Rebecca Maly Die Schwestern vom Eisfluss

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Inhaltsangabe zu „Die Schwestern vom Eisfluss“ von Rebecca Maly

Ein Drama um zwei ungleiche Schwestern: dicht, atmosphärisch, bewegend. Mitten im Winter verliert die junge Magd Jorun ihre Anstellung und muss zurück zum elterlichen Hof, dabei wollte sie ihre spröde Schwester nie wiedersehen. Doch bald entdeckt sie ein wohlgehütetes Geheimnis: In einer abgelegenen Hütte versorgt Salbjörg den schwer verletzten Erlendur, den sie bewusstlos und beinahe erfroren im Gestrüpp fand. Der Nachbarssohn wird des Mordes beschuldigt und überall gesucht – ihm selbst fehlt jedoch jede Erinnerung an das, was geschehen ist. Jorun beginnt, ihr Herz an Erlendur zu verlieren, an den Mann mit den eisblauen Augen. Auf keinen Fall darf Salbjörg davon erfahren, da diese ihn auf geradezu fanatische Art begehrt … Die karge Landschaft Islands im Winter und die bittere Armut der Bauern bilden einen beeindruckenden Hintergrund für diesen Roman.

war mir zu skandinavisch

— CorneliaP
CorneliaP

Unglaublich berührend und einzigartig ... ich werde Steinurshof mit seinen Schicksalen noch lange im Herzen tragen!

— SusannAnders
SusannAnders

Tolle, gefühlvolle Story mit vielen Informationen über Island

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

lässt das karge, bezaubernd Herzen erwärmende Island lebendig werden - das alles in einer tollen Story

— dieFlo
dieFlo

Ein stiller, aber eindringlicher Roman, umrahmt von der wilden Natur Islands. Das Buch hat mir wunderbare Lesestunden geschenkt.

— buchstabentraeumerin
buchstabentraeumerin

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  • ...eine Familliengeschichte...

    Die Schwestern vom Eisfluss
    Lesebegeisterte

    Lesebegeisterte

    16. June 2017 um 12:36

    Es ist Winter in Island. Zwei Schwestern verlieben sich in denselben Mann. Doch auch ein Geheimnis wartet darauf gelüftet zu werden. Dieser Roman ist gut lesbar, geheimnisvoll und spannend. Das Cover passt bestens dazu.

  • Wortgewaltig und atemberaubend

    Die Schwestern vom Eisfluss
    SusannAnders

    SusannAnders

    26. May 2017 um 11:00

    Gerade komme ich zurück von meinen Tagen in Island. Es war windig und kalt, ich musste wilde Gewässer durchqueren, war beim gefährlichsten Pferderennen dabei und erlebte das Schicksal zweier Schwestern hautnah mit.Atemberaubend ... man fühlt sich mittendrin in der rauen Landschaft, fühlt das Beben des Vulkans und glaubt das klirrend kalte Wasser an der eigenen Kleidung zu spüren.Ein Buch voller Abenteuer, Hoffnung, Trauer und Liebe ...zurück bleibt das Gefühl, dass ich den Steinurshof noch lange Zeit nicht vergessen werde und ich nicht annähernd weiß, welches Buch diese mitreißende Geschichte toppen soll!

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  • Die Schwestern vom Steinurshof

    Die Schwestern vom Eisfluss
    JanaBabsi

    JanaBabsi

    01. January 2017 um 14:33

    Obwohl Jorun vor vielen Jahren den Entschluss gefasst hatte, niemals mehr wieder auf den elterlichen Hof zurückzukehren, bleibt ihr momentan keine andere Möglichkeit. Zum Ende des Winters verliert sie ihre Anstellung als Magd und es ist gewiss, dass sie auf keinem anderen Hof eine Anstellung finden wird. Die Bauern haben selbst nicht genug für sich und ihr Vieh und so macht sich Jorun auf den Weg zum Steinurshof, der seit der Hochzeit von ihrer Schwester Salbjörg und deren gewalttätigem Ehemann Torger geführt wird. Während Torger über das unerwartete Auftauchen seiner Schwägerin nicht ganz unglücklich ist, wird Jorun von ihrer Schwester eher kühl und distanziert in Empfang genommen. Das Verhältnis zwischen den beiden Schwestern wird kurz darauf dann richtig auf die Probe gestellt, als Jorun herausfindet, dass Salbjörg den verletzten Erlendur in einer abgelegenen Hütte versteckt hält um ihn gesund zu pflegen. Dieser steht im dringenden Verdacht, 2 Menschen getötet zu haben. Hat Erlendur die Atlisson- Brüder tatsächlich getötet?Der Roman „Die Schwestern vom Eisfluss“ ist nicht der erste historische Roman, den ich von Rebecca Maly gelesen habe. Bisher haben sich die Schauplätze jedoch immer in wärmeren Gefilden befunden, so dass ich zum 1. Mal mit der Autorin im kalten Island unterwegs war. Zu Beginn des Buches empfand ich auch den Schreibstil der Autorin etwas kühler als gewohnt, was mir den Einstieg nicht ganz so leicht gemacht hat, wie bei ihren vorherigen Büchern. Aber nach wenigen Seiten hat sich dieses Gefühl dann auch schon wieder gelegt. Die Geschichte, die im Island des 19. Jahrhunderts angesiedelt ist, wird aus der Sicht von 3 Personen erzählt: Jorun, Salbjörg und Erlendur. Auf diese Art und Weise ist der Leser immer nah an den einzelnen Protagonisten dran und man kann die Gefühle, Gedanken und Vorgehensweisen der Personen schön mitverfolgen. Von den beiden Schwestern kann ich am ehesten mit Jorun mitgehen, denn sie ist nicht ganz so verbittert wie Salbjörg, die unter der Herrschsucht und Schlagfreudigkeit ihres Mannes Torger leidet. Jorun hat zwar kein einfaches aber ein deutlich besseres Leben als ihre Schwester, letztendlich haben jedoch beide ihr Päckchen zu tragen. Erlendur ist ein stattlicher junger Mann, der die Hilfe und das Versteck von Salbjörg nicht ausschlagen kann, da es ihm so dreckig geht, dass er keine andere Wahl hat. Sein größtes Problem ist, dass er sich überhaupt nicht an ein Zusammentreffen mit den Atlisson-Brüder erinnern kann – aber ihm wird der Tod der Beiden angelastet und er wird gesucht. Der Schreibstil von Rebecca Maly ist, wie gewohnt, gut zu lesen. Abgerundet wird die Geschichte durch Landschaftsbeschreibungen, die dem Leser ein Bild des Settings vor Augen entstehen lassen und durch die wechselnden Erzähler, wird die Spannung sehr schön von Abschnitt zu Abschnitt transportiert. Alle Charaktere wurden realistisch angelegt und entwickeln sich im Laufe des Romans weiter – und wieder einmal bin ich froh, im Hier und Heute leben zu dürfen. Die Verbundenheit der Autorin mit dem Land Island ist deutlich spürbar. „Die Schwestern vom Eisfluss“ ist ein gut recherchierter historischer Roman, den es sich zu lesen lohnt. 

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  • Die Island-Schwestern

    Die Schwestern vom Eisfluss
    Dreamworx

    Dreamworx

    23. December 2016 um 15:41

    19. Jh. Island. Im tiefsten Winter, als es nicht mehr genug Nahrung für Mensch und Tier gibt, muss Jorun den Hof verlassen, wo sie sich ihr Auskommen als Magd verdient hat. So macht sie sich auf den Weg, um bei ihrer ältesten Schwester Salbjörg unterzuschlüpfen, die mit ihrem Ehemann auf dem elterlichen Gut leben. Die Beziehung der Schwestern ist nicht die Beste, und Jorun weiß nicht, was sie dort erwarten wird. Damals als junge Frau wurde sie nach Salbjörgs Hochzeit mit Troger von ihrem Vater und Torger verjagt. Salbjörg dagegen führt eine unglückliche Ehe mit einem gewalttätigen Ehemann, den sie fürchtet, und hatte schon mehrere Fehlgeburten. Eines Tages hilft sie dem Nachbarsjungen Erlendur, der in einen Kampf verwickelt war und seitdem sein Gedächtnis verloren hat. Sie versteckt ihn, denn er wird als Mörder gesucht. Als nun Jorun wieder auf dem Hof erscheint, überschlagen sich die Ereignisse… Rebecca Maly hat mit ihrem Buch “Die Schwestern vom Eisfluss” einen sehr atmosphärisch dichten unterhaltsamen historischen Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und bildhaft, schnell ist der Leser durch den schon im Prolog gelegten Spannungsbogen so in den Bann gezogen und wird in eine vergangene Zeit hineinversetzt ins eiskalte und düstere Island. Durch die gekonnte Erzählweise der Autorin, die die Geschichte aus der Sicht dreier Charaktere berichten lässt, steigert sich der Spannungsbogen immer weiter bis zum Ende. Gleichzeitig lernt man die Charaktere sehr gut kennen, kann ihre Gedanken, Gefühle und Wünsche verfolgen und sich so in den einen oder anderen gut hineinversetzen. Die Landschaftsbeschreibungen sind so detailliert, dass der Leser das Gefühl hat, selbst an diesem Eisfluss zu stehen und die Umgebung vor Augen zu haben. Ebenso werden die isländischen Sitten und Gebräuche der damaligen Zeit von der Autorin mit der Handlung gekonnt verwoben. Die Charaktere wurden sehr detailliert ausgestaltet, haben Ecken und Kanten und wirken daher authentisch und lebensecht. Salbjörg ist eine Frau, die durch die unglückselige Ehe und die vielen verlorenen Kinder sehr verbittert, fast hart wirkt. Insgeheim hat sie noch Träume, allerdings fehlt ihr das Hoffnungsvolle, sich diese zu erfüllen, sondern wirkt eher so, als hätte sie sich in ihr Schicksal ergeben. Trotzdem kann man nicht anders, als sie für ihre Demut zu bewundern, denn es ist schon fast unmenschlich, was sie ertragen musste. Jorun ist jünger als ihre Schwester. Auch sie musste früh auf eigenen Beinen stehen und sich im Leben allein durchschlagen. Doch sie hat nie den Mut verloren und sich einen Funken Hoffnung bewahrt. Sie wirkt wesentlich mutiger als Salbjörg und stellt sich dem Leben mutig entgegen, sie kann gar nicht anders. Erlendur ist ein angenehmer Charakter, der das Leben der beiden Schwestern ziemlich durcheinander bringt, allerdings hat er selbst große Probleme und ist auf jede Hilfe angewiesen. Troger ist ein Unmensch, gewalttätig und ohne Gnade. Auch die Nebencharaktere unterstützen mit ihrem Handeln und Tun die Geschichte und tragen zur Spannung bei. “Die Schwestern vom Eisfluss” ist ein sehr düsterer historischer Roman, der durch die verschiedenen erzählenden Personen, die Handlung von allen Seiten beleuchten eine einzigartige Atmosphäre sowie eine Spannung schafft, die sich bis zum überraschenden Ende anhält. Absolute Leseempfehlung!

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  • Spannend von Anfang an

    Die Schwestern vom Eisfluss
    Maerchenfee

    Maerchenfee

    16. December 2016 um 19:05

    Inhaltsangabe: Nach der Hochzeit ihrer Schwester wurde Jorun vom Hof vertrieben und hat sich geschworen, nie mehr nach Hause zurückzukehren. Doch da verliert sie ausgerechnet in der schwierigsten Zeit ihre Anstellung und ihr bleibt nichts anderes übrig, als wieder zurückzugehen. Daher ist das Wiedersehen der beiden Schwestern auch alles andere als harmonisch. Doch auch Salbjörg hat mit ihrer Heirat nicht das große Glück gefunden, denn ihre Ehe blieb kinderlos und ihr Ehemann ist mittlerweile ziemlich gewalttätig geworden. Dann entdeckt Jorun auch noch Salbjörgs Geheimnis. Sie versteckt den Nachbarsjungen Erlendur, der als Mörder gesucht wird..... Meine Meinung: Die Geschichte gefiel mir von Anfang an. Sie begann bereits sehr spannend und dies zog sich durch bis zum Ende. Die Charaktere wirkten alle sehr lebendig und konnten mich emotional berühren. Torger war der Teufel in Person und Erlendur läßt die Frauenherzen höher schlagen. Bei den beiden Schwestern war mir mal die eine, mal die andere lieber. Aber sehr schnell wird klar, dass jede ihr eigenes Schicksal durchstehen mußte. Man darf auch nicht zu zart besaitet sein, denn Rebecca Maly beschreibt sehr bildhaft. Wobei auch mal grausamere Szenen wie z.B. das Ausschneiden einer brandigen Wunde genauer beschrieben wird. Was aber sehr gut zur Geschichte paßt, denn die Grundstimmung ist eher etwas düster. Dafür wird man aber mit wunderschönen Landschaftsbeschreibungen und dem Leben der Bauern zur damaligen Zeit belohnt. Das Ende ist etwas offen gehalten, was hier aber perfekt zur Geschichte paßt. So kann sich jeder Leser selber ausdenken, wie er den Ausgang gerne hätte. Für diese rundum gelungene Geschichte gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne.

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  • Mein Leseeindruck

    Die Schwestern vom Eisfluss
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    30. November 2016 um 13:59

    [...] die Menschen liebten Verleumdungen mehr als die Wahrheit. Die Wahrheit war fad.. [...] Seite 8 Das Cover hat mich sofort angesprochen. Zum Einen, da ich es furchtbar kalt finde, was wohl an dem Berg mit Schnee sowie dem Titel liegt. Zum Anderen macht mich dieser Titel wiederum auch sehr neugierig. Was hat es wohl mit den Schwestern bzw. dem Einfluss auf sich. Und da das ganze dann auch noch in Island spielt, war meine Neugierde kaum zu bändigen. Die Autorin entführt uns nach Island, Ende des 19. Jahrhunderts. [Achtung Spoilergefahr] Dort treffen wir auf Jorun, die als Magd auf einem kargen Hof arbeitet. Inmitten des Winters, als Tiere verhungerten und die Menschen Zuflucht suchten um nicht zu erfrieren, wird sie gekündigt, weil die Bauersleute selbst kaum mehr zu essen haben. Wir lernen auch Joruns ältere Schwester Salbjörg kennen, die mit dem gewalttätigen Torger verheiratet ist. Es vergeht kein Tag, an dem er ihr nicht ihre Unfruchtbarkeit vorwirft und sie demütigt. Und wenn wir uns den Titel des Buches besehen wird klar, dass die beiden zueinander finden. Es sind zwar sehr missliche Umständen, unter denen man sich trifft und auch das wieder Verlassen ist an Dramatik kaum zu überbieten. Durch die teilweise sehr sinnlichen Sätze (z.B. "Jorun hatte die Taubheit begrüßt, die ihr die Schmerzen nahm und ihren Verstand auf die Reise in ein wärmeres Land schickte. Seite 51), gelingt es der Autorin, trotz aller Dramatik etwas ruhiges, besinnliches einfließen zu lassen. Sehr gut fand ich auch die isländischen Ausdrücke (z.B. Hangikjöt = geräuchertes Lammfleisch), so dass man gleichzeitig noch etwas über Land und Leute erfahren konnte. Man spürt mit jedem Satz, dass sich die Autorin sehr mit der Geschichte auseinander gesetzt hat und ihr das Land nicht fremd ist. Ich möchte auch die Epigraphe aus "Die Edda - Götterdichtung, Spruchweisheiten und Heldengesänge der Germanen" zu Beginn jedes Kapitels nicht unerwähnt lassen, die mich durchweg begeistert haben. Eine kleinen Minuspunkt habe ich jedoch. Auffällig oft werden die Schweinsblase vor den Fenstern erwähnt. Ich denke, dass hierzu eine Wiederholung von 2-3 Mal ausreichend gewesen wäre. Fazit Die Autorin konnte mich auf den ca. 413 Seiten voll und ganz für Island begeistern. Landschaftliche Aspekte, gespickt mit Sitten und Gebräuche, dazu noch eine nette (Lebens)geschichte. Das richtige für die kommenden kalten Wintertage. Den Preis von 9,99 € halte ich für absolut gerechtfertigt.

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    • 1032
  • Feuer und Eis

    Die Schwestern vom Eisfluss
    dieFlo

    dieFlo

    01. November 2016 um 22:17

    Salbjörg und Jorun - zwei Schwestern im kalten Island eines vergangenen Jahrhunderts ... sie sind die Hauptpersonen für diesen tollen Roman. Jorun ist die zweite Tochter, sie hat kein Anspruch auf den Hof und muss sich als Magd auf anderen Höfen anstellen lassen. Ihre letzten Dienstherren leiden unter den Folgen des letzten Sommers, es gibt nicht genug zu essen, sie soll den Hof verlassen, sofort. Jorun ist geschockt, wo soll sie hin? Zu Salbjörg, die sie hasst?Rebecca May hat mich mit dem Roman zurück versetzt, ich habe wieder an diesem Fluss gestanden, diese wunderbaren, blauen Eisschollen in den Atlantik fahren sehen und sie lies mich als Leser das Leben n Island vor hundert Jahren fühlen. ich weiß um die Weiten, ich habe Kattka und andere Vulkane gesehen, berührt, ich habe die Kraft des Landes gefühlt und jeder Leser kann es fühlen, wenn er diese wunderbaren Zeilen liest. Mitten in diesen Bildern geschieht ein Mord, doch der Täter Erlandur kann sich nicht erinnern ... Wird man ihn trotzdem wegen Mord verurteilen? Werden die Schwestern gemeinsam einen Weg auf den Hof finden?Für alle die Spannung in einem Roman nicht missen wollen --> ein absolutes Lesemuss@dieflo

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  • Spannender und berührender Island-Roman

    Die Schwestern vom Eisfluss
    buchstabentraeumerin

    buchstabentraeumerin

    26. October 2016 um 19:39

    „Alte Lavaströme zerteilten die Sandflächen. Sie waren im Fluss erstarrt, das zähe Material hatte sich aufgeschoben, bis es aussah wie alte faltige Haut. Trollgesichter in den Felsen, runzlige Arme und gekrümmte Finger, die nach den Reitern zu greifen schienen.“ (Seite 216) Ich habe festgestellt, dass meine Notizhefte bei Büchern die mir eher nicht gefallen, vor Anmerkungen schier überquellen. Gefällt mir ein Buch hingegen gut, habe ich einen mageren, halb gefüllten Zettel mit Notizen neben mir liegen, die nicht mal besonders vielsagend sind. Anscheinend war ich zu sehr mit Lesen beschäftigt. „Die Schwestern vom Eisfluss“ von Rebecca Maly ist so ein Beispiel und nun versuche ich mich zu besinnen, was dieses Buch zu so einer wunderbaren Lektüre macht. Der Start ist ziemlich packend, so dass man direkt erfahren möchte, wie es den Charakteren ergehen wird. Da gibt es zum einen die Mordfrage – hat Erlendur jemanden getötet? Und zum anderen die Dreieckskonstellation zwischen Jorun, Salbjörg und Erlendur. Darüber hinaus bringt jeder Charakter für sich genommen eine interessante Geschichte mit sich. All dies sorgte dafür, dass ich vollkommen von der Geschichte gefangen genommen wurde und in das raue und ursprüngliche Leben auf Island eintauchte, das unerbittlich und gleichzeitig ergreifend schön sein kann. Ich war hingerissen von dem Plot und den reichen Landschaftsbeschreibungen. Was mir besonders positiv auffiel ist, dass der Roman von Maly zu keiner Zeit zu dicht, zu eindringlich oder zu romantisch ist. Die Autorin balanciert ihre Elemente gekonnt aus, so dass man sich als Leser enorm geborgen fühlt, ohne sich zu langweilen.Charaktere „Die Schwestern vom Eisfluss“ hat drei Protagonisten, Jorun, Salbjörg und Erlendur. Alle Charaktere sind sehr gut angelegt und handeln nach ganz eigenen Motiven. Salbjörg ist weniger sympathisch, die Lebensumstände haben sie hart und verbittert gemacht. Jorun ist hoffnungsvoller und leidenschaftlicher, doch auch sie hat das Schicksal gezeichnet. Erlendur ist willensstark und liebenswürdig. Ich kann nicht sagen, dass ich jemanden mehr mochte als den anderen, denn sie alle berührten mich mit dem was sie taten und dachten. Die Nebencharaktere sind ebenfalls eine Bereicherung: Torgur, der Mann von Salbjörg, Thorstein, der beste Freund von Erlendur, sowie die Atlisöhne, Erlendurs Widersacher seit Kindheitstagen. Auch wenn Rebecca Maly ihnen nur mehr oder weniger kurze Passagen zugedacht hat, so füllen sie diese doch äußerst gelungen mit Leben.Schreibstil Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Jorun, Salbjörg und Erlendur. Und wenngleich die Erzähler sehr unterschiedliche Charaktere sind, ließ sich die Geschichte absolut flüssig und angenehm lesen. Ich habe es genossen, auf diese Weise die jeweiligen Erinnerungen, Gedanken und Hoffnungen mitzuerleben. Besonders zeichnet sich der Schreibstil durch die genauen Beschreibungen der Landschaft aus. Für einen Island-Roman ein Muss, finde ich – umso glücklicher war ich, dies hier auch tatsächlich wiederzufinden.Fazit Ein stiller, aber eindringlicher Roman über Freude und Last von Familie, Verlust, Durchhaltevermögen in schweren Zeiten und die Liebe – umrahmt von der wilden Natur Islands. „Die Schwestern vom Eisfluss“ hat mir wunderbare Lesestunden geschenkt, so dass ich es gerne weiterempfehle.

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