Rebecca Michéle Die Tote von Higher Barton

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Inhaltsangabe zu „Die Tote von Higher Barton“ von Rebecca Michéle

Mabel Clarence ist sich sicher: Noch vor ein paar Minuten lag in der Bibliothek des Herrenhauses eine kostümierte tote Frau – erdrosselt mit einem Strick. Doch nun ist sie verschwunden, ohne jede Spur. Und wo keine Leiche, da keine Ermittlungen. Glauben schenkt der älteren Besucherin aus London nur ein kauziger Tierarzt. Also stellt Mabel in bester Miss-Marple-Manier eigene Nachforschungen an und versinkt immer tiefer im undurchsichtigen Sumpf der Vergangenheit – bis sie selbst in die Schusslinie des Mörders gerät … Very British – ein spannender Krimi in düster-idyllischem Cornwall-Ambiente.

Eine ältere Dame ermittelt in einem Mord ohne Leiche. Einfach gut!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Solide Unterhaltung!

— talisha
talisha

Ein spannend Krimi im düsteren Cornwall nach Miss-Marple-Tradition.

— eBookNinja
eBookNinja

Miss Marple reloaded ... schööön

— vienna
vienna

Miss Mabel Clarence ist eine würdige Nachfolgerin von Miss Marple, Mr Stringer wäre stolz auf sie! ;-)

— SABO
SABO

Grandios! Ein absolutes Muss für alle, die England und gute Krimis lieben!

— Cellissima
Cellissima

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  • Ein Mord mit verschwundener Leiche.

    Die Tote von Higher Barton
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. December 2014 um 12:49

    Inhalt: Mabel Clarence, eine ältere Dame aus London, ist von ihrer Cousine nach Higher Barton (Cornwall) zur Geburtstagsfeier eingeladen und findet in der Bibliothek des Herrenhauses eine Leiche. Nur ist die junge tote Frau kurz danach spurlos verschwunden und niemand glaubt Mabel. Also ermittelt sie auf eigene Faust und gerät damit in Lebensgefahr. Mein Leseeindruck: Zitat: „ Sonst ist das Leben in Lower Barton nämlich ziemlich öde und langweilig.“ Ja, bis Mabel auftaucht und gleich eine Leiche findet. Niemand glaubt ihr und sie wird als ältliche, schon etwas tüddelige Dame gesehen. Nur der örtliche Tierarzt, Dr. Victor Daniels, ist auf ihrer Seite. Mabel und Victor raufen sich im Laufe des Buches zu einem guten Team zusammen. Eigentlich sind Victor Tiere lieber als Menschen und die Unterhaltungen mit Mabel enden oft in Unstimmigkeiten. Mabels Cousine, Lady Abigail Tremaine, hat vor über 40 Jahren den Mann geheiratet, den Mabel als ihren zukünftigen Ehemann gesehen hat. Lange hatten die beiden Cousinen keinen Kontakt mehr. Abigail Tremaine ist eine typische englische Lady, der das Ansehen sehr wichtig ist. Ich habe das Buch verschlungen und bin begeistert. Flüssig zu lesen und spannend bis zur letzten Seite. Ich freue mich schon auf die folgenden Abenteuer von Mabel Clarence und Dr. Victor Daniels.

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  • Miss Marple reloaded

    Die Tote von Higher Barton
    vienna

    vienna

    Miss Marple reloaded das Cover Im Grunde spricht nicht viel gegen die Gestaltung des Covers. Aber auch nicht wirklich viel dafür. Die dunklen Wolken verbreiten eine unheilvolle Atmosphäre über dem Anwesen Higher Barton. Ein Hinweis darauf, dass wir es hier mit einem Krimi zu tun haben. Den eigentlich kleinen See auf dem Anwesen hätte man dezenter darstellen können, so gewinnt der Leser den Eindruck Higher Barton läge unmittelbar am Wasser. Der Schriftzug des Titels ist für meinen Geschmack etwas groß geraten, die weißen Buchstaben lenken zu sehr vom Rest ab und die Schriftart ist sehr langweilig. die Story Mabel Clarence macht sich auf den Weg zu ihrer Cousine Abigail Tremaine. Gemeinsam wollen die über Jahre zerstrittenen Cousinen auf dem herrschaftlichen Anwesen der Tremaines, Higher Barton, Abigails Geburtstag feiern. Eine Autopanne lässt Mabel mit Verspätung ihr Ziel erreichen und in der Bibliothek gleich über die Leiche einer kostümierten, jungen Frau stolpern. Wenige Minuten später ist die Leiche spurlos verschwunden und Mabel gerät in Erklärungsnot. Da niemand ihr Glauben schenken will, stellt Mabel auf eigene Faust Nachforschungen an, nur mit Unterstützung des brummigen Tierarzt Victor Daniels. Plötzlich geraten sie während ihrer Ermittlungen selber in Gefahr. das Fazit Miss Marple und Mister Stringer sind und bleiben unerreicht. Sollen sie auch. Die Figur der Mabel Clarence ist dennoch eine würdige Nachfolgerin. Die bedachte, leicht verpeilte und gestrige Art, mit der sie im zugrundeliegenden Mordfall ermittelt, erfüllt voll und ganz meine Erwartungen an einen Krimi ganz im Stile von Miss Marple oder Hercule Poirot in guter, alter britischer Manier. Clarence Charakter dürfte für meinen Geschmack noch ein wenig eckiger und kauziger sein, der britische Humor häufiger Anwendung finden, dann wäre es nahezu perfekt. Da ist noch Luft nach oben. Ich verzichte gerne auf Schlägereien und Geballere auf jeder zweiten Seite, detaillierte Beschreibungen von blutigen Verletzungen, verdrehten Körpern und abgeschnittenen Leichenteilen oder seitenlangen Berichten aus der Pathologie. Diese Effekthascherei ist mir zuwider. Gemütlich, aber zielorientiert und humorvoll aufbereitet ist die Geschichte an beschaulichen Orten ganz in der Nähe der südenglischen Grafschaft Cornwall. Und so passt es für mich. Macht Lust auf mehr ... 4 Sterne.

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    • 4
    Floh

    Floh

    06. August 2014 um 10:43
  • Die Tote von Higher Barton

    Die Tote von Higher Barton
    -sabine-

    -sabine-

    05. July 2014 um 13:02

    Ich hatte schon den dritten Teil der Krimi-Reihe um Mabel Clarence gelesen, wollte aber unbedingt auch noch die ersten beiden Bücher um die liebenswerte Spürnase lesen. Und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Wie ich es bereits von der Autorin kannte, ist auch dieser Krimi sehr unterhaltsam. Mabel Clarence ist auf Besuch bei ihrer Cousine auf Higher Barton und das erste, was sie findet, ist eine tote junge Frau in der Bibliothek. Doch nachdem sie die Polizei verständigt hat, ist die Leiche auch schon wieder verschwunden – und ohne Leiche sieht die örtliche Polizei keinen Grund zu weiteren Ermittlungen. Das kann Mabel natürlich nicht so stehen lassen – weder ist sie schrullig noch hat sie Halluzinationen. Mich konnte dieser Krimi vor allem durch die mir sehr sympathischen Protagonistin Mabel Clarence überzeugen. Die mittlerweile berentete Krankenschwester hat eine witzige und neugierige Art, sie ist sehr patent und lässt sich so leicht nicht von einer Sache abbringen. Hat sie erst einmal Lunte gerochen, geht sie der Spur unerbittlich nach – auch dass sie sich dabei selber in Gefahr begibt, kann sie nicht von ihren Nachforschungen abhalten. Unterstützt wird sie von einem brummigen Tierarzt, Viktor Daniels, den sie bei ihrem Besuch von Higher Barton kennenlernt. Zwar ist er zunächst eher abweisend und wirkt eher menschenscheu, doch auch Viktor hat sehr liebenswerte Seiten, die sich im Laufe der Geschichte nach und nach zeigen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Freundschaft und gemeinsam versuchen sie, den Mörder an der unbekannten Toten zu finden. Die Charaktere sind wirklich liebevoll gezeichnet und geben dem Buch einen ganz eigenen Charme. Neben den Menschen lernt man aber auch die Landschaft kennen, die so einladend und typisch englisch beschrieben ist, dass ich mich am liebsten sofort nach Cornwall aufmachen würde. Der leichte und sehr beschwingte Schreibstil machen das Lesen zu einem Vergnügen, so dass ich diesen Krimi innerhalb weniger Stunden beendet hatte. Das Buch ist spannend von der ersten Seite an und kann diese Spannung auch bis zum Ende halten. Das Ganze endet dann in einem großen Finale, und natürlich gerät auch Mabel dabei zwischen die Fronten. Vielleicht war die Geschichte an der einen oder andere Stelle etwas vorhersehbar, dennoch bin ich gut unterhalten worden und habe das Lesen in keinster Weise bereut.   Mein Fazit Wer Krimis in der Manier von Miss Marple mag, dem könnte auch diese Reihe gefallen. Sympathische Charaktere vor einer tollen Kulisse und ein Mord, in dem die Leiche fehlt – mich hat dieses Buch sehr gut unterhalten und ich werde Mabel sicherlich noch bei ihren weiteren Fällen begleiten.

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  • Rebecca Michéle - "Die Tote von Higher Barton" - Goldfinch-Verlag

    Die Tote von Higher Barton
    SABO

    SABO

    08. January 2014 um 19:53

    Rebecca Michéle - Die Tote von Higher Barton Mabel Clarence, Krankenschwester a.d. aus London, ist zwar im Ruhestand, aber nur dem Namen nach... altersschwach ist eher ihr Vauxhall, mit dem sie mitten in der Nacht auf einer verlassenen "Landstrasse" eine Panne hat. Einer Geburtstagseinladung ihrer Cousine Abigail folgend, ist Mabel nach 40 Jahren endlich bereit sie zu besuchen und ihr zu vergeben, Abigail schnappte sich Mabels große Liebe und heiratete den Mann.. ..aber zurück zur Panne, denn wie es sich gehört, öffnet der Himmel alle Schleusen, es blitzt und donnert und es regnet junge "Hunde" und "Katzen", da sie sich aussserdem verirrt hat, beschliesst sie das Unwetter in ihrem Wagen auszusitzen, dabei - wie immer, das obligatorische Chickensandwich, Tee und eine Wolldecke, durch ihren altmodischen Starrsinn, sich kein Handy anzuschaffen, verpasst sie dadurch Abigails Geburtstagsparty, schläft ein und wird erst gegen 5 Uhr früh von einem brummigen Fremden geweckt, sie steigt in dessen Jeep und wird in der Nähe des Anwesens abgesetzt, ohne sich vorzustellen fährt er weiter, Mabel findet ihn ausserordentlich unhöflich, das muss Ablehnung auf den ersten Blick sein.. Alles schläft, aber die Tür zur Bibliothek ist offen, so tritt sie ein, mustert kurz die Einrichtung und sucht sich einen Sitzplatz und stolpert dabei über die Leiche einer jungen Frau, sie trägt ein historisches Kostüm und einen Strick um ihren Hals, sie ruft das Polizeirevier an, Inspektor Warden ist nicht sehr erbaut, erst recht nicht, als bei seinem Eintreffen die angebliche Leiche verschwunden ist. Mabel weiss genau, dass sie nicht geträumt hat und verfolgt die noch frische Spur, sie schliesst sich einer Theatergruppe an und wird Gehilfin des brummigen Fremden, der ein noch schlechter gelaunterer Tierarzt ist, doch all seine Garstigkeit kann sie nicht abschrecken, denn Mabel braucht auch seine Hilfe.. Miss Mabel Clarence ist eine würdige Nachfolgerin von Miss Marple, Mr Stringer wäre stolz auf sie! ;-) 5 v 5 für Rebecca Michele, die Fortsetzung "Der Tod schreibt mit" habe ich mir schon besorgt!

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  • Englandfeeling

    Die Tote von Higher Barton
    LiselotteBer

    LiselotteBer

    18. November 2013 um 14:00

    Ich bin ein großer Englandfan. Die Autorin fängt die Stimmung in Cornwall ein, die Landschaft, die liebenswerten Schrullen. Sehr unterhaltsam!

  • Rezension zu "Die Tote von Higher Barton" von Rebecca Michéle

    Die Tote von Higher Barton
    monika62

    monika62

    28. May 2012 um 14:32

    ...nach Art von Miss Marple ermittelt Mable Clarence auf eigene Faust nach der Toten und dem Mörder. Die Autorin versteht es von der ersten Seite an, die Spannung aufrecht zu halten, man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Es werden einige falsche Fährten verfolgt.
    Das Ende ist in sich schlüssig und lässt auf eine Fortsetzung hoffen.

  • Rezension zu "Die Tote von Higher Barton" von Rebecca Michéle

    Die Tote von Higher Barton
    detlef_knut

    detlef_knut

    20. April 2012 um 14:49

    Der Untertitel ist Programm. Wie sollte es auch anders sein? Ein spannender Krimi mit überraschenden Wendungen in einem Mix aus: Rosamunde Pilcher (diverse Romane), Agatha Christie (Miss Marple) und Caroline Graham (Inspector Barnaby-Romane). Nach vierzig Jahren hat Mable auf die Einladung ihrer damaligen Freundin reagiert. Sie hat sich ins Auto gesetzt, um den alten Zwist aus dem Weg zu räumen und zum Geburtstag von Abigail nach Higher Barton in Cornwall zu reisen. Seit den Vorfällen von damals ist Mable zu einer Londonerin geworden. So muss sie sich kurz vor der Ankunft am Ziel eingestehen, dass sie sich bei dem Unwetter verfahren hat und zudem kein Benzin mehr im Tank ist. Die Wege, die ihr damals so vertraut waren, sahen nun irgendwie anders aus. Zum ersten Mal in ihrem Leben wünscht sie sich ein Handy, mit dem sie wenigsten Hilfe hätte holen können. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als in ihrem Corsa mitten auf der schmalen Straße zu übernachten. Am nächsten Morgen wird sie von einem alten Kauz geweckt, der an ihrem Wagen nicht vorbei kann. Er hilft Mable, den Wagen in eine Straßenbucht zu schieben und bringt sie anschließend nach Higher Barton. Es ist früh am Morgen. Mable möchte die Anwohner nicht stören, die nach der gestern verpassten Party sicher alle noch schliefen. Doch die morgendliche Kühle hält sie nicht davon ab, durch die offen stehende Terrassentür die Bibliothek des Hauses zu betreten. Während sich ihre Gedanken der Vergangenheit zuwenden, entdeckt sie vor dem Kamin die Leiche einer jungen Frau. Als pensionierte Krankenschwester erkennt sie sofort, dass jede Hilfe zwecklos wäre. Sie stürmt in die Küche, wo sie das Hausmeisterehepaar beim Frühstück trifft. Als sie hocherregt mit denen zurück in die Bibliothek kehrt, ist die Leiche verschwunden. Als Autor von Reisebeschreibungen über Südengland hat es mich in besonderem Maße interessiert, einen in diesem Landstrich spielenden Krimi zu lesen. Meine Erwartungshaltung, damit Erinnerungen an Menschen, Dörfer, Kleinstädte, Pubs und Landschaften zu aktivieren und dabei gleichzeitig an spannenden Ermittlungen teilzuhaben, ist mit diesem Buch voll erfüllt worden. Die Beschreibungen im Stile einer Agatha Christie, die an der englischen Riviera geboren wurde, einer Rosamunde Pilcher, die unendlich viele Geschichten in diesem Landstrich spielen ließ oder einer Caroline Graham, die für ihren Inspector Barnaby extra einen kornischen Landstrich Midsommer schuf, rufen beim Lesen ein Gefühl des Reisens hervor. Der Krimi ist eine sehr gut gemachte Geschichte, der demjenigen, der Ähnliches wie ich erwartet, eine unterhaltsame und spannende Lektüre sein wird. An einem Manko, welches ich keinesfalls Rebecca Michéle anlaste, komme ich allerdings nicht vorbei. Das Buch hat kein Lektorat erfahren. Die Seiten, die fehlerfrei sind, können an den Fingern einer Hand abgezählt werden, ganz so, als wäre lediglich eine automatische Rechtschreibkontrolle drüber gelaufen. Schade, dass die wunderschöne Geschichte der Autorin damit verhackstückt wurde. Mein Gesamtfazit fällt trotzdem positiv aus, da ich die Mängel nicht der Autorin anrechne und das Gefühl beim Lesen der Geschichte nicht schöner sein kann. Also: sehr empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Die Tote von Higher Barton" von Rebecca Michéle

    Die Tote von Higher Barton
    Klusi

    Klusi

    16. April 2012 um 10:10

    Nach 40 Jahren Funkstille haben beide Frauen das Bedürfnis danach sich auszusprechen und zu versöhnen, und so nimmt Mabel Clarence die Einladung zur Geburtstagsfeier ihrer Cousine Abigail an und macht sich auf die Reise nach Cornwall. Während der Fahrt gerät Mabel in ein Unwetter und verfährt sich. Sie muss einsehen, dass sie die Geburtstagsfeier nicht rechtzeitig erreichen kann und übernachtet notgedrungen im Auto. Als sie Higher Barton, das Anwesen ihrer Cousine, in den sehr frühen Morgenstunden erreicht, möchte sie die noch schlafenden Bewohner nicht stören und betritt das Herrenhaus durch eine offene Terrassentür. Sie findet sich in der Bibliothek des Hauses wieder und entdeckt dort vor dem Kamin die Leiche einer jungen Frau. Als kurz darauf die Polizei aus Lower Barton eintrifft, ist die Tote spurlos verschwunden, und niemand schenkt Mabels Beteuerung Glauben, diese wirklich gesehen zu haben. Da die pensionierte Krankenschwester mit ihrem Bericht beim Chefinspektor auf taube Ohren stößt, beginnt sie auf eigene Faust mit Nachforschungen. Unerwartete Unterstützung findet sie bei dem Tierarzt Victor Daniels. Er ist ein etwas sonderlicher Eigenbrötler, aber er glaubt Mable und hilft ihr bei den Recherchen. Fast zu spät merkt Mable, dass sie selbst in Gefahr ist' Mit Mable hat dieser Krimi eine geradlinige, beherzte Heldin, die nicht wegsieht, sondern allem auf den Grund gehen möchte. Die ehemalige Krankenschwester ist, schon bedingt durch ihren früheren Beruf, nicht zimperlich und auch nicht auf den Mund gefallen, was ihr bei ihren Nachforschungen zugute kommt. Mit ihrer direkten Art, auf die Menschen zuzugehen, bekommt sie schnell wertvolle Informationen, schafft sich aber nicht nur Freunde und gerät mit ihrer Neugier wortwörtlich in die Schusslinie. Stellenweise kommt einem wirklich der Vergleich mit Miss Marple in den Sinn, denn wie sie agiert Mable ebenfalls unerschrocken als Amateurdetektivin, stürzt sich in gefährliche Situationen und hat doch zugleich mit den Zipperlein des Alters zu kämpfen. Die Vorgehensweise ist hier aber natürlich sehr viel moderner, denn der vorliegende Krimi spielt ja in der heutigen Zeit, und die Helden können bei ihren Recherchen schon mal auf moderne Technik zurückgreifen, wenn auch für Mable der Umgang mit einem Handy nicht alltäglich ist. Als sie den etwas verschrobenen Tierarzt der Gegend kennen lernt, sieht das anfangs gar nicht nach einer erfreulichen Begegnung aus. Victor ist ein wortkarger Eigenbrötler, aber schnell gewöhnt sich Mable an seine sonderbare Art und entdeckt, dass er auch seine liebenswerten Seiten hat. Es ist gut, dass in diesem Roman einmal nicht die Jungen und Schönen die Helden sind. Mir hat der Krimi sehr gut gefallen, die Handlung bietet kurzweilige und auch spannende Unterhaltung, und das Ambiente ist mit Cornwall perfekt gewählt, denn die Beschreibungen der Gegend unterstreichen die düsteren Aspekte der Story sehr gekonnt. Der letzte Satz lässt die Vermutung zu, dass es ein Wiedersehen mit Mable und Victor geben wird, und wie ich auf der Homepage von Rebecca Michéle gelesen habe, ist das auch der Fall, und wir dürfen uns auf weitere kriminalistische Abenteuer mit den liebenswerten Hobby-Detektiven im kommenden Herbst freuen.

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  • Rezension zu "Die Tote von Higher Barton" von Rebecca Michéle

    Die Tote von Higher Barton
    mandarinpeach

    mandarinpeach

    14. April 2012 um 17:11

    Mabel Clarence ist bei ihrer Cousine zum Geburtstag auf dem Landgut Higher Barton eingeladen. Seit Jahrezehnten haben sich die Cousinen wegen einer Auseinandersetzung nicht mehr gesehen und Mabel beschließt, endlich Frieden zu schließen. Doch ehe sie auf Higher Barton ankommen kann, bleibt sie mit dem Auto liegen und muss die Nacht auf der Landstraße verbringen. Am nächsten Morgen hat sie Glück und wird von einem Ortskundigen mitgenommen. Das Anwesen liegt noch in völliger Stille, als sie durch die Terrassentür eintritt und in der Bibliothek eine Frauenleiche findet! Sofort verständigt sie das Hauspersonal, doch als dieses kommt, ist die Tote weg. Auch die Polizei will ihr keinen Glauben schenken und so beschließt sie, auf eigene Faust Ermittlungen anzustellen – immerhin kann eine Leiche sich nicht einfach in Luft auflösen. Mabel Clarence überzeugt als sympathische Protagonistin! Ihre resulute Art die Emittlungen am Mord an der jungen Frau anzugehen und nicht locker zu lassen hat Spaß gemacht zu lesen. Auch Victor Daniels hatte ich wirklich gern, auch wenn er immer wieder den grummeligen alten Mann gemimt hat. Leider wirkten die Ermittlungen teilweise sehr plump und unrealistisch. Mabel zog sehr schnell falsche Schlussfolgerungen, die für mich nicht ganz nachvollziehbar waren und schlussendlich wie zu erwarten in einer Sackgasse endeten. Den Mörder hatte ich zwar schnell in Verdacht, doch der Weg bis zur Enthüllung vor dem familiären und sehr interessanten Hintergrund von Mabels Cousine und der cornwellschen Landschaft war sehr unterhaltsam zu lesen. Es hat richtig Spaß gemacht, zusammen mit Mabel die Spuren zu verfolgen und immer mehr Geheimnisse aufzudecken. Was mich ein wenig störte, war die teilweise hochgestochene Ausdrucksweise. Anfangs dachte ich, es würde an der Übersetzung liegen (denn ich konnte mir vorstellen, dass britisches Englisch übersetzt ein wenig gestelzt klingt), doch dann habe ich mich über die Autorin informiert und siehe da: Sie ist Deutsche! Das hat mich wirklich verwundert, denn das Buch strahlt eine unglaublich britische Atmosphäre aus, dass ich tatsächlich dachte, Rebecca Michéle müsste Britin sein! Das Ende des Buches kündigt eine Fortsetzung an. Einerseits kann ich mir sehr gut vorstellen, dass die zwei Hobby-Ermittler wieder in Aktion treten, andererseits könnte es unrealistisch werden, wenn in kürzester Zeit im beschaulichen Lower Barton, wo noch vorher ein Vergehen gegen Falschparken das höchste Vergehen war. Aber lassen wir uns überraschen, ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt!

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  • Rezension zu "Die Tote von Higher Barton: Ein Cornwall-Krimi" von Rebecca Michéle

    Die Tote von Higher Barton
    Carol-Grayson

    Carol-Grayson

    01. April 2012 um 12:30

    Mit der pensionierten Krankenschwester Mabel Clarence hat die Autorin eine wirklich sympathische Figur erschaffen. Im Laufe der Geschichte wird man in der Tat hin und wieder an die alten Schwarzweißfilme mit Miss Marple erinnert. Die Rolle des Mr. Stringer übernimmt hier der eher griesgrämige Tierarzt Victor Daniels. Doch nun zur Story: Nach vier Jahrzehnten will sich Mabel mit ihrer letzten lebenden Verwandten und ehemals besten Freundin, der verwitweten Cousine Abigail Lady Tremaine versöhnen. Daher nimmt sie die Einladung zu deren Geburtstagsfeier auf Higher Barton an und stolpert direkt bei ihrem Eintreffen über die Leiche einer jungen Frau in einem historischen Kostüm, die erdrosselt in der Bibliothek des Herrenhauses liegt. Als Mabel Hilfe holen will, verschwindet die Leiche in der Zwischenzeit scheinbar spurlos. Natürlich will ihr niemand Glauben schenken und schnell wird sie von der Polizei als geistig verwirrte Alte abgestempelt. Auch ihre Cousine, die sich mit ihrem Alter nicht abfinden will und ihr Herz an den jungen Chauffeur als Liebhaber hängt, distanziert sich von ihren "Halluzinationen". Dennoch nähern sich die beiden so unterschiedlichen Frauen langsam wieder an. Hinter dem Rücken ihrer Cousine und der Polizei nimmt Mabel nun selbst die Ermittlungen bei diesem "Fall" in die Hand. Sie entdeckt das Bild der toten Frau auf einem Plakat für eine Theateraufführung und nimmt von da an die Spur auf. Mehrere Verdächtige geraten in Mabels Blickfeld. Die Ermordete tauchte plötzlich aus Bristol auf, um angeblich in dem kleinen Ort etwas Wichtiges zu erledigen und schloss sich dabei einer Laienspielgruppe für die jährlichen Festspiele an. Nur der verschrobene Tierarzt steht ihr bei ihren Nachforschungen tatkräftig zur Seite, doch auch Daniels erschüttert durch sein merkwürdiges Verhalten ihr Vertrauen. Im Laufe der Zeit findet Mabel ein unschönes Familiengeheimnis heraus. Sogar ihre Cousine erscheint dadurch plötzlich verdächtig. Doch erst als zwei merkwürdige "Unfälle" geschehen, von denen sich einer gegen sie selbst richtet, weiß sie, dass sie dem Täter zu nahe gekommen ist. Und dann entdeckt sie tatsächlich das Versteck der Leiche und den wahren Täter. Fazit: Krimi mit englischem Charme. Die Geschichte besitzt tatsächlich sehr viel britische Atmosphäre und einen sehr schönen Erzählstil. Das Ende lässt darauf schließen, dass es eine Fortsetzung geben wird, auf die sich der Leser schon freuen kann. Einen Punkt Abzug gibt es nur für die kleineren Nachlässigkeiten des Lektorats. Vier von fünf Punkten.

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  • Rezension zu "Die Tote von Higher Barton" von Rebecca Michéle

    Die Tote von Higher Barton
    melanie_reichert

    melanie_reichert

    10. October 2011 um 18:48

    Zum Inhalt: Mabel Clarence, rüstige Rentnerin jenseits der 60, ist gerade auf dem Weg zum Geburtstag ihrer Cousine. Die beiden haben sich schon Jahrzehnte nicht mehr gesehen und wollen ihren Zwist aus der Vergangenheit nun endgültig begraben. Unterwegs bleibt ihr Auto liegen, sie wird von einem kautzigen Tierarzt mitgenommen und als sie dann endlich auf Higher Barton ankommt, findet sie eine Leiche in der Bibliothek. Doch als sie wieder in den Raum zurück kommt, ist die erdrosselte Frau nicht mehr da. Keiner schenkt ihr Glauben – nicht mal die Polizei. Doch was soll Mabel nun tun? Die Leiche war doch da! Ihren einzigen Verbündeten findet sie in Tierarzt Victor. Da ihr keiner helfen will, muss sie selbst ermitteln. So machen sich Mabel und Victor auf die Suche nach dem Mörder und geraten selber in Lebensgefahr… Wer ist der Mörder? Und was für dunkle Geheimnisse aus ihrer eigenen Familie muss Mabel aufdecken um ihn zu finden? Meine Meinung: „Die Tote von Higher Barton“ ist der erste Band rund um Mabel Clarence und den Tierarzt Victor Daniels. Zunächst muss ich sagen: Das Buch hat mir sehr gut gefallen! Es wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Die Spannung und Dynamik werden sehr hoch gehalten und die Abläufe geschehen Schlag auf Schlag. Die Autorin versteht es geschickt die Handlungen miteinander zu verknüpfen, sodass ein rasantes Abenteuer entsteht. Die Charaktere sind alle sehr prägnant und gut ausgearbeitet. Gerade die Protagonistin Mabel ist eine starke Persönlichkeit. Durch ihren Willen und ihren Mut unternimmt sie einige riskante Aktionen um den Mörder zu überführen. Sie ermittelt in bester Ms. Marple Manier und daher ist das Wortspiel von Mabel und Marple sicher kein Zufall. Trotz ihres Alters ist sie sehr agil und macht den Charakter somit sehr lebendig. Auch der Tierarzt Victor hat mir gut gefallen, weil sein Charakter sehr realistisch dargestellt ist (auf der einen Seite der verschlossene Kautz, weil er schon ewig alleine wohnt und auf der anderen Seite blüht er richtig auf als er Mabel kennenlernt). Die beiden geben jedenfalls ein gutes und liebevolles Duo ab! :) Die Autorin hat einen für mich sehr guten Schreibstil. Durch kurze und gezielte Sätze wird die Spannung noch mehr angeheizt und der Leser muss einfach weiter lesen. Ich persönlich finde britische Krimis ganz toll und bin hier vollkommen auf meine Kosten gekommen. Es wird ein Tee nach dem anderen zu sich genommen und die adlige Abigail ist nur auf ihren Ruf aus. Es wird auch herrschaftlich im Rolls Royce gefahren. ;) Ein Genuss für alle Sinne, da mich die Autorin wirklich nach Cornwall versetzen konnte. Ich hoffe, dass bald ein weiteres Buch des „Ermittlerduos“ heraus kommen wird. Zumindest lässt das Ende es vermuten. ;) Ich bin dann auf jeden Fall wieder dabei! Bewertung: 5/5 Sterne. :D

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  • Rezension zu "Die Tote von Higher Barton" von Rebecca Michéle

    Die Tote von Higher Barton
    Tanzmaus

    Tanzmaus

    07. October 2011 um 13:30

    Mabel Clarence, eine pensionierte Krankenschwester aus London, macht sich auf den Weg nach Higher Barton, um an der Geburtstagsfeier ihrer Cousine teilzunehmen und sich mit ihr nach 40 Jahren zu versöhnen. Aber noch ehe Mabel das Anwesen ihrer Cousine erreicht, geht alles schief. Sie bleibt mit einem leeren Tank mitten in der regnerischen Nacht auf weiter Flur liegen und muss die Nacht im Auto verbringen. Früh am Morgen gabelt sie der grimmige Tierarzt von Lower Barton auf und bringt sie zum Anwesen ihrer Cousine. Da es noch früh am Morgen ist, will Mabel niemanden stören. Doch dann entdeckt sie eine offene Terrassentür und findet sich nicht nur in der Bibliothek, sondern auch in der Gegenwart einer Leiche wieder. Mabel ruft umgehend die Polizei, doch bis diese eintrifft ist die Leiche verschwunden und alle zweifeln an Mabels Verstand. Mabel jedoch gibt nicht auf und macht sich auf die Suche nach der Leiche und gerät damit in Lebensgefahr ... In bester Miss-Marple-Manier entführt die Autorin den Leser zum Mitraten nach Cornwall. Das Buch ist spannend geschrieben und durch Mabels Charakter, wird der Leser nicht nur gefesselt, sondern auch gut unterhalten. Die Figuren sind lebendig beschrieben und man fiebert regelrecht mit. Der Kreis der Verdächtigen wird immer enger, aber erst ganz zum Schluss erfährt man die Auflösung, sowie ein Hinweis, dass wphl weitere Bände mit Mabel geplant sind. Fazit: Ein sehr empfehlenswerter Krimi von Rebecca Michéle, der zum Mitraten bzw. -fiebern einlädt und neugierig auf Cornwell macht.

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  • Rezension zu "Die Tote von Higher Barton" von Rebecca Michéle

    Die Tote von Higher Barton
    Fannie

    Fannie

    06. October 2011 um 17:55

    Humorvoller Pageturner Die alleinstehende, pensionierte Krankenschwester Mabel Clarence aus London besucht ihre Cousine Abigail Tremaine in Cornwall. Schon am Tag ihrer Ankunft sorgt Mabel für Aufregung, denn in der Bibliothek des Herrenhauses Higher Barton, in dem Lady Tremaine lebt, hat die Besucherin aus London die Leiche einer jungen Frau entdeckt. Allerdings: Außer Mabel hat niemand die Tote gesehen. Der Täter hat die Leiche verschwinden lassen. Nicht nur die eilig herbeigerufene Polizei zweifelt also am Verstand der älteren Dame. Mabel allerdings weiß, dass sie nicht verrückt ist und ermittelt auf eigene Faust. Unterstützt wird sie dabei von dem eigenwilligen Tierarzt Dr. Victor Daniels. Mabel und ihr Co-Ermittler lüften dabei so manches pikante Geheimnis, und können zu guter Letzt der Polizei Leiche und Täter präsentieren. „Die Tote von Higher Barton“ ist ein spannender und humoriger Krimi, der zum Mitraten einlädt – ein klassischer Whodunnit. Autorin Rebecca Michéle zeichnet ihre Figuren sehr liebevoll. Sie versteht es außerdem hervorragend, bis zum Ende die Spannung auf einem hohen Level zu halten und hat einen wirklich mitreißenden Schreibstil. Keine einzige Zeile dieses Krimis hat mich gelangweilt. Man wähnt sich dank ihrer bildhaften Schilderungen mitten in Cornwall, und ich war schon ein wenig traurig, als ich das Buch ausgelesen hatte. Aber – soviel sei verraten – die Autorin arbeitet bereits an der Fortsetzung, auf die ich mich nach diesem überaus gelungenen Auftakt sehr freue! Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich das Buch im Laden wohl übersehen hätte. Dann wäre mir allerdings ein echtes Krimi-Schätzchen durch die Lappen gegangen. Deshalb möchte ich mich nochmal bei Rici und www.delia-liest.de, der Autorin Rebecca Michéle und dem Goldfinch-Verlag dafür bedanken, dass sie mich im Rahmen einer Leserunde auf dieses tolle Buch aufmerksam gemacht haben!

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