Das Buch habe ich schon viele Jahre. Einige Rezepte koche ich immer wieder gern. Beim Mal-wieder-Schmökern in den Geschichten wurde mir bewusst, wie sehr sich Aldi in den letzten Jahren verändert hat. Aber die Geschichten bringen immer noch zum Schmunzeln...
Regina Schneider
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Aldidente
Neue Rezensionen zu Regina Schneider
Dieses Buch habe ich vor Jahren gekauft und auch einige Gerichte daraus nachgekocht.
Inzwischen ist es in einer Studenten WG gelandet und da ein Aldi-Markt nebenan ist, wurde es prompt als das WG KochBuch gevotet.
Das Schöne daran ist, das die Zutaten eben einfach zu besorgen sind und die Gerichte nicht zu anspruchsvolle Kochkenntnisse erfordert.
In jedem Kapitel wird ein Thema angesprochen und mit Aldi-Leben gefüllt. So z. B. Gespräche an der Kasse oder im Laden unter den Kunden.
Montags Warten vor der Öffnung des Ladens (Linseneintopf), Sonntags (Brunch), Freitags Einkaufszettel der Kunden (Rote Bohnensuppe) ...
Eine vergnügliche Lektüre mit 30 gut kochbaren Rezepten.
ERLEBNISKÄUFE...
Alte Frauen mit Haarnetz, Muttis mit Kinderwagen, Couch-potatoes im Jogginganzug, Teenies in Turnschuhen, junge Frauen im Designer-Kostüm - ob schlichte Notwendigkeit oder neue Bescheidenheit: Pappe ist Pflicht, das Konzept ist Karton. ALDI bietet Erlebniskauf ganz eigener Art.
Einen Monat lang hat Astrid Paprotta in Deutschlands erfolgreichstem Lebensmittel-Discounter Feldforschung betrieben und berichtet hier vom Einkaufsabenteuer ALDI, von Kunden und Kassiererinnen, Marotten und Vorlieben, minutiösen Einkaufslisten und sagenhaften Hamsterkäufen, Super-, Sonder- und dauerhaften Angeboten...
Für den entscheidenden Mehrwert - denn was ist ALDI ohne Sonderposten - hat Regina Schneider vom Sparbrötchen bis zum Lachs-Geldbeutel Rezepte zusammengestellt, die (nahezu) ausschließlich mit ALDI-Produkten nachgekocht werden können.
Als besonderer Hinweis ist auf der Rückseite noch vermerkt, dass "Aldidente" weder Werbebroschüre noch Warentest ist, sondern "Gesellschaftsreportage und lukullische Feldforschung im Selbstversuch"...
Aufgeteilt ist das Buch in 30 Kapitel, entsprechend der Tage eines Monats, vorangestellt jeweils eine kurze witzige und/oder treffsichere Anekdote rund um den berühmten Discounter, gefolgt von einem meist einfachen Rezept, bei dem einem Namen begegnen, die ich teilweise bei ALDI nicht mehr antreffe. Aber kein Wunder - nach meinem ersten Stutzer nach dem ersten Tag: "Summa summarum (...): 40 Mark" war ja klar, dass das Buch noch aus der Zeit von vor der Umstellung auf den Euro stammt.
Das tut dem Vergnügen, mit dem ich eigentlich gar nicht gerechnet hatte, aber keinen Abbruch. Astrid Paprotta schreibt locker-flockig, pointiert und kredenzt die unterschiedlichsten Käufergruppen auf eine derart humorvolle Art, dass zumindest gelegentliches Kichern nicht unterdrückt werden kann...
ALDI zum Lachen? Ja, sicher auch. Aber deutlich wird auch, wie sich der Discounter in den letzten Jahrzehnten immer mehr etabliert hat - früher war es ja nicht in jedem Fall gesellschaftsfähig, sich als ALDI-Käufer zu outen.
Zwei der Rezepte haben mich tatsächlich auch neugierig gemacht, und ich werde mich in nächster Zeit mal daran versuchen. So hoffe ich, dass mir die "Wodkapfanne" beispielsweise bekommen wird...
Ein schnelles Lesevergnügen, das sich auch trotz älteren Datums lohnt...








