Rebecca Michéle Entlarvt

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Inhaltsangabe zu „Entlarvt“ von Rebecca Michéle

Rottweil, 6. Januar: In einer Altstadtgasse wird ein Toter gefunden. Der Mann wurde offenbar erstochen. Die Polizei tut sich schwer mit ihren Ermittlungen, denn Günther Schwaibold war eine verkrachte Existenz, hatte weder Frau noch Freunde oder gar Feinde. Klar ist nur: Er hat den Dreikönigstag mit dem Abstauben der Narrenkleidle, dem traditionellen Auftakt der Rottweiler Fasnet, verbracht. Einige Wochen später wird ausgerechnet am Schmotzigen Donnerstag erneut ein Toter aufgefunden – der in Rottweil wohlbekannte Metzger Axel Jenner. Auch er wurde erstochen. Merkwürdig ist: Der Verstorbene trug Frauenkleider – ging er so zur Fastnacht oder führte er ein Doppelleben? Kriminalkommissar Jürgen Riedlinger ist davon überzeugt, dass die beiden Mordfälle zusammenhängen. Beide Opfer gehörten der Rottweiler Narrenzunft an. Die entschließt sich trotz der zwei Bluttaten, die Fasnet weiterlaufen zu lassen. Bei seinen Recherchen stößt der Ermittler hinter den Masken auf eine Welt von Machtspielchen, alten Beziehungsgeflechten und Verstrickungen, die weit in die Vergangenheit reichen. Fastnachtsmontag, 8 Uhr. Narrensprung, der Höhepunkt des Rottweiler Treibens. Glockengeläut. Die Narren drängen sich durch den engen Bogen des Schwarzen Tores. Plötzlich stürzen einige von ihnen; Panik kommt auf. Ein weiteres Mitglied der Narrenzunft liegt blutüberströmt am Boden …

Spannende Ermittlungen in der Rottweiler Fasnet!

— mabuerele

Diese Mischung aus Krimi, regionalem Schauplatz und alter Tradition ist wirklich gut gelungen. Ein Fasnet Krimi, der es in sich hat.

— schlumeline

Mord in der Rottweiler Narrenzunft. Ein spannender Krimi den man nicht aus der Hand legen kann.

— teenymama18

Eine perfekte Mischung aus örtlichen Traditionen, spannendem Krimi und sehr gut ausgeformten Figuren, fesselnde Lesestunden garantiert

— Buchraettin

Entlarvt, entpuppt, enttarnt...hier geht es närrisch zu. Ein Regionalkrimi der ersten Sahne!

— Floh

Mord beim Rottweiler Narrensprung - ein fesselnder Fasnetskrimi

— elisabethjulianefriederica

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    Entlarvt

    Coconelle

    08. February 2015 um 17:50

    Ein äußerst spannender Regionalkrimi, der mich vom Anfang bis zum Ende fesseln konnte. Zudem spielt dieser Krimi in meiner Heimatstadt Rottweil während der Fasnachtszeit. Da mir sämtliche Strassen, Schauplätze, Bräuche und Gewohnheiten bestens vertraut sind hatte ich dadurch noch eine Extraportion Lesevergnügen. Gleich auf den ersten Seiten passiert der erste Mord. Die Handlung wird flüssig erzählt und immer wieder fließen neue Aspekte und andere Sichtweisen ein, man fiebert als Leser regelrecht mit. Auch die Figuren sind sehr authentisch und anschaulich dargestellt. Etwas störend fand ich die häufigen, sich wiederholenden Kommentare der Personen, die von den Komissaren verhört wurden, in denen immer wieder Vergleiche gezogen wurden zu Krimiserien und Komissaren aus dem Fernsehen. Auch fand ich stellenweise die Hintergründe und historischen Bräuche zur Rottweiler Fasnet etwas zu ausführlich erklärt, was fast schon einem Sachtext gleichkam. Insgesamt ein sehr gelungener Krimi, der mich gut unterhalten hat.

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  • Leserunde zu "Entlarvt" von Rebecca Michéle

    Entlarvt

    RebeccaMichele

    Der 6. Januar ist der Auftakt zur schwäbisch-alemannischen "Fasnet". Daher suche ich 15 TestleserInnen, die meinen neuen Regionalkrimi "Entlarvt" im Rahmen einer Leserunde lesen möchten. Die Handlung spielt vor dem Hintergrund der berühmtem und historischen Rottweiler Fasnet, ist aber auch für "Nicht-Narren" gut verständlich. In diesem Krimi wird, außer in ein paar Nebensätzen, auch nicht schwäbisch gesprochen. Der Silberburg-Verlag stellt freundlicherweise 15 Exemplare zur Verfügung, die auf Wunsch gern von mir signiert werden. Ich werde die Leserunde auch begleiten. Zum Buchinhalt: Rottweil, 6. Januar: In einer Altstadtgasse wird ein Toter gefunden. Der Mann wurde offenbar erstochen. Die Polizei tut sich schwer mit ihren Ermittlungen, denn Günther Schwaibold war eine verkrachte Existenz, hatte weder Frau noch Freunde oder gar Feinde. Klar ist nur: Er hat den Dreikönigstag mit dem Abstauben der Narrenkleidle, dem traditionellen Auftakt der Rottweiler Fasnet, verbracht. Einige Wochen später wird ausgerechnet am Schmotzigen Donnerstag erneut ein Toter aufgefunden – der in Rottweil wohlbekannte Metzger Axel Jenner. Auch er wurde erstochen. Merkwürdig ist: Der Verstorbene trug Frauenkleider – ging er so zur Fastnacht oder führte er ein Doppelleben? Kriminalkommissar Jürgen Riedlinger ist überzeugt, dass die beiden Mordfälle zusammenhängen. Beide Opfer gehörten der Rottweiler Narrenzunft an. Die entschließt sich trotz der zwei Bluttaten, die Fasnet weiterlaufen zu lassen. Bei seinen Recherchen stößt der Ermittler hinter den Masken auf eine Welt von Machtspielchen, alten Beziehungsgeflechten und Verstrickungen, die weit in die Vergangenheit reichen ... Fastnachtsmontag, 8 Uhr. Narrensprung, der Höhepunkt des Rottweiler Treibens. Glockengeläut. Die Narren drängen sich durch den engen Bogen des Schwarzen Tores. Plötzlich stürzen einige von ihnen; Panik kommt auf. Ein weiteres Mitglied der Narrenzunft liegt blutüberströmt am Boden …

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  • Morde in der Fasnet

    Entlarvt

    mabuerele

    26. February 2014 um 16:14

    Es ist Fasnet in Rottweil. Am Dreikönigstag treffen sich Vertreter der Narrenzunft. Unter ihn ist Günther Schwaibold. Am nächsten Tag ist er tot. Ein Stich ins Herz war dafür verantwortlich. Wochen später ist der Fall noch nicht aufgeklärt. Im Kriminalkommissariat suchen sie nach neuen Ansätzen. Jürgen Riedlinger will am nächsten Tag mit seiner Frau und einem befreundeten Ehepaar in den Skiurlaub fahren. Obwohl er geborener Rottweiler ist, hat er mit Fasnet nichts am Hut. Ganz anders ist die Einstellung von Kriminaloberkommissar Wolfgang Mozer. Er ist aktiv in das Treiben eingebunden. Auch Kriminalassistentin Regina Müller mag auf die Fasnet nicht verzichten. Die Atmosphäre im Tam ist gut. Man versteht einander. Kleinere Kabbeleien gehören dazu. Doch Riedlingers Skiurlaub fällt ins Wasser. In der Nacht davor gibt es den nächsten Toten. Auch Axel Jenner gehört zur Narrenzunft. Die Autorin hat einen spannenden Kriminalroman geschrieben. Geschickt hat sie die abwechslungsreiche Handlung in das Geschehen der Rottweiler Fasnet eingebettet. Dabei gibt es vielfältige Informationen über diese Tradition. Lange tappt die Polizei im Dunkeln. Motive und mögliche Täter gibt es eine Menge. Hinzu kommt, dass die Fasnet das öffentliche Leben fast lahmlegt. Informationen sind nur schwer zu bekommen. Der Krimi lässt sich zügig lesen. Die Autorin legt nicht nur mit der Handlung, auch mit der Verwendung der typischen Ausdrücke Wert auf Regionalität. Dadurch wirkt die Geschichte authentisch. Im umfangreichen Glossar werden die verwendeten Begriffe ausreichend erklärt. Das Cover mit den Narren und den hervorgehobenen Blutfleck passt zur Handlung. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es hat mich nicht nur spannend unterhalten, sondern mir auch einiges an Wissen vermittelt.

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  • Geheimnisse, Fasnet und jede Menge Narren

    Entlarvt

    Cappuccino-Mama

    26. February 2014 um 14:39

    Kleidle, Larven, Narrensprung, dazu das sogenannte Jucken kannte ich bislang bestenfalls aus dem Fernsehen. Auch wenn die Faschings-, Karneval-, oder wie man in Rottweil sagt, die Fasnetszeit an mir ungeachtet vorbeizieht – gegen einen Regionalkrimi, der in eben dieser Zeit spielt, habe ich dennoch nichts einzuwenden. Und hinter mancher braven Verkleidung oder biederer Maske steckt sicherlich ein Bösewicht – im schlimmsten Fall sogar ein Mörder. Das Cover: Auf einem matten, schwarzen Hintergrund befindet sich eine Fasnets-Szene – drei Narren sind auf dem Bild zu sehen. Natürlich wurden hier die Rottweiler „Kleidle“, so die Bezeichnung der Narrenmasken, verwendet: Fransenkleidle, Biss und Federehannes sind hier vertreten. Der Umriss von Baden-Württemberg ist als eine Art roter Farbklecks ebenfalls auf dem Cover zu sehen – plastisch hervorgehoben und passend zum Genre „läuft“ ein Blutstropfen herab. Geographisch nicht so bewanderten Lesern wird allerdings auch anhand eines violetten Streifens klar,der sich senkrecht unter dem Bild befindet in welchem Bundesland der Krimi spielt, ist hier doch das Bundesland vermerkt. Im ebenfalls violetten Farbton ist auch der Buchtitel dargestellt. Sowohl das Coverfoto, als auch der Buchtitel, der Umriss Baden-Württembergs, sowie der Streifen mit dem Landesnamen sind glänzend gestaltet. Vorstellen hätte ich mir allerdings können, dass das Stadtwappen Rottweils sich ebenfalls unterhalb des Bildes, auf der schwarzen Fläche, seinen Platz gefunden hätte – wäre meiner Meinung nach eine tolle Ergänzung gewesen – und schon alleine farblich wäre das Wappen ein echter Hingucker gewesen. Der schwarze Reichsadler mit einem Kreuz auf der Brust symbolisiert hierbei die ehemalige Reichsstadt. Dieser Adler befindet sich auf einem gelben Grund. Und schließlich finden die Farben Rottweils im Buch immer wieder Erwähnung. Die Handlung: Rottweil am 6. Januar – Die Fasnet beginnt am Dreikönigstag mit dem traditionellen Abstauben der Narrenkleidle, und auch der Alkohol fließt reichlich. Dann wird ein Toter aufgefunden: Gerhard Schwaibold, Mitglied der Narrenzunft wurde mit einem Stich ins Herz getötet. Doch was ist das Motiv des Täters? Die Polizei tappt völlig im Dunkeln. Und dann schlägt der Mörder ausgerechnet am „Schmotzigen Donnerstag“ erneut zu. Das Opfer ist diesmal der Metzger Axel Jenner, ebenfalls Mitglied der Narrenzunft. Äußerst merkwürdig ist jedoch die Kleidung des Toten, denn der Metzger trug Frauenkleider. Was steckt dahinter? Führte Jenner etwa ein Doppelleben? Und welche Gemeinsamkeit haben die Opfer? Die Zeit drängt, denn schon bald könnte der unbekannte Täter erneut morden. Meine Meinung: Mein erster Krimi und vermutlich sogar mein erstes Buch aus dem Silberburg-Verlag – fast schon Pflichtlektüre für mich als Baden-Württembergerin. Bislang begegnete mir der Verlag relativ selten, doch unbekannt war er mir dennoch nicht, ist er doch etabliert in Sachen der baden-württembergischen Literatur – sei es bei Ratgebern (z.B. Kochbüchern und Bildbänden), oder auch, so wie hier, in der Unterhaltungssparte (regionale Krimis oder historische Romane). Kriminaloberkommissar Jürgen „Riedl“ Riedlinger fand ich sehr authentisch und sehr sympathisch – mit seiner Frau Karin zusammen bildet er ein echtes Dream-Team. Überhaupt bewundere ich Karin sehr, denn sie zeigt auch da Verständnis, wo es bei anderen (Ehe-)Frauen aufhören würde. Dass Karin soviel Verständnis aufbringt, liegt aber auch daran, dass sie als Tochter eines Polizeibeamten aufwuchs und unvorhersehbare Ereignisse, wie ein nächtlicher Einsatz oder ein Urlaub ohne Mann, ihr nicht unbekannt sind. Riedlinger ist ein bekennender Fasnetsmuffel, insofern ist sein aktueller Fall für ihn eine besondere Herausforderung – ermitteln inmitten des gerade herrschenden Fasnetstrubels. Während sein Kollege die asketische Lebensart bevorzugt, ist Riedlinger „fleischlichen Genüssen“ gegenüber nicht abgeneigt. Kommissar Wolfgang Mozer „Motzi“ ist Vegetarier, Teetrinker und zudem Fahrradfahrer aus Überzeugung. Mit seinem Vorgesetzten Riedlinger verbindet ihn eine gute Freundschaft, was bei ihren Berufen Leben retten kann, denn die beiden können sich beinahe blind aufeinander verlassen. Im Gegensatz zu vielen anderen Krimis sind hier die Ermittler keine „verkrachten Existenzen“ mit vielerlei privaten oder auch beruflichen Problemen, sondern sie sind herrlich „normal“. Regina Müller „Müllerchen“ ist Kriminalassistentin und zugleich die gute Seele des Polizeireviers, sie steht den beiden Kommissaren, mit denen sie zusammenarbeitet, hilfreich und tatkräftig zur Seite. Trotz der Verniedlichung des Namens (dies ist hier nicht mit einer Herabwürdigung gleichzusetzen, wie manch einer annehmen könnte), wird Regina Müller als fähige Person und ernstzunehmende Mitarbeiterin geschätzt, die sich im Kollegenkreis etablieren konnte. Die Staatsanwältin Dr. Anne Pfeffer ist ein echtes Nordlicht und kennt sich mit den Fasnetsbräuchen in Rottweil nicht aus – sehr zur Erheiterung der Leser. Aber man lernt auch eine lässige Seite der Karrierefrau kennen – bei Fasnetsfeierlichkeiten lässt eben so mancher mal die Sau raus, der sonst ein eher unauffälliges Leben führt. Karl Sauter ist der Inhaber eines Bekleidungsgeschäftes. Er lebt auf großem Fuß und benimmt sich nicht gerade vorbildlich. Seine Frau Ramona sieht nicht nur hervorragend aus, sie repräsentiert die Firma auch sehr gut. Auffallend ist jedoch, dass das Ehepaar seine Freizeit sehr oft getrennt voneinander verbringt. Die Art von Karl Sauter gefiel mir so ganz und gar nicht. Ich fand ihn eingebildet und überheblich, aber auch sehr geldgierig und machtbesessen. Wie weit wird Karl Sauter gehen, um das zu erreichen, was er will? Axel Jenner ist Metzger – ein Beruf, der nicht so recht zu ihm passt. Doch er musste einst den Betrieb von seinem Vater übernehmen und eigentlich müsste der Betrieb florieren, angesichts dem, was Axel daraus gemacht hat – die Metzgerei beherbergt zusätzlich einen Imbiss, sowie einen Partyservice. Und die Fasnetszeit verspricht alljährlich sehr viel Ertrag, ist der Narrensprung doch DAS Ereignis, das die Leute aus nah und fern anlockt. Doch der hochgewachsene, schlanke Mann hat auch Makel. So stottert Axel und die Ehe mit seiner Frau Sabine blieb kinderlos, was für einen Firmeninhaber nicht gerade vorteilhaft ist. Allerdings hat Axel auch noch ein Geheimnis – und das soll auch ein Geheimnis bleiben. Sabine Jenner, die Frau, bzw. Witwe von Axel Jenner, wirkte für mich eher unscheinbar, undurchschaubar und auch etwas geheimnisvoll – ich konnte sie nur schwer einschätzen. Liebte sie ihren Mann wirklich? Wieviel wusste sie vom Leben das ihr Mann führte, von seinen Träumen und Wünschen? Doch auch Sabine hütet ein Geheimnis. Angelika Ritter, die beste Freundin von Sabine Jenner, stammt aus Berlin und ist sehr interessiert an der Kriminaltechnik. Die Freundinnen sind sehr unterschiedlich: Angelika ist viele Jahre jünger als Sabine und auch äußerlich unterscheiden sich die beiden sehr – auf mich wirkte Sabine im Vergleich zu ihrer Freundin wie ein graues Mäuschen. Die Meinung, die Angelika von Axel hat, ist nicht die beste. Um ihrer Freundin nahe zu sein und ihr beizustehen, zog Angelika sogar nach Rottweil. Doch kennt Sabine ihre Freundin wirklich so gut, wie sie glaubt? Gerhard Schwaibold war stets ein unauffälliger Mann, der nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens stand – er stand bislang alleine da, war geschieden, hatte weder eine Partnerin, noch Freunde. Umso stolzer war er, dass er nun als Abstauber, einem begehrten Posten, in die Narrenzunft aufgenommen wurde. Endlich fand er die Anerkennung, die er sich stets so sehr gewünscht hatte. Doch die Freude währt nicht lange – kurz nach seinem Einstand wird ihm bereits der Garaus gemacht. Brigitte Hellmann ist siebzig Jahre alt und lebt in einer etwas heruntergekommenen Altbauwohnung in Rottweil. Doch sie sorgt sich sehr, wurde ihr doch das geliebte Zuhause gekündigt, in dem sie seit Jahrzehnten lebt. Doch nach der anstehenden Sanierung kann Brigitte Hellmann sich die Wohnung nicht mehr leisten. Aber auch ihre Enkelin Vanessa bereitet ihr einiges an Kopfzerbrechen – sei es wegen familiärer Hintergründe (die Großmutter hat ihrer Enkelin so einiges verschwiegen), oder auch wegen Vanessas mitunter aufbrausendem Wesen. Vanessa Hellmann ist eine etwas pummelige junge Frau, die nach dem Tod ihrer Mutter bei ihrer geliebten Großmutter augewachsen ist. Die Dreißigjährige ist erbost darüber, dass der Hausbesitzer ihre Oma so einfach aus der Wohnung werfen will. Dies will sich Vanessa keinesfalls bieten lassen, und sie möchte den drohenden Auszug der Großmutter verhindern. Wie weit würde die junge Frau gehen, um ihrer Großmutter zu helfen? Ein Krimi, der im beschaulichen Rottweil spielt, einem Städtchen mit knapp 25000 Einwohnern. Sehr schön fand ich die Atmosphäre dargestellt - den Handlungszeitpunkt fand ich sehr gut gewählt, ist doch auf dem Höhepunkt des Geschehens gerade Fasnet. Am Fasnetmontag findet der traditionelle Narrensprung statt und die Fasnet ist in vollem Gange, der Umzug durch die Stadt lockt die Menschenmassen an. Was kann Ermittlungen denn mehr erschweren, als verkleidete Menschen, wohin man auch schaut. Wie schnell kann da ein Mörder unerkannt in der Menschenmenge untertauchen. Die Ermittler wirkten, wie ich bereits kurz erwähnt hatte, sehr normal, hatten zwar ihre Eigenheiten und Charakter, allerdings weder mit Scheidungen, noch Alkohol, vielleicht gar Suspendierungen oder sonstigen Dingen zu tun, wie sie Ermittler in anderen Krimis oft haben. Dennoch wirken weder Riedlinger, noch Mozer alles andere als langweilig. Obwohl es bereits der zweite Fall für die Ermittler ist, hatte ich keinerlei Schwierigkeiten, ins Geschehen einzusteigen – nicht zuletzt aufgrund einiger Andeutungen und auch Rückblenden, die nicht jedoch nie zuviel vom Vorgängerbuch ABSCHÜSSIG verraten, so dass man auch im Nachhinein auch noch dieses Buch mit Spannung lesen kann. Jedes der Bücher ist also, so wie es bei Krimiserien üblich ist, in sich abgeschlossen, weshalb man jedes der Bücher auch einzeln und unabhängig voneinander lesen kann. Sehr hilfreich fand ich das Glossar am Ende des Buches – ohne entsprechende Erklärungen wäre der Krimi wohl für Nichteinheimische eher ein Buch mit sieben Siegeln gewesen. So werden hier die verschiedenen Kostümierungen („Kleidle“), die Bräuche sowie die Narrenfiguren der Rottweiler Fasnet erklärt, aber auch einige Narrenreime fanden hier ihren Platz. Ein persönliches Nachwort der Autorin mit Danksagung, sowie Buchempfehlung zur alemannischen Fasnet runden das Buch ab. Ich persönlich fand den Anhang insofern sehr interessant. Dass hier nicht der sprichwörtliche Blinde von den Farben spricht, wird schnell klar. Die erfolgreiche Autorin zahlreicher Bücher weiß genau, wovon sie schreibt, kennt die Schauplätze des Geschehens persönlich, kennt die ortsüblichen Bräuche und den Menschenschlag. Verwunderlich ist all dies nicht, ist Rebecca Michéle doch eine gebürtige Rottweilerin und kann hier ihr Insiderwissen kundtun – Lokalkolorit ist im Buch insofern vorhanden, ebenso der Dialekt, wenn auch sparsam eingesetzt, denn auch Nichteinheimische sollen hier nicht „überfordert“ werden. Jedoch befindet sich leider keine Karte im Buch, die dem Leser zu einer guten Orientierung verhilft. Mitunter wäre ein Lageplan sicherlich auch von Nutzen gewesen – wo befindet sich beispielsweise das Haus der Narrenzunft, wo das „Schwarze Tor“? Ansonsten konnte mich das Buch begeistern und überzeugen – eine fiktive Handlung, gekonnt eingebettet in das wirklichkeitsgetreue Geschehen während der Fasnet in Rottweil, übrigens der ältesten im alemannischen Raum. Wieder habe ich aus einem Regionalkrimi ganz nebenbei etwas gelernt und hatte dabei auch noch Spaß. Auf ein Wiederlesen mit Riedlinger, Mozer und auch „Müllerchen“ würde ich mich daher sehr freuen. Fazit: Lustig ist die Fasenacht... - manchmal aber auch mörderisch gut, so wie in diesem Regionalkrimi. Fast jeder Protagonist im Buch hat sein Geheimnis. Manche Geheimnisse sind harmlos, andere hingegen schockierend. Welche Gemeinsamkeit haben die Mordopfer? - Diese Frage stellten sich nicht nur die Ermittler, sondern auch ich. Die Handlung war sehr spannend und bestach durch vielerlei Vermutungen, durch Irrungen und Wirrungen - sowohl bei den Ermittlern, als auch bei mir als Leserin, und so manche falsche Fährte wurde gelegt. Erst recht spät hatte ich einen konkreten Verdacht bezüglich des Täters. Ein wunderbarer Krimi, gewürzt mit einer Prise Humor, der den Flair der Rottweiler Fasnet, sowie den Charme eines beschaulichen Städtchens vermittelt. Von mir erhält das Buch eine absolute Leseempfehlung sowie die Höchstbewertung von 5 Sternen.

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  • Entlarvt

    Entlarvt

    schlumeline

    11. February 2014 um 16:16

    Rebecca Michéle entführt uns in ihrem Krimi “Entlarvt” in ihre Heimatstadt Rottweil und das zu einer ganz besonderen Jahreszeit, nämlich zur Zeit der Fasnet, die am 06. Januar eines jeden Jahres, also am Dreikönigstag, mit dem Abstauben beginnt. An diesem Tag wird Gerhard Schwaibold, Mitglied der Narrenzunft, erstochen aufgefunden. Die Polizei rund um Kriminalkommissar Jürgen Riedlinger nimmt ihre Ermittlungen auf, findet aber keine eindeutigen Spuren, die direkt auf einen Täter hinweisen. Als jedoch am Schmotzigen, dem Karnevalsdonnerstag, ein weiteres Mitglied der Narrenzunft erstochen wird, kommt wieder Bewegung in die mühsamen Ermittlungen. Schnell vermutet man einen Zusammenhang, wobei es etwas irritiert, dass das zweite Opfer, der ortsansässige Metzger Axel Jenner, Frauenkleider trug. Hier könnte der Grund zwar in der Fasnet zu suchen sein, aber die Verkleidung des Getöteten war schon sehr professionell. Um die Ermittlungen leiten zu können, muss Riedlinger auf den Urlaub mit seiner Frau und einem bekannten Ehepaar verzichten und in Rottweil bleiben, während die anderen vor der Fasnet in den Skiurlaub flüchten. Riedlinger ist auch nicht wirklich ein Freund der Fasnet, obwohl er in der Gegend aufgewachsen ist, aber nun muss er sich wohl oder übel ins Getümmel stürzen. Neben den laufenden Ermittlungen darf Riedlinger so allerdings auch einige unerwartet schöne Stunden genießen. Diese Mischung aus Krimi, regionalem Schauplatz und alter Tradition ist wirklich gut gelungen. Der Kriminalfall ist spannend und die Autorin baut geschickt einige Hinweise ein, die den Leser bei der Suche nach dem Täter in die Irre führen. Zusätzlich ist es besonders schön auf eine solch interessante Art und Weise etwas über die Fasnet zu erfahren. Als Rheinländerin kenne ich nur den hiesigen Karneval und konnte mir unter der Fasnet gar nicht wirklich etwas vorstellen oder nur das, was man hin und wieder im Fernsehen sieht. Im Buch werden aber viele Details sehr schön eingearbeitet und erklärt und es gibt am Ende des Buches noch ein Glossar. Nach dem Genuss der Geschichte ist man daher in jedem Fall ein Fasnet Profi. „Entlarvt“ wird hier der Täter, doch zuvor müssen einige ihr Leben lassen und so mancher Narr auch seine Larve wieder vom Kopf nehmen. Die Morde an Fasnet haben es eben in sich.

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  • Narren

    Entlarvt

    fredhel

    07. February 2014 um 15:10

    Man merkt es der Autorin Rebecca Michéle deutlich an, dass ihr Herz an der heimatlichen Rottweiler Fasnet hängt. Drei Morde werden in dieser närrischen Zeit an Mitgliedern der Narrenzunft verübt, anatomisch präzise wird deren Herz mit einem spitzen Gegenstand perforiert. Demnach müssen die Taten in einem Zusammenhang stehen, doch die Ermittlungen gestalten sich schwierig. Der Leser kommt in Kontakt mit schwäbischer Lebensart und Lebenslust. In der Kleinstadt geht es eben doch recht kleinbürgerlich zu mit veralteten Moralvorstellungen. Mit den beteiligten Personen wird man schnell warm. Welche davon der Mörder ist, kann man allerdings weniger schnell erraten. Ich selbst habe fast bis zum Ende immer daneben gelegen. Es hat mir gut gefallen, dass mal ein ganz untypisches Mordszenario gewählt wurde. Außerdem ist der Krimi flott und spannend geschrieben, nur manche Details zur Fasnet empfand ich als etwas zu ausführlich und zäh. Zum Glück gibt es am Ende des Buches ein Glossar, das Ausdrücke und Gebräuche gut erklärt.

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  • Karneval wird nicht nur in Köln gebührend gefeiert ;)

    Entlarvt

    Zauberzeichen

    06. February 2014 um 13:49

    Inhalt: “Rottweil, 6. Januar: In einer Altstadtgasse wird ein Toter gefunden. Der Mann wurde offenbar erstochen. Die Polizei tut sich schwer mit ihren Ermittlungen, denn Günther Schwaibold war eine verkrachte Existenz, hatte weder Frau noch Freunde oder gar Feinde. Klar ist nur: Er hat den Dreikönigstag mit dem Abstauben der Narrenkleidle, dem traditionellen Auftakt der Rottweiler Fasnet, verbracht. Einige Wochen später wird ausgerechnet am Schmotzigen Donnerstag erneut ein Toter aufgefunden – der in Rottweil wohlbekannte Metzger Axel Jenner. Auch er wurde erstochen. Merkwürdig ist: Der Verstorbene trug Frauenkleider – ging er so zur Fastnacht oder führte er ein Doppelleben? Kriminalkommissar Jürgen Riedlinger ist davon überzeugt, dass die beiden Mordfälle zusammenhängen. Beide Opfer gehörten der Rottweiler Narrenzunft an. Die entschließt sich trotz der zwei Bluttaten, die Fasnet weiterlaufen zu lassen. Bei seinen Recherchen stößt der Ermittler hinter den Masken auf eine Welt von Machtspielchen, alten Beziehungsgeflechten und Verstrickungen, die weit in die Vergangenheit reichen. Fastnachtsmontag, 8 Uhr. Narrensprung, der Höhepunkt des Rottweiler Treibens. Glockengeläut. Die Narren drängen sich durch den engen Bogen des Schwarzen Tores. Plötzlich stürzen einige von ihnen; Panik kommt auf. Ein weiteres Mitglied der Narrenzunft liegt blutüberströmt am Boden …” Meine Meinung: Eigentlich bin ich kein Regionalkrimifan. Vielleicht hatte ich bisher nur die falschen Bücher in der Hand, aber sie sind mir schlicht zu trocken und zu langweilig. An “Entlarvt” kam ich aber einfach nicht vorbei. Fasnet, schwäbisch und Krimi, was gibt es besseres für einen ursprünglichen Karnevalsjeck, der durch die Liebe ins schwäbische gefunden hat und gute Krimis liebt? Also habe ich mich in die Welt von Rottweil während der Fasnet entführen lassen. Meine Erwartungen waren nicht wirklich hoch, weil ich bisher eben noch von keinem Regionalkrimi richtig überzeugt war. Doch Rebecca Michéle hat mir gezeigt, dass ein Regionalkrimi viel mehr kann. Ein spannender Krimi, der mich von Anfang an fesselt und miträtseln lässt. Und das nicht nur die ersten 100 Seiten. Bis zum Ende hin ist nicht wirklich klar, wer nun der Tätert ist/die Täter sind. Man rätselt und verdächtigt, man denkt, man hat die Lösung und wird dann doch wieder auf eine ander Fährte gelockt. Nebenbei lernt man die Rottweiler während der Fasnet kennen. Ich hätte nie gedacht, dass es im schwäbischen solche Narren gibt. Die Charaktere waren wunderbar und haben den Krimi zu etwas besonderen gemacht. So detallierte, verschiedene Persönlichkeiten. Ich habe mich verliebt, habe verabscheut, hatte Mitleid, war begeistert, war verblüfft und manchen hät ich eine gehörige Abreibung gewünscht. Ich war mitten im Geschehen und vielleicht werd ich mir Rottweil um Fasnet irgendwann mal anschauen ;). Am Ende war der Fall aufgeklärt, jedoch gab es gewisse Dinge, die ich gerne weiterverfolgt hätte und die mir sehr viel Lust auf den nächsten Krimi von Rebecca Michéle machen. Fazit: Ein sehr gelungener Regionalkrimi, der nicht nur für Schwaben ein Muss ist. Es ist nicht Dialektüberladen und am Ende findet man einen Glossar, der das wichtigste erklärt, so dass keiner Angst haben muss, nur die Hälfte zu verstehen :).

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  • Super Regionalkrimi

    Entlarvt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. February 2014 um 17:39

    Dieses Buch ist bereits der zweite Regionalkrimi, welchen Rebecca Michele präsentiert. Sie spielen beide in Baden-Würtemberg im Bereich Rottweil. Inhalt Dieser Krimi führt uns in die närrische Zeit in Rottweil. Noch während des Auftaktes zum närrischen Treiben wird ein Leiche gefunden. Die Polizei nimmt die Ermittlungen auf. Günther Schwaibold (die Leiche) war eine dieser verkrachten Existenzen, von seiner Frau verlassen, bekam er nichts mehr auf die Reihe. Und die Polizei steht vor einem Rätsel.  Nebenbei gehen die Vorbereitungen weiter und während die Ermittlungen ins Stocken geraten, wird die nächste Leiche gefunden. Der im ganzen Ort Rottweil wohlbekannte Metzger Axel Jenner wird in Frauenkleidern erstochen aufgefunden. Ein Mord aus dem Millieu oder hat es was mit der Leiche von Günther Schwaibold zu tun? Da beide Opfer der Rottweiler Narrenzunft angehörten, überlegt der Kommissar Jürgen Riedlinger die Fasnet abzusagen, aber da stößt er auf Gegenwehr und sie läuft weiter. Und dann während des Narrensprungs, mitten in den Massen, wird eine weitere Leiche entdeckt und das beim Höhepunkt des närrischen Treibens.  Meine Meinung Die Autorin hat es geschafft, Krimi und Regionalinformationen in ein Buch zu legen. Der Leser wird mit in die närrische Zeit von Rottwell genommen. Er erfährt sehr viel über die Traditionen und liest Geschichten aus der Region. Viele Stellen des Buches sind in der Mundart der Region geschrieben, so dass der Leser sich wirklich mittendrin fühl. Es gibt Spuren in dem Krimi, welche nur angedeutet werden, damit wird der Leser sich selbst überlassen und seine Phantasie angeregt. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut lesbar. Die Spannung zieht sich durchs ganze Buch. In diesem Buch treffen viele unterschiedliche Charaktere aufeinander. Mehrfach wird der Leser durch die Eigenschaften und Handlungen überrascht. Im Laufe des Buches kristallisieren mehrere Täter heraus, am Ende des Buches wird der Leser allerdings überrascht vom eigentlichen Täter. Fazit Für jeden, der auf Regionalkrimis steht, sollte diesen Krimi gelesen haben. Ein echter Lesespaß. Ich konnte ihn gar nicht wieder weglegen, bis er ausgelesen war. *****

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  • Spannende Fasnet

    Entlarvt

    hoonili

    01. February 2014 um 21:45

    Gerhard Schwaibold wird am Dreikönigstag tot aufgefunden. Am Abend zuvor war er noch mit den Narren bis nachts unterwegs, doch keiner scheint damit etwas zu tun haben. Die Polizei kommt mit den Ermittlungen nicht weiter bis am Schmotzigen Donnerstag eine weitere Leiche gefunden wird. Axel Jenner wurde genauso wie Gerhard Schwaibold ermordert und gehörte auch der Narrenzunft an. Doch auch jetzt ist es für die Polizei nicht einfach, zumal in Rottweil durch die Fasnet Ausnahmezustand herrscht. Doch die Zeit rennt und es gibt einen weiteren Mord... Ich musste mich erst etwas einfinden in die Story, da ich kein Fasnet-Fan bin. Aber die Charaktere waren mir alle sympathisch und authentisch. Der flüssige Schreibstil hat mir sehr gefallen. Es gibt viele Erläuterungen zum Thema Fasnet und ich habe  mich dadurch etwas intensiver mit dem Thema beschäftigt. Ein spannender Krimi aus Baden-Württemberg, auch für Nicht-Fasnet-Fans!

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  • Fasnet und zwei Morde...

    Entlarvt

    Livres

    31. January 2014 um 11:34

    Das beschauliche Rottweil in Baden-Württemberg wird am 06.01. durch einen Mordfall erschüttert: Ein Mitglieder der ortsansässigen Narrenzunft wird zum offiziellen Auftakt der Rottweiler Fasnet erstochen aufgefunden. Die Kommissare Riedlinger und Mozer übernehmen zusammen mit ihrer Kollegin Frau Müller, genannt Müllerchen, die Ermittlungen. Doch die Kommissare finden keine heiße Spur. Am Schmotzigen Donnerstag, zum Beginn der Faschingszeit, steht ganz Rottweil narrenmäßig Kopf. Ausgerechnet an diesem Tag wird ein zweites Mitglied der Rottweiler Narrenzunft erstochen, bekleidet in Frauenkleidern. Die Ermittler stehen vor der Frage, ob es einen Zusammenhand zwischen den Taten gibt und der Mörder womöglich systematisch zuschlägt. Kommisssar Riedlinger, der kein großer Faschingsnarr ist, wollte eigentlich über die Faschingszeit in die Berge, lässt nun jedoch seinen Urlaub sausen, um dem Killer auf die Spur zu kommen. Was steckt hinter den Morden an den beiden Männern? Welche Verbindung gibt es zwischen Ihnen? Und wird der Täter nochmal zuschlagen? „Entlarvt“ ist ein wirklich spannender und humorvoller Regionalkrimi, der den Leser nicht mehr los lässt. Im Fokus stehen die Morde und die traditionsreiche Fasnet in Rottweil. Immer wieder erhält der Leser Informationen zu den Traditionen und Gebräuchen, was jedoch keinesfalls störend ist, sondern von der Autorin sehr gut in die Geschichte integriert wurde. Weitere Informationen liefert ein Glossar am Ende des Buches, in dem die besonderen Begriffe und Gebräuche sehr gut erklärt werden. Die Polizisten sind vielschichtig und sympathisch, so dass man sie gerne bei ihren Ermittlungen begleitet. Auch die anderen Personen sind keineswegs oberflächlich, sondern es ergeben sich immer wieder interessante Wendungen. Die Story ist abwechslungs- und facettenreich und der Leser wird immer wieder auf neue Spuren zu neuen Verdächtigen gelenkt. Bis zuletzt bleibt die Geschichte daher sehr spannend und packend. Ein gehöriger Schuss Humor rundet diesen sehr gelungenen Regionalkrimi wunderbar ab, so dass ich sehr gerne und wirklich verdient 5 Sterne vergebe!

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  • Rezension zu "Entlarvt"

    Entlarvt

    Zsadista

    30. January 2014 um 12:35

    Fasnet in Rottweil … das sind Kleidle, Larven, Narrensprünge, Jucken und Tote … ? … Tote?? Genau, dieses Jahr gibt es leider Tote und eine Menge Ermittlungsarbeit in Rottweil. Viel Arbeit über die närrischen Tage für Kriminalkommissar Riedlinger und sein Kollege Mozer. Riedlinger, der eigentlich nicht viel für die Fasnet übrig hat und dieser entfliehen wollte, steckt nun mitten in der Ermittlung.   Erst stirb Schwaibold, nachdem er das erste Mal mitgehen durfte die Narrenkleidle abzustauben. Kurz darauf folgt auch schon der zweite Tote. Merkwürdig in Frauenkleidern aufgefunden. Wie passen die zwei Morde zusammen? Die Ermittlungen laufen über die närrischen Tage weiter auf Hochtouren.   Der Fall ist rasant und lässt einem nicht mehr los. Man möchte das Buch an einem Stück fressen. Die Autorin weiß genau, wie sie den Leser von einem zum anderen Verdächtigen bringt. Ständig hat man eine neue Person in Verdacht und man versucht die Tatgründe heraus zu finden.   Herrlich ebenfalls die ganzen Zusammenhänge mit der Rottweiler Fasnet. Wenn man damit wie ich nicht vertraut ist, kann man nicht anders wie im Internet genaueres über die Fasnet und die Kleidle heraus zu finden.   „Entlarvt“ ist ein gut durchdachter Krimi, der einem das ein oder andere Mal auch schmunzeln lässt. Dazu kommen die sehr sympathischen Protagonisten.  Vor allem, lässt er einem nicht mehr los, bis man auf der letzten Seite ist.

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  • Fasnet mal anders

    Entlarvt

    danzlmoidl

    27. January 2014 um 11:14

    Inhalt: Rottweil, 6. Januar: In einer Altstadtgasse wird ein Toter gefunden. Der Mann wurde offenbar erstochen. Die Polizei tut sich schwer mit ihren Ermittlungen, denn Günther Schwaibold war eine verkrachte Existenz, hatte weder Frau noch Freunde oder gar Feinde. Klar ist nur: Er hat den Dreikönigstag mit dem Abstauben der Narrenkleidle, dem traditionellen Auftakt der Rottweiler Fasnet, verbracht. Einige Wochen später wird ausgerechnet am Schmotzigen Donnerstag erneut ein Toter aufgefunden – der in Rottweil wohlbekannte Metzger Axel Jenner. Auch er wurde erstochen. Merkwürdig ist: Der Verstorbene trug Frauenkleider – ging er so zur Fastnacht oder führte er ein Doppelleben? Kriminalkommissar Jürgen Riedlinger ist davon überzeugt, dass die beiden Mordfälle zusammenhängen. Beide Opfer gehörten der Rottweiler Narrenzunft an. Die entschließt sich trotz der zwei Bluttaten, die Fasnet weiterlaufen zu lassen. Bei seinen Recherchen stößt der Ermittler hinter den Masken auf eine Welt von Machtspielchen, alten Beziehungsgeflechten und Verstrickungen, die weit in die Vergangenheit reichen. Fastnachtsmontag, 8 Uhr. Narrensprung, der Höhepunkt des Rottweiler Treibens. Glockengeläut. Die Narren drängen sich durch den engen Bogen des Schwarzen Tores. Plötzlich stürzen einige von ihnen; Panik kommt auf. Ein weiteres Mitglied der Narrenzunft liegt blutüberströmt am Boden … Meine Meinung: Für mich war dieses Buch nicht nur unterhaltsam, sondern auch sehr informativ. Ich habe bis zu diesem Buch nicht gewusst, wie die Fasnet in Rottweil gefeiert wird :) Somit habe ich auch etwas dazu gelernt. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm, man kann über die Seiten fliegen und auch die Protagonisten waren mir auf Anhieb sympathisch. Was für mich vor allem auch einen guten Krimi ausmacht, ist, dass man wirklich bis zur Auflösung des Mordes den Täter nicht verdächtigt. Wie oft weiß man schon von anfang an, was Sache ist, das ist hier aber absolut nicht der Fall. Eine Theorie kommt nach der anderen und jede wird wieder zerschlagen. Wirklich gut gemacht muss ich sagen. Fazit: Gut geschrieben, gerne wieder ein Buch dieser Autorin :)

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  • Mörderische Rottweiler Fasnet

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    elisabethjulianefriederica

    26. January 2014 um 19:17

    Fasnet, Larven, Kleidle, Narrensprung - mörderische Rottweiler Fasnet Dieser fesselnde Regionalkrimi spielt während der Rottweiler Fasnet (nicht Fasching oder Karneval) und Mitglieder der Narrenzunft werden ermordet. Wie hängt das alles zusammen ? Dies fragen sich Kriminalkommissar Jürgen Riedlinger (eigentlich auf dem Weg zum Skiurlaub) und sein Kollege Wolfgang Mozer. Eine klassische Ermittlung , an deren Befragungen und Schlußfolgerungen der Leser teilhaben darf, beginnt. Humorvolle Szenen auf der Fasnet wechseln sich ab mit klassischer Polizeiarbeit Das Ende war absolut nicht vorhersehbar, die Geschichte blieb für mich spannend bis zum Schluß..Dieser Lokalkrimi kommt ohne viel schwäbischen Dialekt aus, mit viel Lokalkolorit durch die Figuren der Narrenzunft und viel Rottweiler Stadtbeschreibungen. Ein Glossar für Ortsfremde erklärt zahlreiche Begriffe der Rottweiler Fasnet, auch Literatur- und Surftipps gibt die Autorin im Nachwort. Dies ist schon der zweite Band um die Ermittler Riedlinger und Mozer, den ersten Teil „Abschüssig“ muß ich unbedingt auch noch lesen, denn dieser Regionalkrimi ist absolut empfehlenswert, nicht nur für Schwaben :)

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  • Ein toller Krimi

    Entlarvt

    teenymama18

    23. January 2014 um 21:36

    Am 6. Januar dem Dreikönigstag wir Gerhard Schwaibold ermordet aufgefunden. Er ist erstochen worden und die Polizei tapt einen Monat lang im dunkel. Bis am Schmotzigen Donnerstag Axel Jenner ebenfalls erstochen aufgefunden wird. Die Polizei sucht nach Anhalts Punkte und nach einer Verbindung der beiden Toten. Schwaibold und Jenner waren beide bei der Narrenzunft und leider ist das der einzige anhalts Punkt vom Kriminalkommissar Jürgen Riedlinger und seinem Kollegen Wolfgang Mozer. Bis ein weiterer toter aus der Narrenzunft am traditionellen Narrensprung am Fasnetsmontag gefunden wird. Die suche nach dem Täter geht weiter. Die Autorin Rebecca Michéle hat in ihren Krimi die traditionelle Rottweiler Fasnet super eingebunden. Der Krimi ist spannend und fesselt einen, man Rätselt automatisch mit. Es ist sehr leicht zu lesen und man kommt auch schnell in den Krimi rein. Die Charaktere sind sehr realistisch weil sehr viel von ihnen erzählt wird. Die Autorin hat ein Glossar am Ende des Buches eingebaut was ich toll finde. Durch das Glossar kann auch einer der sich mit der Fasnet nicht auskennt das Buch super lesen. Das einzige was mich etwas gestört hat war die Seitenanzahl der Kapitel die waren echt sehr lang. Mein Fazit: Das Buch kann ich nur empfehlen. Es ist spannend und mitreißend. Jeder der Krimis mag sollte das Buch lesen.

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  • Entlarvt, entpuppt, entfaltet...dieser Regionalkimi bietet 1A Spannung!

    Entlarvt

    Floh

    23. January 2014 um 08:15

    Rebecca Michéle präsentiert hier bereits Ihren zweiten Regionalkrimi im Raum Baden Würtembergs Rottweil. Dieser Fall spielt um die Zeit der Fasnet. Ein Mord überschattet das Spektakel und die Autorin führt uns auf eine Reise des närrischen Ausnahmezustands.   Zum Inhalt: "Rottweil, 6. Januar: In einer Altstadtgasse wird ein Toter gefunden. Der Mann wurde offenbar erstochen. Die Polizei tut sich schwer mit ihren Ermittlungen, denn Günther Schwaibold war eine verkrachte Existenz, hatte weder Frau noch Freunde oder gar Feinde. Klar ist nur: Er hat den Dreikönigstag mit dem Abstauben der Narrenkleidle, dem traditionellen Auftakt der Rottweiler Fasnet, verbracht. Einige Wochen später wird ausgerechnet am Schmotzigen Donnerstag erneut ein Toter aufgefunden – der in Rottweil wohlbekannte Metzger Axel Jenner. Auch er wurde erstochen. Merkwürdig ist: Der Verstorbene trug Frauenkleider – ging er so zur Fastnacht oder führte er ein Doppelleben? Kriminalkommissar Jürgen Riedlinger ist davon überzeugt, dass die beiden Mordfälle zusammenhängen. Beide Opfer gehörten der Rottweiler Narrenzunft an. Die entschließt sich trotz der zwei Bluttaten, die Fasnet weiterlaufen zu lassen. Bei seinen Recherchen stößt der Ermittler hinter den Masken auf eine Welt von Machtspielchen, alten Beziehungsgeflechten und Verstrickungen, die weit in die Vergangenheit reichen. Fastnachtsmontag, 8 Uhr. Narrensprung, der Höhepunkt des Rottweiler Treibens. Glockengeläut. Die Narren drängen sich durch den engen Bogen des Schwarzen Tores. Plötzlich stürzen einige von ihnen; Panik kommt auf. Ein weiteres Mitglied der Narrenzunft liegt blutüberströmt am Boden …" Schreibstil: Der klassische Krimi ist es nicht, denn die Autorin bietet mehr. Sie platziert den Leser mitten in die närrische Zeit und spart auch nicht mit Tradition und Anekdoten der Geflögenheiten. Wir erfreuen uns an Insidern und bestimmten Mundart. Autorin Michéle rätselt bis zum Schluss um Täter und Motiv. Sie gibt Fährten und Spuren, dem Leser ist es nun überlassen, ob er dem Anschein traut oder nicht. Der Krimi liest sich flüssig und hält den Leser mit einer zermürbenden Spannung an die Seiten gefesselt. Charaktere: Die Auswahl der Charaktere ist das Herzstück des Romans, denn hier treffen wir viele Persönlichkeiten und gerade das Team rund um die Ermittlungen wartet mit kuriosen Eigenschaften auf. Besonders raffiniert ist die Narrenzunft. Hier dürfen wir uns mehrfach überraschen lassen. Sabine, Jenners Frau hätte ich oftmals gerne wachgerüttelt, aber ein Eingreifen im Geschehen bleibt dem Leser verwert. Meine Verdächtigenliste wird auf zwei Personen gelenkt, keine von denen stellt sich dann doch als Keimzelle heraus. Der Täter überrascht mich.   Meinung: Das Treiben um Fasnet, Karneval, Fasching....fand ich sehr interessant und mutig von der Autorin. So mancher mag sich abschrecken lassen, aber ich muss sagen: Es hat sich definitiv gelohnt in das Treiben einzusteigen, sie gibt dem Leser somit viel Freiheiten zu ermitteln. Gekonnte Wendungen, bizarre Morde und geschickte Irrungen und Wirrungen lassen diesen Krimi alle Nervenenden zum kitzeln bringen. Der zweite Teil ist definitiv auch eine Einladung zu dem bisherigen Buch und alle weiteren die wir erwarten dürfen! Ich mag diese Art von Krimi und bin begeistert! Fazit: Dieser Krimi hat es in sich und all meine Erwartungen bedient! Grandios!!! Lehrreich, horizonterweiternd und viel zu spannend zum Weglegen!

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