Rebecca Martin Nacktschnecken

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Inhaltsangabe zu „Nacktschnecken“ von Rebecca Martin

In der Beziehung von Nora und Paul stimmt etwas nicht. Seit Jahren sind sie zusammen, und objektiv betrachtet müssten sie ein glückliches junges Paar sein. Doch die Rollenbilder, die sie sich auferlegt haben, bekommen mit der Zeit ernsthafte Risse und Kratzer. Aber nicht nur emotional stehen sie zunehmend vor Problemen. Auch körperlich scheinen sie sich zu verlieren. Nacktschnecken erzählt von alltäglicher Beziehungsarbeit und verborgenen Wünschen. Wie nebenbei werden auch die eigenen Ansprüche an das Selbstverständnis als junge Frau im Hier und Jetzt verhandelt. In einer Zeit, in der Widersprüche unvermeidbar sind.

Nicht schlecht, aber das anfängliche Gefallen hat sich leider etwas verflüchtigt. Sie ging mir dann schon auf den Keks...

— Bibliomania

Eine Geschichte über den Weg aus der Krise in einem frischen Stil geschrieben, welcher SpaßLiebe macht!

— PfefferminzTochter

Die erste große Liebe, die erste Trennung, die Suche nach dem Lebensinhalt-ein verständnisvolles Buch über das Leben der Twenty-Somethings.

— clickclackboum

Ein richtig gutes Buch über die Probleme unserer heutigen Generation. Ich habe mich oft darin wiedererkannt...

— veri1986

Ein Buch wie Musik. Klangvoll, mit Verständnis für die schwierigen Tonlagen des Lebensweges.

— Fantasie_und_Träumerei

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  • Die Tücken einer Liebesbeziehung

    Nacktschnecken

    Bibliomania

    08. June 2016 um 22:30

    Nora ist 22 Jahre alt und wahnsinnig in Paul verliebt. Sie machen endlich gemeinsam Urlaub und dann auch noch in der schönsten Stadt für verliebte Paare: in Paris. Leider bringt ein unvorhergesehenes Ereignis ihren Urlaub jäh zum Ende und schon nach zwei Tagen fahren die beiden zurück nach Hamburg. Pauls Exfreundin ist magersüchtig und auf Grund der derzeitigen schlimmen Situation im Krankenhaus gelandet. Paul fühlt sich verantwortlich und damit beginnt so langsam der Knacks in Noras und Pauls Beziehung. Und dann arbeitet Nora als Schauspielerin in einer Serie, was sie mehr und mehr unglücklich zurücklässt. Was soll sie tun?Die Sprache hat mir wirklich gut gefallen. Auch Noras Gedanken konnte ich weitestgehend sehr gut nachvollziehen. So fühlt man sich eben mit Anfang 20. Etwas unsicher, grüblerisch vielleicht auch.Aber was sie dann so macht, fand ich nicht gut und ziemlich unfair. Als drehe sich die Welt nur um sie. Am Ende ging sie mir leider ein bisschen auf die Nerven. 

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  • Die Quarter-Life-Crisis

    Nacktschnecken

    veri1986

    23. August 2015 um 13:57

    Nora ist 23, Schauspielerin, führt eine 2-jährige Beziehung mit Paul und lebt mit einer ihrer Schauspielkolleginnen in einer kleinen Wohnung in Hamburg. Sie ist aneinem Punkt in ihrem Leben angekommen, welcher sie ins Grübeln bringt: ist ihre Rolle in einer Vorabendserie der öffentlich-rechtlichen Sender noch das Richtige für sie? Ist ihre Beziehung zu Paul noch erfüllend und glücklich machend? Was will sie in ihrem Leben noch erreichen? Sie steht vor einer Reihe von Entscheidungen... Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich habe mich darin oft wiedererkannt. In unserem heutigen Leben gibt es so viele Möglichkeiten, wie man leben möchte, welchen Beruf man erlernt, sodass man immer wieder Entscheidungen treffen muss. Das führt dann bei Überforderung in die Quarter-Life-Crisis, welche die Autorin sehr gut beschrieben hat.

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  • Eine junge Liebe

    Nacktschnecken

    dubh

    06. June 2015 um 21:58

    Als ich die Inhaltsangabe zu diesem Buch gelesen habe, wurde ich - das muss ich gestehen - erst einmal kurz stutzig: Rebecca Martin ist Jahrgang 1990 und hat einen Roman über eine Beziehung geschrieben, in der sich dem Paar mit ihren festgefahrenen Rollenbildern nach etlichen Jahren Probleme aufzeigen? Ein Buch, das von der täglichen Arbeit an einer solchen Beziehung erzählt) Von verborgenen Sehnsüchten und Träumen? Hm, ich war skeptisch, denn allzu viel rechnen musste ich nicht, um herauszufinden, dass die Autorin genau zehn Jahre jünger und somit 24 oder 25 Jahre alt ist... Und ich war gleichzeitig neugierig, denn mal ehrlich: so ein Buch schreibt sich nicht von alleine und wie nähert man sich einem solchen Thema mit Anfang zwanzig? Nora und Paul sind bereits seit längerem ein Paar und man sollte annehmen, dass sie eine halbwegs glückliche Beziehung führen, denn sie haben sich eingerichtet, ja, verstehen sich blind. Doch der Schein trügt: ihr Lebenswurf hat die ersten Erschütterungen durchmachen müssen und dies zeigt sich an Problemen im alltäglichen Umgang miteinander, ebenso wie in körperlichen Belangen... Nora wirkt noch ein wenig "unfertig", so als ob sie noch auf der Suche nach sich selbst und ihrer Bestimmung ist. Vielleicht auch aus diesem Grund fängt sie an, an dem was sie da mit Paul hat, zu zweifeln. Kann man immer perfekt sein? Muss man immer mit allem zufrieden sein? Darf man angesichts des Ex-Partners eifersüchtig sein? Sollte man in einer Beziehung Kompromisse machen und ab wann verliert man sich in Formen irgendwelcher Zugeständnisse? Das alles sind Fragen, die sich vermutlich jedes zweite junge Paar schon einmal gestellt hat - vielleicht nicht gemeinsam, aber sicherlich jeder für sich. Ältere, erfahrenere Menschen wissen sehr wahrscheinlich, dass die anfängliche Verliebtheit, die Aufregung und Neugier irgendwann nachlassen. Sie wissen allerdings auch, dass die sprichwörtlichen Schmetterlinge irgendwann einer Geborgenheit weichen (kann), die mit sehr viel Vertrauen verbunden ist... Soweit sind Nora und Paul dann doch noch nicht ganz - und so stellt sich vor allem Nora gewichtige Fragen über ihren aktuellen Status hinaus. Rebecca Martin hat einen frischen Erzählstil und den (vor allem für ihre Protagonisten) richtigen Sprachgebrauch. Auch wenn sie eher jüngere Menschen abholt, muss ich zugeben, dass sich vermutlich jeder in der ein oder anderen geschilderten Sitation wiederfinden und sich an innere wie äußere Auseinandersetzungen dieser Art und die damit verbundenen Emotionen erinnern kann. Aber auch die Entwicklung der Figuren und die Entscheidungen Noras habe ich gut nachvollziehen können - sie waren glaubhaft und durchaus auch nachzuvollziehen. Fazit: Ein kluger - nicht altkluger! - Roman, der einerseits hip daherkommt, aber sich auch mit den richtigen und wichtigen Fragen einer (jungen) Beziehung beschäftigt. Lesenswert.

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  • Beziehungskrise kann Spaß machen (als Leser :-D)

    Nacktschnecken

    PfefferminzTochter

    09. May 2015 um 10:12

    Nora liebt Paul! Paul liebt Nora! Aber irgendwie läuft es nicht mehr rund, findet Nora. Die beiden sind noch keine dreißig und seit zwei Jahren zusammen. Sie haben sich in ihrem Leben eingerichtet und eigentlich könnte alles so schön sein. Plötzlich fängt Nora aber an zu zweifeln. Es beginnt eine Berg und Talfahrt, bei der man als Leser Noras gesamte Gefühlswelt kennenlernt und mit ihr zusammen das Leben wieder auf die Reihe bekommt. Nacktschnecken ist ein sehr junges Buch, von einer jungen Autorin über ein junges Paar. Als junger Mensch hat man keine Probleme , sich damit (den Problemen einer heutigen Beziehung und dem Versuch etwas aus seinem Leben zu machen) zu identifizieren. Es hat einen lockeren und frischen Schreibstil und es macht einfach Spaß dieses Buch zu lesen, trotz dem Thema der Beziehungskrise.

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  • Nacktschnecken

    Nacktschnecken

    Fantasie_und_Träumerei

    25. March 2015 um 09:42

    "Es ist schwer den Punkt auszumachen, an dem die Dinge ihr Gleichgewicht verlieren. Mir fällt es schwer." Nora und Paul sind seit über zwei Jahren ein Paar. Haben das Gefühl sich blind zu verstehen und doch gibt es Dinge, die sich zwischen die beiden drängen. Die das Loch in der Beziehung vergrößern, bis der Abstand sie voneinander entfernt. Dinge wie eine Ex-Freundin, Unzufriedenheit, Sex und die Suche nach Perfektionismus. Dinge, die in einer unausgewogenen Balance scheinbar mehr von Nora auszugehen scheinen, als von Paul und die sie vielleicht auch ein bisschen blind machen. " '[...] Ich habe Angst, dass mein ganzes Beziehungsleben ein einziger Teufelskreis sein wird, weil das Vermissen und die Suche und das Finden und das Verlieren sich im Kreis hinterherlaufen und laufen und laufen, und ich nie verstehen werde, wie man aus diesem Kreis ausbricht, ohne zu stolpern. Aber ach, stolpern. Was rede ich? Besser: Ich habe nie verstanden, wie man den richtigen Zeitpunkt erkennt, um zu stolpern. Wann es sich zu stolpern lohnt. [...]'" Nora kämpft mit einer Unzufriedenheit, die sie nicht richtig greifen kann und die sich in vielen Zwischenmenschlichen Ereignissen wiederspiegeln. Es ist der Kampf, den man in ihrem Alter durchmacht, den sicher einige von uns wiedererkennen. Der Kampf um die Suche nach sich selbst. Wo soll meine Reise hingehen? Wer werde ich einmal sein und vor allem mit wem werde ich mein Leben verbringen. Ruhelosigkeit, die uns blind und taub macht für Menschen, denen wir am Herzen liegen. Festhalten daran was in der Vergangenheit einmal war. Eine Lebensetappe, in der alles neu ist. In der wir der wir immer auf dem Sprung, immer ein gewisses kribbeln verspürend, wie ein Pulverfass durchs Leben ziehen. Immer auf der Suche nach dem Perfekten. Gibt es das überhaupt? Oder ist es notwendig Eingeständnisse zu machen? Vielleicht ist es aber auch einfach ausreichend Geduld zu haben. Denn die Zeit des Erforschens weicht irgendwann einer Zeit der Vertrautheit, in der es nicht mehr so aufregend, aber eben sehr schön ist. Sowohl in einer Beziehung, als auch im Lebensalltag. "Wenn ich eines in dieser Beziehung gelernt habe, dann ist es das: Ich kann mich ziemlich gut selbst austricksen." "Nacktschnecken" ist nicht nur ein Roman über Liebe, sondern auch über Freundschaft und Leben. Ohne zu viel zu verraten, kann ich sagen, dass Nora genau den Weg einschlägt, den ich mir für sie gewünscht habe. Erfahrungen sammeln, Abenteuer erleben, das alles gehört dazu, aber es hilft sehr, sich irgendwann auf dem Boden der Tatsachen einzufinden, anzukommen und ohne Ruhelosigkeit seinen Weg zu beschreiten, ohne dabei still stehen zu müssen. Es ist wichtig auf dem Weg in die Zukunft nicht immer an der Vergangenheit festzuhalten. "Es ist, als ob ich versuche, der Welt, in der ich mich bewege, etwas entgegenzusetzen. Aber alles, was ich damit erreiche, ist: noch stärker mit ihr zu verschmelzen." "Nacktschnecken" ist ein Roman wie Musik. Klangvoll, stimmig, eine Melodie, die den Leser mitnimmt, wenn er sich die Mühe macht, sich ihr zu öffnen. Die ihn auffordert Paul und Nora zu begleiten, zwischen die Noten zu schauen, für jede Lebenslage den richtigen Ton zu finden. Rebecca Martin hat mit ihrem zweiten Roman eins der Bücher geschrieben, die einem das Gefühl geben, verstanden zu werden. Zwischen dessen Seiten man sich wohlfühlt. Mit Protagonisten, die einen Identifizierungscharakter haben. Eins der Bücher, das sich einen Platz im Herzen erkämpft.

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  • Danke

    Nacktschnecken

    Jetztkochtsie

    12. March 2015 um 20:06

    Nacktschnecken von Rebecca Martin hatte mich fest im Griff, seit ich Klappentext und Beschreibung im Dumont Verlagsprogramm gelesen hatte. Klar, der Umschlag war irgendwie zu sehr Sarah Kuttner (Mängelexemplar), aber trotzdem irgendwie traf das alles meinen Nerv und ich habe mich auf das Lesen des Buches unwahrscheinlich gefreut. Normalerweise folgt auf diese Freude dann immer sehr rasche Ernüchterung, der Text ist nicht so toll, wie ich es erwartet habe, die Geschichte irgendwie fad, irgendwas ist ja immer. Bei Nacktschnecken war das aber nicht so, im Gegenteil mit jeder Seite und jeder Unmöglichkeit, die Nora da schon wieder verbockte, stahl sich mir ein tieferes Grinsen ins Gesicht, fühlte ich mich mehr verstanden und irgendwie nicht allein. So lange hab ich mich wie Nora gefühlt, irgendwie nicht angekommen, irgendwie verkehrt, irgendwie falsch verstanden und fehl am Platze, mit dem falschen Mann an meiner Seite, dem falschen beruflichen Ziel vor Augen und überhaupt schien mir dieses komplette Leben, das ich lebte nicht zu passen, es war nicht viel zu groß oder viel zu klein, aber es zwickte an den entscheidenden Stellen. Hätte ich Nacktschnecken früher gelesen, hätte ich vielleicht eher erkannt, dass ich auf dem ganz falschen Dampfer war, dass es nicht mutig ist, so zu sein, wie andere es erwarten, dass es nicht toll ist Dinge zu erreichen, die einem nichts bedeuten, die sich aber toll und fantastisch anhören. Auch wenn Rebecca Martin es mit ihrer hippen Sprache und den coolen Dialogen hier und da für meinen Geschmack ein wenig übertreibt, hat sie es mit ihrem Text über Nora, die irgendwie sucht und dann doch nicht findet, geschafft mich zu berühren. An so vielen Stellen habe ich Eselsöhrchen ins Buch geknickt, weil ich mich in diesen Situationen so gut wiederfinden konnte und zwar in Situationen, über die man nicht mal mit der besten Freundin spricht, über Gefühle, die man hat, aber nicht haben sollte, Bedürfnisse, die man fühlt, aber befriedigen kann, Ängste, die man hat aber nicht zeigen will, Wut, die man fühlt, aber nicht fühlen soll, auf Menschen, die sie nicht verdient haben, die man aber dennoch nicht ganz unterdrücken kann. Dank für diesen Text, auch wenn ich mich mit dem Ende nicht so richtig anfreunden kann, hat mir der Rest des Buches beim Lesen einfach wirklich viel gegeben.

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