehrere Seiten beleuchtet werden und auch kein wirkliches Fazit. Das Thema Homosexualität kommt mir zudem sehr reingeschrieben vor. Es wird bloß die Vermutung aufgestellt, dass der junge Ian homosexuell sein soll. Auf dem ganzen "Road-Trip" hat man davon gar nichts gemerkt. Weder, dass er es ist, noch, dass er es nicht ist. Er verhält sich bloß manchmal ein bisschen anders, als andere Jungs.
    Der Road-Trip ist für meinen Geschmack etwas zu langatmig gewesen, dabei hat das Buch schon nicht viele Seiten. Es gab dennoch zwei oder drei Szenen in diesem Buch, die mir zugesagt haben. Ich war mir sehr unsicher, ob und wie mir das Buch in Erinnerung bleibt. Im Endeffekt sind es diese zwei drei Szenen, die gut gelungen sind, wo ich schmunzeln konnte, die mir das Lesen des Buches rückblickend nicht ganz unnötig erscheinen lassen.
    Leider bleibt es aber dabei, dass ich das Buch irgendwann nicht mehr sehr gerne gelesen habe.
    Die Protagonistin Lucy war selbst irgendwie deprimiert und melancholisch, sodass ich mich selbst traurig und unzufrieden gefühlt habe.
    Ian war manchmal ganz süß und reif für sein Alter, aber dann hat er das im nächsten Moment wieder zunichte gemacht, und mich mit seinder kindischen, naiven Art genervt.
    Fazit
    Kein Buch, dass ich unbedingt weiter empfehlen würde. Es ist nicht unbedingt vertane Zeit, aber es gibt meines Erachtens deutlich lesenswertere Bücher.
    Ich kann nicht mal eine Empfehlung geben, was für Bücher oder Thematiken man mögen sollte, um dieses Buch zu lesen.

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    Arizonas avatar
    Arizonavor 6 Jahren
    Rezension zu "Ausgeliehen" von Rebecca Makkai

    Lucy Hull ist eine junge Frau Mitte 20 und arbeitet als Bibliothekarin in der Kinderabteilung der Stadtbücherei in Hannibal, einer Kleinstadt in den USA. Ihr bester Kunde ist dort der 10jährige Ian Drake. Er hat jedoch sehr strenggläubige Eltern, die ihm nicht alle Art von Lektüre auszuleihen erlauben. Daher schmuggelt er manche Bücher heimlich mit nach hause. Als Lucy zufällig erfährt, dass Ian in eine sehr strenge Bibelschule gehen muss, zu Pastor Bob, der sich auf die Umerziehung von vermeintlich schwulen Kindern spezialisiert hat, versucht Lucy Ian auf irgendeine Art und Weise zu helfen. So ergibt es sich, dass die beiden zusammen ausreissen und kreuz und quer durch die USA fahren, bis nach Vermont. Dabei lernen wir auch Lucys Familiengeschichte etwas näher kennen, da sie unterwegs auch ihre Eltern in Chicago besuchen, die aus Russland eingewandert sind. Auch lernen wir noch Lucys Freund und andere Nebenfiguren kennen.

    Ich tue mich sehr schwer bei der Bewertung des Buches, da ich dabei so hin und hergerissen bin. Zwischendurch gab es immer wieder Szenen, z.B. der Besuch bei den Eltern, die ich genial fand, voller Komik. Aber die eigentliche Flucht mit dem Auto / den Road Trip-Teil dagegen fand ich teilweise sogar langweilig. Also wie gesagt, die humorvollen Passagen mochte ich, auch die Kritik an der strenggläubigen evangelikalen Kirche. Aber zwischendrin war dann leider die Luft raus. Es ist ein Roman voller Geschichten, voller skuriller Typen und komischer Situationen, aber der Zusammenhalt fehlte mir bei der ganzen Geschichte schon etwas bzw. hielt sich die Spannung nicht duchgängig.

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    K
    Kerkyravor 6 Jahren
    Rezension zu "Ausgeliehen" von Rebecca Makkai

    Lucy und Ian kennen sich aus der Bibliothek in Hannibal, Missouri. Lucy, die Mittzwanziger-Bibliothekarin versorgt ihren zehnjährigen Schützling mit immer neuen Geschichten, die Ian vor seinen konservativen, evangelikalen Eltern zu verstecken versucht. Als Ian eines Nachts in der Bücherei kampiert und Lucy zu einem Roadtrip durch die USA überredet, ahnt keiner von beiden wie sehr dieser Trip die beiden, aber vor allem Lucy prägen wird.

    "Ausgeliehen" ist aus der Ich-Perspektive von Lucy geschrieben, daher ist es sehr einfach die Gefühle der Protagonistin zu erkennen. Der Sprachstil ist an manchen Stellen äußerst poetisch, die Autorin nutzt Bilder um die Situation der Hauptpersonen besser darzustellen.
    Themen wie die Identitätssuche der Protagonistin, die versucht etwas Bedeutsames zu machen und versucht herauszufinden, was es bedeutet Amerikaner zu sein, werden angeschnitten. Lucy wirkt stellenweise äußerst planlos, was sich auch dadurch zeigt, dass sie sich von einem Zehnjährigen 'leiten' lässt.

    Die Kritik an Aspekten der amerikanischen Gesellschaft und Geschichte, wie z.B. Homophobie, Evangelikalische, sektenähnliche Glaubensgemeinschaften, die Auswirkungen von Kriegen und der Politik der Bush-Regierung etc. finden sich ebenfalls wieder. Gelungen ist die humorvolle Darstellung einiger Situationen, in die sich die beiden 'Ausreisser' hineinmanövieren.
    Die Geschichte bietet viel Potential, das an einigen Stellen jedoch noch hätte weiter ausgebaut werden können. Das Roadtrip-Gefühl, die Bedeutsamkeit des Trips sowie die Beziehung der beiden Charaktere wirken manchmal etwas blass. Ebenso wirkt das Problem, welches für Ian durch die 'angebliche' Homosexualität entsteht, leicht konstruiert.
    Das clevere, schöne Ende macht diese 'Schwachstellen' jedoch wieder wett. Der zweideutige Titel weist auf die Liebe der Protagonisten zu Büchern hin, die auch überall im Buch ihre Referenzen finden. Ein schönes Buch, das einen stellenweise zum Nachdenken anregt.

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    KerstinnIs avatar
    KerstinnIvor 6 Jahren
    Rezension zu "Ausgeliehen" von Rebecca Makkai

    Inhalt
    Lucy ist eine etwas unzufriedene Bibliothekarin. In ihre Vorleserunden kommt auch Ian Drake, ein 10 Jähriger Junge, der Bücher liebt, aber irgendwie auch geheimnisvoll ist. Als Lucy eines mogens zur Arbeit kommt findet sie Ian zwischen den Regalen. Er ist von zu Hause ausgerissen und lotst Lucy durch die USA:
    Schreibstil
    Der Stil an sich ist gut und flüssig. Leider fehlt der Geschichte meines Erachtens etwas würze. Der Roatrip war für mein Empfinden etwas zu lahm und konnte mich nicht mitreißen. Viele kleine gesellschaftskritische Sticheleien (Bush, Kirche) machen den Text etwas interessanter, aber den Roadtrip an sich nicht besser. Einige kursive Passagen locken noch etwas auf und sich recht amüsant. Aber auch dies macht die Geschichte leider nicht spannender.
    Protagonisten
    Beide Rollen, sowohl Lucy als auch Ian blieben für mich sehr durchsichtig. Keine von beiden ist mir ans Herz gewachsen oder wurde mir wirklich sympathisch. Irgendwie blieb die Beziehung recht oberflächlich und keine von beiden entwickelte in meinen Augen wirklichen Tiefgang.
    Fazit
    Ingesamt war das Buch nett. Nicht mehr, aber auch nicht weniger...

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    Nymphes avatar
    Nymphevor 6 Jahren
    Rezension zu "Ausgeliehen" von Rebecca Makkai

    Lucy arbeitet in der Kinderbuchabteilung der Bibliothek in der Kleinstadt Hannibal, Missouri. Fast jeden Tag bekommt sie Besuch von dem 10-jährigen Ian. Er ist geradezu süchtig nach immer neuen Geschichten. Lucy wird zu seiner Komplizin gegen seine Mutter, indem sie ihm Bücher verschafft, die seiner strenggläubigen Mutter nicht gefallen. Als Ian eines Morgens in ihrer Abteilung zeltet, um vor der Engstirnigkeit seiner Mutter zu fliehen, beginnt für die beiden ein mehr oder weniger freiwilliger Roadtrip quer durch die USA. Dabei wird nie ganz klar, wer hier nun wen entführt hat.
    Dieses äußerst poetische Buch ist eine Liebeserklärung an die Freiheit und an Bücher. Lucy, die Bibliothekarin, die nur deshalb in der Provinz sitzt, weil sie gegen ihre reichen Eltern rebelliert, und Ian, der schon mit 10 Jahren in einen Unterricht geschickt wird, der in von der Homosexualität "heilen" soll, sind ein tolles Team. Sie benutzen und brauchen sich gegenseitig, und haben dabei eine eigenwillige Freundschaft. Auf ihrem Weg lernen sie viel und doch wirken sie oft hilflos. Beide können sich nicht von ihren Eltern und dem was sie geprägt hat lossagen.
    Und immer wieder sucht Lucy Vergleiche zu Büchern. Sie ist davon überzeugt, das Bücher einen Menschen retten können. Und allein diese Botschaft, macht das Buch nochmal doppelt so lesenswert.

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    19angelika63s avatar
    19angelika63vor 6 Jahren
    Rezension zu "Ausgeliehen" von Rebecca Makkai

    Klappentext
    Der 10-jährige Ian ist süchtig nach immer neuen Geschichten. Lucy Hull ist Bibliothekarin in der Stadtbücherei von Hannibal – und seine Komplizin. Sie hilft ihm, die geliehenen Bücher an seiner herrischen Mutter vorbei zu schmuggeln. Als Lucy eines Morgens zur Arbeit kommt, traut sie ihren Augen kaum: Ian kampiert, umgeben von Decken, T-Shirts und Büchern, zwischen den Regalen. Pflichtbewusst will Lucy den Ausreißer nach Hause bringen, doch Ian hat einen anderen Plan: Geschickt lotst er sie mitten hinein in eine abenteuerliche Reise quer durch die USA. Doch wer hat hier wen entführt? Und läuft wirklich nur Ian vor seinen Eltern davon?

    Ian kommt jeden Tag zu Lucy in die Bibliothek. Er ist ein schlaues Kerlchen und liest alles was er in die Finger bekommt. Doch seine Mutter möchte nicht dass er bestimmte Dinge liest. Dinge über Magie, Hexen, Zauber, Phantasie … Aber gerade das möchte er lesen. Also hilft ihm Lucy diese Bücher an seiner Mutter vorbei zu schmuggeln. Eines Tages bekommt Lucy mit, dass Ian angeblich schwul sein soll, und seine Mutter ihn zu einem Pastor bringt, um ihm dies „auszutreiben“. Als Ian danach mit Blessuren bei ihr auftaucht ahnt sie schlimmes. Kurz danach findet sie ihn kampierend in der Bibliothek und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

    Lucy ist eine junge Frau die unglücklich ist, dies aber nicht wahr haben will. Sie will auf keinen Fall wie eine Bibliothekarin wirken und schon gar nicht so sein. Also macht sie alles um anders zu wirken. Ian scheint ein liebenswertes kleines Kerlchen zu sein. Doch er entpuppt sich im Laufe der Geschichte als der Anführer aller Begebenheiten die passieren. Doch letztendlich ist es so, dass sie sich beiden nicht viel nehmen. Eher ist es so, dass einer vom anderen genau das nimmt was er zu diesem Zeitpunkt braucht.
    „Ausgeliehen“ bekommt in diesem Buch einen neuen Aspekt. Es geht hier nicht um das „ausleihen“ von Büchern, sondern eher um das „ausleihen“ von Leben, Liebe, Zeit miteinander und das Erkennen von Grenzen und Möglichkeiten. Dieser Roman ist vollkommen anders als ich ihn erwartet habe. Insbesondere das Ende. Aber es ist ein Ende, wie ich es mir schöner nicht hätte vorstellen können.

    „ (…) Stellt ihn euch vor, wie er die Listen acht Jahre lang versteckt. Stellt Euch seinen Himmel vor, wo er nach Herzenslust durch Charaktere und Bücher schwebt. (…) Diese Welt müsste für eine glückliche Ewigkeit ausreichen. (…) (Seite 367)

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    R
    My first novel (The Borrower in English, Ausgeliehen in German) has just come out in paperback, and I’m eager to hear from all of you and answer your questions!

    The Borrower is about a young librarian who hasn’t quite figured out who she is yet, and a ten-year old boy whose conservative parents have enrolled him in anti-gay therapy. After a strange series of events, the two take off together on a road trip across the US.

    I’ve been thrilled that this book has found an audience internationally – a bit of a surprise for me, since the book addresses some political issues quite particular to America right now. But the themes of finding yourself through reading, and coming to terms with family, are ones that are (I hope) more universal. Our schools differ country by country, but it seems our libraries are much the same – and so passionate readers around the world have come discover books in much the same way.

    The Borrower is a book about stories – the stories we tell each other, and the ones we tell ourselves. I hope that in talking with you, I’m able to tell you some of my own stories about how this book came to be!
    --

    Kurzbeschreibung:
    Der 10-jährige Ian ist süchtig nach immer neuen Geschichten. Lucy Hull ist Bibliothekarin in der Stadtbücherei von Hannibal – und seine Komplizin. Sie hilft ihm, die geliehenen Bücher an seiner herrischen Mutter vorbeizuschmuggeln. Als Lucy eines Morgens zur Arbeit kommt, traut sie ihren Augen kaum: Ian kampiert, umgeben von Decken, T-Shirts und Büchern, zwischen den Regalen. Pflichtbewusst will Lucy den Ausreißer nach Hause bringen, doch Ian hat einen anderen Plan: Geschickt lotst er sie mitten hinein in eine abenteuerliche Reise quer durch die USA. Doch wer hat hier wen entführt? Und läuft wirklich nur Ian vor seinen Eltern davon?

    --> Leseprobe

    Allgemeines zur Bewerbung und zur Leserunde:

    Ihr habt hier die Möglichkeit bei einer Leserunde mit Rebecca Makkai mitzumachen. Rebecca spricht kein Deutsch, ihr könnt hier aber gern trotzdem auch auf Deutsch diskutieren. Stellt Fragen an die Autorin bitte auf Englisch - es ist gar nicht schlimm, dabei Fehler zu machen, sie wird euch verstehen. Wenn ihr auf Deutsch diskutiert und gelegentlich trotzdem knapp eure Eindrücke auf Englisch zusammenfasst, wird sich die Autorin sehr freuen :-)

    Unter allen Bewerbern vergibt der List Verlag 10 Testleseexemplare des Buches. Ihr könnt euch dafür bis einschließlich 15. Januar 2013 bewerben - dafür gibt es nur eine kleine Aufgabe zu erfüllen:

    Weshalb sind Bücher ein wichtiger Teil eures Lebens? (Wenn möglich, wäre eine Antwort auf Englisch toll!)


    booklovings avatar
    Letzter Beitrag von  booklovingvor 6 Jahren
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