Rebecca Skloot Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks

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Inhaltsangabe zu „Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks“ von Rebecca Skloot

Dieses Buch betrifft uns alle Sie waren notwendig, um Fortschritte gegen Krebs und AIDS zu erzielen. Klonen und Genforschung wäre ohne sie nicht möglich gewesen. Kurz: Die größten Erfolge der Medizin der letzten Jahrzehnte basieren auf der Entdeckung der HeLa-Zellen. Hinter dem Kürzel verbirgt sich eine Frau namens Henrietta Lacks. Die Afroamerikanerin aus ärmlichen Verhältnissen starb 1951 jung an Gebärmutterhalskrebs. Zuvor wurden ihr ohne ihr Wissen Zellproben entnommen, die sich überraschenderweise vermehrten. Damit war der entscheidende Durchbruch in der Zellkulturforschung geschafft. Die prämierte Wissenschaftsjournalistin Rebecca Skloot stellt in ihrem brillant verfassten Buch wichtige Jahrzehnte der Medizingeschichte vor und wirft dabei immer wieder ethische Fragen auf. Sie erzählt die tragische Familiengeschichte der Lacks’, die von Rassismus und mangelnden Bildungschancen geprägt ist. Ihr Buch ist eine gekonnte Mischung aus Biografie, Medizingeschichte, Debattenbuch und beachtlichem Enthüllungsjournalismus.

Sehr interessante Geschichte, allerdings handwerklich nicht sehr gut gemacht!

— HarryF

Gerade durchgelesen, allerdings bin ich mir noch nicht sicher, wie viele Sterne ich vergeben soll!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Henrietta Lacks

    Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks

    HeikeM

    22. April 2013 um 12:47

    HeLa-Zellen sind weltweit in allen Forschungslaboratorien unabdingbar. Sowohl die Medizin- als auch die Genforschung sind ohne sie nicht mehr vorstellbar. Sie wurden ins Weltall transportiert, um an ihnen die Wirkung der Schwerelosigkeit zu erforschen und wurden atomarer Strahlung ausgesetzt, um deren Folgen abschätzen zu können. Sie dienen der Erforschung von Impfstoffen ebenso wie der Entwicklung neuer Therapien gegen Krebs und AIDS. Rebecca Skloot hat sich mit ihrem Buch einem äußerst interessanten Thema zugewandt und es für die Leser sehr ansprechend und allgemeinverständlich umgesetzt. Als Sachbuch konzipiert, bietet es neben der Wissensvermittlung noch gute Unterhaltung. Leser, die sich für belletristisch umgesetzte Medizingeschichte interessieren, werden auch an diesem Werk Freude haben, denn es ist gleichzeitig eine Familiengeschichte. Die Impertinenz ehrgeiziger Mediziner wird in diesem Buch ebenso thematisiert wie ethische Fragen der Wissenschaft und der zu damaliger Zeit in den USA vorherrschende Rassismus. Rebecca Skloot macht öffentlich, was bislang nicht bekannt war. Sie schreibt von den immensen Summen, die mit diesen Zellen verdient wurden und werden und von der Armut der Familie Lacks, die davon keinen Cent sah und verdeutlicht damit die Kernfrage, wem gehören diese Zellen. Die Autorin bereitet dieses Thema nicht chronologisch auf. Aber als Orientierung ist zu Beginn eines jeden Kapitels am oberen Seitenrand ein Zeitstrahl abgedruckt, der über die in diesem Abschnitt behandelte Zeit Auskunft gibt. "Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks" ist ein wissenschaftliches, spannendes und zutiefst menschliches Buch. Es informiert, macht nachdenklich und lässt sich darüber hinaus noch ausgezeichnet lesen. Ich empfehle es gern weiter.

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  • Rezension zu "Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks" von Rebecca Skloot

    Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. January 2012 um 18:17

    Am 04. Oktober 1951 starb in Amerika eine Frau, die Medizingeschichte schreiben sollte. Ihre Zellen kennt heute jeder. Zellkulturen, künstliche Befruchtung, Krebsforschung, der Polio-Impfstoff, all diese großen Errungenschaften der Medizin - und noch viele mehr - gehen auf diese eine Frau zurück. Haben Sie schon einmal von Henrietta Lacks gehört? Dies ist ihre Geschichte... Henrietta Lacks war eine lebensfrohe junge Frau, die Bingo spielen, Tanzen und die Pflege ihrer Nägel liebte. Mit diesen Vergnügungen lenkte sie sich vom düsteren Alltagsleben ab. Es herrschte strikte Rassentrennung, harte und unterbezahlte Arbeit stand an der Tagesordnung. So wollte sie niemandem zur Last fallen, als sie die Diagnose Gebärmutterhalskrebs erhielt und verschwieg diese lange Zeit. In jedem Krankenhaus gab es damals Stationen für Weiße und Schwarze, Ärzte taten, was sie wollten, ohne auf den Hippokratischen Eid zu achten und entnahmen so der schwerkranken Frau Zellen ihres Tumors, ohne sie darauf hinzuweisen. Damals steckte die Zellforschung noch in Babyschühchen, keine Zelle überlebte ausreichend lang, doch mit Henrietta Lacks sollte sich alles ändern. Ihre Zellen gingen in die Geschichte ein und ermöglichten medizinischen Fortschritt und Forschung zugleich. Niemand hielt es jedoch für wichtig, ihre Familie darüber aufzuklären. Die Lacks' waren allesamt sehr einfache Leute, Bildung war aufgrund der vielen Arbeit kaum möglich und durch Heiraten in der Familie gab es einige medizinische Auffälligkeiten. Krankenversicherungen hat dort kaum jemand, doch sämtliches Vertrauen in die Medizin ging 1973 flöten, als Henriettas Schwiegertochter zufällig erfuhr, was aus Henrietta wurde. Dass es hierbei auch um viel Geld ging, von dem die Familie keinen Dollar erhielt, wurde schnell klar. Dass aber auch niemand wirklich wusste, wer die Frau hinter den Zellen war, schockierte sie am allermeisten. Und dann trat eines Tages Rebecca Skloot in ihr Leben. Skloot war sechszehn, als sie das erste Mal im Biologieunterricht von Henrietta Lacks hörte. Sofort war sie fasziniert von der weitgehend unbekannten Frau und setzte alle Hebel in Bewegung, um mehr über sie zu erfahren. Dass Lacks` Geschichte sie nicht mehr loslassen würde, ahnte sie damals noch nicht. Doch so ist ihr ein Buch gelungen, dass Aufmerksamkeit verdient. Es ist die Geschichte einer schwarzen Frau, die an Krebs erkrankte und verstarb, einem medizinischen Skandal, unter dem bis heute eine ganze Familie leidet, der aber Millionen von Menschen geholfen hat. Die Autorin bringt uns die Frau näher, deren Zellen als HeLa in die Medizinbücher Einzug hielten, der wir alle viel zu verdanken haben! "Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks" ist Sachbuch und Biografie gleichzeitig, liest sich streckenweise wie ein Krimi, spannend und schockierend zugleich. Rebecca Skloot ist es dank ihrer Zähigkeit gelungen, die Familie Lacks über Jahre zu begleiten und bekam so Einblicke in Krankenhausakten, Labore, nahm Kontakt zu behandelnden Ärzten auf, interviewte Wissenschaftler und die Kinder und Angehörigen dieser bemerkenswerten Frau. Auch wenn sie engen Kontakt zur Familie Lacks hatte, gelingt es ihr, neutral alle Seiten zu beleuchten. Wissenschaftliches schildert sie verständlich für alle. Interessante Lektüre für alle Biografiefans, Wissenschaftler, Fans von Medizingeschichte und Menschen, die sich für außergewöhnliche Menschen und deren Geschichten interessieren. Eine absolute Empfehlung! Nach dieser Lektüre will man nicht nur Henrietta Lacks, sondern auch Rebecca Skloot für ihr Engagement und ihre Zähigkeit, dieses Buch wahr werden zu lassen!

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  • Rezension zu "Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks" von Rebecca Skloot

    Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. April 2011 um 16:16

    Die Unsterblichkeit der HeLa-Zellen oder: wie einige Zellenproben eine medizinische Revolution in Gang setzen Schon einmal den Namen Henrietta Lacks gehört? Noch nicht? Dann wird es aber höchste Zeit, denn ohne diese Zellen wäre die Medizin niemals so weit, wie sie heute ist! 1951 wurde bei der Afroamerikanerin Henrietta Lacks Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert – im Endstadium. Auf dem Sterbebett entnahm der diensthabende Chirurg Dr. Lawrence Wharton Jr. mehrere Gewebeproben des Tumors, ohne das Henrietta Lacks davon wusste, für Forschungszwecke und gab diese an den Histologen Dr. George Gey weiter, der daraufhin einige Zellkulturen ansetzte. Dr. Gey, der eine anerkannte Koryphäe auf seinem Gebiet war, legte damals schon seit Jahrzehnten Zellkulturen an, um diese der Forschung zur Verfügung zu stellen. Das Problem dabei: die Zellkulturen hielten nie lange und starben nach wenigen Tagen oder Wochen. Doch bei den Zellkulturen als Henrietta Lacks‘ Zellen war das anders: diese überlebten Monate, Jahre und existieren selbst heute noch – in fast jedem Labor auf der Welt! Die Zellkulturen teilten sich ohne Ende und ermöglichten es Forschern auf der ganzen Welt so, wichtige Entdeckungen zu machen. Ohne die Hela-Zellen, die im Übrigen Krebszellen sind, wäre eine Krebsbehandlung, wie sie heute üblich ist, wahrscheinlich nicht möglich. Die HeLa-Zellen ermöglichten Wissenschaftler, Impfungen zu entwickeln und virologische Forschungen durchzuführen – anders ausgedrückt: ohne die HeLa-Zellen gäbe es kein Polioimpfstoff und man wüsste vermutlich noch nicht, wie Viren funktionieren. Die HeLa-Zellen ermöglichten bahnbrechende Entdeckungen auf dem Gebiet der Humangenetik und Zellbiologie, aber auch auf dem Gebiet der Gentechnik. Würde man all die Forschungsergebnisse auflisten, die mit Hilfe von HeLa-Zellen gemacht wurden, hätte man tausende, Buchstabe an Buchstabe, beschriftete Seiten, kein Scherz! Darüber sollten wir uns bewusst sein. Rebecca Skloot, die elf Jahre an „Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks“ gearbeitet hat, schreibt mit viel Fachwissen über Zellforschung und Humangenetik, aber auch mit viel Emotionen über die Geschichte einer Afroamerikanerin, die unter Qualen litt und nichts davon wusste, dass man ihr Zellproben entnommen hatte. Ich selbst wusste, bis ich begann dieses Buch zu lesen, nichts von den HeLa-Zellen nichts. Doch wenn ich jetzt irgendwo in den Medien von einer neuen Entdeckung auf dem Gebiet der Genetik oder Zellbiologie lese, oder davon höre, dass man womöglich ein Mittel gegen Krebs und HIV entdeckt hat, muss ich automatisch an die HeLa-Zellen denken. Skloot schreibt sehr nachdenklich über die großen medizinischen Revolutionen und Fortschritte in den letzten fünfzig Jahren und wirft zwei ganz große und wichtige ethische Frage auf: darf man Menschen, ohne deren Wissen, Zellen für wissenschaftliche Untersuchungen entnehmen? Und ganz generell: wie weit darf man für den wissenschaftlichen Fortschritt gehen? Wir – und damit ist die gesamte Menschheit gemeint – sind Henrietta Lacks zu großen Dank verpflichtet, denn ohne den ihr entnommenen Zellproben würden wir vermutlich nichts über intra- und interzelluläre Kommunikation, HIV, Krebs, Humangenetik und Viren wissen. Ohne die HeLa-Zellen gäbe es keinen medizinischen und biowissenschaftlichen Fortschritt! Henriettas Familie wurde mal gefragt, was Henrietta dazu gesagt hätte, wenn sie davon erfahren würde, dass ihr ohne ihre Erlaubnis Zellproben entnommen wurden. Alle glaubten, dass Henrietta es gefallen hätte, etwas für die Menschheit zu tun. Wollen wir es hoffen! Erstveröffentlichung auf http://literaturecosmos.wordpress.com

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