Der Kuss der Muse: Entwicklungsroman

von Rebekka Mand 
5,0 Sterne bei3 Bewertungen
Der Kuss der Muse: Entwicklungsroman
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Flaventuss avatar

In diesem Buch steckt viel Lebenserfahrung, so dass es in meinen Augen für einen jeden Leser eine Bereicherung darstellt.

Alle 3 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Der Kuss der Muse: Entwicklungsroman"

»Tu es endlich«, flüstert sie.
Und dann tue ich es. Ich küsse sie. Öffne meine Lippen und lasse den Wahnsinn herein.
Da ist keine Luft mehr zwischen uns. Nur unsere Körper, ihrer und meiner.
Ganz nah.
***
Alex scheitert am Leben und sucht Trost im Alkohol. Für Mia besiegt er seine Sucht und mit der Geburt ihrer Zwillinge scheint das Glück perfekt.
Bis die Silberne in sein Leben tritt.
Als seine Muse weckt sie in Alex die Sehnsucht nach seiner wahren Liebe – der Kunst. Mehr und mehr ergreift sie Besitz von ihm, entfernt ihn von Familie und Freunden.
Doch was ist Wahrheit, was Lüge? Ist die Silberne ein übernatürliches Wesen oder Einbildung?
Gefangen in ihrem Bann taucht Alex in seine Vergangenheit ein und bringt Geheimnisse ans Licht, die ihn an den Abgrund führen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B07B4LV5L6
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:206 Seiten
Verlag:
Erscheinungsdatum:27.02.2018

Rezensionen und Bewertungen

Neu
5 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne3
  • 4 Sterne0
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Isbels avatar
    Isbelvor 6 Monaten
    Bedrückend und fesselnd

    "Der Kuss der Muse" ist ein Entwicklungsroman und bevor ich angefangen habe zu lesen, habe ich erstmal nachgeschlagen, was ein Entwicklungsroman überhaupt ist. Es geht in einem solchen Roman um die geistig-seelische Entwicklung des Protagonisten, welcher in der Auseinandersetzung mit sich selbst und der Umwelt, seine negativen Erfahrungen reflektierend verarbeitet und dadurch seine Persönlichkeit weiterentwickelt. Und das trifft auf Alex und seine Geschichte mehr als zu.

    In der Ich-Perspektive begleiten wir Alex, ein trockener Alkoholiker, der mit der erneuten Schwangerschaft seiner Frau Mia und den Anforderungen, die an ihn gestellt werden, nicht klarkommt. Obwohl er glücklich sein will, lässt ihn das Auftauchen der Silbernen, seiner Muse, an allem Zweifeln und treibt ihn dazu, Dinge zu tun, die sein bisheriges Leben von Grund auf verändern werden.

    Die ganze Geschichte ist düster geschrieben und liest sich bedrückend. Durch geschickt eingebaute Rückblenden werden die Vergangenheit und die Geheimnisse aller Personen Stück für Stück offenbart und die Spannung schaukelt sich bis zum Ende hoch. Die Perspektive zeigt wunderbar die Gefühlswelt von Alex und seine Entwicklung. Die anderen Charaktere bleiben hingegen blass und auch, wer und was die Silberne überhaupt ist, wird nur angedeutet, aber nie richtig offengelegt. Allerdings wirkt sich beides, meiner Meinung nach, nicht negativ auf die Geschichte aus, den sie trägt sich allein durch Alex Entwicklung und die düstere Stimmung des Buches.

    Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen, auch wenn ich hin und wieder eine kleine Pause gemacht habe, um darüber nachzudenken. Es ist kein Roman, den man mal eben so lesen könnte, sondern er regt zum Nachdenken an.


    Fazit


    Alles in allem ist "Der Kuss der Muse" ein bedrückender Roman, der mir die Geschichte von ein junger Mann erzählt, der trotz all der Geschehnisse zu sich findet, auch wenn das Ende einen sehr bitteren Beigeschmack hat.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Flaventuss avatar
    Flaventusvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: In diesem Buch steckt viel Lebenserfahrung, so dass es in meinen Augen für einen jeden Leser eine Bereicherung darstellt.
    Vom Regen in die Traufe

    Es gibt diese Leben, in denen das Glück kurz aufflackert, aber von den Menschen nicht gehalten werden kann. Es scheint, als seien die Menschen Pechmagneten, die das Unglück förmlich anzuziehen scheinen. Aber dann liegt es doch nicht nur an ihrem eigenen Verhalten und Wirken. In diesem Buch begleitet der Leser den Hauptprotagonisten Alex durch seine Hochs und Tiefs, die das Leben für ihn bereithält.

     

    Perspektiven

    Erzählt aus der Ich-Perspektive bekommt der Leser einen Einblick in seine Gefühlswelt, in der es drunter und drüber geht. Aber nicht nur das, denn Alex‘ Leben ist nicht nur geprägt von seinem eigenen Tun, sondern ist auch geprägt von den Lügen und Geheimnissen seiner Umgebung.

    Der Spannungsbogen wird dabei zusätzlich aufrecht gehalten, in dem Geschichte über weite Strecken auf zwei Zeitebenen erzählt wird. Wie hängt die Motivation der jeweiligen Handlungen der einzelnen Protagonisten zusammen? Diese Frage dürfte den Leser bis zum Schluss begleiten.

     

    Angenehm

    Der Schreibstil ist dabei angenehm direkt und nicht zu verspielt, was mir bei dieser Art von Romanen sehr gut gefällt. Immerhin ist dies ein Entwicklungsroman und kein Fantasy-Epos. Dieser angenehme und authentische Schreibstil gepaart mit der erzeugten Spannung wird den Leser recht zügig durch dieses Buch fliegen lassen.

    Dem kommt zusätzlich zu Gute, dass die Komplexität der Geschichte erfreulich gering ist. Und dass der Geschichte (ähnlich wie in der Grenzen-Saga) ein Hauch von Mystik beigemengt wurde, die mit der unbekannten Schönheit, der Silbernen in die Geschichte einfließt.

     

    Fazit

    Mit hat dieser Entwicklungsroman sehr gut gefallen. Er konnte mich fesseln und hat mich entführt in eine sehr authentische Welt, in der der Hauptprotagonist getrieben durch seine Süchte immer wieder vom Regen in die Traufe stolpert. In diesem Buch steckt viel Lebenserfahrung, so dass es in meinen Augen für einen jeden Leser eine Bereicherung darstellt, wenn er Alex ein stückweit auf seinem Lebensweg begleitet.


    Diese und weitere Rezensionen finden sich auch meinem Bücherblog.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Lyianes avatar
    Lyianevor 7 Monaten
    eine fesselnde Geschichte, die in die Tiefen der menschlichen Psyche eindringt

    Der Kuss der Muse ist eine ganz besondere Geschichte, die sich sehr schwer in eine Schublade stecken lässt, denn sie beinhaltet so viele Aspekte und ist meiner Meinung nach einfach einmalig.


    Zu Beginn hatte ich zwar kleine Probleme mit der Erzählperspektive, aber das hat sich relativ schnell gelegt. Die Geschichte wird nämlich von Alex, dem Hauptprotagonisten, in der Ich-Perspektive geschildert, aber nicht in der Vergangenheit, wie ich es aus Fantasyromanen gewohnt bin, sondern in der Gegenwart. Als ich mich daran gewöhnt habe, war es so, wie wenn ich direkt in Alex‘ Kopf gewesen wäre und alles mit ihm erlebt hätte.
    Im Endeffekt war es somit die perfekte Perspektive, da man die Geschichte anders gar nicht so eindringlich erzählen hätte können.
    Es werden aber auch einige Passagen in der Vergangenheit erzählt, die schön eingegliedert wurden. Meist passiert nämlich etwas in der Gegenwart auf das sich das Vergangene bezieht. Somit hat sich das Gefühl, alles direkt mitzuerleben, noch verstärkt.


    Und da kommen wir auch schon zu Alex, eine Person, die in mir zwiespältige Emotionen hervorgerufen hat. Einerseits hegt man Sympathien, da man ja schließlich seine Geschichte erzählt bekommt, andererseits hätte ich ihm gerne mal meine Meinung gesagt, denn oft genug benimmt er sich wie ein richtiger Idiot – nett gesagt.
    Doch Rebekka Mand hat ihren Protagonisten so vielschichtig gezeichnet und ihm eine Lebensgeschichte gegeben, so dass all seine Handlungen trotzdem irgendwie nachvollziehbar waren.
    Obwohl man die anderen Figuren nur durch die Erzählung von Alex kennenlernt, waren sie trotzdem sehr realistisch gestaltet.
    Ziemlich im Dunkeln hat mich die Autorin mit der Silbernen, der Muse von Alex, gelassen. Denn sogar über das Ende hinaus, stellte sich mir die Frage, ob sie nun echt ist oder nur eine Einbildung.


    Rebekka Mand hat es geschafft, dass mich das Ende einfach nicht loslassen konnte. Ich hatte ein so ungutes Gefühl im Bauch und wollte einfach nicht wahrhaben, auf was die ganze Geschichte hinausläuft. Sie endet mit einem lauten Knall und hat mich ziemlich verwirrt zurückgelassen.
    Denn auch wenn man denkt, dass man eine Person, auch wenn es sich hier um eine fiktive handelt, kennt, können sich doch noch versteckte Seiten zeigen.


    Fazit:
    Rebekka Mand hat mit Der Kuss der Muse eine Geschichte erschaffen, die in die Tiefen der menschlichen Psyche eindringt. Als Leser begleitet man Alex auf einer Achterbahnfahrt der Gefühle und erhält die Erkenntnis, dass man seine Vergangenheit nicht gänzlich hinter sich lassen kann.

    Wenn eine Autorin es schafft, einem mit einer Geschichte, die man normalerweise nicht unbedingt lesen würde, so zu fesseln und solche Emotionen hervorzurufen, dann kann man nur den Hut vor dieser Leistung ziehen.

    Kommentieren0
    2
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks