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neobooks

vor 2 Jahren

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Die 28-jährige Anne begibt sich an einem Oktoberabend nach dem gemeinsamen Schwimmen mit Bekannten allein auf den Heimweg. Statt wie gewohnt entlang der stark frequentierten Ringstraße zu laufen, entscheidet sie sich für die verhängnisvolle Abkürzung durch den dunklen Park. Nichtahnend, dass sie von einem Psychopaten verfolgt wird, der sie seit Wochen beobachtet. Verschleppt und missbraucht wird sie in einem Keller gefangen gehalten und muss sich den makaberen Spielchen seiner Mutter unterwerfen.

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Die Autorin Rebecker Renate Gatzemeier wird ebenfalls an der Leserunde teilnehmen.

Autor: Rebecker Renate Gatzemeier
Buch: Verhängnisvolle Abkürzung: Der Psychopath und seine Mutter

rebecker

vor 2 Jahren

Hallo liebe Leserinnen und liebe Leser,

ich möchte euch gern meinen Thriller "Verhängnisvolle Abkürzung" vorstellen. Er ist ein bisschen gemein, aber nicht ganz unrealistisch.

Anne Sander ist eine attraktive junge Frau von 28 Jahren. Von Beruf Krankenschwester lebt sie seit der Trennung von ihrem Freund vor drei Jahren, zurückgezogen in der beschaulichen Kleinstadt Duderstadt im Eichsfeld. Doch eines Tages gerät ihr Leben von einer Minute auf die andere aus den Fugen, als sie auf dem Nachhauseweg überfallen und verschleppt wird.

Wie würdet ihr in einer ähnlichen Situation reagieren?

Bin auf eure Meinung gespannt.

Liebe Grüße Rebecker

rebecker

vor 2 Jahren

Hier nun der Beginn der Geschichte.

Im Oktober 2010, abends, der Heimweg

Die achtundzwanzigjährige Anne Sander nahm ihren Rucksack von der Bank des Umkleideraumes und schwang ihn sich auf den Rücken. Während sie die Handschuhe anzog, warf sie einen letzten Blick auf die anderen Frauen, die im Gegensatz zu ihr noch nicht fertig angezogen waren und sich angeregt miteinander unterhielten.

„Also Mädels, dann macht’s gut und genießt den Rest des Abends noch.“ Mit diesen Worten verabschiedete sie sich von den anderen.

„Dir ebenfalls einen schönen Abend, Anne“, erwiderte Silke, während sie ihre Stiefel zuschnürte und einen Blick zu der Jüngeren hinüber warf. „Wieso hast du es eigentlich so eilig, gehst du denn nicht mehr mit auf ein Bier in unsere Stammkneipe?“ Gespannt wartete sie auf eine Antwort.

„Ach nee, lass mal, heute nicht“, seufzte Anne und legte die Hand auf den Türgriff. „Ich habe schon den ganzen Tag Kopfschmerzen und will einfach nur nach Hause.“ Sie winkte den anderen noch kurz zu, bevor sie die Schwimmhalle verließ.

Draußen zog sie den Reißverschluss ihrer dunklen Daunenjacke bis oben hin zu und setze sich eine gelbe Strickmütze auf die langen schwarzen Haare, um nach dem Schwimmen keine Erkältung zu riskieren. Die Kirchturmuhr schlug soeben neun Mal. Ein Zeichen dafür, dass der Bus gerade abgefahren war und der nächste erst in zwanzig Minuten kommen würde. Es ärgerte die junge Frau ein wenig, dass sie sich unnötig beeilt hatte.

Okay, dann gehe ich eben zu Fuß, dachte sie. Die frische Luft wird mir guttun. Vielleicht verschwinden dabei ja die Kopfschmerzen von ganz allein.
Bis nach Hause auf den Stadtberg würde die zierliche Anne ungefähr eine halbe Stunde benötigen. Durch den Park hingegen ließen sich etwa zehn Minuten einsparen. Sie überlegte welchen Weg sie wählen sollte, den weiten entlang der stark frequentierten Ringstraße oder den direkten durch den Stadtpark. Mehrere nacheinander vorbeifahrende Autos nahmen ihr die Entscheidung ab und ließen sie auf den Park zusteuern.
Nee, bloß nicht die ganze Zeit über diesem grässlichen Straßenlärm ausgesetzt sein müssen, das würde meine Kopfschmerzen nur noch zusätzlich verstärken. Bin echt froh endlich nach Hause zu kommen. Nicht auszudenken, wenn ich mit diesem Schädelbrummen heute Nachtdienst hätte.

Der Kiosk kurz vor dem Eingang in die Grünanlage hatte noch geöffnet und im schummrigen Licht der letzten Straßenlaterne sah sie ein paar Gestalten vor der Verkaufsluke stehen. Beim Näherkommen erkannte die Krankenschwester ihren Arbeitskollegen Olaf, der genau wie sie im Martins-Krankenhaus arbeitete. Olaf war seit einigen Monaten der neue Hausmeister und hatte den Posten von seinem Vorgänger Magnus übernommen, der diesen Job aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht mehr ausüben konnte. Zusammen mit seinem besten Kumpel Dirk, der als Vizehauswart fungierte, bildeten die beiden Männer ein perfektes Team.
Olaf war ein hilfsbereiter Mann und sich für keine Tätigkeit zu schade, auch wenn diese außerhalb seines Zuständigkeitsbereiches lag. Er war ungefähr im gleichen Alter wie Anne und verfügte über einen schlanken durchtrainierten Körper. Die kurzen mittelblonden Haare erinnerten an die eines Lausbuben, allerdings bei einem Gardemaß von einem Meter vierundachtzig. Seine zurückhaltende Art gefiel Anne und erinnerte sie an ihre eigene Schüchternheit. Bei dem Gedanken an ihn huschte ein Lächeln über ihr schmales, blasses Gesicht. Sie wusste, dass auch er Single war, denn sein Freund und Kollege Dirk hatte ihr vor wenigen Tagen scheinbar nebensächlich einiges über ihn erzählt. Er ahnte wohl, dass die beiden Alleinstehenden mehr als nur Kameradschaft miteinander verband und wollte sich gern als Kuppler aufspielen.
Im Schein der matten Kioskbeleuchtung erkannte sie jetzt auch den zweiten Mann, bei dem es sich tatsächlich um Dirk handelte. Im Gegensatz zu Olaf trug er seine dunkelblonden Haare etwas glatter am Kopf anliegend, was aber auch an der Kappe liegen konnte, die er des Öfteren trug. Auch er wirkte attraktiv, obwohl sein Körperbau eher als kräftig zu bezeichnen war. Ein wenig kleiner als Olaf, dafür aber wesentlich aufgeschlossener im Wesen, entsprach er allerdings nicht Annes Typ. Den dritten im Bunde sah die junge Frau heute zum ersten Mal, er schien im Kiosk zu arbeiten. Drei Augenpaare blickten ihr neugierig entgegen.

„Hey, Anne! Was machst du denn um diese Zeit noch hier, hast du kein zu Hause?“, rief Dirk ihr entgegen. Ohne eine Antwort abzuwarten fuhr er fort: „Magst du ein Bier mit uns trinken? Komm her, ich geb eins aus.“ Er machte eine einladende Handbewegung.

Nachdem Anne den Kiosk erreicht hatte, blieb sie kurz stehen und nickte den Männern der Reihe nach freundlich zu.

„Hallo, allerseits.“

„Hi, Anne.“ Olaf hob die Hand zum Gruß und lächelte, während der Fremde ihr mit seiner Bierflasche wortlos zuprostete und sie eingehend betrachtete.

„Das ist wirklich lieb von dir, Dirk, aber mir ist ausnahmsweise einmal nicht nach Alkohol zumute“, erwiderte Anne mit einem gequälten Grienen und deutete mit der Hand auf ihren Kopf. „Ich habe schreckliche Kopfschmerzen und will nur noch so schnell wie möglich nach Hause. Vielleicht ein andermal, wenn es mir wieder besser geht.“ Sie wippte auf den Zehenspitzen vor und zurück. „Außerdem Ist es auch viel zu kalt für ein Bier, ein Glühwein wäre vermutlich angebrachter“, versuchte sie zu witzeln.

„Damit können wir leider nicht dienen“, konterte Dirk und grinste sie an. „Wir stehen mehr auf Erfrischungen, und das zu jeder Jahreszeit.“

„Dann lasst es euch mal noch schmecken“, erwiderte Anne und klopfte zum Abschied mit den Fingerknöcheln auf den Stehbiertisch. „Ich werde mir daheim einen schönen warmen Früchtetee genehmigen und danach ins Bett gehen, das ist die beste Medizin ... Also macht es gut.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich die junge Frau von dem Dreiergestirn.

„Ja, mach es besser“, beeilte sich Dirk zu sagen. „Wir sehen uns morgen sicherlich sowieso in der Klinik.“ Mit schmachtendem Blick starrte er ihr nach.

„Tschüs Anne“, kam es über Olafs Lippen, während der Unbekannte nur wortlos nickte.

„Nicht schlecht die Kleine, was?“, grinste Dirk. „Die würd ich auch nicht von der Bettkante schubsen, aber ich glaube, die steht mehr auf durchtrainierte Typen.“ Augenzwinkernd blickte er zuerst Olaf und dann den muskulösen Peter an, der sich äußerlich gesehen nur unwesentlich in Größe und Haarfarbe von den beiden anderen unterschied.
Während Olaf scheinbar desinteressiert mit den Schultern zuckte, antwortete Peter ihm.

„Wirklich nicht übel das Mädel, sieht ganz nett aus, ist aber nichts für mich. Seit meiner gescheiterten Ehe bin ich überzeugter Single und gönne mir lediglich ab und zu ein kleines Stelldichein im Etablissement Lavinia.“ Ruckartig griff er nach seiner Bierflasche und umfasste den Flaschenhals derart fest, dass seine Handknöchel weiß hervortraten. Hastig trank er den Inhalt in einem Zug aus und stellte die leere Pulle lautstark zurück auf den Tisch. Rülpsend wischte er sich mit dem Handrücken den Mund ab. „Ist wesentlich unkomplizierter, sag ich euch.“

„Jedem das Seine“, konterte Olaf und klopfte mit der flachen Hand auf die Tischplatte. „Um fünf Uhr ist die Nacht vorbei und ich bin hundemüde. Wird Zeit, dass ich ins Bett komme.“

„Ja, wie spät ist es denn schon?“, fragte Dirk sichtlich irritiert und warf einen Blick auf seine Armbanduhr. „Oh je, schon einundzwanzig Uhr durch. Jetzt aber nichts wie los, ich muss noch mit dem Hund raus.“ Er schien es plötzlich eilig zu haben. „Kümmerst du dich um die leeren Flaschen, oder soll ich sie zurück in die Kiste stellen?“ Erwartungsvoll sah er zu Peter rüber.

„Nee, lass mal gut sein, das erledige ich schon noch selber“, antwortete der und schnappte sich das Leergut, um es auf die Verkaufsluke zu bugsieren. „Das ist mein Job und den kriege ich bezahlt. Ich mach den Laden jetzt eh dicht, bevor noch einer kommt und was kaufen will.“

„Also Leute, dann bis morgen.“ Olaf holte sein Fahrrad hinter einem Baum hervor und war im Begriff loszufahren, als Dirk das Wort an ihn richtete.

„Ey Alter, das wär doch eben die beste Gelegenheit gewesen, die Kleine einfach mal anzusprechen und zum Essen oder so einzuladen. Wieso hast du die Chance eigentlich nicht genutzt? Ich weiß doch, dass du auf sie stehst.“ Er hatte die Hände in den Hosentaschen vergraben und stand grinsend vor Olaf.

„Lass mal gut sein, das ist nicht mein Ding so im Vorbeigehen. Irgendwann wird sich schon noch eine passende Gelegenheit ergeben, aber dann ganz bestimmt nicht in eurem Dabeisein. Also, macht es gut und bis morgen.“ Sichtlich ungehalten trat Olaf in die Pedalen.

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hundeliebhaber

vor 2 Jahren

Prolog
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Stelze74 schreibt:
Der Prolog gibt schon einen ziemlich deutlichen Vorgeschmack auf den Psychopathen und seine Mutter. Man gewinnt den Eindruck, dass beide ziemlich krass unterwegs sind. Die Beschreibung, wie sich der Psychophat für sein Treffen mit Anne eindeodoriert, hat mir eine Ekel-Grusel-Gänsehaut beschert.

Ohja, mir lief auch ein ekliger Schauer über den Rücken...

hundeliebhaber

vor 2 Jahren

Im Oktober 2010, abends, der Heimweg
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Der Anfang der Geschichte gefiel mir ganz gut, allerdings wurde für mich die Spannung durch die ausführlichen Gedanken an manchen Stellen gedämpft.
Mich interessiert, was der Typ für einer ist, was sein Beruf ist (dunkle Flure?) und vor allem, inwiefern seine Mutter sein Leben bestimmt.

hundeliebhaber

vor 2 Jahren

Im Oktober, 2010, 23:00 Uhr, die Alte
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Mich haben die Mutter und der Sohn in diesem Kapitel angewidert. Sie scheint körperlich ja absolut in einer schlechten Verfassung zu sein und er hinterfragt ihre Befehle nicht. Ich kann mir vorstellen, dass die Mutter die Sadistin ist, durch ihr körperliches Gebrechen allerdings einen Handlanger braucht - da eignet sich doch ihr höriger Sohn.
Dass die beiden so abgelegen und in einem so heruntergekommenen Haus leben, sagt einiges über ihre verzerrte Lebensweise aus...

hundeliebhaber

vor 2 Jahren

Am nächsten Morgen in der Klinik
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Da der Täter akribisch Buch geführt und den Punkt des Übergriffs so genau geplant hat, wundert es mich, dass er die Sachen dort zurückgelassen hat. Oder war es Absicht und es verleiht ihm und seiner Mutter einen Kick, wenn die Polizei nach der verschwundenen Frau sucht und sie sie als "Gast" bei sich haben und sich um sie "kümmern"?...

hundeliebhaber

vor 2 Jahren

Der Tag nach der Entführung
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Hmmm, mich packt die Geschichte bisher nicht. So grausam dargestellt finde ich es nicht, was höchstwahrscheinlich am Schreibstil liegt. Für mich lässt sich der Thriller wie ein Roman lesen. Vielleicht ist die gewählte Perspektive für mich auch nicht so gelungen, um Spannung zu erzeugen. Ich finde es immer schwierig, wenn aus beiden Perspektiven gleichzeitig erzählt wird, da dann Gedanken meist eingebunden werden. Bei Annes Gedanken musste ich in diesem Kapitel fast schmunzeln. Mir kam es unglaubwürdig vor, dass sie sich in einer so bedrohlichen und ihr angsteinjagenden Umgebung Gedanken um den Hund macht, der auf dem Hof bellt. Auch die Formulierungen ihrer Gedanken lassen formal nicht auf Angst schließen...

Booky-72

vor 2 Jahren

Rezensionen

Bitte um Entschuldigung, dass die Rezi so lange auf sich warten lies.

http://www.lovelybooks.de/autor/Rebecker,-Renate-Gatzemeier/Verh%C3%A4ngnisvolle-Abk%C3%BCrzung-Der-Psychopath-und-seine-Mutter-1199586504-w/rezension/1216442387/

demnächst bei Amazon unter Bookstar. Danke, dass ich mitlesen durfte.

rebecker

vor 2 Jahren

Rezensionen
@Booky-72

Liebe Booky,
auch an dieser Stelle nochmal herzlichen Dank fürs Lesen und Rezensieren. Wenn du magst, darfst du dir bei Amazon drei eBooks von mir aussuchen, die ich dir gern kostenlos zuschicken möchte. Melde dich bitte bei mir unter rebecker.rezi@web.de
VlG Renate

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