Rebecca Stott

 2.9 Sterne bei 20 Bewertungen
Autor von Und Blut soll dich verfolgen, Die Korallendiebin und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Rebecca Stott

Rebecca Stott, Jahrgang 1964, wurde in Cambridge geboren und ist in Brighton aufgewachsen. Stott ist Autorin mehrerer erfolgreicher Romane und erzählender Sachbücher, arbeitet als Journalistin und unterrichtet an der University of East Anglia englische Literatur und Creative Writing. »Erlöst« ist ihr erstes Buch, das bei btb erscheint.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Rebecca Stott

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Buchformat:
Cover des Buches Und Blut soll dich verfolgen9783453433717

Und Blut soll dich verfolgen

 (9)
Erschienen am 07.11.2008
Cover des Buches Die Korallendiebin9783896673398

Die Korallendiebin

 (6)
Erschienen am 18.05.2011
Cover des Buches Erlöst9783442757770

Erlöst

 (4)
Erschienen am 04.11.2019
Cover des Buches Ghostwalk9780753823576

Ghostwalk

 (1)
Erschienen am 07.02.2008
Cover des Buches Darwin's Ghosts9781408831014

Darwin's Ghosts

 (0)
Erschienen am 09.05.2013
Cover des Buches Tennyson0582237122

Tennyson

 (0)
Erschienen am 01.10.1996
Cover des Buches Darwin and the Barnacle0393325717

Darwin and the Barnacle

 (0)
Erschienen am 01.06.2004

Neue Rezensionen zu Rebecca Stott

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Rezension zu "Erlöst" von Rebecca Stott

Nicht ganz, was ich erwartete
dr_y_schauchvor einem Monat

„‚Ich bin in einem Kult aufgewachsen‘, sagte ich. […] Wir trugen Kopftücher. […] Wir durften uns das Haar nicht schneiden. Fernsehen, Zeitungen, Radio, Kino, Ferien, Haustiere, Armbanduhren, das alles war verboten.‘“ (S. 24)

Rebecca Stott hat ihre Kindheit und Jugend bei den „Plymouth Brethren“, einer fundamentalistischen christlichen Sekte, der ihre Familie seit Generationen angehört, in Brighton verbracht. Während ihre Altersgenossen die freiheitsliebenden, bunten Sechziger und Siebzigerjahre genossen, war ihr Leben geprägt von strengen Regeln und drakonischen Strafen, von wortführenden, bestimmenden Männern und kuschenden, devoten Frauen. Ihre im Titel genannte „Erlösung“ hat sie ihrem Vater zu verdanken, der der Sekte schließlich den Rücken kehrte und seinen Kindern damit einen Weg in die Normalität ermöglichte. Auf dem Sterbebett bittet er seine Tochter, ihm bei seinen Memoiren zu helfen, um die Geschichte ihrer Familie, die mit der Geschichte der Sekte auf das Engste verbunden ist, festzuhalten.

Ich muss gestehen, dass „Erlöst“ mich nicht so gefesselt hat, wie ich es erwartet hatte. Ich vermutete eine Lebensgeschichte, die Deborah Feldmans „Unorthodox“ ähnelt – doch das ist sie nicht. Rebecca Stott beschreibt ausführlich die Geschichte der Sekte von ihren Anfängen bis zu ihren heutigen Ausprägungen. Und es ist zweifellos wichtig, die Charakteristika dieser Glaubensgemeinschaft ausführlicher zu beleuchten, da sie den wenigsten Leser*innen geläufig sein dürften. Diese chronikartige Abhandlung verquickt sie mit der generationenübergreifenden Geschichte ihrer Familie, ihren eigenen Lebenserfahrungen in der Bruderschaft sowie der Entstehungsgeschichte des Buches. Damit erschafft sie ein umfassendes und zugleich persönliches Panorama – das mich indes gerade aufgrund dieser vielen Facetten, die einander thematisch abwechseln, leider nicht wie erhofft berühren konnte.

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Rezension zu "Erlöst" von Rebecca Stott

Nicht einfach zu ertragen
Christina_Tollhuppvor 2 Monaten

- Rezensionsexemplar -

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"Wir waren alle sehr, sehr lange auf dem Grund von einem Art Meer gewesen. Da gab es kein einfaches zurück-an-die-Oberfläche, ohne die Taucherkrankheit zu bekommen." 

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Erstmal ein herzlichen Dank ans @bloggerportal für das Rezensionsexemplar. Nun kommt meine Meinung.

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Dieses Buch war sehr schwer... Es hat mir das Lesen sehr oft erschwert und mich mit Informationen regelrecht zu bombardiert. Es war so erdrückend, daß ich immer wieder große Pausen machen musste um wieder klar zu kommen. Der düstere Schreibstil tat da noch sein übriges. 

Interessant war es, wie so eine Sekte funktioniert und worauf deren glauben bzw Überzeugung basiert. Toll war es, das alles in Sektionen aufgeteilt wurde und uns ein "Vorher", ein "Während" und ein "Danach" erwartet. Ich finde es wirklich schwierig dieses Buch zu bewerten, da es ja auf dem Leben der Autorin und ihres Vaters basiert. 

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Wer gerne schwere kost liest und auch nichts gegen ein beklemmendes Gefühl während des Lesens hat, sollte nach diesem Buch greifen.

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Rezension zu "Erlöst" von Rebecca Stott

Erdrückend, düster, sehr interessant!
JayLaFleurvor 3 Monaten

https://www.librovore.de/erloest-meinwegausdersekte/


Meinung

Rebecca Stott nimmt ihre Leser an die Hand und entführt sie regelrecht in das Leben einer Sekte, eines religiösen Kults, der mir bis zum Lesen dieses Buchs völlig unbekannt war. Es ist mir unbegreiflich, wie eine Religion das Fundament einer ganzen Familie werden kann - doch so war es bei der Familie Stott, und das über vier Generationen: die Exclusive Brethren waren jahrzehntelang der Mittelpunkt ihres Alltags. 

 

Die Autorin wird im Kapitel „Vorher“ zur Historikerin: Sie macht sich auf den Weg, um den Spuren ihrer Familie zu folgen, reist zum Startpunkt, wo alles angefangen hat. Die Vergangenheit ihrer Familie ist genauso düster und erdrückend wie der Erzählton. Ich hatte immer eine bedrückende Stimmung, während ich das Memoir las. Allerdings gab es hier auch einige Längen für mich, zu viele Informationen sind manchmal nicht so leicht zu verarbeiten… 

 

Noch bedrückender wurde die Stimmung im für mich schlimmsten Kapitel „Während“. Hier wird einem das Ausmaß des religiösen Kults sehr bewusst, die Brethren sind fundamentalistische Christen, sie sind protestantisch gewesen und sie wussten, wie sie ihre Mitglieder im Schach halten konnten. Die Methoden und Regeln der Sekte wurden vom späteren Sektenführer JT Junior festgelegt und vorgelebt. Für die Brethren gab es immer mehr Regeln, sodass sie irgendwann gar keinen Zugang mehr zur Außenwelt hatten, sie wurden völlig abgeschirmt. Welch psychischer Druck auf die Menschen ausgeübt wurde, möchte ich mir gar nicht vorstellen.

Wie wäre es für uns, keinen Fernseher mehr zu haben, kein Radio, keine Popmusik? Wie einschüchternd wäre es, wenn Charles Darwin aus Enzyklopädien herausgeschnitten werden würde? Wir dürften keine Bücher mehr lesen, kein Shakespeare, keine Charlotte Brontë, einzig und allein die Bibel.

 

Rebecca Stott zeigt in ihrem autobiografischen Buch auf, wie überaus gefährlich eine Religion sein kann und wie schnell aus einer Religion ein Kult, eine Sekte, werden kann, wie schnell ein einziger Mensch an die Macht kommen und seine Mitglieder völlig unterwürfig machen kann. Die Erfahrungen, die die Autorin gemacht hat, sind erschütternd, man möchte eigentlich nichts davon glauben, was bei den Brethren los war. Aber es ist die Realität. Noch heute leben ca. 45.000 Menschen unter dem Glauben der Brethren.

 

Aber Rebecca und der Rest der Familie Stott haben sich aus den Fängen der Brethren befreit. Der Weg zu einem normalen Leben, wie wir es kennen, war lang und hart, doch sie haben es geschafft. Rebecca Stott kämpft sich heraus aus den Gedanken, die die Brethren ihr eingepflanzt haben. Die Autorin hat dazu einen sehr schönen Vergleich:

 

Wir waren alle sehr, sehr lange auf dem Grund von einem Art Meer gewesen. Da gab es kein einfaches Zurück-an-die-Oberfläche, ohne die Taucherkrankheit zu bekommen. (Zitat S. 298)

 

Fazit

„Erlöst - Mein Weg aus der Sekte“ von Rebecca Stott ist ein sehr interessantes, sehr erdrückendes, sehr düsteres Buch über das Leben in einer Sekte und wie es ist, aus dem Sektenalltag auszubrechen. Ich vergebe an das Memoir vier von fünf Sternen.

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