Regina Stürickow

 4 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Habgier, Der Kommissar vom Alexanderplatz und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Pistolen-Franz & Muskel-Adolf

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Neu erschienen am 05.12.2018 als Hardcover bei Elsengold Verlag.

Alle Bücher von Regina Stürickow

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Pistolen-Franz & Muskel-Adolf

Pistolen-Franz & Muskel-Adolf

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Erschienen am 05.12.2018
Mörderisch Metropole Berlin

Mörderisch Metropole Berlin

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Erschienen am 01.02.2004
Mörderische Metropole Berlin

Mörderische Metropole Berlin

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Erschienen am 10.12.2015
Verbrechen in Berlin

Verbrechen in Berlin

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Erschienen am 01.09.2014
Kommissar Gennat ermittelt

Kommissar Gennat ermittelt

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Erschienen am 09.11.2016
Skandale in Berlin

Skandale in Berlin

 (0)
Erschienen am 26.10.2015

Neue Rezensionen zu Regina Stürickow

Neu

Rezension zu "Pistolen-Franz & Muskel-Adolf" von Regina Stürickow

Mit dem Notenschlüssel auf Beutezug
aus-erlesenvor einem Monat

Nostalgie und organisiertes Verbrechen passt nur in Filmen wie „Der Pate“ so richtig zusammen. Da steht jeder für den Anderen ein. Doch wehe, wenn einer mal querschießt! Dann gibt’s was auf die Mütze!

Regina Stürickow kennt sich mit der Berliner Unterwelt vergangener Zeiten bestens aus. Ihre Bücher über Täter und Jäger sind ein Füllhorn an Anekdoten und Fakten. Was bisher in ihren Büchern nur anklang, wird in „Pistolen-Franz und Muskel-Adolf“ genauer unter die Lupe genommen: Die Ringvereine. Ursprünglich und vor allem nach außen waren sie gemeinnützige Vereine, die es entlassenen Strafgefangenen erlaubten die erste Zeit nach dem Knast zu überstehen. Doch im Inneren waren sie straff organisierte Verbrecherorganisationen. Sogar mit Satzung, Strafenkatalog und eigener Gerichtsbarkeit. Sie sorgten in ihrem Kiez für Ordnung. Wer also meinte sich illegal in deren Umgebung eine goldene Nase verdienen zu können, endete oft mit einer blutigen Nase auf dem harten Pflaster der Hauptstadt. Zehn Ringvereine bildeten den Großen Berliner Ring. Zu ihnen gehörten so klangvolle Namen wie „Immertreu“, „Vergnügungsverein Glaube, Liebe, Hoffnung“ oder der „Spar- und Geselligkeitsverein Libelle“. Letzterer trat besonders durch Einbrüche hervor. Die Beute wurde dann gewinnbringend zum Schleuderpreis weiterverkauft. Wodurch die Kasse des Vereins prall gefüllt wurde. 

Und wenn die Kasse mal leer war, wurden Sammelrunden veranstaltet. Wie 1930. Der Geselligkeitsverein Friedrichstraße wollte nach Tirol in die Ferien fahren. Schatzmeister Goldzahn-Bruno (das waren noch Spitznamen!) besorgte die Tickets und … verschwand mit der restlichen Kohle. Dreizehntausend Mark. Mehr als nur eine Stange Geld. Er war sich seiner Sache so sicher, dass er damit durchkommen würde, dass er es nicht für nötig hielt die Stadt zu verlassen. Und es kam wie s kommen musste. Man fand ihn, verfolgte ihn, schnappte ihn und führte ihn seiner „gerechten Strafe“ zu. 

Die Nazis schoben den Ringvereinen einen Riegel vor. Viele Ringvereinsmitglieder, Ringer war kaum einer von ihnen, wurden in Konzentrationslager gesteckt. Erst nach dem Krieg sollten ihre Geschäfte kurzzeitig wieder aufblühen.

Es war ein deutsches Phänomen, dass sich Gangster und Ganoven so strukturiert organisierten. Berlin, Dresden, Hamburg – überall gab es diese Vereine. Doch Berlin war die Hochburg. Wurde ein Verein verboten oder verschwand aus welchen Gründen auch immer von der Bildfläche, war schon für Nachrücker gesorgt. „Pistolen-Franz und Muskel-Adolf“ erzählt nicht von der guten, alten Zeit. Es ist ein Archiv dessen, was unter der Oberfläche gärte und gedieh. Regina Stürickow gebührt das Lob sich unbeirrbar Archive zu durchforsten und diesen Wirrwarr an Verflechtungen ans Tageslicht zu holen. Angereichert mit allerlei Geschichtchen ist so ein Buch entstanden, das als Reiseband in eine vergangene Zeit in eine immer noch (oder wieder) spannende Stadt angesehen werden kann. Denn die angegebenen Adressen wurden von der Autorin aktualisiert (nicht jede Straße Berlins hat die Wandlungen ohne Namensänderung überstanden). Die zahlreichen abgebildeten Belege und die heutzutage fast schon zum Schmunzeln anregenden Vereinsbilder runden das Bild des kompletten Kriminalbandes ab.


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Rezension zu "Mörder, Opfer, Kommissare: Spektakuläre Kriminalfälle im 20. Jahrhundert" von Regina Stürickow

Ein wahrhaftes Spektakel
aus-erlesenvor 9 Monaten

„… dann wurde es mir in Berlin zu klein, so zog ich in Europa ein“ … wer sich für Verbrechen und Verbrecher in Berlin interessiert, kennt sicher Regina Stürickow. Ihre Bücher lassen den Leser an Orte reisen, die niemand freiwillig zur Tatzeit hätte betreten wollen. 
In ihrem neuen Buch „Mörder, Opfer, Kommissare“ übertritt sie die Stadtgrenze der deutschen Hauptstadt und nimmt den deutschsprachigen in den Fokus ihrer Ermittlungen. Und dazu gleich noch das ganze 20. Jahrhundert.
Alles beginnt Mitte März des Jahres 1900. Tatort das westpreußische Konitz, heute das polnische Chojnice. Ein Mann entdeckt am Ufer Leichenteile. Was an sich schon schaurig genug ist, muss für den Mann die Qual seines Lebens noch erheblich verschlimmert haben. Denn die Leichenteile gehören seinem seit Wochen verschollenen Sohn. Die fachmännische Zerstückelung deutet auf einen Fachmann hin, einen Metzger beispielsweise. Doch ein Zeuge will einen jüdischen Lumpenhändler gesehen haben, der ein großes Stück Stoff bei sich hatte. War es es? Waren Leichenteile in dem Stoffsack? Oder war es doch der Metzger? Ganz sicher, denn der ist auch ein Jude – und schon beginnt die blinde Hatz auf alles Jüdische. Kommissare beißen sich an diesem Fall die Zähne aus. Selbst aus dem fernen Berlin kommen Ermittler. Allessamt erfolglos. Nach zwölf Jahren wird die Akte geschlossen. Ohne Ergebnis. Aber mit einem gewaltigen Schandfleck.
Die Bestie vom Falkenhagener See, der Werwolf von Hannover, der Mord vom Lainzer Tiergarten sind sicher nicht mehr in aller Munde wie einst der Würger von Wien, Jack Unterweger, dem die High Society der Donaumetropole zu Füßen lag. Oder auch die Ermordung des Krawatten-(Märchen-Königs Rudolf Moshammer, dessen Extravaganzen ihn stetig in den Klatschspalten der Zeitungen hielten. 
Für Regina Stürickow sind die Opfer und die Täter, aber auch die Kommissare alle gleich wichtig. Dieses Buch als Sammelsurium der Schrecklichkeiten zu bezeichnen, würde auch nur annähernd dessen Wirkung einfangen können. Vom Hochglanz-Verbrechen, das im Film noch einmal Karriere machte (Vera Brühne, Rosemarie Nitribitt), über Promis, die schon bekannt waren, bevor sie Verbrecher wurden wie Boxweltmeister Bubi Scholz bis zu denen, die tief im kriminalistischen Gewissen des Landes verankert sind wie Fritz Haarmann und Jürgen Bartsch.
Dieses Buch hat wahre Krimis zum Vorbild, nichts ist erfunden, alles echt. Und deswegen so faszinierend zu lesen… 

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Rezension zu "Mörderische Metropole Berlin" von Regina Stürickow

Kriminalhistorische Berlin-Führung
Patnovor 2 Jahren

Das nostalgische Cover gefiel mir gut und die Thematik weckte mein Leseinteresse.

"Mörderische Metropole Berlin" von Regina Stürickow ist im November 2015 beim Militzke Verlag Leipzig erschienen. Darin enthalten sind authentische Kriminalfälle aus den Jahren 1914-1933.

Die dunkle Seite Berlins hat für mich etwas Geheimnisvolles!
Zunächst begab ich mich also mit der Autorin auf einen kriminalhistorischen Rundgang durch das Berliner Milljöh.
Eines hat sich wohl in Berlin bis heute nicht geändert. Es gibt unzählige Kneipen. Damals nannte man sie Kaschemmen und auf den ersten Seiten des Buches trinken wir uns feuchtfröhlich durch eben diese und landen nicht selten in irgendeiner Absteige.
Man fühlt sich schnell in die 1920er Jahre versetzt und die Berlin-Atmosphäre kommt super rüber.
Jedoch war mir persönlich die Einleitung ein Funken zu lang. Einiges wiederholte sich. Aber nach ca. 40 Seiten wurde es richtig spannend. Der Alltag eines Kriminalisten im ersten Weltkrieg war alles andere als einfach. Doch das Verbrechen machte auch in den goldenen Zwanzigern keinen Halt. Mit der Wirtschaftskrise kam Arbeitslosigkeit und Geldnot. Idealer Nähboden für die Kriminalität!
Den Fall um den Mord an der Ehefrau des Tischlermeisters Paul Buchwald möchte ich besonders hervorheben, vor allem unter dem Hintergrund, daß in dem Haus in der Stubenrauchstraße 47 die "Comedian Harmonists" 1928 gegründet wurden.
Die Geschichten sind interessant und informativ. Schnell hatte ich die 220 Seiten durchgelesen.

"Mörderische Metropole Berlin" ist ein aufschlussreiche und kurzweilige Lektüre. Lesevergnügen für zwischendurch und eine nette Geschenkidee! Meine 4 Sterne-Empfehlung für alle Krimifans und Berlinliebhaber!

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