Rebecca Solnit

 4 Sterne bei 60 Bewertungen
Autorenbild von Rebecca Solnit (©Quelle: Verlag)

Lebenslauf von Rebecca Solnit

Rebecca Solnit ist eine US-amerikanische Journalistin, Autorin, Kulturhistorikerin und Feministin. An der berühmten Berkley-University in Kalifornien machte Solnit ihren Master in Journalismus. Seitdem arbeitet sie als freie Autorin für verschiedene Zeitungen und Magazine, darunter für "The Guardian" und "Harper's". Bei letzterem hat sie eine eigene Kolumne (Easy chair), in der sie über aktuelle, politische und gesellschaftliche Themen schreibt. In ihren Arbeiten setzt sie sich für den Umweltschutz und für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ein. Für ihre außerordentlichen Werke wurde sie bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet - 2014 erhielt sie zum Beispiel den "National Book Award" für ihr Buch "Faraway, nearby".

Neue Bücher

Nonstop Metropolis

Erscheint am 04.11.2019 als Hardcover bei Hoffmann und Campe.

Die Mutter aller Fragen

Erscheint am 09.12.2019 als Taschenbuch bei btb.

Alle Bücher von Rebecca Solnit

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Cover des Buches Wenn Männer mir die Welt erklären (ISBN:9783442714391)

Wenn Männer mir die Welt erklären

 (37)
Erschienen am 09.01.2017
Cover des Buches Wenn Männer mir die Welt erklären (ISBN:9783455001969)

Wenn Männer mir die Welt erklären

 (8)
Erschienen am 06.11.2017
Cover des Buches Die Dinge beim Namen nennen (ISBN:9783455005301)

Die Dinge beim Namen nennen

 (4)
Erschienen am 01.04.2019
Cover des Buches Die Mutter aller Fragen (ISBN:9783455001778)

Die Mutter aller Fragen

 (3)
Erschienen am 17.11.2017
Cover des Buches Hoffnung in der Dunkelheit (ISBN:9783866120594)

Hoffnung in der Dunkelheit

 (1)
Erschienen am 01.08.2005
Cover des Buches Wenn Männer mir die Welt erklären (ISBN:9783455003482)

Wenn Männer mir die Welt erklären

 (0)
Erschienen am 06.11.2017
Cover des Buches Die Mutter aller Fragen (ISBN:9783455001785)

Die Mutter aller Fragen

 (0)
Erschienen am 17.11.2017
Cover des Buches Nonstop Metropolis (ISBN:9783455004144)

Nonstop Metropolis

 (0)
Erscheint am 04.11.2019

Neue Rezensionen zu Rebecca Solnit

Neu

Rezension zu "Die Dinge beim Namen nennen" von Rebecca Solnit

"Auch der Klimawandel ist eine Form von Gewalt"
lielo99vor 4 Monaten

Rebecca Solnit lebt in San Francisco und sie ist eine der bedeutendsten Aktivistinnen der USA. Seit Anfang der achtziger Jahre gilt ihr Hauptanliegen den Menschenrechten und dem Umweltschutz. Mit dem Buch #DieDingeBeimNamenNennen.


Denn der Aufstand gegen Brutalität beginnt mit einem Aufstand gegen die Sprache, die diese Brutalität verdeckt.“ Wer sich an die unsäglichen Sätze der „Amerikanischen Witzfigur“ gegenüber seiner Rivalin Hilary Clinton erinnert weiß, wie wahr dieser Ausspruch ist. Rebecca Solnit beschreibt in dem Buch #DieDingeBeimNamenNennen auf den Punkt genau, wie der Werdegang eben dieser „Witzfigur“ war. Auch ihr Urteil über den anderen Despoten namens Putin trifft es auf den Punkt.


Ein Grund, warum dieser Präsident tatsächlich regieren darf ist dieser: Die Republikanische Partei bewahrt ihren Zugang zur Macht, indem sie die Wählerstimmen von People of Colors seit Jahrzehnten systematisch, strategisch und immer vehementer unterdrückt. (auch ein Zitat aus dem Buch #DieDingeBeimNamenNennen. Content, der wütend macht und den Zorn der Leser weckt ist viel erfolgreicher als jede mäßigende Einflussnahme der Medien. Wie an den Reden Trumps klar zu erkennen ist, dass Zorn durch aggressive Sprache geschürt wird. Nicht einmal im Ansatz vorhandene Fakten interessieren die Zuhören in dem Moment nicht.


Reiche richten größtmöglichen Schaden an. Sie töten unzählige Menschen und müssen nichts dafür tun. Sie lassen Fabriken bauen, die dann einstürzen und hunderte von Menschen töten und zetteln Kriege an. Auch der Klimawandel ist ein Akt der Gewalt, von Menschen gemacht. Dies wird von diesen Machthabern konsequent geleugnet. Ein Zitat aus dem Buch „The hidden Brain“ von Shanker Vedanton bringt es auf den Punkt: „Wer mit der Strömung treibt, wird sich immer als guter Schwimmer fühlen. Wer aber gegen den Strom schwimmt, wird vielleicht nie merken, dass er ein besserer Schwimmer ist, als er denkt.


Rebecca Solnit bringt viele Beispiel für das Versagen von Menschlichkeit. Dazu gehören unter anderem Colored People, die von weißen Polizisten grundlos ermordet wurden und die Täter niemals zur Rechenschaft gezogen wurden. Oder Denkmale, die es in vielen Städten Amerikas gibt, welche dann Sklavenhalter und Unterstützer der Sklaverei zeigen. Das Buch ist keine Anklage sondern wirklich nur eine Darlegung von Fakten der Ungerechtigkeiten. Gegenüber Farbigen, Muslimen und der indigenen Bevölkerung der USA. Frau Solnit schrieb einen Brief an Trump indem sie ihm erläutert, dass New York eine Stadt der Kulturen sei und er keine Ahnung habe. Dieses Schreiben ist in dem Buch #DieDingeBeimNamenNennen abgedruckt.


Ein Sprichwort sagt: Frechheit siegt. In den USA traf es zu aber ist es tatsächlich immer so? Ich denke und hoffe nicht. Möge es immer Menschen geben, die sich mit alle ihrer Kraft dagegen stemmen.


Bettina Münch übersetzte das Buch #DieDingeBeimNamenNennen und sie machte einen guten Job.


Ich danke dem Verlag und NetgalleyDE dafür, dass ich das Buch lesen durfte.


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Rezension zu "Die Dinge beim Namen nennen" von Rebecca Solnit

Journalismus ohne Kompromisse
yellowdogvor 4 Monaten

Die Dinge beim Namen nennen ist ein mächtiger Essayband einer feministisch geprägten US-amerikanischen Autorin und feministische Themen sind Bestandteil der meisten Essays. Dabei ist es ein sehr US-amerikanisches Buch, dass die Probleme des heutigen USA deutlich aufzeigt.

Wie der Titel, erst Recht der Originaltitel “Call them by their true names” andeutet, sind die Texte auf eindeutige, klare Art verfasst. Das gehört zu Rebecca Solnits Stil. Die Essays sind alles andere als gemütlich oder versöhnlich. Schon gar nicht mit Donald Trump, den die Autorin sehr treffend portraitiert und seine üblen Methoden klar beim Namen nennt. Hier wird nichts geschöntes durchgelassen.
Besonders am Anfang des Buches analysiert Solnit Trump und Hillary Clinton und den Wahlkampf 2016. Es ist doch interessant, zu bemerken, das Hillary Clinton aufgrund des amerikanischen Wahlsystems verloren hat, obwohl sie 2,9 Millionen mehr Stimmen als Trump hatte. Und es sollte nicht vergessen werden, welche unfairen Methoden im Wahlkamp angewendet wurden. Das setzte neue, verherrende Maßstäbe.
 
Aber es gibt noch mehr Themen im Buch. Rebecca Solnit schreibt über Obdachlosigkeit, über die Todesstrafe und über Rassismus.
Rebecca Solnit lebt in San Francisco, das daher im Buch eine große Rolle spielte, zum Beispiel der Vorfall um Alex Nieto, der von 4 Polizisten erschossen wurde und der darauffolgende Prozess, der viel enthüllte.

Sehr informativ war auch der Artikel über den Standing Rock-Protest.

Das Buch besitzt 320 Seiten und ist damit ein mächtiges Werk.
Es ist ein in seiner eindeutigen Art ein radikales, bewegendes Buch: Politisch, betont feministisch und engagiert, aber nicht bequem.

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Rezension zu "Wenn Männer mir die Welt erklären" von Rebecca Solnit

Feministische Essays über gesellschaftliche Machtverhältnisse
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Monaten

Rebecca Solnit scheint mit ihrem Essay „Wenn Männer mir die Welt erklären“ einen Nerv getroffen zu haben: Kurz nach Erscheinen im Jahr 2008 entsteht eine regelrechte Bewegung, deren Leitbegriff das englische Kompositum „Mansplaining“ aus man und explain werden soll. In dem Essay berichtet Rebecca Solnit über eine Party, die sie gemeinsam mit einer Freundin besucht. Der Gastgeber verwickelt die beiden Frauen in ein Gespräch, das sich bald um den Fotografen Eadweard Muybridge dreht. Herablassend empfiehlt der Gastgeber den beiden Frauen ein Buch über Muybridge, das erst kürzlich erschienen sei – ohne zu wissen, dass Rebecca Solnit die Autorin eben jenes Buches ist. Auch die zahlreichen „Das ist ihr Buch“-Einwürfe der Freundin ignoriert der Mann. Es dauert Minuten bis er zuhört und seine Tirade unterbricht. Für einen Moment zumindest, denn dann schwadroniert er weiter. In dieser Erfahrung spiegeln sich die Mechanismen wider, mit denen Frauen* kleingeredet und kleingehalten werden. Selbst Rebecca Solnit, die sich in ihrer Arbeit als Journalistin, Schriftstellerin und Kulturhistorikerin vor allem mit Umwelt-, Menschenrechts- und Feminismusthemen beschäftigt, ist davor nicht gefeit. Sieben ihrer feministischen Essays veröffentlichte Rebecca Solnit 2017 unter dem Titel „Wenn Männer mir die Welt erklären“. Darin reiht sich besagter Text über den Partygastgeber, dessen Weltbild durch den wiederholten Satz „Das ist ihr Buch“ erschüttert werden konnte, neben sechs Essays über Virginia Woolf, sexualisierte Gewalt und die Akzeptanz von männlichem Machtmissbrauch. Eindrucksvoll legt sie dar, warum die Bevormundung durch den Gastgeber in gesellschaftliche Machtverhältnisse eingebettet ist, durch die Frauen* kleingeredet, übergangen, belästigt, missbraucht, vergewaltigt und getötet werden. Rebecca Solnit zeigt: Sich im kleinen Maßstab mundtot machen zu lassen, hat gesamtgesellschaftlich fatale Folgen, denn der Abstand von mündlicher Bevormundung zu körperlicher Gewalt ist kleiner als man denkt.

Mehr Rezensionen von mir findest du auf Wortkulisse.net.

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Rebecca Solnit wurde am 24. April 1961 in Vereinigte Staaten von Amerika geboren.

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