Regina Mars Seine Narben: Gay Romance

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Inhaltsangabe zu „Seine Narben: Gay Romance“ von Regina Mars

Wunden, die nicht heilen. Einfach alles an Matt ist falsch. Er hat kein Geld, keine Manieren und keinen Respekt vor Stan. Stan, dem ungekrönten König des Internats Schloss Hoheneck. Stan, dem reichen Adelsspross: Beliebt, gutaussehend und, wenn er je ehrlich zu sich wäre, verdammt einsam. Aber das ist er aus Prinzip nicht. Warum wird ausgerechnet Matt sein Mitbewohner? Stan muss ihn loswerden. Wenn nötig, dann mit miesen Tricks und einem hinterhältigen Plan. Einem Plan, der beinhaltet, dass er Matt verführt? Sollte kein Problem sein, schließlich ist Stan ein berüchtigter Playboy. Kann es mit einem Jungen so anders sein als mit einem Mädchen? Ja. Kann es. Eine Katastrophe folgt auf die nächste und schließlich fragt sich Stan, wer hier eigentlich wen verführt ...

Ohne Misogynie kommt das Genre im deutschsprachigen Raum leider selten aus - trotzdem bin ich immer wieder enttäuscht.

— JokersLaugh
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    Seine Narben: Gay Romance

    JokersLaugh

    Also, wo fange ich an? Am besten mit einer Kurzfassung der Story: Der neureiche Stan hat keine Lust, sein Zimmer mit dem eher mittellosen Neuen (Matt) zu teilen und beschließt deshalb, ihn zu verführen. Das klappt auch ganz gut, nur leider verliebt er sich dabei in den "armen Schlucker". Natürlich haben Schreibstil und Geschichte reinstes Fanfiction-Niveau und glaubt mir, ich habe das Buch wirklich nicht in der Erwartung gekauft, dass mir die wortgewandte Kreativität einer Nina Blazon oder der gut durchdachte Spannungsbogen einer Ursula Poznanski entgegen schlägt. Mir war klar, dass es sich hierbei um seichte, trashige und realitätsferne Romantik mit einem Schuss Erotik handelt und genau das lese ich zwischendurch auch mal ganz gerne. Jeder ihr Guilty-Pleasure. Auf was für eine ekelhaft verachtende Weise hier allerdings Frauen portraitiert werden... das kann ich kaum in Worte fassen. Und das muss ich zum Glück auch gar nicht, denn ich lasse an dieser Stelle einfach mal ein paar Zitate aus dem Buch fallen: "(...) und alle, selbst die beiden Mädchen, sahen auf ihre Pobacken, die sich in der engen beigefarbenen Hose bewegten wie zwei Gummibälle. 'Schlampe', flüsterte Vanessa und Leonora kicherte." "Ihr Ausschnitt ging fast bis zum Bauchnabel und sie hatte eine noch engere Hose gefunden. Ein Wunder, dass die nicht platzte (...)" "Aber was hat die Schlampe noch über mich gesagt?" "Wir machen jetzt rum und nachher erzählst du das Caroline. Die wird grün vor Neid. Aber gef***t wir nicht, das sag ich dir gleich." "Wir haben um ihn gewettet. (...) Wer ihn zuerst ins Bett kriegt, hat gewonnen. Und das werde ich sein, das verspreche ich dir." "Überhaupt, warum sind die Mädchen hier solche Schlampen? Diese Vanessa war schon die Dritte, die heute ankam." Dass so auch noch von einer Frau über Frauen und Mädchen geschrieben wird, versetzt mir einen besonders schmerzenden Stich.Und dabei habe ich mir die Zitate einfach random von den ersten paar Seiten gepflückt. Wo die herkommen, gibt's noch viel mehr.  Die Mädels sehen hier so gut wie alle aus wie Pornostars, schmecken nach "künstlichem Erdbeeraroma" und machen's mit fast jedem... allerdings nicht, weil sie es so toll finden (was ja völlig in Ordnung wäre), sondern nur um sich und anderen etwas zu beweisen. Oder um sich einen reichen Typen zu angeln. Machen Frauen halt so. Und natürlich werden sie für ihre Freizügigkeit verurteilt. Von den Jungs sowieso... und von den anderen Mädchen, die dann aber trotzdem das selbe machen. Selbst über die Lehrerin erfährt man lediglich, dass sie bestimmt mal ein heißer Schuss war, nun aber alt und deshalb unbrauchbar sei. Alt werden ist ja auch echt ein No-Go! Wie kann sie sich nur dem Gesetz der Natur beugen? (*sarcasm*)  Die ganze Story ist so voller Slut-Shaming, Girl-to-Girl-Hate und schrecklichen Klischees, dass ich fast schon lachen musste. Das muss doch Satire sein, ganz bestimmt! Zumindest dachte ich das, bis ich diesen Satz las, den die 10-jährige (!) Schwester von Matt von sich gibt: "Und wie sind die Mädchen? (...) Sind heiße Bitches dabei?" Da blieb mir das Lachen dann doch etwas im Hals stecken.  Das die Liebesgeschichte zwischen Stan und Matt streckenweise ganz nett ist, reißt es dann leider auch kaum noch raus. Am Ende bleibt doch alles sehr oberflächlich und "groschenromanig" (ist das ein Wort? Nein? Dann habe ich es grade erfunden :)). Eines ist mir auch noch ganz wichtig: Habt Sex so viel, so oft und mit wem auch immer ihr wollt! Also, so lange derjenige das auch will natürlich. Versteht sich von selbst. Nur weil ihr männlich seid, macht euch das aber nicht toller. Und nur weil ihr weiblich seid, macht euch das nicht zur Schlampe! Wirklich nicht. (Leute die so komisch denken, sind mir eh suspekt) Zelebriert die Liebe, egal ob mit Männlein oder Weiblein, egal ob mit einem oder mehreren Partner/n. Aber bitte, bitte, bitte verhütet dabei immer! Macht es nicht wie die zwei Idioten hier im Buch (barebacking, also echt *kopfschüttel*). Tütchen drüber und alles is jut! :) FazitGay Romance: JA, gerne - Frauenhass: NEIN, danke!Empfehlen kann ich "Seine Narben" eher nicht, aber macht euch wie immer ein eigenes Bild, wenn ihr Interesse am Buch/Genre habt. (Denkt bitte dran, dass es sich hier nur um meine subjektive Meinung handelt. Ihr dürft das gerne anders sehen) 

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