Regina Mars 2 Jahre später

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „2 Jahre später“ von Regina Mars

Schwuler Liebesroman Vor zwei Jahren wurden Kai und Arthur auseinandergerissen. Beide glauben, der jeweils andere sei schuld. Zwei Jahre der Verbitterung folgen. Zwei Jahre, erfüllt von Schmerzen, Veränderungen und frischen Wunden. Nun sind sie erneut am selben Ort: einem Internat voller düsterer Intrigen und tödlicher Geheimnisse. Einem Ort, der droht, beide zu verschlingen. Es sei denn ... sie finden wieder zusammen. Enthält: Missverständnisse, Drama und homoerotische Szenen. Und ein wenig Humor.

Stöbern in Romane

Das Glück meines Bruders

Die Erinnerung an eine vermeintlich glücklichen Kindheit stellt die Verhältnisse in der Beziehung der Brüder auf den Kopf.

4Mephistopheles

Der Sandmaler

Aufrüttelnd und wunderschön!

Edelstella

Der Tag, an dem wir dich vergaßen

Ein spannend erzähltes Familiendrama, das mit einigen Überraschungen aufwarten kann und das mich von Anfang bis zum Ende gut unterhalten hat

tinstamp

Töte mich

Nothomb hat meine Erwartungen einmal mehr erfüllt mit ihrem gekonnten Nachspüren menschlichen Verhaltens in kuriosen Ausnahmesituationen!

elane_eodain

Manchmal musst du einfach leben

sehr emotionales Buch, regt zum Nachdenken an

Kiwi33

Der große Wahn

Anspruchsvoll, intensiv, entwickelt eine Art Sog beim Lesen

Buchraettin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • 2 Jahre später

    2 Jahre später
    Lacarian

    Lacarian

    24. June 2017 um 23:09

    Worum geht's?  Achtung, hier wird leider schon gespoilert! Kai und Arthur sind Teenager mit unterschiedlicher sozialer Herkunft. Während sich Arthurs Eltern im Glanze eines gekauften Adelstitels suhlen, stammt Kai aus armen Verhältnissen. Sein Vater ist der Hausmeister der Villa Blau, dem Feriendomizil von Arthurs Familie. Als Arthur ohne seine Eltern anreist, lernen sich die beiden Jungs kennen. Trotz seiner scheinbar erhabenen Herkunft ist Arthur unsicher und kämpft mit Minderwertigkeitskomplexen: Er ist nicht gerade die sportlichste Erscheinung. Kai ist rank und schlank und mager, seine Minderwertigkeitskomplexe entstammen der Rangordnung des Geldes, von dem er nichts hat. Beide versuchen, cool aufzutreten und lügen sich anfangs die Hucke voll, aber lange halten sie die Scharade nicht durch. Sie mögen sich, verraten einander ihre Geheimnisse. Wenn's nach ihnen ginge, könnten sich Arthurs Eltern noch eine ganze Weile Zeit lassen. Die Fünfzehnjährigen erleben die Zeit ihres jungen Lebens! Aber die endet abrupt, als sie beim Knutschen im elterlichen Pool erwischt werden. Die Katastrophe bricht los und die beiden können sich nicht dagegen wehren, gewaltsam getrennt zu werden. Erst zwei Jahre später sehen sie sich wieder. Kai ist dank eines Stipendiums inzwischen mit seiner besten Freundin an einem Internat. Gern gesehen ist "der Sozialfall" dort nicht. Den Mobbing-Attacken der privilegierten Mitschüler sind schon andere zum Opfer gefallen. Kai und seine Freundin sind die letzten beiden Stipendiaten und die Jagd auf sie ist eröffnet. Plötzlich taucht Arthur an der Schule auf, nicht mehr moppelig, nicht mehr schüchtern. Als Rugbyspieler schließt er sich automatisch der starken Fraktion an und wird - ob er will oder nicht - in die Angriffe auf Kai hineingezogen... Und wie war's?  "2 Jahre später" nimmt den liebesverwöhnten Leser der Regina-Mars-Bücher ganz schön mit - mit niederschmetternden Katastrophen wie in dieser Geschichte sind wir bei ihr sonst nicht konfrontiert.  Was wir ja immer wieder vorfinden, sind die unausgesprochenen Sehnsüchte, durch die sich die Liebesgeschichten in der Regel im Schlingerkurs  befinden und die Protagonisten mehrere Extraschleifen einlegen, bis sie endlich am Ziel ankommen. In diesem Buch wird das Prinzip noch durch  - ja, nennen wir's Fake-News verstärkt. Nachdem die Autorin die erste Katastrophe von der Leine gelassen hat, geht es für die Jungs stetig abwärts. Nicht nur die brutal zerbrochenen Herzen machen ihnen und uns zu schaffen. Mobbing in der Schule ist hier ein ganz zentrales Thema und hat beinahe die Ausmaße organisierter Kriminalität (ähnlich wie in dem empfehlenswerten Mars-Roman "Funkenflut"). Auch hier bekommen wir es mit einem Mord zu tun, der den Leser diesmal aber in ein moralisches Dilemma stürzt und dessen Aufklärung haarsträubend ist. Nebenher versuchen Kai und Arthur irgendwie miteinander umzugehen, beide in der Überzeugung, dass der andere ihn nicht mag. Auf ein Happy End müssen wir dennoch nicht verzichten. Es dauert lange, bis alles wieder gut wird, aber am Ende dürfen wir das Buch mit einem erleichterten Seufzer zuklappen. Ein bisschen außer Atem vielleicht,  angesichts der sich überschlagenden Ereignisse, Drehungen und Wendungen. Die Wertung: Ich fange mit der Einbandgestaltung an und möchte diesmal ein bisschen nörgeln - wenn auch auf hohem Niveau (und in der Gewissheit, dass ich das nicht einmal ansatzweise so hinbekommen könnte). Die Jungs sehen natürlich klasse aus und der Leser kann sie sofort zuordnen. Allerdings gibt es Cover von Regina Mars, die lebendiger und ausdrucksstärker sind, die die Geschichte stärker widerspiegeln und sich nicht nur auf das Liebespaar beschränken. Gerade in diesem Buch, das so viel mehr Inhalt hat, hätte ich mir eine umfassendere Illustration gewünscht. Zum Vergleich seien hier die Illustrationen von "Aufgetaut", "Plötzlich Prinzgemahl" und besonders "Funkenflut" genannt. Die Bewertung des Ausdrucks fällt mir generell schwer, wie ich festgestellt habe. Um eine hohe Punktzahl zu bekommen, muss der Ausdruck nicht künstlerisch oder literarisch anspruchsvoll sein. Er muss vielmehr der Ziel-Altersgruppe angemessen sein. Das gelingt der Autorin, wenn ich als Zielgruppe junge Erwachsene annehme (auch, wenn ich selbst längst kein junger Erwachsener mehr bin). Ich entscheide mich bei "2 Jahre später" bewusst für keinen Punktabzug beim Ausdruck, weil ich das Leseerlebnis inklusive wörtlicher Rede hier flüssiger empfunden habe, als in anderen ihrer Bücher und weil ich mir viele Stellen markiert habe, die von der Story aber auch der sprachlichen Hinleitung des Lesers bemerkenswert waren. Ich war einige Male sprichwörtlich vom Hocker gerissen. Zur Unterhaltung muss ich nicht viel sagen. Ganze 412 Seiten hat Regina Mars mit ihrer Geschichte um Kai und Arthur gefüllt, und den Platz braucht sie auch. Mir gefällt der Anfang der Geschichte am besten. Die wunderbare Zeit, die die beiden in der Villa Blau verleben, ist wirklich schön. Ich hatte mich zeitweilig gefragt, warum die Jungs nicht über das Rumknutschen hinausgehen, bis mir einfiel, dass sie am Anfang ja erst 15 sind. Der große Hauptteil ist natürlich belastet durch all die Schwierigkeiten, durch die die Jungs müssen. Angenehm ist das nicht, aber emotional trotzdem kraftvoll und vielfältig. Am Ende überwiegt die Erleichterung - bei Kai und Arthur (endlich) auch in körperlicher Hinsicht. Strukturell ist die Geschichte gut nachvollziehbar. Selbst der Mord und seine Aufklärung, selbst die zweijährige Funkstille zwischen Kai und Arthur, alles nachvollziehbar. Einzig der Showdown hat meine Phantasie in Bezug auf die örtlichen Gegebenheiten kurzzeitig überstrapaziert (Ausmaße, Lichtverhältnisse). "2 Jahre später" ist eine klare Kaufempfehlung für alle, die Gay Romance lieben.

    Mehr