Rebekka Knoll Das Kratzen bunter Kreide

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Inhaltsangabe zu „Das Kratzen bunter Kreide“ von Rebekka Knoll

Maja spielt gern, am liebsten mit Jakob und Felix – um Nähe, Gefühle und Macht. Sie beginnt mit den zwei Männern eine Fernbeziehung, schreibt sich mit ihnen über Facebook, trifft sie auf lauten Partys, liebt sie zwischen Umzugskartons. Und obwohl Felix und Jakob wissen, dass sie sich Maja teilen, machen sie mit. Denn so unterschiedlich die zwei auch sind, sie beide besitzen Ehrgeiz – und haben nicht vor, diese Partie zu verlieren. Doch während Maja die Tage mit Felix und Jakob genießt, driftet sie nachts in immer geheimnisvollere Träume ab. In ihnen ist es plötzlich ganz still, sie kann nur ein Klopfen hören, Schritte oder das leise Aufprallen eines Basketballs. Auf der Suche nach der Ursache blickt sie in ihre Kindheit zurück – und kommt dem Grund für ihre Spielleidenschaft gefährlich nah.

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    Das Kratzen bunter Kreide
    Cell37810

    Cell37810

    16. November 2016 um 19:18

    Ich fand das Buch anfangs sehr verwirrend, die Charaktere scheinen alle einige Probleme zu haben, auch psychisch. Man steigt ein und erfährt weder etwas über das Alter, noch über das konkrete Aussehen der Protagonistin. Und auch alle anderen Personen werden äußerlich kaum beschrieben, man erfährt ab und an mal ein Detail wie "kaputte Locken" oder "schönes Lachen", aber konkretes wird nicht genannt.Anfangs fand ich es schwer, mir im Kopf eine Geschichte zu bilden, durch die wenigen Informationen die man bekommt, aber durch die verschiedenen Charaktere fällt es einem im Verlauf immer leichter.Sehr gestört hat mich am Anfang auch der Schreibstil, die "Aussetzer" der Protagonistin, die ohne Vorwarnung eintraten und teilweise mit der Realität vermischt wurden. Insgesamt hat mir die ganze Metaphorik und Poetik in diesem Buch gefallen, die man tatsächlich immer wieder findet. Und auch wenn eigentlich alle Personen, um die sich die Geschichte dreht, etwas merkwürdig sind, fand ich das doch nicht schlimm, denn ich lese gerne Geschichten mit Charakteren, die psychische Probleme zu haben scheinen.Der ständige Wechsel zwischen Chat, Pinnwand-Post und Realität sorgt anfangs für viel Verwirrung und es ist schwer, der Geschichte folgen zu können.Fazit: Nachdem ich das Buch abgeschlossen hab, muss ich sagen dass es richtig gut war. Die Probleme, die "Spielsucht", die Gespräche und Metaphern. Das sind alles Dinge, von denen man selten liest und deswegen hat mich auch diese eigene Gestaltung der Charaktere so fasziniert, weil sie einfach nicht 0815 waren. Ich hatte anfangs wirklich Schwierigkeiten mich reinzufinden, aber im Nachhinein muss ich sagen, dass ich die Themen und die Aussage des Buches sehr toll finde.Es gibt nur eine handvoll Bücher, die mich wirklich berühren und etwas mit mir machen, und ich kann sagen, dass dieses eines davon ist. Also wer kein Problem damit hat, sich mit einem komplizierten Schreibstil, komplizierten Charakteren, Themen und Gesprächen abzufinden, um sich dafür durch ein tolles Buch zu kämpfen, sollte das hier unbedingt lesen!

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  • Rezension zu "Das Kratzen bunter Kreide" von Rebekka Knoll

    Das Kratzen bunter Kreide
    Steffi_Muehlsteph

    Steffi_Muehlsteph

    20. January 2013 um 12:17

    „Das Kratzen bunter Kreide“ ist das Debüt der aus Kassel stammenden Germanistin Rebekka Knoll, und ist kein Roman, den man ‚mal nebenbei‘ lesen sollte. Denn er enthält Lebensweisheiten und lässt den Leser auch ab und an über seine eigene Rastlosigkeit nachdenken – und wie Facebook und das Web 2.0 unser Leben verändert hat. Der Roman dreht sich um die Weltenbummlerin Maja, die von ihren Auslandssemester Heim kehrt und dabei nicht nur vor dem versnobten Martin flieht, sondern sich auch in Skurrilitäten flüchtet – mit ihrem Freund Jakob. Dabei spielt das Web 2.0 (besonders Facebook) eine wichtige Rolle. Denn Maja versucht nicht nur mit ihren weit entfernten Freunden in Kontakt zu bleiben, sondern rutscht in eine Dreiecksbeziehung mit Jakob und Martin. Erst hat Maja die Zügel in der Hand, doch langsam entgleiten sie ihr und es entsteht ein Spiel zwischen den beiden Männern. „Das Kratzen bunter Kreide“ ist ein unterhaltsamer, nachdenklicher Roman über die Realität und dem Web-Ich, dem Verschwimmen beider Welten und der Beeinflussung der beiden aufeinander. Das Ende des Roman ist so unerwartet wie Majas leicht dissoziative Störung, die sich in Tagträumen und Flashbacks ausdrücken. Ein einfühlsamer und leicht verstörender Debütroman, den ich uneingeschränkt empfehlen kann.

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  • Leserunde zu "Das Kratzen bunter Kreide" von Rebekka Knoll

    Das Kratzen bunter Kreide
    RebekkaKnoll

    RebekkaKnoll

    Maja nimmt jede Herausforderung an. Sie spielt immer mit. Du auch? Tauch mit ihr in gewagte Spiele, Facebooks Realität und fantasievolle Kreidebilder ein. Liebe Lovelybooks-Gemeinde, ich möchte euch gern meinen gerade erschienenen Debütroman „Das Kratzen bunter Kreide“ vorstellen und euch zu einer Leserunde einladen. Es gibt 5 Freiexemplare zu gewinnen! Und natürlich kann auch jeder mitmachen, der sich das Buch auf anderem Weg besorgt. Hier der Klappentext: Maja spielt gern, am liebsten mit Jakob und Felix. Es geht um Nähe, Gefühle und Macht. Sie beginnt mit beiden Männern gleichzeitig eine Fernbeziehung, schreibt sich mit ihnen über Facebook, trifft sie auf lauten Partys, liebt sie zwischen Umzugskartons. Und obwohl Felix und Jakob wissen, dass sie sich Maja teilen, machen sie mit. Denn so unterschiedlich die zwei auch sind, sie beide besitzen Ehrgeiz und haben nicht vor, diese Partie zu verlieren. Doch während Maja die Tage mit Felix und Jakob genießt, driftet sie nachts in immer geheimnisvollere Träume ab. In ihnen ist es plötzlich ganz still, sie kann nur ein Klopfen hören, Schritte oder das leise Aufprallen eines Basketballs. Auf der Suche nach der Ursache blickt sie in ihre Kindheit zurück und kommt dem Grund für ihre Spielleidenschaft gefährlich nah. Aus Majas Sicht und mit immer wieder eingestreuten Facebook-Nachrichten, Pinnwandeinträgen und Profilbeschreibungen beschäftigt sich der Roman mit einer jungen Generation, die in der ganzen Welt unterwegs ist und der die Realität längst nicht mehr ausreicht. So kommt es, dass Maja auch nach ihrem zweiten Umzug nicht wirklich ankommt. Anstatt ihre Möbel aufzubauen, malt sie ihr Bett, ihr Sofa, ihren Schreibtisch mit bunter Kreide auf den Fußboden. Sie wohnt in ihrer eigenen Kreidezeichnung. Gibt es Momente, in denen auch du deine Welt am liebsten mit Kreide auf den Fußboden zeichnen würdest, anstatt sie real und in 3D um dich herum zu sehen? Warum ja bzw. warum nein? Wenn du Lust auf das Buch bekommen hast, beantworte diese Frage und bewirb dich bis zum 25. September auf eines der Freiexemplare. Ich bin schon sehr gespannt auf eure Ideen, Meinungen und Rückmeldungen!

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    RebekkaKnoll

    RebekkaKnoll

    11. January 2013 um 18:45
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  • Rezension zu "Das Kratzen bunter Kreide" von Rebekka Knoll

    Das Kratzen bunter Kreide
    Tinkers

    Tinkers

    10. January 2013 um 14:34

    „Das Kratzen bunter Kreide“ ist das 2012 bei Schwarzkopf-Schwarzkopf erschienene Debüt von Rebekka Knoll. Die Protagonistin Maja zieht von Bern nach Kassel, kommuniziert mit zurückgelassenen und neuen Freunden über Facebook, datet Felix und Jakob, aber immer immer immer spielt sie dabei. Sie spielt mit den Männern, sie spielt mit ihrem Leben und sie spielt mit sich selbst. Immer wieder verfällt Maja in einen besonderen Zustand, der zwischen Wachsein und Traum liegt und auf ein tiefsitzendes Trauma hindeutet. Sehr schnell stellte ich beim Lesen fest: das Buch ist schon mal komplett anders als alles was ich bisher gelesen hab. Nie zuvor ist mir ein solcher Schreibstil begegnet und selten war ich so hin und her gerissen. Anfangs hab ich wenig kapiert, konnte mir nicht vorstellen in welche Richtung es gehen soll, aber so nach und nach wurde es richtig interessant. Wenn man erst mal den ganz eigenen Schreibstil durchschaut hat, kann man das Buch nicht mehr zur Seite legen. Manche Dinge nervten mich ein wenig, zum Beispiel das ständige Rumgemache oder dass die Mädels sich Nutten nennen... aber dann denk ich mir wieder: Schwarzkopf-Bücher sind immer etwas provokant und eigentlich mag ich das gerade an diesem Verlag. Und irgendwie ist es ja auch ein Zeichen von Zuneigung oder Kosename, auch wenn es oberflächlich sehr komisch wirkt. Viele Worte gingen mir beim Lesen durch den Kopf, zum Beispiel: absurd, krass, schräg, anders, skurril... Aber am Ende ist das Buch komplett rund, es passt alles zusammen und ich mochte sehr, dass es meine Gedanken in völlig neue Bahnen lenkte. Das Buch ist "das Speziellste" meiner bisherigen Leserei, denn es passt so überhaupt nicht zu den anderen Büchern in meinen Regalen. Für diese Art von Buch müsste wohl ein Genre erfunden werden, was es dann aber wiederum katalogisierbar machen würde, was ich schade fänd. Für mich hab ich zwar den ein oder anderen kleinen Mangel entdeckt, nämlich dass es anfangs sehr schwer ist einzusteigen, dass man während des Lesens teilweise echt Probleme hat Majas Gedankengängen zu folgen, vor allem wenn sie besonders weit weg ist... oder in diesem komischen Zustand auch noch chattet..., ein wenig fehlte mir auch "Gefühl", denn Maja fühlt sich für mich sehr kühl an, oft funktioniert sie einfach und ich hab auch am Ende keinen wirklichen Grund dafür gefunden. Aber auch wenn Maja keine reale Freundin für mich wäre, so ist sie doch eine sehr interessante Person mit Ecken und Kanten, die sich lohnen dass man sie kennenlernt. Ich wünsche mir, dass die Autorin unbedingt weiterschreibt, denn sie schafft Kunst!!! Kunst ist für mich, wenn es aufwirbelt und zum Grübeln anregt, auch wenn das nicht für jeden auf den ersten Blick klar ersichtlich ist. Kunst ist aber auch, dass sie Dinge erschafft, die man als Objekt betrachten kann ohne sich mit ihnen im realen Leben auseinander setzen zu müssen! Von mir bekommt das Buch 4 von 5 Sternen, denn es ist besonders, neuartig und ein wirklich gutes Debüt! Ich mag das Buch weil es auf provokante Weise Farben zusammenwürfelt, die sich auf den ersten Blick beißen, aber am Ende doch irgendwie einen Sinn ergeben!

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  • Rezension zu "Das Kratzen bunter Kreide" von Rebekka Knoll

    Das Kratzen bunter Kreide
    Lene1277

    Lene1277

    04. December 2012 um 23:12

    Der Debütroman von Rebekka Knoll ist kein Buch, welches einfach zu beschreiben ist. Aber es ist zweifelsohne kein schlechtes Buch, nun es ist irgendwie ... anders würde ich sagen. Wir begegnen in diesem Buch einer Protagonistin, die schwer zu greifen ist - völlig unerwartet handelt und mir persönlich auch noch richtig unsympatisch ist. Egoistisch auf der einen Seite, absolut unberechenbar und doch irgendwie bemitleidenswert. Es fällt mir immer noch schwer, diese Geschichte in kurzen, prägnanten Sätzen zu beschreiben. Wir haben auf der einen Seite Maja, die Hauptfigur. Anfang zwanzig, Studentin und gerade von Bern nach Kassel gezogen. Während ihres Einzuges in das neue Zimmer einer WG meldet sie sich beiläufig auf Facebook an. Ihre erste Statusmeldung: "...Am liebsten würde ich in meinem Umzugswagen sitzen bleiben. Oder gleich einziehen. Es ist schon alles da. Nur das Bett müsste ich noch aufbauen. Schlafen könnte ich bestimmt gut hier drin. Am besten, wenn der Wagen gleichzeitig weiterfahren würde.." Das beschreibt Maja schon recht gut: eine rastlose Person, die schon oft umgezogen und ihren Studienort gewechselt hat. Es scheint, als wüsste sie nicht recht, wo sie hingehört. Für sie ist irgendwie alles ein Spiel und spielen tut sie gerne. So beginnt sie mit Jakob, einem Freund aus Berner Zeiten eine Fernbeziehung. Auf der anderen Seite lernt sie aber auch Felix kennen und auch hier entwickelt sich etwas. Eine Art Dreierbeziehung entsteht - online sowie offline - bei dem jeder von dem jeweils anderen weiß. Und Maja scheint es nicht zu stören - es ist wie alles in ihrem Leben: mal hier, mal da - aber nirgends richtig. Dann zieht sie wieder um - diesmal nach Frankfurt - und landet in einer WG mit zwei Künstlerinnen. Da sie sich am ersten Abend nicht entscheiden kann, wie sie ihre Möbel aufstellen soll, geben die beiden Mitbewohnerinnen ihr bunte Kreide. Sie zeichnet so ihre Möbel "imaginär" auf den Boden und kurz darauf beginnt sie in den Kreidemöbeln zu leben: wenn diese verwischt sind, werden sie kurzerhand nachgezeichnet. Und wieder verwischt. Und wieder nachgezeichnet. So wie auch ihre Beziehungen - manche verwischen, manche werden wieder nachgezeichnet oder entstehen neu. Aber nichts auf Dauer. Daneben hat sie diese Träume bei denen sie immer wieder mit Situationen aus ihrer Kindheit konfrontiert wird. "...Wenn ich woanders bin, lauf ich durch meine alte Schule. Es ist nicht wie eine Erinnerung, eher wie ein Traum. Ich laufe duch die alten Gänge und kann sogar alles riechen. Meistens geh ich bis zu der Toilette, die ich früher immer benutzt habe. Ich schließe hinter mir ab und dann beginnt es gegen die Tür zu klopfen..." Diese Traumphasen können mitunter Stunden, sogar Tage anhalten. Sind diese Träume der Schlüssel zu Majas Verhalten? Grundsätzlich ist "Das Kratzen bunter Kreide" ein sehr faszinierendes Buch, obwohl ich, wie schon erwähnt, keinerlei Sympathie für die Hauptfigur aufbringen konnte. Der Charakter ist mir viel zu schräg, an manchen Stellen tut sie mir sogar ein wenig leid, verspielt diesen Bonus aber durch ihr Verhalten mitunter gleich wieder. Leider wird auch am Ende nicht alles aufgeklärt, so dass man als Leser ein wenig im Dunkeln bleibt. Toll gemacht ist wiederum die Aufmachung des Buchs, und über allem steht das Social Media Portal Facebook - viele Dialoge und Gespräche werden anhand von Facebook Nachrichten oder Chats geschrieben. Daneben fließen in die Handlungen kurze, typische Statusmeldungen dieses Portals mit ein, wie: Jakob Meisenbach listed you as his girlfriend on facebook. Beziehungen werden begonnen, Freundschaften beendet und alles eben online. In gewisser Weise das Bild unserer heutigen Zeit, in der fast jeder von uns ein virtuelles Profil bzw. Leben hat. Und gerade für Maja ist diese gewisse Anonymität doch einfach: so kann man sich unbequemer Dinge entledigen, ohne viel dafür zu tun - außer einem Mausklick. Nach Beenden des Buchs bleibt man als Leser einmal mit ungelösten Fragen in Bezug auf die Geschichte zurück und beginnt gleichzeitig das Nachdenken über die modernen Entwicklungen des Social Webs und deren Auswirkungen auf das eigene Leben. Kreieren wir uns, wie Maja mit ihren Kreidemöbeln, eine Art Scheinwelt, mit der wir nach Belieben alles ausradieren und neu gestalten können

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  • Rezension zu "Das Kratzen bunter Kreide" von Rebekka Knoll

    Das Kratzen bunter Kreide
    glorana

    glorana

    25. October 2012 um 11:30

    Maja lebt in ihrer eigenen Welt, in ihrer Kreidewelt: sie spielt gerne, besonders mit Jakob und Felix. Liiert ist sie mit beiden und beide wissen davon. Keiner mag auf sie verzichten und so spielen alle mit beim Spiel. Maja ist ruhe- und rastlos und irgendwie auch bindungsunfähig. Es fällt ihr schwer, sich auf Menschen einzulassen und so wechselt sie nicht nur den Wohnort, wenn es schwierig wird. Maja verliert sich in eine Art Traumwelt; diese virtuelle Welt von Facebook und Co. wird für Maja zum Hauptbestandteil ihres Lebens. Dort spielt sie und es wird mit ihr gespielt. Dieses Buch ist schon rein optisch ein anderes Buch.Das Cover ziert eine mit Kreide gemalte Couch und der Hintergrund hat den Anschein, als ob es schmutzig ist. Der Inhalt regt zum Nachdenken an; man kann das Buch nicht in einem Rutsch lesen, denn die Kreidewelt von Maja zeigt Majas zerbrechliche Welt auf; eine Welt, die von Spielen geprägt ist und in der Verantwortung und Bindung keine Chance haben. Trotzallem ist es ein tiefgründiger Roman, der uns Nahe bringt, das Liebe und Freundschaft nicht nur in der virtuellen Welt Bestand haben. Ich hatte zuerst meine Schwierigkeiten mit Maja und ihrer Kreidewelt, aber im Laufe des Buch erfährt man die Umstände von Maja und kann sich so nach und nach auf ihre Welt einlassen. Ein Buch für alle die Leser, die sich nicht nur in der virtuellen Welt zuhause fühlen...

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  • Rezension zu "Das Kratzen bunter Kreide" von Rebekka Knoll

    Das Kratzen bunter Kreide
    purplerose10

    purplerose10

    19. October 2012 um 19:41

    REZENSION Kurzbeschreibung: Maja spielt gern, am liebsten mit Jakob und Felix um Nähe, Gefühle und Macht. Sie beginnt mit den zwei Männern eine Fernbeziehung, schreibt sich mit ihnen über Facebook, trifft sie auf lauten Partys, liebt sie zwischen Umzugskartons. Und obwohl Felix und Jakob wissen, dass sie sich Maja teilen, machen sie mit. Denn so unterschiedlich die zwei auch sind, sie beide besitzen Ehrgeiz und haben nicht vor, diese Partie zu verlieren. Doch während Maja die Tage mit Felix und Jakob genießt, driftet sie nachts in immer geheimnisvollere Träume ab. In ihnen ist es plötzlich ganz still, sie kann nur ein Klopfen hören, Schritte oder das leise Aufprallen eines Basketballs. Auf der Suche nach der Ursache blickt sie in ihre Kindheit zurück und kommt dem Grund für ihre Spielleidenschaft gefährlich nah. "Klopf.Klopf.Klopf. Vielleicht wäre es das Einfachste, die Tür zu öffnen. Vielleicht. Doch Maja gibt nicht auf. Sie will spielen." (S.11) Buchaufmachung: Ein sehr schlichtes Cover, das aber gut zum Inhalt passt. Außerdem wirkt der Hintergrund leicht "schmuddelig", ich finde das wirkt toll. Meine Meinung: Ich bin durch den interessant klingenden Klappentext auf dieses Buch aufmerksam geworden. Und wollte sofort wissen, welchen Grund diese Speilleidenschaft hat und was es mit dem Spielen generell auf sich hat. Der Schreibstil ist ganz besonders. Oft fragt man sich was genau gemeint ist und denkt viel beim Lesen nach. Durch das ganze Buch ziehen sich Nachrichten auf Facebook, die Maja mit ihren Bekannten schreibt. Dadurch wird der Bezug zur Gegenwart erstellt und ich habe gerne die Chatunterhaltungen gelesen. Hier findet man eine mal etwas andere Geschichte. Manchmal etwas verwirrend, aber dennoch fesselnd. Besonders das Ende kam überrumpelnd. Die Autorin hatte sehr viele neue Ideen und hat diese in eine gut strukturierten Handlungsverlauf eingebaut. Maja, die Protagonistin, ist ein sehr schwieriger Charakter. Anfangs war sie mehr unsympathisch, doch mit der Zeit erfährt man die Hintergründe. Warum sie so ist wie sie ist. Es war mal sehr aufschlussreich von einer sehr speziellen Person zu lesen. In ihre Gedanken einzutauchen. Auch die Anderen waren sehr glaubwürdig dagestellt. Und alle wirklich unterschiedlich. Fazit: Hat mir trotz einiger verwirrender Stellen gut gefallen. Regt sehr zum Nachdenken an!

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  • Rezension zu "Das Kratzen bunter Kreide" von Rebekka Knoll

    Das Kratzen bunter Kreide
    LeseJulia

    LeseJulia

    17. October 2012 um 21:42

    Maja ist rastlos und hat Schwierigkeiten sich auf Menschen, Orte und Gegebenheiten einzulassen...bindungsgestört. Sie zieht um, wechselt Freundschaften und Liebschaften, wie es ihr gerade in den Kram passt - denn sie liebt es zu spielen und sie ist Facebook-Userin. Ihre neuestens Liebschaften zu zwei Männern führt sie offline, sowie online. Wird es auf Dauer funktionieren mit zwei Männern? Sinnbild ihrer inneren Unruhe sind die Kreidezeichnungen ihrer Möbel auf dem Boden des neuesten WG-Zimmers. Die Striche verwischen, werden nachgezeichnet und wieder verwischt...wie auch die Beziehungen in Majas Leben. Doch woher kommt diese Unruhe, diese Spielleidenschaft? Neben der Flucht vor den Problemen im Hier & Jetzt, wird Maja auch imemr wieder von Träumen aus ihrer Kindheit heimgesucht. Sind diese Träume der Schlüssel? Fazit Dieses Buch ist anders, aber gut anders. Zunächst möchte ich sagen, dass ich das Layout extrem gelungen finde - die Haptik des Buchumschlags und die Kapitelgliederung, welche das Kreide-Motiv immer wieder aufnehmen, sind sehr ansprechend. Auch die eingefügten Internet-Kommunikationen, welche sich vom restlichen Text abheben, fügen sich perfekt in die Geschichten ein. Der Schreibstil ist modern und flüssig. Spätestens ab dem 2. Drittel wird es schwer das Buch aus der Hand zu legen, da es faszinierend ist Maja auf der Suche nach der Ursache für ihre Spielleidenschaft zu beobachten. Stück für Stück scheint sich das Puzzle zusammenzufügen und doch bleibt einiges offen. Ein gelungenes Debüt, welches den Leser doch irgendwie sprachlos zurücklässt! Ich danke dem Verlag und der netten Autorin, dass ich an der leserunde teilnehmen durfte.

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  • Rezension zu "Das Kratzen bunter Kreide" von Rebekka Knoll

    Das Kratzen bunter Kreide
    Literatur

    Literatur

    "Das Kratzen bunter Kreide" ist ein Sinnbild für Majas Welt: farbenfroh, veränderlich, aber auch dissonant. Maja, Anfang Zwanzig, wechselt ihr Studienfach, ihren Wohnort und ihren Lebensraum nach aktuellem Belieben, Tagträume reißen sie aus dem Alltag und erschüttern sie und wenn sie nicht gerade der Wirklichkeit entflieht oder sich in Tagträumen verfängt, ist sie auf Facebook aktiv oder sie lebt in der bunten Kreidewelt ihres Zimmers. Wer ist Maja, wie denkt und fühlt sie, wie ist ihre persönliche Lebenswelt und wie sind ihre Beziehungen zu ihren Mitmenschen? Der Roman erzählt auf außergewöhnliche Weise von einer besonderen Persönlichkeit mit interessanten Beziehungsmustern. Der Roman gliedert sich in mehrere Abschnitte mit kurzen Kapiteln, die gut gewählte, Interesse weckende Überschriften tragen. Der Erzählstil orientiert sich an einer alltäglichen, medialen Sprache, wobei Facebook-Kommunikation miteinfließt. Das Layout wurde für diese Art des Erzählens passend gestaltet: das Titelbild ist ansprechend, die einzelnen Kapitel werden durch Kreidezeichnungen getrennt, das Schriftbild unterscheidet die einzelnen Passagen der Kommunikation. Folglich gehen der Text und seine Darstellung sehr gut ineinander über und ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Die Charaktere werden mir einem Blick für das Detail und für die Schwächen dargestellt. Maja ist unfähig, tiefe, verlässliche Bindungen (Partner, Freundschaft, Ort) einzugehen, sie ist süchtig nach Nervenkitzel und Experimenten und ist äußerst unschlüssig. Die Kreidewelt ist ein sehr gutes Sinnbild für Majas zerbrechliche, vage Welt, eine bunte Kinderspiellandschaft, in der Verantwortung und Ernst nahezu ausgeschlossen sind und sich schließlich doch einschleichen. Denn der Roman enthält durchaus sehr tiefgründige Aspekte, z.B. welchen Raum Liebe, Freundschaft, Vertrauen, Verantwortung und Engagement in einer lockeren, medialen Welt einnehmen können, sollten oder auch müssen. Insgesamt ist der Roman "Das Kratzen bunter Kreide" ein sehr interessanter Roman, der zum Nachdenken anregt und eine Irritation im positiven Sinne hinterlässt.

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    LeseJulia

    LeseJulia

    17. October 2012 um 14:34
  • Rezension zu "Das Kratzen bunter Kreide" von Rebekka Knoll

    Das Kratzen bunter Kreide
    Buchfan276

    Buchfan276

    15. October 2012 um 18:44

    In ihrem Debüt schreibt Rebekka Knoll über die Liebe, Facebook und eine Spuren hinterlassende Vergangenheit. Maja spielt gerne mit Jakob und Felix. Eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen ist der Chat und das Nachrichten schreiben auf Facebook. Nach einem Umzug fällt es ihr plötzlich schwer, ihre Möbel wieder aufzustellen und zeichnet sie aus Kreide. Eine Handlung mit vielen Facetten entsteht... Das Cover des Buches ist ansprechend gestaltet und ich würde es so auch in einer Buchhandlung in die Hand nehmen. Im Klappentext wird auf den Inhalt vorbereitet und neugierig gemacht. Rebekka Knoll schreibt sehr flüssig und gut nachvollziehbar. Besonders gut fand ich die Art und Weise, wie sie durch ihre sprachliche Gestaltung Gefühle und Empfindungen vermittelt. Auf geschickte Weise wechseln sich Handlung im realen Leben und Nachrichten auf Faceboook ab und gehen nahezu nahtlos ineinander über. Allerdings fällt es zunächst etwas schwer, sich in diese Gestaltung einzufinden und man ist am Anfang noch etas verwirrt. Ihre Protagonistin hat die Autorin sauber und genau durchdacht und sehr detailliert in der Handlung charakterisiert. Der Titel kommt auch gut zur Geltung und bekommt eine tragende Rolle. Mein Fazit: Unbedingt lesen! Ein tolles Buch mit viel Sinn! Auch wenn man sich am Anfang nicht so zurechtfindet, nicht entmutigen lassen und weiterlesen, es lohnt sich wirklich!

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  • Rezension zu "Das Kratzen bunter Kreide" von Rebekka Knoll

    Das Kratzen bunter Kreide
    Moosbeere

    Moosbeere

    07. October 2012 um 20:11

    "Benommen richtet sie sich auf und betrachtet den eigenen Abdruck auf der bunten Kreide. Bevor sie Jakob öffnet, repariert sie schnell das Bett und streckt sich in möglichst verschiedene Richtungen. Ein Kreidebett ist einfach nicht so bequem wie ein echtes, doch das wird Maja niemandem erzählen." Inhalt Die junge Studentin Maja möchte sich in ihrem Leben auf nichts festlegen. So zieht sie gerne um, wechselt den Mitbewohner, unterhält eine eigenartige Dreiecksbeziehung mit Jakob und Felix und lebt auch so ihren Spieltrieb voll aus. Doch da sind noch die eigenartigen Träume, in denen sie unvermittelt in ihre Vergangenheit katapultiert wird. Mit ein paar Freunden versucht sie die Ursache dafür zu ergründen... Meine Meinung Der Autorin ist mit "Das Kratzen bunter Kreide" ein interessantes Debüt gelungen. Die Protagonistin Maja dokumentiert ihr Leben auf Facebook, schreibt Nachrichten an ihre verstreut wohnenden Freunde und spielt ein gefährtliches Spiel... Der Sprachstil ist seltsam nüchtern und distanziert (daher auch ein minimaler Abzug bei der Wertung) und so wurde mir die rücksichtslose, egoistische Maja auch nicht wirklich symphatisch. Aber das hat beim Lesen gar nicht weiter gestört. Viele Situationen haben zum Nachdenken angeregt und das Ende hat mich dann auch ziemlich (postitiv) überrascht: der Grund für Majas Spielleidenschaft wird aufgedeckt und das Mitgefühl für die beiden Männer in ihrem Leben schwindet... Insgesamt hat Rebekka Knolls Buch den Zeitgeist voll getroffen. Sie spielt mit Nähe und Distanz und bringt einige schräge Charaktere aufs Tapet – ein wahrer Lesegenuss mit Tiefgang. Fazit Eine echte Perle die ich ohne die Debütaktion von Lovelybooks gar nicht entdeckt hätte. Von mir gibt es daher knappe 5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die sich mit dem Phänomen Facebook, Distanz und Wohnortswechsel gedanklich einmal mehr beschäftigen möchten. Aber auch für alle anderen der "Generation Facebook" ein absolutes empfehlenswertes Buch.

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