Rebecca West

 4.1 Sterne bei 31 Bewertungen
Autor von Die Rückkehr, The Return of the Soldier und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Rebecca West

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Rebecca WestDie Rückkehr
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Die Rückkehr
Die Rückkehr
 (30)
Erschienen am 31.05.2018
Rebecca WestSchwarzes Lamm und grauer Falke
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Schwarzes Lamm und grauer Falke
Schwarzes Lamm und grauer Falke
 (0)
Erschienen am 01.09.2002
Rebecca WestSchwarzes Lamm und grauer Falke
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Schwarzes Lamm und grauer Falke
Schwarzes Lamm und grauer Falke
 (0)
Erschienen am 16.07.2007
Rebecca WestThe Return of the Soldier
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The Return of the Soldier
The Return of the Soldier
 (1)
Erschienen am 02.12.2010
Rebecca WestThe Court and the Castle
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The Court and the Castle
The Court and the Castle
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Erschienen am 01.06.1990
Rebecca WestThe Meaning of Treason
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The Meaning of Treason
The Meaning of Treason
 (0)
Erschienen am 01.06.2001
Rebecca WestA Train of Powder
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A Train of Powder
A Train of Powder
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Erschienen am 01.09.2000
Rebecca WestTHE JUDGE : A NOVEL
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THE JUDGE : A NOVEL
THE JUDGE : A NOVEL
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Erschienen am 01.01.1900

Neue Rezensionen zu Rebecca West

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U

Rezension zu "Die Rückkehr" von Rebecca West

Ein Buch zum 1.Weltkrieg
UWEDUISvor 2 Jahren

Die Rückkehr

Rebecca West wurde am 21.Dezember 1892 in London geboren und verstarb am 15.März 1983. Sie arbeitete auch als Journalistin und beobachtete für den Daily Telegraph den Nürnberger Kriegsverbrecherprozess. Sie war einige Jahre die Geliebte von H.G.Wells ( Die Zeitmaschine )

Dieser Roman kann auch als Fortsetzung zu Erich Maria Remarques Buch „Im Westen nichts Neues“ gelesen werden. Während Remarque die Leiden und Schrecken des 1.Weltkrieges an der Front beschreibt, erzählt dieser Roman, über das Leiden der Menschen als Folge des 1.Weltkrieges.

Die Geschichte spielt in einem eleganten Landhaus auf einer Anhöhe in Horrowweald, in der Nähe von London. Jenny die Ich-Erzählerin und unverheiratete Cousine von Chris Baldry, und seine Ehefrau Kitty verwalten das Anwesen, nachdem ihr Ehemann Chris im 1.Weltkrieg ist. Der Sohn Oliver, von Kitty und Chris ist bereits als Kind verstorben. Der Roman erklärt nicht den Tod von Oliver. Beide Frauen verehren Chris und verschönern das Landgut für den abwesenden Chris. Chris wird als liebenswürdig und charmant beschrieben.

Kitty und Jenny erhalten einen Besuch von Margarete Grey, die von Chris ein Telegramm erhalten hat in dem sie mit ihrem Mädchennamen angesprochen wird. Chris leidet unter einem Granatenschock, der moderne medizinische Begriff lautet:Kriegstrauma
Folge dieses Kriegstrauma ist eine Amnesie und Chris besitzt keine Erinnerungen an die letzten 15 Jahre. Er kehrt in das Landhaus zurück und fühlt sich fremd, und hat kaum Erinnerungen, an seine Ehe mit Kitty.
Er konfrontiert seine Frau mit dem Wunsch unbedingt seine Jugendliebe Margarete Grey zu sehen Es ist für Kitty schwer zu ertragen, dass ihr Ehemann sich nur an seine Jugendliebe Margarete erinnert. Kitty und Jenny sind im Leben von Chris ausgeschlossen und mit diesem Zustand können sich beide nur schwer abfinden.

Dieser Roman ist auch eine Beschreibung der englischen Klassengesellschaft. Kitty und Jenny sind aus der englischen Oberschicht, während Margarete Grey in einer armen Wohngegend lebt, und auch wegen ihrer einfachen Kleidung von Kitty und Jenny abschätzig betrachtet wird.

Jenny bringt Margarete Grey in das Landhaus. Ein Arzt untersucht Chris und führt eine Freudsche Psychoanalyse durch, mit Traumdeutungen und einer Analyse der Beziehungen von Chris zu seinen Eltern. Die Diagnose des Arztes:Chris versetzt sich mit der Amnesie in eine glücklichere Zeit zurück. Es ist auch eine gleichzeitig eine Rückkehr für Margarete in eine glücklichere Zeit, denn Margarete ist noch immer in Chris verliebt
Margarete macht aber trotzdem einen Vorschlag um Chris in die Gegenwart zurück zu bringen.Chris soll zurückgeholt werden, mit den Anziehsachen seines toten Sohnes Oliver. Margarete soll ihm die Kleidungsstücke zeigen. Margarete weigert sich, denn Chris soll glücklich bleiben und nicht wieder in den Krieg zurückkehren und deswegen in der Vergangenheit bleiben.

Dieses Buch ist eine Liebesgeschichte und beschreibt die psychologischen Beziehungen der Personen. Der Roman erschien vor hundert Jahren, und erst jetzt in Deutschland. Ich kann diesem Buch nur viele Leser wünschen !

Hier ist meine Videobesprechung:

https://youtu.be/DIAYxKdXQm4


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Miamous avatar

Rezension zu "Die Rückkehr" von Rebecca West

Die Rückkehr eines Soldaten...
Miamouvor 2 Jahren

„Die Rückkehr“ von Rebecca West ist ein Buch, das man nicht sucht, sondern das man findet. Es ist ein schmales Büchlein und das einzige Werk einer Frau aus dem ersten Weltkrieg.

Jenny und Kitty leben auf einem großen Anwesen und ihre Aufgabe ist es, so wie bei vielen andern Frauen in Kriegszeiten, dieses Anwesen zu verwalten. Chris, der Ehemann von Kitty und der Cousin von Jenny ist an der Front, als eines Tages Margaret bei ihnen auftaucht und behauptet, dass sie wüsste, dass Chris „versehrt“ ist – er leide an einem Grantenschock. Sehr schmerzhaft wird es, als Chris tatsächlich zurückkommt und an Gedächtnisverlust leidet. Er hat die letzten 15 Jahre seines Lebens vergessen und somit auch, dass er mit Kitty verheiratet ist. Denn er liebt eine andere, nämlich Margaret, deren damalige Liebesbeziehung ein plötzliches Ende fand.

Auf keinen Fall darf man jedoch annehmen, dass man sich hier mitten in einer kitschigen Liebesgeschichte befindet. Denn das genaue Gegenteil ist der Fall. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Kitty. Sie ist diejenige, die das ganze Geschehen von außen betrachtet, jedoch in keinem Augenblick objektiv ist. Kitty und Jenny leben in einer Glasglocke an Kultiviertheit und Schönheit, eine Welt in die Margret mit ihren „gelblichen Regenmantel und den schwarzen Hut“ nicht so recht passen will. Im Grunde hat Rebecca West mit diesen drei Frauen sehr unterschiedliche Charaktere erschaffen und jede hat ihre Eigenheiten. Während Kitty sehr auf Äußeres bedacht ist und immer versucht den Schein und die Kontenance zu wahren ist Margaret genau das Gegenteil davon, denn sie ist emotionaler und macht sich nur bedingt etwas aus Äußerlichkeiten. Jenny steht in der Mitte und je mehr die Geschichte voranschreitet umso mehr kann man beobachten, dass sie sich eher von Kitty ab und Margaret zuwendet. Was allen drei Frauen gleich ist, ist die Sorge um Chris und jede von ihnen möchte seinen Heilungsprozess voranbringen, auch wenn sie es auf sehr unterschiedliche Weise tun.

Während Kitty also in ihren Routinen bleibt ist Margaret diejenige, die sich sehr persönlich um ihn annimmt. Jenny steht auch in diesem Zusammenhang irgendwo dazwischen. Einerseits zeigt sie sehr großes Verständnis für ihren Cousin, andererseits neidet sie aber auch Margaret ihren Zugang, den sie zu Chris findet, während Jenny dies nicht wirklich gelingen kann. Schlussendlich ist es auch Margaret die die Lösung für das „Problem“ findet, was dann aber nicht nur ihr sondern auch den beiden Frauen in ein Dilemma stürzen und ihnen ein großes Opfer abverlangen wird.

Ein Buch, das in Wirklichkeit mit sehr leisen Tönen daherkommt, die sich aber dann zu einem großen Orchester zusammenfügen, den sprachlich ist Rebecca West ein Wahnsinnswerk gelungen. Zu den Figuren wahrt man als Leser eine gewisse Distanz und man will das im Grunde ja auch, weil jeder von ihnen mit Gefühlen zu kämpfen hat, die eigentlich zutiefst menschlich sind, die aber keinen strahlenden Helden oder strahlende Heldinnen erschaffen können. Zudem fehlt dafür auch die Sichtweise des ein oder anderen Charakters.

Die ganze Geschichte, die Figuren und auch die Handlung lassen eine sehr weiten Interpretationsspielraum zu und laden den Leser dazu auch noch ein, sich mit dem Thema „Granatenschock“ und seine Auswirkungen auf ganze Familien zu beschäftigen. Ein Buch als, das lange nachhallt und das sich perfekt dafür eignet es mit anderen Leser zu diskutieren.

Kommentare: 1
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NiWas avatar

Rezension zu "Die Rückkehr" von Rebecca West

Die Rückkehr des Soldaten
NiWavor 2 Jahren

Während des 1. Weltkriegs halten Jenny und Kitty Baldry das Landgut der Familie auf Vordermann. Alles soll perfekt sein, wenn Kittys Ehemann Chris, der Herr des Hauses, von der Front aus Frankreich zurückkommt. Doch dann erhalten sie die Nachricht, dass der geliebte Ehemann und Cousin einen Granatenschock erlitten hat, und sich an nichts aus der jetzigen Zeit erinnern kann.

Als vordergründiges Thema werden der 1. Weltkrieg sowie der „Granatenschock“ an sich angepriesen. Meinem Empfinden nach sind diese beiden Aspekte aber sehr in den Hintergrund gerutscht und es ist ein kleines Gesellschaftsdrama geblieben, das die feinere Gesellschaft in ihre Schranken weist.

Chris leidet unter einem Granatenschock. Dabei sind die Soldaten äußerlich unversehrt, haben aber mit psychischen Symptomen zu kämpfen, die zu dieser Zeit nicht immer anerkannt wurden. In Chris’ Fall kann er sich an sein gegenwärtiges Leben nicht erinnern und hängt einer Liebe aus der Vergangenheit nach. Die Geliebte, die er vor 15 Jahren kennengelernt hat, ist mit von der häuslichen Partie und so ergibt sich eine merkwürdige Vierecksbeziehung, die der übergreifende Rahmen ist.

Als Protagonistin habe ich seine Cousine Jenny empfunden. Sie ist bei Chris’ Ehefrau Kitty geblieben und die beiden Frauen haben für Ordnung im herrschaftlichen Anwesen gesorgt. Nun nimmt sie die Rolle der Vermittlerin ein und setzt alles daran, Chris wieder gesund zu bekommen. Dabei zögern die Frauen nicht einmal, die einstige Geliebte ins Haus zu holen.

Kitty, Lady des Hauses und Chris’ Ehefrau, kommt meiner Meinung nach zu unrecht sehr schlecht in der Geschichte weg. Sie wird als oberflächlicher Dekorgegenstand beschrieben, der sich gegen die alte Liebe ihres Ehemanns stellt. Ich hoffe, hier sieht man anhand meiner Wortwahl schon, wie unfair ich diese Darstellung empfinde, denn immerhin hat Chris auch Kitty geheiratet und sie kann nichts dafür, dass er sie sich als Ehefrau genommen hat.

Der Schreibstil ist trotz der fast 100 Jahre angenehm zu lesen und die Beschreibungen an sich sind der Autorin gut gelungen. Auch mit den Charakteren konnte ich mitfühlen und sie wurden für ein doch recht knappes Werk exzellent abgebildet.

Dieses Buch hat bestimmt literarischen Wert. Vor allem wenn man bedenkt, dass es das einzige zeitgenössische Werk über den 1. Weltkrieg ist, das von einer Frau geschrieben wurde. Trotzdem muss ich sagen, dass es mir insgesamt nicht besonders gefallen hat, weil es mir einfach zu wenig Bezug zum Kriegsgeschehen und zur damaligen Gesellschaft herstellt.

Klassikerfreunde sollten sich wohl unbedingt ein eigenes Bild von Rebecca Wests „Die Rückkehr“ machen, obwohl ich nicht das Gefühl habe, dass mir ohne dieses Buch viel entgangen wäre. 

Kommentare: 9
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Gespräche aus der Community

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NiWas avatar
Willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe Klassiker Leserunden.

Die Leserunde beginnt am 10.12.2016.

Wir wollen ein bisschen Leben in die altehrwürdige Literaturwelt bringen. Daher haben wir beschlossen, einige Klassiker gemeinsam zu lesen.

!!! Wichtig: Bei dieser Leserunde lesen wir unsere eigenen Bücher, es werden keine Exemplare verlost !!!

Für den Dezember haben wir uns „Die Rückkehr“ von Rebecca West vorgenommen.

Klappentext:
Eine kostbare literarische Entdeckung, eine berührende Liebesgeschichte Ein englisches Landgut im Süden Londons während des Ersten Weltkriegs: Die zwei Frauen Jenny und Kitty Baldry kümmern sich um das Anwesen der Familie, während der Herr des Hauses, Kittys Ehemann und Jennys Cousin Chris, in Frankreich an der Front ist. Schon bald muss er versehrt nach Hause zurückkehren. Doch es ist keine der üblichen Kriegsverletzungen, die ihn in Mitleidenschaft gezogen hat: Er leidet unter einem Granatenschock, einem schrecklichen Trauma, das ihn glauben lässt, wieder zwanzig Jahre alt zu sein. Alles um ihn herum ist ihm fremd, selbst seine eigene Ehefrau. Obwohl Kitty diese Kränkung kaum ertragen kann, sucht sie gemeinsam mit Jenny und Margaret, einer alten Liebe von Chris, einen Weg, um ihren Mann ins Jetzt zurückzuholen. Rebecca Wests Debütroman von 1918 liegt damit erstmals auf Deutsch vor. Er ist der einzige von einer Frau während des Ersten Weltkriegs verfasste und veröffentlichte Roman über den Krieg. 1982 wurde er mit Alan Bates und Julie Christie in den Hauptrollen verfilmt.

Die Leserunde beginnt am 10.12.2016 und die Klassiker-Leserunden-Gruppe freut sich über jeden, der mit uns „Die Rückkehr“ lesen will.

Wichtig ist, dass es auch von diesem Klassiker verschiedene Ausgaben geben kann.

Sollten hier markante Unterschiede auffallen, gebt bitte in der Rubrik Meine Ausgabe Bescheid, damit wir die Einteilung dementsprechend anpassen können. Soweit man sich in der Leserunde orientieren kann, ist natürlich jede Version in Ordnung.
Wir freuen uns über zahlreiche TeilnehmerInnen!

• Bitte schreibt eure Beiträge in die bestehenden Kategorien, damit die Leserunde übersichtlich bleibt.
• Bitte denkt auch daran, den Spoiler-Haken zu setzen!


Zur Einteilung der Leseabschnitte
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1. Leseabschnitt: Kapitel I - II
2. Leseabschnitt: Kapitel III - IV
3. Leseabschnitt: Kapitel V - Ende
Zur Leserunde

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