Tod in Herford

von Regina Schleheck 
4,3 Sterne bei7 Bewertungen
Tod in Herford
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Ein Kindergartenkind entdeckt vieles, das Erwachsenen verborgen bleibt

H

Ein sehr schöner, kurzweiliger Krimi

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Inhaltsangabe zu "Tod in Herford"

Eine Mädchenleiche treibt auf dem Baggersee. Zwei Jugendliche sind untergetaucht. Der fünfjährige Linus wird beim Wasserlassen hellhörig. Er entdeckt einen Toten und allerhand Totgeschwiegenes.

Missbrauch, Mord, Prostitution und Panikreaktionen werfen die Handelnden in ein Wechselbad von Verstörung und Versöhnung.

Linus ermittelt. Naiv, neugierig, entwaffnend.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783958131507
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:250 Seiten
Verlag:edition oberkassel
Erscheinungsdatum:19.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    efellvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Kindergartenkind entdeckt vieles, das Erwachsenen verborgen bleibt
    Linus ermittelt

    Ein netter Krimi, der aus der Sicht des Kindergartenkindes Linus und eines obdachlosen Pärchen - "Schneewittchen und Prinz" erzählt wird.
    Besonders gut hat mit bei Linus die Vertrautheit mit seinem Freund gefallen, wie sie die verschiedenen Ereignisse, die Linus entdeckt hat, diskutiert haben, sodass den Kindern manches besser klar wurde. Es war schon erstaunlich, zu welchen brenzlichen Situationen Linus gerade rechtzeitig zum Beobachten gekommen ist - ein bisserl übertrieben, aber beim Lesen hat es doch Spaß gemacht und ich musste immer wieder schmunzeln, wie Linus die einzelnen Wörter in seine Sprache übersetzt und gedeutet hat.
    Der Background von Linus: getrennt lebende Eltern, die an dem Tod seiner Schwester zerbrochen sind, neue Freundschaft seines Vaters und die Aufgabe des Kindes, die Mutter wieder glücklich zumachen - dies wurde sehr gut geschildert und hat mich eigentlich mehr berührt als der Krimi, der doch etwas konstruiert war.
    Jedenfalls hat mir das Buch nette Lesestunden beschert.

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    Hawkeye67vor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Ein sehr schöner, kurzweiliger Krimi
    Linus ermittelt.

    Sie kennen Ermittler ? Klar, gewitzte Amateurdetektive, Polizisten, die mehr oder weniger gesetzeskonform arbeiten, coole Typen, nie um eine knallharte Antwort verlegen sind, ruhige Kombinationsgenies, Vergessen Sie alle diese Typen, denn in diesem Buch  ermittelt Linus. Da geht der fast 6 jährige im Park austreten und tritt damit, ungewollt eine Welle los, die es in sich hat.  Mit kindlicher Naivität und Neugierde ermittelt der Knirps in einem Mordfall, der aber nicht nur ein Mord ist, sondern nur ein Mosaikstein im Gewirr von Pädophelie, Mord, Missbrauch. Verschiedene Schicksale kreuzen in diesem Buch ihren Weg, doch ist jedes Schicksal auf eine bestimmte Art miteinander verknüpft. Regina Schleheck gelingt die Gratwanderung, den Blickwinkel eines 6 Jährigen mit der harten Realität, mit Mord und Gewalt, Erpressung, Missbrauch zu kombinieren.  Die Unbekümmertheit von Linus, der sich früh seine Rechte und Freiheiten in der Welt der Erwachsene erkämpft lässt einen oft schmunzeln. Trotzdem steigt der Spannungsbogen stetig an und lässt einen nur schwer los. Nur ein Rätsel bleibt für mich als Rheinländer unbeantwortet: Warum nur Herford ? ;-)  Trotzdem; eine klare Empfehlung von mir.

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    AnjaScs avatar
    AnjaScvor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Kleiner aber feiner und spannender Krimi.
    Klein aber fein!

    Inhalt & Fazit: Das nächste Buch ist beendet! Mit knapp 200 Seiten ein eher kurzer Krimi, der es trotzdem in sich hat. Mord, Pädophilie, Prostitution, Ausreißer, unglückliche oder glückliche Begegnungen treffen auf einen fünfjährigen mit dem Namen Linus. Aber fangen wir vorne an: Linus erkämpft sich seine Rechte, was er alleine darf und wo er alleine hindarf, denn immerhin ist er fünf und damit fast erwachsen. Die Sorgen und Nöten seiner Mutter kann er nicht verstehen. Als er alleine auf dem Spielplatz ist und dringend pullern muss, hastet er ins Gebüsch und stellt dabei fest, dass er auf einen toten Mann pullert. Damit nimmt alles seinen Lauf und auf Grund seiner unstillbaren Neugier wird er mitten in den Knäuel dieser Verknüpfungen gezogen und erfährt und sieht Dinge, die ein Kind eigentlich nicht sehen oder wissen sollte. Auf der Entdeckungstour von Linus lernen wir dann auch Pink und Igor kennen, Ausreißer, die sich verstecken und nicht nur Angst vor der Polizei haben. Trotz all dieser Bitterkeit und Rohheit, die wir in diesem Buch erleben, ist es Linus mit seiner kindlichen naiven Art, der uns Leser zum Schmunzeln bringt. Wenn der kleine Mann Streitgespräche der Erwachsenen nicht versteht und sich dann Gedanken zu der Bedeutung macht ist einfach herrlich beschrieben. Oft habe ich auch gedacht: Kindermund tut Wahrheit kund! Auf 200 Seiten darf man sicherlich keine extrem präzisen ausgearbeitetne Protagonisten erwarten, aber Regina Schleheck hat es geschafft mir Pink, Igor und auch Linus nahe zu bringen und auch ihre Gedankengänge und Handlungen begreiflich zu machen. Neugier, Witz und harte Realität werden hier perfekt miteinander kombiniert und die Autorin zieht einen schnell in den Bann. Ein gelungener Krimi, der überzeugt auf Grund des ungewohnten Sichtpunkts eines kleinen Jungen. Alles in allem habe ich mich gut unterhalten und dieser doch ungewöhnliche und spannende Krimi bekommt von mir 4 von 5 Punkten und eine Leseempfehlung für alle Krimifans. Die beste Beschreibung hier ist: KLEIN ABER FEIN!

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    dreamlady66s avatar
    dreamlady66vor 14 Tagen
    Kurzmeinung: Linus hilft ermitteln
    Linus hilft ermitteln

    (Inhalt, übernommen)
    Eine Mädchenleiche treibt auf dem Baggersee. Zwei Jugendliche sind untergetaucht. Der fünfjährige Linus wird beim Wasserlassen hellhörig. Er entdeckt einen Toten und allerhand Totgeschwiegenes.

    Missbrauch, Mord, Prostitution und Panikreaktionen werfen die Handelnden in ein Wechselbad von Verstörung und Versöhnung.

    Linus ermittelt. Naiv, neugierig, entwaffnend.

    Zur Autorin:
    In Wuppertal 1959 geboren, aufgewachsen in Köln, hat Regina Schleheck in Aachen Germanistik, Sozialwissenschaften und Sport studiert. Seit 1996 wohnt die fünffache Mutter in Leverkusen und arbeitet als Oberstudienrätin an einem Kölner Berufskolleg. Im Jahr 1999 begann sie zu schreiben – erst Kurzgeschichten, dann Hörspiele, Drehbücher, Theaterstücke und längere Erzählungen. Für ihre Werke erhielt die im Nebenberuf als Referentin in Erwachsenenbildungseinrichtungen tätige Montessori-Diplom-Pädagogin eine Vielzahl von Auszeichnungen und Preisen.

    Fazit:
    Eine außergewöhnliche Geschichte, die durch Beobachtung des fünfjährigen Linus aus seiner Sicht erzählt wird. Dann gibt es noch die Informationen des obdachlosen Pärchens Igor und Pink.

    Die Autorin hat es verstanden, die Aussagen von Linus wunderbar zu beschreiben.  Leider hat das Kind traurige Dinge gesehen, die für sein Alter ungeeignet waren.
    Aber der Leser hat verfolgen können, dass ihn die Erlebnisse so beschäftigt haben, dass er im Kindergarten mit seinem Freund darüber spricht.
    Überhaupt hat sich die Autorin sehr gut in die Gefühlswelt der verschiedenen Protagonisten hineindenken können, so dass sich die Geschichte zu einem spannenden Krimi der besonderen Art entwickeln konnte.
    Der Schreibstil ist ebenso flüssig und gut lesbar.

    Danke an die Edition Oberkassel für dieses Rezensionsexemplar!

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    JuergenEdelmayers avatar
    JuergenEdelmayervor 19 Tagen
    Kurzmeinung: Ungewöhnlicher Krimi mit einem Fünfjährigen als Hauptfigur. Gelungene Mischung aus Spannung und Humor
    Linus und die komplizierte Welt der Erwachsenen

    Ein Spielplatz in Herford. Der fünfjährige Linus verschwindet hinter einen Busch, um zu pinkeln. Der Junge ahnt nicht, dass dieser Moment jede Menge Aufregung in sein Leben bringen wird. Aber der Tote zu seinen Füßen ist nun einmal da und lässt sich nicht wegdiskutieren. Das gilt auch für das Ding, das Linus für einen Sheriffstern gehalten und eingesteckt hat. Doch höchstwahrscheinlich handelt es sich dabei um die Mordwaffe. So verwirrend die Erwachsenen aus seiner Sicht auch handeln und reden, erfährt Linus mit der Zeit doch manches ihrer mitunter sehr düsteren Geheimnisse.

     „Tod in Herford“ ist ein spannender Krimi, dem die Figur des fünfjährigen Linus zusätzlichen Reiz verleiht. Linus fungiert in diesem Fall allerdings nicht als Ermittler und das ist auch gut so. Denn sonst wäre es wohl doch ein Kinderkrimi, zu dem dann aber die Komplexität der Handlung nicht passen würde. So braucht es dann doch einen erwachsenen Polizeibeamten, der die Aufklärung dieses Falles vorantreibt. Anders würde diese Geschichte aus meiner Sicht auch nicht funktionieren. Auf welche Weise Linus wiederholt in diesen Fall involviert wird und wie er aus dem, was er von den „Großen“ aufschnappt, seine eigenen Schlüsse zieht, ist durchaus amüsant zu lesen und hat einigen Unterhaltungswert.


    Diese Besprechung findet sich in etwas ausführlicherer Form auf meinem Blog http://autoreninfo.over-blog.de/

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    SiWels avatar
    SiWelvor einem Monat
    Ausgefallen

    Ausgefallen ist die Idee einem fünfjährigen bei Ermittlungsarbeiten zu begegnen auf jden Fall.
    Der fünfjährige Linus entdeckt durch Zufall im Gebüsch einen Toten. Dadurch kommen einige Verworrenheiten ans Licht und Dinge, die bis jetzt für ihn im Verborgenen lagen.
    Das Geschichte selbst dreht sich um Missbrauch, Drogen, Obdachlose, Prostitution und Mord. Viel Trauriges, dass so mit Sicherheit täglich überall und immer wieder passiert.
    Die Gedankengänge von Linus lockern diese traurigen Themen zwischenzeitlich immer wieder angenehm auf. Sie sind teils lustig und man merkt deutlich, Kindermund tut Wahrheit kund, sie hinterfragen und sind so herrlich ehrlich mit dem was sie sagen.
    Einiges ist mir jedoch für einen füngjährigen doch etwas zu unreal und übertrieben.
    Der Schreibstil ist leicht, zügig und angenehm zu lesen.
    Der Spannunsbogen ist gegeben und das tatsächliche Handlungsgeschehen gerät selbst durch manchen lockeren Linusspruch nicht in den Hintergrund.
    Ein schrecklich schönes Krimierlebnis, durchaus lesenswert.

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    detlef_knuts avatar
    detlef_knutvor 3 Monaten

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