Die fünf Gaben

von Rebecca Ross 
4,0 Sterne bei76 Bewertungen
Die fünf Gaben
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MrsAmys avatar

Kurzweilige Unterhaltung (und ausnahmsweise mal nur ein Buch und keine Reihe!)

Sushiiis avatar

Ein wundervolles Buch über fünf Künste, rebellierende Häuser und ein zwiegespaltenes Herz.

Alle 76 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die fünf Gaben"

Wie jedes Mädchen im Haus Magnalia fiebert Brienna der Sommersonnenwende entgegen. Denn dann wird sie zur Berufenen erklärt und kann ein neues Leben bei einem Schutzherrn beginnen. Sie lässt sich auf das Angebot eines Lords aus dem Norden ein, auch wenn sie dafür schweren Herzens von ihrem Master Cartier Abschied nehmen muss. Kaum ist sie jedoch im Reich Maevana angekommen, wird ihr klar, dass sie in einem Netz aus Intrigen gefangen ist: Mit Hilfe ihrer besonderen Gabe soll sie den König stürzen. Als sie schließlich Cartier wiedersieht, muss sie sich entscheiden, ob sie ihrer Familie oder ihrem Herzen die Treue hält.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783551583635
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:Carlsen
Erscheinungsdatum:28.02.2018

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Rezensionen und Bewertungen

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    dieDoreens avatar
    dieDoreenvor 2 Monaten
    Langatmig, farblos

    Also das Cover ist ja mal ein echter Eyecatcher und auch unter dem Schutzumschlag ist das Buch wunderschön aufgemacht. Ich bin auch ein echter Fan von Personenregister und Stammbäumen. Davon gibt es zu Beginn des Buches auch eine Menge. Der Klapptext klang auch nach etwas Neuen und Frischen. Also kann das Buch ja nur gut werden, dachte ich.
    Der Einstieg ist mir sehr schwer gefallen. Trotz des sehr poetischen und metaphorischen Schreibstils konnte die Geschichte bei mir keine Emotionen wecken. Mir kam beim Lesen immer wieder das Wort Seltsam in den Sinn. 
    Brienna handelt überhaupt nicht wie ein typisches Mädchen oder ein Teenager. Sie ist sehr erwachsen und scheinbar fehlen ihr jegliche Ecken und Kanten. Sie drückt sich immer äußerst gewählt aus und zerdenkt viele Sachen bis ins kleinste Detail. Auch scheint sie oft schon die perfekte Lösung parat zu haben. Mir fehlte irgendwie der Draht zu ihr. Brienna ist kein Charakter der sich mir ins Gedächtnis gebrannt hat. Sie wirkte auf mich seltsam.
    Auch Master Cartier blieb die ganze Zeit über eher farblos. Die Liebesgeschichte zwischen den Beiden kam mir unwirklich, seltsam und fremdartig vor. Es gibt keine Höhen und Tiefen in dieser Beziehung und die Liebe scheint von jetzt auf gleich da zu sein. Nichts entwickelt sich oder wächst. Gefühle und Emotionen werden nur wohldosiert und eher verborgen gezeigt. Ich konnte diese Liebe nicht mitfühlen und nachvollziehen.
    Auch hat Brienna, wie fälschlicher Weise im Klapptext beschrieben, keine besondere Gabe. ihre Gabe hat sie sich erlernt und für die Stürzung des Königs kommt ihr die familiäre Vergangenheit zu Gute. Vergeblich habe ich auf einen Hauch Fantasy gewartet, denn wenn von besonderen Gaben die Rede ist, wäre dies eigentlich naheliegend.
    Der Sinn der Gaben und des Hauses Magdalena erschließen sich mir auch nicht ganz. Wenn man es so sieht, werden junge Mädchen zu Musen erzogen und an den "Interessiertesten" weiter gereicht, für einen gewissen Betrag. Erinnert mich ein wenig an Sklavenhandel, um diesen Eindruck abzumildern hatten die Mädchen eine vermeidliche Entscheidungsfreiheit bei der Vorstellung ihrer Gönner. 
    80 Prozent der Geschichte plätschern eigentlich still und leise vor sich hin, ohne einen wirklichen Spannungsbogen. Erst zum Schluss wurde es wirklich interessant. Viel zu schnell kam dann jedoch der Höhepunkt. Das Gute ist, dass das Buch in sich abgeschlossen ist, auch wenn wohl weitere zwei Bände unter dem Titel "Valenias Töchter" erscheinen werden.

    Mein Fazit

    "Die fünf Gaben" konnte mich leider nicht überzeugen. Auch wenn die Gestaltung des Buches und die Grundidee wirklich wundervoll waren, so ist die Umsetzung für meinen Geschmack nicht gelungen. "Die fünf Gaben" war für mich eine Geschichte voller farbloser Charaktere und ohne große Höhen und Tiefen. Schade ich hatte deutlich mehr erwartet.

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    ConnyKathsBookss avatar
    ConnyKathsBooksvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Unterhaltsame historische Fantasy mit kleinen Schwächen
    Unterhaltsame historische Fantasy mit kleinen Schwächen

    Königreich Valenia, im Jahr 1566: Kunst, Musik, Schauspiel, Esprit und Wissen - das sind die fünf Gaben, die in der Bildungsanstalt Magnalia gelehrt werden. Die 17-jährige Brienna ist eine der Schülerinnen, eine Arden des Wissens, und steht nun kurz vor ihrer Berufung. Zur Sonnenwendfeier muss sie ihre Gabe meistern und einen Gönner finden. Drei Jahre lang wurde sie von Master Cartier gut auf diesen Tag vorbereitet. Doch alles kommt anders als gedacht und schon bald nimmt ihr Schicksal eine ungeahnte Wendung. Brienna wird auf eine riskante Mission ins benachbarte Königreich Maevana geschickt, um dort zwei magische Artefakte zu finden. Nur so kann der grausame maevanische König endlich gestürzt und die rechtmäßige Königin auf den Thron gesetzt werden. Noch ahnt Brienna nicht, dass ihr eine schwere Entscheidung bevorsteht. Soll sie ihrer Familie oder ihrem Herzen folgen?

    "Die fünf Gaben" stammt aus der Feder von Rebecca Ross und ist der Auftakt ihrer Valenias Töchter-Trilogie. Das verschnörkelte und  grünlich - goldglänzende Cover ist ein richtiger Blickfang. Auch die Geschichte enttäuschte mich nicht und bescherte mir trotz kleinerer Abstriche ein paar unterhaltsame Lesestunden.

    Der Einstieg fiel mir sehr leicht und schnell war ich mittendrin im Geschehen. Die amerikanische Autorin glänzt hier mit einem originellen und komplexen Worldbuilding und erschafft eine faszinierende historische Fantasywelt, die geprägt ist von französischen aber auch keltischen Einflüssen. Ich konnte mir alles recht gut vorstellen, auch wenn es hier und da noch etwas Luft nach oben gibt. Das am Anfang abgedruckte Personenverzeichnis und auch die Stammbäume sollte man sich aber erst am Ende anschauen. Diese verraten schon zu viel und sind auch für das weitere Verständnis nicht unbedingt nötig.

    Ich-Erzählerin Brienna ist eine sympathische, mutige und schlaue Heldin, mit der ich auf Anhieb mitgefühlt und mitgefiebert habe. Auf sie warten einige gefährliche Herausforderungen, schwierige Entscheidungen und natürlich auch eine zarte Liebesgeschichte, die aber keinen allzu großen Raum einnimmt. Die Nebenfiguren bleiben dagegen oft etwas blass, abgesehen vielleicht von Merei, einer Arden der Musik und Briennas bester Freundin, die ebenfalls mit viel Frauenpower punktet.

    Das Ganze ist gut geschrieben und liest sich angenehm flüssig. Allerdings habe ich den größten Plot-Twist schon vorhergesehen. Und auch sonst bietet die Handlung nur wenige Überraschungen. Von der Magie hatte ich mir ebenfalls etwas mehr versprochen, dennoch konnte mich die Geschichte bis zum Schluss fesseln. Einen Cliffhanger gibt es dann zwar nicht und der Roman steht auch gut für sich alleine, genügend Potential für die Fortsetzung ist aber da.

    Insgesamt kann ich daher "Die fünf Gaben" empfehlen. Unterhaltsame historische Fantasy mit einer Prise Romantik und einem originellen Weltentwurf, aber auch mit kleinen Schwächen, für die ich 4 Sterne vergebe.

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    Skyline-Of-Bookss avatar
    Skyline-Of-Booksvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Hält man den ausgedehnten Anfang durch, wird man mit Spannung und Überraschung belohnt
    Hält man den ausgedehnten Anfang durch, wird man mit Spannung und Überraschung belohnt

    Klappentext

    „Wie jedes Mädchen im Haus Magnalia fiebert Brienna der Sommersonnenwende entgegen. Denn dann wird sie zur Berufenen erklärt und kann ein neues Leben bei einem Gönner beginnen. Sie lässt sich auf das Angebot eines Lords aus dem Norden ein, auch wenn sie dafür schweren Herzens von ihrem Lehrer, Master Cartier, Abschied nehmen muss. Kaum ist sie jedoch im Reich Maevana angekommen, steht mehr als ihr Glück auf dem Spiel: Mit ihrer besonderen Gabe soll sie den König stürzen und somit ihre Vorfahren verraten. Als sie Cartier schließlich wiederbegegnet, muss sie sich entscheiden, ob sie ihrer Familie oder ihrem Herzen die Treue hält.“

     

    Gestaltung

    Auch wenn das Mädchengesicht nicht unbedingt meins ist, so finde ich die Gestaltung des Covers dennoch gelungen. Dies liegt vor allem an dem magischen Schimmer-Effekt, der über die grünen Ranken gelegt ist und durch den das Cover super funkelt. Auch gefällt mir die Schriftart des Titels gut, da ich die Verschnörkelungen mag und sie zu den Ranken passen. Das Gesicht ist mir persönlich ein wenig zu kindlich und puppenhaft und gleichzeitig ist mir der Blick auch ein wenig zu nichtssagend.

     

    Meine Meinung

    Auf dieses Buch war ich besonders aufgrund der im Klappentext erwähnten Gabe gespannt, da ich besondere Fähigkeiten immer sehr interessant finde. Bei diesem Buch fand ich das Setting sehr interessant, denn „Die fünf Gaben“ spielt in einer Fantasywelt, in welcher zwei recht unterschiedliche Königreiche eine wichtige Rolle spielen: Valenia und Maevana. Das Reich Maevana ist unterdrückt und von einem grausamen König beherrscht. Dabei fand ich es sehr interessant, dass Frauen in Gefechten den Männern gleichgestellt sind. Das heißt, sie nehmen auch an Kämpfen teil.

     

    Die Geschichte des Landes Valenia, seines Nachbarlandes und der Kriege erfährt der Leser direkt zu Beginn der Geschichte. Dies hat die Autorin Rebecca Ross schlau mit dem Unterricht von Protagonistin Brienna verbunden, denn gemeinsam mit ihr lernt der Leser von Master Cartier über die historischen Entwicklungen und die Verstrickungen der vielen Familien. Dabei fand ich manch eine Beschreibung als etwas zu detailliert und den Einstieg in die Geschichte als zu ausgedehnt. Bis so wirklich Spannung aufkam, hat es meinem Empfinden nach etwas gedauert.

     

    Dafür wird der Leser zu Beginn aber mit einem Prickeln zwischen Brienna und Cartier entlohnt, da die beiden sich näher kommen, obwohl es ihnen untersagt ist. Dies hat mich zu Beginn des Buches am Ball bleiben lassen, was ich auch nicht bereut habe, da ich doch bald mit einigen Höhepunkten und einem Mehr an Spannung entlohnt wurde. Hierbei gab es dann auch einige Wendungen und interessante Entwicklungen, die ich fesselnd fand. Das Ende glich dann einem richtigen Showdown, der für mich gerne noch etwas länger hätte sein können. Nichtdestotrotz fand ich das Ende des Buches gut, da ich es zufrieden zuklappen konnte.

     

    Da ich vor allem auf die Gaben gespannt war, habe ich mich sehr über die Erklärungen und die Unterschiedlichkeit dieser gefreut. Für meinen Geschmack hätten sie sogar noch eine größere Rolle in der Handlung einnehmen können, denn sie hätten ruhig öfter ausgeführt werden können. So hätte es sicher auch noch einige schöne, spannende Szenen gegeben durch die die Gaben greifbarer geworden wären. Die Idee zu den Gaben hat mir insgesamt richtig gut gefallen und ich hoffe sehr, dass wir in den Folgebänden mehr von ihnen lesen werden.

     

    Was ich auch super fand war, dass die Liebesgeschichte keinen zu großen Raum eingenommen hat. Es gab Andeutungen und ein paar Momente, die die Gefühle ansprechen, aber dennoch lag der Fokus wirklich auf der Entwicklung der Handlung und der Situation in den Königreichen. So wurden für Leser, die Romantik gerne mögen, und geübte Fantasyleser beide Aspekte eng miteinander verwoben und ein schönes Geflecht aus Spannung, Hoffnung, Liebe und Fantasy geschaffen.

     

    Fazit

    Ich empfand „Die fünf Gaben“ als einen sehr schönen Trilogie-Auftakt, der mir vor allem durch das Setting und die enge Verwobenheit von Liebe, die keinen zu großen Raum einnimmt, und von  Fantasygeschichte, gut gefallen hat. Das Buch beginnt allerdings etwas langatmig aufgrund vieler Erklärungen und Beschreibungen, aber wer durchhält wird mit einer fesselnden zweiten Hälfte belohnt. Diese zeichnet sich durch Spannung, überraschende Wendungen und einen fesselnden Showdown am Ende aus. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung und hoffe, dort mehr über die Gaben lesen zu können!

    4 von 5 Sternen!

     

    Reihen-Infos

    1. Valenias Töchter 01 – Die fünf Gaben

    2. The Queen‘s Resistance (erscheint voraussichtlich am 5. März 2019 auf Englisch)

    3. ???

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    LillianMcCarthyvor 3 Monaten
    Eher langweilig und enttäuschend

    WARUM WOLLTE ICH ES LESEN? Mich hat das gesamte Konzept des Buches und das schon im Klappentext angedeutete World Building sehr fasziniert. Das übrige hat sicher das Cover getan und die Tatsache, dass der Erscheinungstermin des Buches auch einmal nach hinten verlegt wurde und sich meine Vorfreude dann von Tag zu Tag steigerte.

    HAT ES MEINE ERWARTUNGEN ERFÜLLT? Leider wurde Die fünf Gaben meinen Erwartungen absolut nicht gerecht und ich habe mich mehr durch das Buch gequält, als das ich Spaß am Lesen hatte.

    WAS HAT MIR GUT GEFALLEN? Tatsächlich die Welt. Der gesamte Aufbau, die Geschichte, die hinter allem steckt und auch die Sache mit den verschiedenen Gaben. Man merkte geradezu, das jedes Detail mit ganz viel Mühe und Liebe zusammengefügt wurde und so wirklich ein großes, rundes Ganzes entstand, in dem ich mich so sehr wohl gefühlt habe. Der Schreibstil war darüber hinaus auch angenehm. Nichts Besonderes aber dennoch sehr schön und vor allem leicht zu lesen.

    WAS HAT MICH GESTÖRT? Leider sehr viel. Angefangen hat es aber tatsächlich bei der Progtagonistin Brienna selbst. Sie ist zu Beginn das graue Mäuschen, unbegabt und unauffällig und entwickelt sich während des Buches zur unerschrockenen Heldin überhaupt. Diese Entwicklung war für mich nicht nachvollziehbar. Genauso wenig wie das Klischee der Heldin und Retterin, dem sich hier bedient wurde, denn Brienna schlüpft ganz schnell in genau diese Rolle. Das führte auch schon zu dem zweiten Punkt, der mich nicht überzeugen konnte. Die Geschichte selbst. Diese wurde durch Brienna sehr langweilig und unaufregend. Wir haben etwas gelesen, dass es so schon tausendmal gibt und auch die tolle Welt konnte das nicht mehr wett machen und verschwand so in der Langeweile der Geschichte. Alles war sehr vorhersehbar und so schwand der Spaß am Lesen für mich umso mehr.

    FAZIT. Die Idee der Weltgestaltung hat mich schon vor dem Lesen sehr überzeugt und dahingehend wurden meine Erwartungen auch absolut erfüllt. Doch besonders die sehr stereotype und langweilige Protagonistin und somit auch die gesamte Geschichte konnten mich weniger überzeugen, haben mich vielmehr sogar gelangweilt und genervt. Sehr schade, denn meine Erwartungen waren deutlich höher. Der Geschichte werde ich aber mit Band 2 noch eine zweite Chance geben. | ★★☆☆☆

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    Flidras avatar
    Flidravor 3 Monaten
    Lieblingsbuch- Alarm!

    Erster Eindruck:
    Endlich wieder ein Buch auf englisch. Ich habe mich riesig auf dieses Buch gefreut, weil ich die Inhaltsangabe so spannend fand.

    Fazit: 
    Muss ich noch große Worte für dieses grandiose und hübsche Cover verlieren? Ich liebe es einfach! Für mich ist es eins der schönsten Cover, die ich je gesehen habe.
    Die Gestaltung im Ganzen ist so gelungen. Der Rauschnitt passt so sehr zu der Story. Enthalten sind am Anfang eine Karte und Stammbäume. Leider ist das Cover und die Gestaltung nicht mit in die deutsche Version übernommen worden. Das deutsche Cover gefällt mir leider gar nicht, obwohl ich erst durch das deutsche Cover auf dieses Buch aufmerksam wurde. Ich fand die Inhaltsangabe wesentlich ansprechender. Leider fehlen auch die Karte und die Stammbäume, die mir beim Lesen echt ab und an geholfen habe,

    Das Buch wird in der Ich- Perspektive von dem Hauptcharakter Brienna erzählt. Von der ersten Seite war ich wirklich gefangen in dieser Geschichte. Ich fand den Erzählstil so ansprechend und so gut zu verstehen. Am Anfang, weil ich sehr lange keine längeren englischen Texte mehr gelesen habe, war der Einstieg etwas schwieriger, aber sobald ich die ersten 20 Seiten hinter mir hatte, war ich Feuer und Flamme für dieses Buch. Jeder, der Angst hat, es auf Englisch nicht zu verstehen, den kann ich beruhigen. Es ist wirklich kein besonders schweres Englisch! Wer sich trotzdem nicht traut, die Übersetzung ins deutsche ist laut Lena sehr gut gelungen.

    Ich habe immer noch einen der größten Bookhangover in meinem Leben, weil ich diese Charaktere alle so lieben gelernt habe!
    Aber von vorne...
    Brienna ist ein Mädchen, welches von ihrem Opa großgezogen wurde, ohne zu wissen wer ihr Vater war. Ihre Mutter verstarb schon früh. Im Verlauf wird Brienna sehr ehrgeizig und dennoch sympathisch dargestellt. Sie hat ihre Fehler, die sie aber durch ihre liebevolle Art und ihr Durchhaltevermögen sehr gut ausgleicht. Ich mochte Bri schon von Anfang an. Sie ist sehr angenehm und ich konnte ihre Entscheidungen durchweg verstehen. Auch wenn kein extrem extrovertierter Charakter ist – und für mich kein introvertierter Charakter – kommt sie gut damit klar, dass sie im Zentrum der Geschehnisse steht. Mir gefiel ihre Art mit Problemen umzugehen und das sie den kühlen Kopf behielt – das ist ja bei vielen weiblichen Hauptcharakteren selten der Fall!
    Cartier.... wo soll ich bloß anfangen ? Ich habe einen Bookboyfriend gefunden! Er ist wirklich ein toller Charakter. Im Gegensatz zu diesem gängigen „Bad Boy“- Image, den viele männliche Charaktere pflegen. Er ist er eine sehr ruhige und besonnene Person, die bedacht und mit viel Geschick an Dinge heran geht. Cartier überstürzt nichts und ich fand die Art, wie er mit Brienna umging, so liebevoll und erwachsen. Es ist wirklich mal eine Abwechslung keinen großen Kraftprotz als männliche Hauptfigur zu haben. Mehr will ich euch von ihm gar nicht erzählen, dass würde euch zu viel vorweg nehmen.
    Nebencharaktere, wie zum Beispiel die Freundin von Brienna sind wirklich großartig eingepflegt worden. Sie werden nicht übertrieben geschildert, aber bleiben auch nicht als leere Hülle in der Geschichte hängen. Jeder Nebencharakter hat seine Story und seine Auftritte, die im Buch wichtig sind.

    Intrigen, ein Königreich, indem der falsche König auf dem Thron sitzt und Familien die sich zusammenfinden, um das Königreich wieder zu dem zu machen was es war. Klingt komplex? Ist es auch! Ich musste aufgrund der Charakterverflechtungen und den Orten immer wieder auf die Karte und die Stammbäume schauen. Das ist jedoch nicht schlecht, denn das passiert mir immer bei guten und komplexen Büchern.
    Wir haben auf der einen Seite Bri, die nicht weiß, wer ihr Vater ist und die gleichzeitig beginnt komische Visionen zu haben, die aus der Vergangenheit sind. Auf der anderen Seite haben wir Cartier, der komischerweise recht viel über die Lage des Königreichs weiß, aus dem Briennas Vater stammt.
    Ich will euch nicht spoilern, aber es werden einige Familien auf euch zukommen und ihr werdet euch vielleicht auch etwas fühlen, als würdet ihr einen Teil von Game of Thrones lesen. Es sollte euch aber nicht abschrecken, denn es wird überraschenderweise echt gut und nachvollziehbar erklärt.
    Ein großer Aspekt, der mir sehr gefällt ist, dass es ein Königreich gibt, indem Frauen den Thron übernehmen sollen. Der Körper von Frauen ist empfänglicher für Magie und macht Frauen somit stärker als Männer. Dieses Königreich hat Frauen, die in den Krieg ziehen. Man kann es mögen oder hassen, ich finde es aber sehr selten bei Büchern, dass Frauen so eine starke Rolle spielen. Daher hat mich alleine dieses Detail überzeugt.

    Insgesamt hat mich dieses Buch UMGEHAUEN!
    Nächstes Jahr im Frühjahr erscheint der zweite Teil von drei Teilen und ich weiß echt nicht, wie ich es bis dahin aushalten soll.

    Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

    All diejenigen, die High Fantasy mögen, werden diese Story echt interessant finden. Diejenigen, die Geschichten lesen über Königreiche mögen, fühlen sich hier sicher wohl.
    Frauen sollen stark und was zu sagen haben? In diesem Buch gibt es ein Königreich, dass nur von Königinnen regiert werden soll!
    Wenn ihr eine kitschige Liebesgeschichte sucht, dann werdet ihr enttäuscht werden. Es gibt eine, die aber ganz und gar nicht kitschig ist.

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    J
    jessica_nguyvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Fünf Gaben, Fünf Reiche
    Gaben, Macht und Königreich

    Inhalt:
    Wie jedes Mädchen im Haus Magnalia fiebert Brienna der Sommersonnenwende entgegen. Denn dann wird sie zur Berufenen erklärt und kann ein neues Leben bei einem Gönner beginnen. Sie lässt sich auf das Angebot eines Lords aus dem Norden ein, auch wenn sie dafür schweren Herzens von ihrem Lehrer, Master Cartier, Abschied nehmen muss. Kaum ist sie jedoch im Reich Maevana angekommen, steht mehr als ihr Glück auf dem Spiel: Mit ihrer besonderen Gabe soll sie den König stürzen und somit ihre Vorfahren verraten. Als sie Cartier schließlich wieder begegnet, muss sie sich entscheiden, ob sie ihrer Familie oder ihrem Herzen die Treue hält.

    Meine Meinung:
    Das Cover hat etwas natürliches, was einen so ein bisschen an die Jahreszeiten-Reihe oder dien 1. Band der roten Königin erinnert.
    Es hat auf jeden Fall was, nicht zu viel Glanz und Glitter, sondern genau richtig und mal in einen angenehmen Grünton.

    Brienna ist die Protagonistin des Buches, die wir als erstes als junges Mädchen kennen lernen, als sie, mit der Begleitung ihres Großvaters, in Magnalia eingeschult wird, um ihre Gabe zu fördern und unterrichtet zu werden.
    Anschließend gibt es einen großen Zeitsprung und wir erfahren, dass die Sommersonnenwende kurz bevor steht. Dabei erfahren wir weniges aus den vergangenen Jahren in Magnalia, und welche Freundschaften Brienna in dieser Zeit schließen konnte.

    Man sollte dieses Buch ohne große Erwartungen rangehen. Denn obwohl meine Erwartungen eher mittelmäßig ausfallen.. So hat mich die Story eher weniger mitreißen können. Jedoch war die Grundidee gut gemacht, aber es ist doch noch etwas holprig, denn einige wichtige Informationen bezüglich den Gaben und der Geschichte fehlen. Da muss ich zugeben, dass einige mehr Hintergrundinformationen sehr vom Vorteil wären.
    Wo hingeben, der Schreibstil sehr angenehm war, dazu eine sehr detaillierte Beschreibung der Orte und Landschaften. Was man durch die Augen der Protagonistin Brienna sah.
    Brienna wirkt auf mich anfangs noch etwas sehr zurückhaltend und sich ihrer Herkunft nicht bewusst. Jedoch kann ich starken, dass sie mit der Zeit und im Laufe der Geschichte mir sympathischer wird, da sie sich mit der Geschichte weiter entwickelt und ihrer Aufgaben und Ziel bewusst ist, was für ein Risiko sie eingeht.
    Master Cartier wird auf mich zuerst recht geheimnisvoll, da er doch eine Art hat, die etwas interessant wird. Der aber zum Ende der Geschichte eine sehr interessante Wendung macht.

    Fazit:
    Dramen, mit einen kleinen Hauch Romantik und Action. Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass das Ende nicht sehr überraschend ist. Aber die Grundidee find ich gut gemacht, aber Fragen bleiben offen und etwas muss auf jeden Fall an der Umsetzung gemacht werden. Auch wenn das Buch einige Kritiken hat, so kann man sagen, dass das Buch doch interessant war. Und ich sehr gespannt bin wie die Folgebänder sind.

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    S
    Sina0180vor 3 Monaten
    Ganz anders als erwartet

    Das Buch war ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte, aber definitiv besser! Sehr spannend mit vielen Überraschungen, allerdings würde ich empfehlen die Seiten über die verschiedenen Familien, die dem Buch vorangestellt sind, erst zum Schluss zu lesen. Sie spoilern die Geschichte leider etwas.

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    Kleine8310s avatar
    Kleine8310vor 4 Monaten
    Die fünf Gaben

    Lesegrund:

    Dieses Buch klang für mich direkt nach einer tollen und interessanten Fantasygeschichte. Das war auch der Grund warum ich es unbedingt lesen wollte.

    Handlung:

    In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Brienna. Brienna lebt im Haus Magnalia und sie fiebert gemeinsam mit allen anderen Mädchen des Hauses der Sommersonnenwende entgegen. An diesem Tag wird sie zur Berufenen erklärt und kann ihr neues Leben bei einem Gönner beginnen. Sie nimmt das Angebot eines Lord aus dem Norden an und leidet darunter sich von ihrem Lehrer, Master Cartier, verabschieden zu müssen. Im Reich Maevana, ihrem neuen Zuhause, wird Brienna jedoch schnell klar, dass ihre Wahl ein Fehler war. Denn sie soll mithilfe ihrer Gabe den König stürzen und ihre Vorfahren und alle, die ihr lieb sind verraten …

    Schreibstil:

    Der Schreibstil von Rebecca Ross ist flüssig und bildhaft, was teilweise eine schöne Atmosphäre entstehen lässt. Erzählt wird die Geschichte in Ich – Form aus der Sicht der Protagonistin Brienna.

    Charaktere:

    Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir gut gefallen. Ich mochte sowohl die Hauptakteure, als auch die Nebencharaktere. Was ich ein bisschen schade fand ist, dass mir gerade zur Protagonistin Brienna der emotionale Zugang gefehlt hat. Andere Charaktere fand ich da wesentlich interessanter und auch etwas greifbarer.

    Spannung:

    Der Spannungsbogen war, in meinen Augen, das größte Manko dieser Geschichte. Es dauert sehr lange, ca zwei Drittel des Buches bis ein gutes Tempo zustande kommt und die Spannung war leider stets niedrig angesetzt. Ich hätte mir deutlich mehr Spannungsmomente, oder eine konstant höhere Grundspannung gewünscht. Was ich auch etwas unglücklich finde ist, dass im, der Geschichte vorangestellten, Personenverzeichnis, Brienna’s Vater genannt wird. Diese Tatsache macht natürlich, wenn man es vorher liest, die Spannung und den eigentlich gelungenen Twist zunichte.

    Emotionen:

    Die Emotionen wurden von Rebecca Ross solide dargestellt. Leider fehlte es mir ein bisschen an dem Zugang zur Protagonistin, sodass ich nicht richtig mit ihr mitfühlen konnte, wie ich es gern getan hätte. Gegen Ende wurde es ein bisschen besser, aber insgesamt hätte ich mir ein bisschen mehr Tiefgang gewünscht.

    “Die fünf Gaben” ist eine solide Fantasygeschichte, die mich besonders durch die Idee gereizt hat. Mit der Umsetzung konnte mich die Autorin leider nur bedingt überzeugen, da es viel Potenzial gab, welches nur bedingt genutzt wurde.

    Meine Bewertung: 3 von 5

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    Damariss avatar
    Damarisvor 4 Monaten
    Unterhaltsam und in sich abgeschlossen, aber auch einfach und auf schnelle Lösungen ausgelegt

    Historische Fantasy für Jugendliche hat gerade nicht nur Saison, sie birgt auch großes Potenzial. Die Ideen und Möglichkeiten innerhalb dieses Genres sind wie ein weites Feld. Darum lese ich diese Art Bücher auch besonders gerne. "Die fünf Gaben" von Rebecca Ross, ein Trilogiestart, schien mir ein vielversprechender Roman dieser Rubrik zu sein. Und ja, das Auge liest hier definitiv mit. Denn das Buch ist außen und innen so wunderschön gestaltet, mit Holo- und Schimmereffekt auf Umschlag und Einband, graphisch aufwändige Verzierungen im Innenteil, dass man sich gar nicht daran sattsehen kann. Und mit ein paar Abstrichen, macht auch die Geschichte Spaß.

    Vorne im Buch befindet sich keine Karte (im amerikanischen Original anscheinend schon), und man braucht auch keine, um der Handlung gut folgen zu können. Dafür findet man am Buchanfang aber ein Personenverzeichnis, diverse Familienlisten und Stammbäume. Das hat mir fast schon etwas Angst gemacht, bzw. suggeriert, dass das Lesen sehr aufwändig und komplex werden würde. Wurde es aber nicht, diese "Sorge" blieb unbegründet. Die Geschichte ist jederzeit gut nachvollziehbar und zu verstehen. Das liegt an der klaren Einteilung und manchmal verraten die Kapitelüberschriften sogar etwas viel.
    "Die fünf Gaben" liest sich süffig, durch viele Vergleiche auch stimmungsvoll, und hat eine so tolle Ausgangssituation, dass die ersten 200 Seiten nur so dahinfliegen. Hauptprotagonistin Brienna verbringt ihre Jugendjahre in einer Schule für Begabte, um die ihr bestimmte Gabe herauszufinden und eine Meisterin zu werden. Ein wirklich schönes Konzept. Ich stellte bald Vermutungen an, was es mit bestimmten Dingen auf sich hat oder welches Geheimnis manche Personen wohl hüten.

    Irgendwann überkam mich dann das Gefühl, dass dem Buch irgendetwas fehlt. Im Prinzip gefiel mir die Geschichte, aber vieles ging mir auch zu glatt und problemlos vonstatten. Manche Abläufe sind recht einfach oder offensichtlich, so als folgte die Handlung ganz strikt einer Vorgabe. Vieles wird sofort oder zu schnell gelöst ("Mist, ich bin im Zimmer eingesperrt. Aber super, hinter dem Wandvorhang ist ein Geheimgang, durch den ich entkommen kann."). Romantik spielt lange keine große Rolle und hält sich auch später im Hintergrund. Die Autorin verzichtet (fast) vollständig auf kitschige Szenen.
    Am Ende geht es flott und aufregend zur Sache. Es wird spannend. Eine geplante und große Wendung wurde von mir jedoch lange vorher vermutet. Der Überraschungseffekt blieb aus. Briennas Rolle ist am Schluss sehr ausgeschmückt, fast schon etwas zu pathetisch. Zwar ist "Die fünf Gaben" der Beginn einer Trilogie, kann aber völlig eigenständig gelesen werden, genau so wie ein Einzelband. Die Geschichte wird zu einem Abschluss gebracht, mit dem ich zufrieden war. Man könnte sogar spekulieren, ob in den Folgebänden andere Hauptcharaktere zu Wort kommen.

    Fazit
    "Die fünf Gaben" ist ein historischer Jugendroman, der sich, entgegen meinen anfänglichen Vermutungen, pfiffig und gut verständlich lesen lässt. Und ja, das Buch ist unterhaltsam, oftmals aber auch recht einfach und auf schnelle Lösungen konzipiert. Das wirkt unter Umständen, trotz der herrlich differenzierten Grundidee, oberflächlich in der Ausführung. Wer gerne eine 500 Seiten starke und kurzweilige Fantasygeschichte liest, die auch noch in sich abgeschlossen ist, dem wird "Die fünf Gaben" gut gefallen. Für die Folgebände gibt es aber noch Luft nach oben. 3,5 von 5 Sterne vergebe ich dafür.

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    Benni_Cullens avatar
    Benni_Cullenvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Starke Charaktere, eine tolle Idee und ein großartiges Setting - leider kann die Geschichte so gar nicht überzeugen.
    Leider eine Enttäuschung

    Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut: Bereits in Frankfurt wurde es uns auf der Buchmesse vorgestellt und ich war sofort Feuer und Flamme für die Geschichte. Denn irgendwie hörte es sich wie eine perfekte Mischung aus historischem Roman, Jugendbuch und Internatsgeschichte an. Als die Veröffentlichung des Buches dann auf Frühjahr 2018 verschoben wurde, war nicht nur ich sondern bestimmt auch der ein oder andere Lese etwas enttäuscht – schließlich hatte man sich so sehr darauf gefreut. Aber gut, wir sind natürlich brav und warten und dann war es im Mai so weit: Ich las die Geschichte. Und war ernüchtert. Warum? Das erfahrt ihr jetzt.

    Wie bereits aus dem Klappentext sowie dem Titel entnehmbar dreht sich alles um fünf Gaben, die die Schülerinnen der Schule inne haben oder auswählen können. Da gibt es die künstlerisch begabten Jugendlichen, die Musiker, die Eleganten, die Schlauen sowie die Schauspieler. Alle müssen natürlich andere Fähigkeiten und Kompetenzen erwerben. Dabei gibt es Schülerinnen, die eine Begabung bereits vorweisen und sich deshalb ganz intuitiv für eine Richtung entscheiden oder aber Schülerinnen wie Brienna, die alles mal durchprobieren – und in Briennas Fall ist das nicht mal übertrieben, denn sie hat wirklich jede Richtung durch und bleibt am Ende bei den Wissenden hängen. Hier startet die Geschichte, die sich in eine Reise quer durch das fiktive Land entwickelt, doch besonders zu einer Reise zurück zu Brienna.

    Zunächst fand ich die Grundidee ziemlich spannend, da sie so vielseitig ist. Mädchen, die ihren verschiedenen Begabungen nachgehen und dadurch dann ein gutes Leben in ihrer Gesellschaft einschlagen können. Das fand ich faszinierend, besonders weil sich so die Möglichkeit bieten würde, ganz unterschiedliche Charaktere darzustellen. Leider war hier schon die erste Enttäuschung in Sicht: Denn obwohl alle Zweige so unterschiedlich waren, konnte ich Briennas Freundinnen (die alle in unterschiedlichen Zweigen ausgebildet werden) anfangs fast nicht auseinanderhalten. Klar, da gab es mal die, die gemalt hat oder die, die ein Stück für sie schrieb, aber als Figur konnte ich sie einfach überhaupt nicht durchdringen und deshalb auch nicht auseinanderhalten. Ja, das wurde etwas besser, dennoch empfand ich die Beschreibung der Figuren als eher blass.

    Hinzu kam dann noch, dass die Geschichte auf den ersten knapp 150 Seiten wirklich sehr langatmig war. Es wird der Alltag der Bildungsanstalt ausführlich beschrieben und auch versucht, bestimmte Handlungsstränge aufzubauen, die später dann weitergeführt werden sollen. Das alles wirkte aber sehr schwerfällig, was es wirklich kompliziert gemacht hat, dranzubleiben. Ich musste mich irgendwann zwingen die Geschichte weiterzulesen und muss auch gestehen, dass ich manche Ausführungen lediglich überflogen habe, weil ich es sonst nicht ausgehalten hätte – immer ein schlechtes Zeichen, da sich so Längen bemerkbar machen. Das wurde irgendwann besser, hatte sich aber nie ganz eingestellt, obwohl die Geschichte sich irgendwann wirklich weiterentwickelt und sehr vielschichtig wird. Dennoch kam ich nie aus meinen Eindrücken raus und es gab auch keinen Moment, wo ich komplett überzeugt war.

    Mein Fazit:
    Figuren, die ich nicht wirklich greifen konnte und eine Geschichte, die etwas schwerfällig beschrieben wird. Für mich war „Die fünf Gaben“ nicht das, was ich erwartet habe. Um ehrlich zu sein war ich am Ende sogar sehr enttäuscht, auch wenn ich mit dem Schluss relativ zufrieden war (zumindest kann man es lesen, ohne mit einem fiesen Cliffhänger zurückgelassen zu werden). Wie ich mitbekommen habe, ist auch ein zweiter Teil geplant, den werde ich allerdings defnitiv nicht lesen. Dafür war der Schreibstil einfach nichts für mich. Und wenn mich weder Figuren, noch Geschichte, noch Schreibstil überzeugen – warum dann weitermachen? Für Leser, die gerne ein historisches Setting gepaart mit etwas Fantasie und Jugendcharme hätten, dürfte die Geschichte interessant sein, allen anderen würde ich das Buch nicht empfehlen. Ich schwanke sehr und gebe deshalb ausnahmsweise 2,5 Sterne. Für zwei Sterne ist das Paket dann doch zu gut, für mittelmäßige drei Sterne reicht es aber auch nicht ganz – sorry!

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