Rebecca Maria Salentin

 4,1 Sterne bei 39 Bewertungen
Autor*in von Schuld war Elvis, Klub Drushba und weiteren Büchern.
Autorenbild von Rebecca Maria Salentin (©Enrico Meyer)

Lebenslauf

Rebecca Maria Salentin, geboren 1979 in der Eifel, lebt und arbeitet seit 2003 in Leipzig. Bisher sind von ihr die Romane "Hintergrundwissen eines Klavierstimmers" (Schöffling & Co.) und "Schuld war Elvis" (C. Bertelsmann) erschienen. Sie erhielt zahlreiche Stipendien. Von 2009 bis 2018 war sie Inhaberin des Sommercafés ZierlichManierlich in Leipzig. 2019 wanderte sie den 2700 Kilometer langen Internationalen Bergwanderweg der Freundschaft von Eisenach nach Budapest. Sie hat zwei erwachsene Söhne.  

Alle Bücher von Rebecca Maria Salentin

Cover des Buches Schuld war Elvis (ISBN: 9783570102121)

Schuld war Elvis

 (25)
Erschienen am 09.03.2015
Cover des Buches Klub Drushba (ISBN: 9783863912970)

Klub Drushba

 (13)
Erschienen am 15.06.2021
Cover des Buches Iron Woman (ISBN: 9783863913731)

Iron Woman

 (1)
Erschienen am 15.11.2023
Cover des Buches Hintergrundwissen eines Klavierstimmers (ISBN: 9783895613647)

Hintergrundwissen eines Klavierstimmers

 (0)
Erschienen am 27.02.2007
Cover des Buches Im Himmel gibt's kein Bier (ISBN: 9783945453308)

Im Himmel gibt's kein Bier

 (0)
Erschienen am 01.04.2017

Neue Rezensionen zu Rebecca Maria Salentin

Cover des Buches Iron Woman (ISBN: 9783863913731)
-Anett-s avatar

Rezension zu "Iron Woman" von Rebecca Maria Salentin

Iron Woman
-Anett-vor 2 Monaten

Nachdem ich bereits 2021 das Buch „Klub Drushba“ der Autorin gelesen hatte, war ich sehr begeistert, dass sie ein neues Abenteuer angegangen ist und nun auch ein neues Buch von ihr erschien. Bereits in ihrem Wanderbuch habe ich sie schon bewundert, wie sie praktisch aus dem Nichts heraus 2.700 km zu Fuß unterwegs ist. Und nun? Eine neue Herausforderung. 10.000 km mit dem Rad, entlang am ehemaligen „Eisernen Vorhang“, vom Schwarzen Meer bis zur Barentssee. Und das als Freizeitradlerin, einen Radweg, den nachweislich nicht wirklich viele gemacht haben.


Mit viel Mut macht sich die Autorin 2022 auf diesen Weg. Und schon allein, überhaupt diese Idee fand ich so toll. Wie bitte kommt man darauf?

Aufgrund des Wetters beginnt sie in Österreich und radelt einmal den Weg bis zum Schwarzen Meer. Schon da kommt sie in so vielen Ländern, kommt mit so vielen Menschen zusammen und entdeckt neben leeren Grenzorten so manche Rarität.

Später geht es dann von Österreich bis rauf nach Norwegen, dabei stellt sich die Frage, soll sie durch Russland oder nicht. Es ist 2022 und Russland hat die Ukraine überfallen, ist es da wirklich ratsam, dort durch zu radeln? Denn außer politische, gibt es auch noch viele andere Hindernisse, die sie dafür bezwingen müsste.

Die ganze Reise über habe ich so manches mal mit ihr mitgelitten. Ob an vielbefahrenen Landstraßen oder in der Kälte Finnlands; ob prasselnde Sonne oder Regen aus vollen Wolken, die Autorin hadert zwar so manches mal, aber lässt sich einfach nicht unterkriegen. Und das beeindruckt mich sehr. Auch verliert sie nicht ihren Humor, obwohl sie manchmal nah dran ist.


Aber noch viel besser, als die Berichte ihres Radweges sind all die anderen Dinge, die sie im Buch festhält. Sei es ihre ganz persönliche Familiengeschichte – über die man bereits in „Klub Drushba“ rein lesen konnte – oder auch die historische Geschichte des Eisernen Vorhangs.

Gerade ihre ganz persönliche Geschichte fand ich sehr berührend, wie sich sich in den letzten Jahren mit ihren Vorfahren und Verwandten auseinander gesetzt hat und auf Spurensuche gegangen ist. Und ihr ganz persönliches Fazit daraus. Das hat mir gut gefallen.


Und dann wurde einiges historisches im Buch festgehalten. Egal ob Rumänien oder die baltischen Länder, Rebecca Maria Salentin hat sich sehr mit der Geschichte befasst und so einiges im Buch geschrieben, dass auch für mich (die hinter dem eisernen Vorhang groß geworden ist) neu war. Und vor allem sehr interessant. Keineswegs war es trocken und langweilig, es war spannend und auch nicht überladen. Man hatte jedenfalls nicht das Gefühl, aus einem Geschichtsbuch zu lesen.


Für mich war auch dieses zweite Buch der Autorin ein Highlight und eigentlich bin ich jetzt nur noch gespannt, ob sie noch mehr so gute Ideen hat und was sie als nächstes in Angriff nehmen möchte. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie schon ein neues Abenteuer im Auge hat.



Cover des Buches Klub Drushba (ISBN: 9783863912970)
PSFs avatar

Rezension zu "Klub Drushba" von Rebecca Maria Salentin

EB EXTREM!
PSFvor 4 Monaten

Ich war extrem neugierig auf das Buch. Schließlich bewandern meine Frau und ich ebenfalls den Internationalen Bergwanderweg der Freundschaft von Eisenach nach Budapest (EB) laufen. Allerdings nicht am Stück. Und schon gar nicht, mit wildem Campen im Wald. Was Rebecca Maria Salentin hier durchgezogen hat, kann wohl niemand wirklich nachvollziehen, der nicht bereits mindestens eine mehrtägige Wanderung hinter sich hat. Ich habe den allertiefsten Respekt vor dieser Leistung. So viel Mut, Entschlossenheit und Willenskraft muss man erstmal aufbringen! Blasen an den Füßen, Starkregen, Blitz und Donner. Dazu ein Rucksack, der beim Loslaufen kaum zu spüren ist und sich nach fünf Kilometern anfühlt, als hätte man einen Amboss eingepackt. Um die Fußnägel am Abend wieder gerade zu klopfen.

 Aber sie hat recht. Bei keiner anderen Form des Reisens kommt man den Leuten, der Natur und der Kultur am Wegesrand so nahe, wie beim Wandern! Wir werden es ihr nachtun, die wertvollen Hinweise versuchen, zu berücksichtigen und ehrfurchtsvoll auf die Stellen schauen, an denen Rebecca ihr Zelt aufgeschlagen hat.

 Absolut lesenswert!

Cover des Buches Klub Drushba (ISBN: 9783863912970)
Julia79s avatar

Rezension zu "Klub Drushba" von Rebecca Maria Salentin

Drushba! (russ./bulg. Freundschaft)
Julia79vor 2 Jahren

Die Schriftstellerin Rebecca Maria Salentin hat ihr Leben soweit im Griff. Sie ist 39 Jahre alt, die Söhne sind erwachsen und ob dieser neuen Freiheit sucht sie nach persönlichen Herausforderungen. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten plant sie, den "Weg der Freundschaft" von Eisenach nach Budapest zu gehen. Doch alles kommt anders. Vor den Trümmern ihres Privatlebens stehend muss und will sie die 2700 Kilometer allein meistern, doch ihre Freunde lassen sie nicht im Stich. 

Was als "Wutzidee" begann wird ein Weg zu einem neuen Blick auf die wichtigen Dinge im Leben. 


Es ist ein sehr persönliches Buch, denn die Autorin schreibt viel über ihre Kindheit, über ihre Entwicklung, ihre Familiengeschichte, ihr Café in Leipzig und ihre Freundschaften. Während sie unterwegs ist, lässt sie ihr Leben Revue passieren und lässt uns teilhaben an Erinnerungen und Gedanken. Rebecca Maria Salentin ist ganz allein gestartet und hat zumeist draußen übernachtet, im Zelt. Diese körperliche und mentale Leistung, dieser Mut ist unglaublich. 


Was mir außerordentlich gut gefallen hat, waren die vielen wissenswerten Kleinigkeiten zu Land und Leuten, zur Kultur und Geschichte, zu regionalen Speisen und Getränken. Salentin bereiste in diesen Monaten des Jahres 2019 insgesamt 5 Länder, hat sich vorher gut informiert und mir in ihrem Buch einiges vermittelt.


Im Vordergrund steht, vor allem zu Beginn der Wanderung, natürlich die Verarbeitung ihrer gescheiterten Beziehung, die Enttäuschung und Trauer. Es ist schon beeindruckend, sich aus Wut und Frust 2700 km notfalls mutterseelenallein durch die Pampa zu schlagen. Man erfährt nicht so richtig, was der namenlose Ex nun eigentlich genau getan oder nicht getan hat. Ich hätte mir gewünscht, statt vieler Andeutungen über das Beziehungsaus lieber in einem Satz abgespeist zu werden. Ganz sicher musste sie hier irgendwas loswerden um sich Luft zu machen, durfte sich aber verständlicherweise aus rechtlichen Gründen nicht klar ausdrücken, was nichtsdestotrotz für mich als Leserin ein Drumherum-reden war. Ich habe meine Mutter, die das Buch ja vor mir gelesen hat, darauf angesprochen, sie störte das keineswegs. 


Es ist eine echte, eine wahre Geschichte, mitreißend erzählt und durch den Erzählstil hat man das Gefühl, man läuft direkt mit. Rebecca Maria Salentin schreibt nämlich nicht rückblickend, sondern im Präsens. Vieles ist sehr ausgeschmückt und detailliert beschrieben, wortwörtlich auch, das schien mir persönlich weniger authentisch, da man sich so explizit und an beispielsweise Gespräche auch nach kurzer Zeit nicht mehr erinnern kann. Auch wenn es das Leseerlebnis nahbarer macht, man mit dabei ist, aber es hat mich tatsächlich irritiert. Meine Mutter hat auch diesen Punkt als überhaupt nicht störend empfunden, fand das sogar grade gut, so unterschiedlich ist die Wahrnehmung, und ich bin möglicherweise manchmal kleinlich bei Kleinigkeiten. 


Gespräche aus der Community

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Zusätzliche Informationen

Rebecca Maria Salentin im Netz:

Community-Statistik

in 58 Bibliotheken

auf 7 Merkzettel

von 3 Leser*innen aktuell gelesen

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