Regina Schleheck Klappe zu Balg tot

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Inhaltsangabe zu „Klappe zu Balg tot“ von Regina Schleheck

Überschrift über einer historischen Babyklappe (Torno) am Hamburger Findel- und Waisenhaus: „Auf dass der Kindermord nicht künftig werd verübet, Der von tyrannscher Hand der Mutter oft geschicht, Die gleichsam Molochs Wuth ihr Kindlein übergiebet, Ist dieser Torno hier auf ewig aufgericht. ANNO 1709.“ Die Titelgeschichte „Klappe zu – Balg tot“ nimmt das Thema auf, schildert Facetten der – alltäglichen – Grausamkeit, die auch den anderen Geschichten von Regina Schleheck zugrunde liegen.

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  • Klappe zu Balg tot

    Klappe zu Balg tot

    thenight

    28. April 2013 um 08:56

    Kleine teils wirklich fiese Geschichte erzählt uns die Autorin Regina Schleheck, Geschichten die sich so in unserer Nachbarschaft abgespielt haben könnte oder gerade abspielt, sie entführt uns in die Abgründe der menschlichen Seele und braucht um uns deren Schrecken zu offenbaren oft nicht mehr als 2 oder 3 Seiten um uns dann in den letzten Sätzen die Botschaft der Geschichte überbringt. Es fällt mir ein bisschen schwer in Worte zu fassen, was meiner Meinung nach die Hauptbotschaft der Autorin ist, da ich nichts vom Inhalt verraten möchte, zu schnell wäre zu viel verraten. Mit einem Satz könnte ich es vielleicht so ausdrücken. Verurteile niemanden, du könntest es selbst gewesen sein.

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  • Dem Volk aufs Maul geschaut.

    Klappe zu Balg tot

    RitaLeseviel

    26. April 2013 um 15:55

    „Bitterböse Kurzgeschichten“ lautet die Unterschrift auf Regina Schlehecks Buch „Klappe zu - Balg tot“. Um genau zu sein sind es 24 Kurzgeschichten, die sich fantasiereich um die Themen Kinder und Beziehungen ranken. Der Buchtitel lässt schon ahnen, dass der Leser hier nicht unbedingt mit Samthandschuhen angefasst wird. In dem 139 Seiten umfassenden Band erzählt die Autorin von missverstandenen und misshandelten Frauen und Männern, von unschuldigen und schuldigen Kindern, von erotisierenden Schokoladen Weihnachtsmännern, von Glückskindern und seltsamen Taxifahrern und vielen kruden Zeitgenossen mehr. Was sich in der Aufzählung noch trocken anhört, wird dem Leser ein ums andere Mal vielleicht den Mund offen stehen, das Gesicht vor Ekel verziehen oder die Schamesröte ins Gesicht steigen lassen. Regina Schleheck schreibt klar und direkt und wählt in ihren Geschichten eine nachdrückliche und erklärungsfreie Sprache. Dass dabei Worte wie ficken, Eier oder ineinandervervögelt fallen, sei hier nur am Rande erwähnt. Denn manchmal ist es auch nur ein einfaches „Knack“, was die Situation im Text unterstreicht oder den Leser kurz innehalten lässt. Mit ihrer Art zu schreiben erzeugt Regina Schleheck zweifelsfrei nicht nur Bilder im Kopf des Lesers „Meine Finger erwärmten sich und mit ihnen die Weihnachtsmänner. Das Stanniol knisterte, die Leiber wölbten sich, blähten sich wollüstig meiner Hand entgegen …“, sondern zieht ihn in einen Sumpf der Gefühle und Vorahnungen. „Warum da keine Haare seien, hatte ich wissen wollen, als er meine Hand in seinen Schritt führte.“ Man muss annehmen, dass Regina Schleheck eine besonders aufmerksame Zeitungsleserin ist. Die Geschichten scheinen zunächst weit ab der Realität, entwickeln schnell eine Eigendynamik, so dass am Ende des Textes ein Rest von „das habe ich doch schon mal so ähnlich gelesen oder gehört“ bleibt. Letztendlich schaut sie dem Volk aufs Maul, unter die Bettdecke und in die wirre Gedankenwelt hinein, legt hier und da noch eine kleine Schüppe mehr drauf und hinterlässt mehr als nur ein Stirnrunzeln. Auf den Punkt gebracht - mir hat das Lesen der Kurzgeschichten ausgesprochen gut gefallen. Sie fallen meines Erachtens aus dem üblichen Rahmen, unterhalten nicht ausschließlich, sondern regen auch zu Nachdenken und zeitweise zum Verständnis an. Hier wird nicht mit ungewöhnlichen Auflösungen kokettiert, sondern das tatsächliche Grauen der Welt vor Augen geführt.Leseempfehlung? Zweifelsfrei – ja! Für wen? Für alle, die glauben vorurteilsfrei durch die Welt zu gehen – sie werden hier eines besseren belehrt. Für Leser die eine direkte, teilweise unverfrorene Schreibweise zu schätzen wissen.

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