Regina Scheer

 4.3 Sterne bei 100 Bewertungen
Autorin von Machandel, Gott wohnt im Wedding und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Regina Scheer

Der Kampf gegen das Vergessen: Regina Scheer, geboren 1950 in Berlin, ist eine deutsche Schriftstellerin. Nach ihrem Abschluss in Theater- und Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin, arbeitete sie als Texterin beim Oktoberklub. Danach wechselte sie zur Studentenzeitung Forum und arbeitete dort als Redakteurin. 1980 war sie Redakteurin bei der Literaturzeitschrift Temparamente. Seit 1990 arbeitet sie schließlich als freiberufliche Publizistin, Historikerin und Herausgeberin. Ihre Schriftstellerische Laufbahn beschritt sie mit Büchern zur deutsch-jüdischen Geschichten und den eigenen Erfahrungen auf diesem Gebiet. 2014 gab sie dann ihr Romandebüt, der mit dem Mara-Cassens-Preis, sowie dem Ver.di-Literaturpreis Berlin Brandenburg ausgezeichnet wurde.

Alle Bücher von Regina Scheer

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Cover des Buches Machandel (ISBN: 9783328100249)

Machandel

 (45)
Erschienen am 12.12.2016
Cover des Buches Gott wohnt im Wedding (ISBN: 9783328105800)

Gott wohnt im Wedding

 (37)
Erschienen am 13.04.2020
Cover des Buches »Wir sind die Liebermanns« (ISBN: 9783548607832)

»Wir sind die Liebermanns«

 (6)
Erschienen am 14.02.2008
Cover des Buches AHAWAH. Das vergessene Haus (ISBN: 9783746637129)

AHAWAH. Das vergessene Haus

 (4)
Erschienen am 07.04.2020
Cover des Buches Kurt Tucholsky (ISBN: 9783938485576)

Kurt Tucholsky

 (0)
Erschienen am 01.09.2012
Cover des Buches Gott wohnt im Wedding (ISBN: 9783844533958)

Gott wohnt im Wedding

 (4)
Erschienen am 25.03.2019
Cover des Buches Gott wohnt im Wedding (ISBN: B07PJLL22D)

Gott wohnt im Wedding

 (2)
Erschienen am 25.03.2019

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Neue Rezensionen zu Regina Scheer

Neu

Rezension zu "AHAWAH. Das vergessene Haus" von Regina Scheer

AHAWAH heißt Liebe
lielo99vor 24 Tagen

„Ich nenne ihre Namen, damit sie hier stehen. Wenigstens hier, dann keine dieser Frauen wird einen Grabstein haben.“ (Zitat aus dem Buch AHAWAH)


Das Wort Ahawah stand über dem Eingang einer Schule in Berlin. Sie lag in der Auguststraße und die Autorin besuchte sie. Immer wieder fragte sie sich, welche Geschichte dieses Haus wohl hatte. Dann kam sie darauf, dass es unter anderem ein jüdisches Kinderheim war. Regina Scheer befasste sich einige Jahre mit der Vergangenheit. Dabei lernte sie Menschen kennen, die davon berichteten. Aber auch einige, die schwiegen. Ob aus Scham oder weil sie nichts damit zu tun haben wollten, das erschloss sich ihr nicht. Heraus kam dieses Zeitzeugnis. Wertvoll, weil es viele Sichtweisen zusammenfasst und für Berliner mit Sicherheit sehr interessant ist.


AHAWAH konnte ich nicht lesen, wie einen Roman. Zu hart waren die Schilderungen der Menschen, welche hautnah die Qual der Juden miterlebten. Das Haus war nämlich weit mehr als das Kinderheim. Im Keller finden sich noch Spuren von Gefangenschaft und Qual der Menschen. Frau Scheer suchte die Überlebenden und fand viele von ihnen aber nicht nur in Berlin. Verteilt auf der ganzen Welt, auch in Israel und USA, gaben sie nach einigem Zögern ihre Erlebnisse preis.


Das Buch wurde immer wieder erweitert und aktualisiert. Es gibt Originalfotos, die Kinder und deren Erzieher zeigen. Auch Nachworte zu den verschiedenen Ausgaben durch die Autorin sowie ein Personenregister und ein Literaturverzeichnis sind erfasst. Es ist anders als die Bücher, welche ich bisher zum Thema las und daher wohl auch so bewegend. Fünf Sterne sowie die Leseempfehlung gebe ich dafür.

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Rezension zu "Gott wohnt im Wedding" von Regina Scheer

Die Bandbreite der Themen und Schicksale erschlägt
uli123vor 2 Monaten

Das Buch ist keine leichte Kost und verdient alle Hochachtung angesichts der in ihm behandelten Themen – Geschichte der Juden und Roma, ihre Verfolgung und Benachteiligung im Dritten Reich, Situation der rumänischen Roma, Rassismus, Geschichte Israels, Immobilienspekulation. Gerade das aber hat auf mich eine erschlagende Wirkung. Es wurde doch etwas sehr viel in die Geschichte gepackt, so dass es schwer war, konzentriert allem zu folgen, zumal viele Zeitsprünge erfolgen und viele Einzelschicksale behandelt werden, die auch noch miteinander verwoben sind. Die gründliche und gute Recherche der Autorin verdient Lob. Es ist für mich der erste Roman, in dem ich etwas über Roma gelesen habe. Ich habe viel Neues erfahren. Die Darstellung wirkt auf mich oft sehr nüchtern und geben die wörtlichen Reden der Romanfiguren Ansichten wieder, die so aus dem Mund von Politikern oder ihren Interessenvertretern stammen könnten. Auf jeden Fall ist es eine schöne Idee, die Geschichte eines Hauses und seines Stadtviertels sowie seiner Bewohner vom Ende des 19.Jahrhunderts bis in die Gegenwart zu schildern und dabei abwechselnd das Haus selbst und wichtige Bewohner zu Wort kommen zu lassen.

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Rezension zu "Machandel" von Regina Scheer

Im Machandel, tief im Osten und vor dieser Zeit
Buecherfreundinimnordenvor 3 Monaten

Über das Buch ist schon viel gesagt und geschrieben worden, es gab sehr viel Lob für die Autorin und das auch zu Recht.Sie erzählt über eine Distanz von rund 50 Jahren, es entsteht ein farbiges Bild eines Dorfes und seiner Bewohner. Manchmal war es nicht ganz leicht für mich, den Ereignissen zu folgen, denn sehr viele Schicksale drängen sich hier dicht an dicht. Namen tauchen auf und verschwinden, es gibt auch zeitliche Sprünge, mit denen der Leser fertig werden muss. Ein bisschen weniger wäre vielleicht manchmal mehr gewesen, dennoch, Regina Scheer erzählt brilliant und souverän. Das Tüpfelchen auf dem berühmten i war für mich, dass ich die Region um Güstrow und Teterow sogar kenne und mir die Kulisse des Dörfchens Machandel daher noch etwas besser vorstellen könnte.

Ich mochte das Buch, auch wenn ich mich bemühen musste, den Überblick zu behalten. Vier satte von fünf Sternen! 

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