Regina Schleheck , Jürgen Eglseer Das Ende der Menschheit (Anthologie)

(7)

Lovelybooks Bewertung

  • 8 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(4)
(3)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Ende der Menschheit (Anthologie)“ von Regina Schleheck

Die Menschheit steht vor dem Abgrund, die Welt ist gefangen in einer Spirale aus Tod und Verderben. Die Zivilisation, wie wir sie kennen, ist am Ende. Was würdest du tun, wenn es kaum noch Hoffnung gibt? Deine Liebsten um dich scharen und auf den Untergang warten oder um dein Leben kämpfen? 20 Kurzgeschichten voller Zweifel und Hoffnung, Liebe und Hass und dem Tod als einziger Konstante auf den letzten Wegen der Menschheit Kurzgeschichten von Andre Hahn, Anke Höhl-Kayser, Denise Mildes, Detlef Klewer, Dirk Wendt, Frederic Brake, Jasmin Ickes, Johanna Theuer, Lily Beier, Manfred Schnitzler, Marco Callari, Markus Cremer, Markus Unger, Martin Beckmann, Peter Biedermann, Regina Schleheck, Simona Turini, Thomas Williams, Torsten Exter und Ulrike Lantermann-Kliem

Nix da Meinung - ich bin drin vertreten, also kaufen! ;-)

— Moryahh

Stöbern in Fantasy

Die magische Pforte der Anderwelt (Pan-Spin-off)

Eine tolle Geschichte. Zwar zog sie sich ein wenig in die Länge, doch zum Ende hin wurde es noch einmal richtig spannend!

Anni_book

Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt

Spannender Reihenauftakt, der einen in eine unglaubliche Welt entführt, in der nicht alles so ist, wie es zu Anfang scheint.

MartinaSuhr

Coldworth City

Ein wirklich gelungener Roman, der allerdings doch die ein oder andere Schwäche aufweist.

Mimmi2601

Erschüttert

Ich liebe diese Reihe einfach! Die verschiedenen Perspektiven sind allerdings nach wie vor nicht so meins

Lucretia666

Die Hexe von Maine

Einmal angefangen könnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen! Tolles Buch mit viel Spannung!

Mila1394

Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Auch als Erwachsene immernoch mein Liebligsteil

sternchennagel

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Die Vielfalt ist beeindruckend

    Das Ende der Menschheit (Anthologie)

    inflagrantibooks

    Inhalt/Meinung Wieder einmal hat eine Anthologie vom Amrûn Verlag den Weg zu mir gefunden. Ich war gespannt, was der Verleger und Herausgeber Jürgen Eglseer mir diesmal präsentierte und so machte ich mich auf, um dem Ende der Menschheit entgegen zu treten. Das Ende der Menschheit ist vielschichtig und birgt tausende von Möglichkeiten, die es auszuschöpfen gilt. Außerdem gibt es schon sehr, sehr viele Geschichten die mehr oder minder vom Ende der Welt und ihren Bewohnern handeln. Als Autor muss man mittlerweile tief in die Ideenkiste greifen, um nicht in der „Kenn ich dich schon in anderen Versionen“-Schublade zu landen. Als Herausgeber muss man den Blick für solche Geschichten haben und als Verleger sollte man sich trauen, auch mal „die etwas andere“ Geschichte aufzunehmen, um mit dem Gesamtpaket „Anthologie“ aus der Masse hervorzustechen. Den Anfang macht Jürgen Eglseer selbst in dem er mir als Leser den Leitartikel aus „Phantast #6“ als Einleitung präsentiere. Interessant, fundiert und neugierig machend auf das, was folgt. Fand ich viel besser als die üblichen Vorwort-Plänkeleien. Aber nun kommen wir mal zu den einzelnen Geschichten: (Ich werde kaum ein Wort über den Inhalt verlieren. Es sind Kurzgeschichten, ich finde, da muss man nicht noch viel über den Inhalt erzählen, außerdem nimmt es die Überraschung, wenn man als potenzieller Leser schon vorher weiß, was passiert.) Andre Hahn-Gerechtfertigter Hass Gleich die erste Geschichte hat mich tatsächlich vom Hocker gehauen! Erinnerte von der Aufmachung an „28 Tage später“ aber doch ganz anders. Nach und nach erfährt man, was auf der Welt los ist und je mehr man weiß, desto erschreckender wird das Ausmaß des ganzen Problems. Moralisch hervorragend ausgearbeitet, verleiht der Kontext der Geschichte viel mehr Tiefe, als wenn der Autor die Problematik, die er behandelt, konkret angesprochen hätte. Ich war schwer beeindruckt und hab lange über den Inhalt nachgedacht. Und außerdem … wie soll so ein Einstieg getoppt werden? Anke Höhl-Kayser-Der Erste Hier wird eine der vielen Möglichkeiten thematisiert, in dem als Grundlage der ewige Kampf von Himmel und Hölle in einer anderen Form als Grundlage genommen wird. Ich spürte die allgegenwärtige Angst des Protagonisten, roch die frische Meeresluft und sah doch immer noch mal über die Schulter, um wirklich sicher zu sein. Die Auflösung war gewöhnungsbedürftig, ich mag eher die klassische Version des Weltuntergangs und konnte mit den Reitern in den Wolken nicht viel Anfangen, aber nichts desto trotz war das eine wirklich fantastische Geschichte, die der Frage auf den Grund zu gehen versucht, was wäre wenn man die letzte Person auf der Welt wäre? Denise Mildes-Seuchenkind Dieses Szenario hat mir auch ganz schön zugesetzt. Wie kann man leben, wenn alle um einen herum sterben? Wie kann man dann überleben? Eine Geschichte, im Grunde nur ein paar Szenen, die zum Nachdenken anregen und zu der Frage führen: „Was würde ich tun?“ Ich muss gestehen, ich weiß es nicht, und bin von der Charakterstärke der Hauptfigur beeindruckt. Sie hat alles verloren und macht dennoch immer weiter. Weil sie es muss, nicht unbedingt weil sie es kann. Detlef Klewer-Hoffnung und L. A. Hoffnung. Etwas das wahrlich überbewertet wird, wenn die Welt am A**** ist. Hoffnung macht sentimental, schwach und letztendlich ist man Tod. Das klingt jetzt vielleicht irgendwie niedergeschlagen und ja… hoffnungslos. Aber so hab ich mich gefühlt nach dieser Geschichte. Hoffnungslos, obwohl der Protagonist durchaus noch welche hatte. Er kämpft, kämpft und macht immer weiter. Trifft neue Leute, hat Vertrauen. Und am Ende gewinnt doch die falsche Schlange der Hoffnung. Die Ironie am Ende war schon fast komisch. Dirk Wendt-Überleben Die Geschichte gehört zu den Szenen, die einem am Ende eines Weltuntergangsfilms die Tränen in die Augen treiben. Man fiebert mit, hofft und weint am Ende um verlorene Träume und fasche Entscheidungen. Die Geschichte beginnt tragisch, steigert sich von Tag zu Tag und das Ende setzt dem ganzen noch die Krone auf. In Anbetracht der Umstände und da ich weiß, wie es aufgenommen wird: Fantastische Weltuntergangsgeschichte, die hervorragend die menschlichen Abgründe aufzeigt und gleichzeitigt ein Familiendrama einbaut, das dem Ganzen noch einen Hauch Drama verleiht. Frederic Brake-Hundeliebe Dieser Auslöser vom Ende der Menschheit war schlimm. Grauenvoll und erschreckend, da zeitgleich jedes Handeln vollkommen hoffnungslos und sinnlos ist. Alles steuert unvermeidbar dem Ende entgegen und nichts und niemand kann etwas dagegen machen. Ich als Leserin konnte nur zu schauen und fassungslos mit dem Kopf schütteln. Sehr ergreifend beschrieben. Der Wechsel der Perspektiven machte es noch eindrucksvoller. Jasmin Ickes-Rot Eine Liebesgeschichte, dessen Ende verpackt ist in den Weltuntergang. Was hat der Großvater getan? So genau wird das leider nicht klar und ob das dann zu dem letztendlichen Ende der Menschheit geführt hat, weiß ich auch nicht so genau. Ich finde, hier stand die Liebesgeschichte mehr im Vordergrund, als das Ende. Eine tragische Geschichte, die sehr schön anfängt und mit dem Ende von allem Leben endet. Johanna Theuer-Der letzte Krieg Grauenvolle Geschichte. Also der Inhalt, der Grund der Geschehnisse und das Ergebnis von Handlungen und Entscheidungen. Einfach nur grauenvoll und ich hoffe, dass so etwas nie wirklich passiert. Zwar kam ich mit dem Schreibstil nicht ganz klar, der war mir an einigen Stellen zu kalt und distanziert, aber der Kontext war erschreckend und machte die Distanz wieder weg. Es sind nicht unbedingt immer Viren oder dergleichen schuld am Ende der Menschheit. Das schaffen wir auch ganz allein. Lily Beier-Hell Von diesem Szenario hat sicherlich jeder schon mal gehört. Gut geschrieben, gut umgesetzt. Am Ende holt der Teufel doch sowieso alle, egal wen, egal wo. So einfach. Natürlich kann man jetzt anfangen darüber zu diskutieren, inwiefern die Menschen selbst Schuld sind, aber auf manche Dinge hat man (oder Mensch) eben keinen Einfluss. Manfred Schnitzler-Parasit Das ist die Geschichte eines Mannes, der durch äußere, schreckliche Umstände geformt wurde. Er ist am Ende nicht mehr der Mann, der er am Anfang war und wahrscheinlich wird er es auch nie wieder sein. Entscheidungen müssen getroffen werden und danach muss man mit den Konsequenzen leben. Klasse Geschichte, die nur einen kleinen Teil ihrer Möglichkeiten zeigt. Hier hätte ich gern noch mehr gelesen! Marco Callari-Der Nebel Jeder muss dann gehen, wenn seine Zeit gekommen ist. Das klingt jetzt ziemlich abgedroschen, aber genau das sagt meiner Meinung nach diese Geschichte aus. Wie das Ableben aussieht sei dahingestellt. Da der Protagonist nicht weiß, woher der Nebel kommt, erfahre ich das als Leser natürlich auch nicht. Das war nicht schlimm, macht es für mich die ganze Sache noch interessanter, da ich selbst grübeln konnte. Wieder eine klasse Geschichte! Markus Cremer-Der Arachnideneffekt Anfangs war ich etwas verwirrt, es dauerte einen Moment, bis ich in die Story reinkam, aber dann riss sie mich mit und ich fand mich zwischen Spinnen, Besserwissern und dem drohenden Ende der Welt wieder. Gesellschaftskritik die bei den kleinsten und unbeliebtesten Tierchen ansetzt und sich ganz langsam nach oben arbeitet. Sehr fantastisch, sehr eindrucksvoll. Vollkommen egal, ob das wirklich passieren könnte, allein dafür dass Leser über das „Verdammt, was tun wir der Welt eigentlich an?“ nachdenkt, macht die Geschichte herausragend. Kennt ihr folgende Situation? Ihr habt etwas angestellt, ihr wusstet dass es falsch war und habt es dennoch gemacht. Und nun steht vor euch die strenge, ältere Dame mit diesem Blick. Der Blick, der selbst Steine dazu bringt, von alleine zu Staub zu zerfallen. Diese Geschichte hier ist die alte Dame und sie schaut mit dem Blick auf alle Menschen. Markus Unger-Funkstille Das Ende der Menschheit und dann wird man auch noch verrückt. Ich denke, dass ist die einzige Möglichkeit, irgendwie damit umzugehen. Man muss wohl ein bisschen verrückt werden. Sehr traurige Geschichte, die mich tief berührt hat. Peter Biedermann-Fahrräder an der Tankstelle Interessante Geschichte, allerdings hätte ich mir hier etwas mehr Hintergrund-Infos gewünscht. Das Ende ist recht offen, ich konnte mir aber selbst ein Bild davon machen, wie es ausgehen könnte, da ich vorab genug Infos bekam, was in der Umgebung los ist und was mit einem geschieht, sollte man nun tatsächlich zur Tankstelle gelangen wollen. Regina Schleheck-Kant ist K**** Das war eine Geschichte, mit der ich bis auf das Ende, nicht viel anfangen konnte. Die Protagonistin ist eindeutig dem Größenwahn verfallen, aber das ganze drumherum konnte ich nicht immer nachvollziehen. Am Ende wurde einiges klarer, allerdings kamen mir die Erkenntnisse irgendwie zu spät. Simona Turini-Aussterben Auch diese Geschichte hat mich zum Nachdenken angeregt, denn so abwegig ist der Grundgedanke gar nicht, dass die Menschheit explodiert und sich dadurch selbst vernichtet. Sehr gut erzählt, ergreifend und ein nachvollziehbares Ende. Wirklich sehr, sehr fantastische Geschichte, bei der es sich lohnt, mal mit dem lesen zu stoppen und seinen Gedanken zu folgen! Thomas Williams-Wie ich meine Sommerferien verbrachte Sehr geil, wenn auch wirklich blutig und dezent brutal. Der subtile Witz an einigen Stellen ließ mich immer wieder grinsen, obwohl es wirklich hart in dem Camp zugeht. Die Balance von beiden wird aber perfekt gehalten, sodass die Geschichte nicht ins lächerliche gezogen wird. Sehr gerne gelesen, auch wenn das Thema nicht unbedingt neu war, aber es kommt ja darauf an, was man aus einem bekannten Thema machen kann. Sehr fantastisch und sehr gerne gelesen! Btw… die Namenswahl fand ich klasse, schon allein davon kam ich ins gruseln. :-D Torsten Exter-Blutspucker Harte Kost, die mir hier präsentiert wurde. Hier muss ich zugeben, dass mir das Wie und Warum eigentlich egal war. Ich fand die Verzweiflung, dieses Gefühl von „Was soll ich nur machen?“, war so greifbar, dass mir fast schon die Tränen kamen, als ich ahnte, wie das alles endet. Grauenvoll und nachvollziehbar, und trotz der Tragik sehr gerne gelesen! Ulrike Lantermann-Kliem-Die letzte Gebärende Wieder so eine dramatische Geschichte, die mich am Ende sprachlos zurückließ. Ich denke, hier zu viel zu sagen, würde die Message kaputt machen, die in meinen Augen hier vermittelt wurde. Obwohl eigentlich nicht viel passiert, passiert gleichzeitig auf einigen Ebenen so viel, dass ich danach pausieren musste. Erstklassige Geschichte mit tiefgreifendem Kontext! Andre Hahn-Warten auf Mama Ich hasse Geschichten, bei denen es um Kinder geht! Da muss ich immer weinen. Diese Geschichte ist anders, obwohl wir hier schon einige Geschichten mit Kindern hatten, aber diesmal ging es nicht darum, sie zu retten. Obwohl, irgendwie schon. Ich kam zwischendurch mit den Dialogen nicht ganz klar, sie wirkten an ein paar Stellen zu gestellt, aber die Aussage der Geschichte ist dennoch bei mir angekommen. Tragisches Ende. Der Vater trifft eine Entscheidung und versucht es dann seinen Kindern so schön wie möglich zu machen. Anstatt wegen dem drohenden Ende durchzudrehen, wird er ruhig und das fand ich, trotz des dramatischen Hintergrunds, erfrischend. Hm, irgendwie hab ich eine zwiegespaltene Meinung zu der Geschichte. Der Kontext war klasse, die Idee auch, nur der Schreibstil hat mich nicht auf ganzer Länge überzeugen können. Martin Beckmann-Dreieinhalb Grad bis Mitternacht Sehr geile Geschichte! Trotz kaum vorhandenen Infos über den aktuellen Zustand der Welt, erfährt man dennoch verdammt viel und kann sich so selbst ein Bild machen. Der Grund, warum alles so gekommen ist, wie es eben ist, ist so grandios und neu, obwohl das Thema immer wieder mal aufkommt! Sehr fantastisch, ich war begeistert! Von allem! Aufopferung, Eigenschutz, Veränderungen, Menschlichkeit in einer unmenschlichen Welt. Und dann Der Ausbruch von … *Spoiler*… Einfach nur Genial! Fazit Auch wenn mich persönlich diese oder jene Geschichte nicht gänzlich überzeugen konnte, ist diese Anthologie aus dem Amrûn Verlag doch wieder fantastisch und jedem zu empfehlen, der 1. gerne Kurzgeschichten liest, 2. Weltuntergangsgeschichten auch mal ohne Happy End ertragen kann und, last but not least, 3. auf eine wirklich herausragende Auswahl von nachdenklich machenden, tiefgreifenden und auch gesellschaftskritischen Geschichten steht, bei denen aber nie der menschliche Aspekt verloren geht. Die Mischung macht es und da hat der Herausgeber hier ein wirklich sehr gutes Händchen gehabt, denn die Unterschiedlichkeit der Ideen ist wirklich hervorragend! Klare Kaufempfehlung meinerseits! Bewertung Wie schon gesagt, konnte mich nicht unbedingt jede Geschichte überzeugen, aber ich wurde unterhalten. Ich wurde zum Nachdenken angeregt, musste weinen, war wegen neuartigen Ideen und deren Umsetzung begeistert. Was will ich als Leser mehr? „Das Ende der Menschheit“ aus dem Amrûn Verlag bekommt an dieser Stelle knappe 5 von 5 Marken von mir. (Und das hat nichts damit zu tun, dass ich statt 20 Geschichten sogar 21 zu lesen bekam. :-D ) Es grüßt ~ Tilly

    Mehr
    • 2
  • 20 tolle Endzeitgeschichten die man sich nicht entgehen lassen sollte

    Das Ende der Menschheit (Anthologie)

    lord-byron

    Für eine Anthologie eine Rezension zu schreiben, finde ich immer besonders schwer. Besonders wenn sie so viele Geschichten beinhaltet und man nicht auf jede Einzelne eingehen kann. Was mach ich nun? Einfach nur ganz allgemein über das Buch schreiben, oder picke ich mir einfach ein paar Geschichten heraus? Wie werde ich diesem Buch gerecht? Wie schaffe ich es, dass sich keine der Autoren zurückgesetzt fühlt? Ich fang einfach mal an: In der Anthologie "das Ende der Menschheit gibt es 20 tolle Endzeitgeschichten und ein richtig gutes Vorwort des Herausgebers, in dem er auch auf ein paar Filme eingeht. Ich fand es richtig interessant und es beweist, dass auch Jürgen Eglseer es versteht spannend zu schreiben und die Leser zu fesseln. Aber auch die folgenden Geschichten lösten alle das selbe Gefühl bei mir aus: Ich war nach dem Lesen sehr deprimiert, traurig, teilweise immer noch in diesen düsteren und hoffnungslosen Geschichten gefangen. Eigentlich lese ich Kurzgeschichten immer vorm Einschlafen, aber das konnte ich hier nicht, da ich in den ersten 3 Nächten jedes Mal Albträume hatte und dann lieber jeden Morgen eine der Geschichten las. Beginnen wir mit der ersten Geschichte "Gerechtfertigter Hass" von Andre Hahn. Diese Geschichte hat es echt in sich. Die Tiere drehen durch und wenden sich gegen die Menschen. Aber nicht die Löwen, Tiger, Elefanten und anderen Großtiere sind die größte Gefahr für die Menschheit, sondern die vielen vielen Kleinstlebewesen, die so oft achtlos von den Menschen getötet werden. Da hilft es nur noch sich auf den Weg zu Eis und Schnee zu machen. Aber da gibt es wieder andere Probleme: denn wovon soll der Mensch hier leben? "Seuchenkind" von Denise Mildes hat mich auch sehr beeindruckt. In einer Welt in der die meisten Menschen an der Seuche sterben, schafft es ein Pärchen zusammen zufinden und gesund zu bleiben. Doch dann passiert etwas was die Frau an ihrem Verstand zweifeln lässt und alle ihre bösen Erwartungen treffen ein. Das war auch so eine Geschichte, die den Leser einerseits hoffnungslos zurück lässt, wo aber andererseits ein kleines Flämmchen der Hoffnung weiter glimmt. In "Der Nebel" berichtet Marco Callari von einem Mann, der hautnah miterlebt, was es mit diesem Nebel auf sich hat, der sich plötzlich über die Städte senkt und Leute verschwinden lässt. Bei der Geschichte bekam ich beim Lesen Gänsehaut. Wer garantiert uns denn, dass so etwas nicht wirklich einmal geschieht? Ganz besonders gut hat mit die Geschichte "Der Arachnideneffekt" von Markus Cremer gefallen. Wie der Name schon verrät geht es um Spinnen. Sie werden nach und nach von den Menschen vergiftet. Dass das weiteres Unglück nach sich zieht, kann man sich ja denken, denn Spinnen halten die Insekten in Schach, die sich sonst hemmungslos vermehren würden. Also setzt brav die im Haus gefangenen Spinnen nach draußen und benutzt keinen Insektenvernichter. Es reicht ja, dass wir schon dabei sind die Bienen zu vernichten. Und glaubt mir, wenn uns das gelingen sollte, wird das auch unser Ende sein. Regina Schleheck hat sich überlegt was wohl passiert, wenn man anfängt das Trinkwasser mit Medikamenten zu manipulieren. Ihre Befürchtungen kann man in der Geschichte "Kant ist Kacke" nachlesen. Meine Lieblingsgeschichte kommt von Thomas Williams und heißt "Wie ich meine Sommerferien verbrachte" Hier wird ein Junge in ein Sommerlager gesteckt ohne dass die Eltern ahnen, dass das der schlecht möglichste Zeitpunkt dafür ist. Hier ging es knallhart zu Sache. Ich liebe es. Der Autor hatte mich schon mit seiner Geschichtensammlung "Weird Trip" überzeugt und hier bewiesen, dass das keine einmalige Sache war. Ganz großes Kino. Die letzte Geschichte die ich noch erwähnen möchte ist "Die letzte Gebärende" von Ulrike Lantermann-Kliem. Wie der Titel schon verrät, werden viele Frauen unfruchtbar. Was heißt das für die Zukunft der Menschheit? Die Autorin hat da wirklich toll ihre Phantasie spielen lassen und ich fand ihre Idee durchaus plausibel. Nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht. Alle Geschichten waren großen Klasse, aber es würde einfach den Rahmen sprengen, sie alle vorzustellen. Ich finde diese Anthologie jedenfalls total gelungen und werde nach weiteren Kurzgeschichten des Amrûm-Verlages Ausschau halten. Für dieses tolle Büchlein vergebe ich 5 von 5 Punkten, und was es noch nie für Kurzgeschichten gab, auch den Favoritenstatus. Wer Apokalyptische Geschichten mag, kann hier bedenkenlos zugreifen.

    Mehr
    • 8

    parden

    11. March 2014 um 19:49
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks