Charley Moon

von Reginald Arkell 
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Charley Moon
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Ideale Lektüre für alle, die beim Lesen gern mal einen Grashalm zwischen den Zähnen kreisen lassen

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Inhaltsangabe zu "Charley Moon"

An einer abgelegenen Biegung der Themse, dort, wo selbst das kleinste Ruderboot nicht weiterkommt, liegt Little Summerford, ein winziges, verschlafenes, aber paradiesisches Nest mit üppigen Blumenwiesen und prallvollen Fischteichen. Hier wohnt in einer alten Mühle Charley Moon, ein treuherziger Querkopf, der mit seinen Späßen das ganze Dorf unterhält. Bis eines Tages auf einer Amateurbühne sein Talent entdeckt wird und er eintaucht in die glamouröse Welt der großen Bühnen. Von den Zuschauern gefeiert und von den Frauen geliebt, lebt Charley Moon einen Traum – doch London ist nicht Little Summerford, und so ganz kann sein Herz Rose, die Jugendliebe aus dem Dorfladen, und das kleine Dorf zwischen den Hügeln nicht vergessen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783293005389
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Unionsverlag
Erscheinungsdatum:16.07.2018

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    Giselle74s avatar
    Giselle74vor 2 Monaten
    Little Summerford

    Eine Bekannte bemerkte unlängst, derzeit gäbe es recht viele Neuerscheinungen über Krieg, Tod und Verderben. Und ja, ich teile ihren Eindruck, es erscheinen momentan viele Bücher, die sich mit den Weltkriegen beschäftigen, mit den körperlichen und seelischen Schäden, die auch Generationen danach noch beeinflussen. Mit Schuld, Trauer und Verarbeitung. Und das ist auch sehr gut so, betrachtet man die gesellschaftlichen Entwicklungen in jüngster Zeit.
    Trotzdem möchte man hin und wieder in eine heile Welt flüchten, eine Welt, wo das Ende immer gut ist und die Liebe immer ewig. In meinem Falle darf diese Flucht allerdings nicht zuviel rosaroten Kitsch aufweisen und schwülstige Liebesschwüre schon gar nicht. Aber dem Klischee vom britischen Landleben entsprechen, darf ein Roman bei mir jederzeit.
    Und da wären wir dann bei "Charley Moon" angekommen. Die wunderschöne Leinenausgabe des Unionsverlags stach mir schon drei Tische weiter in der Buchhandlung ins Auge und als ich näherkommend den Autor las, konnte ich ein verzücktes "ooooh" nicht unterdrücken. Reginald Arkell schrieb nämlich schon eines meiner Lieblingsbücher über die britische Gartenwelt, "Pinnegars Garten". Und der Klappentext lies mich endgültig jauchzend zur Kasse hüpfen:
    Sie mieten ein Boot und rudern die Themse hinauf, bis Sie nicht mehr weiterkommen. Dann steigen Sie aus und ziehen das Boot, bis Sie es nicht mehr weiterziehen können. Sie lassen das Boot in den Binsen zurück und gehen über die Wiesen, bis Sie zu einer Mühle, sechs Häusern und einem Kramladen kommen. Das ist Little Summerford.
    Und dort beginnt die Geschichte von Charley Moon, dem Müllerssohn, der als Komiker Englands Bühnen erobert und erst alles verlieren muss, um zu begreifen, was ihm wirklich wichtig ist. Und diese Geschichte, die zugegeben gar nicht so besonders oder herausragend ist, erzählt Arkell mit so viel Wärme und britischem Witz, dass ich das Buch, einmal begonnen, nicht mehr zur Seite legen mochte. Und obwohl ich deshalb auf einen großen Teil meines Nachtschlafs verzichtet habe, hielt der Zauber noch den nächsten Tag über an, wo mich die Welt mit rabenschwarzen Schatten unter den Augen und einem seligen Grinsen zu Gesicht bekam. Wer also ein bißchen anglophil veranlagt ist, sich nach ein wenig heiler Welt und einer heißen Tasse Tee sehnt, der möge sich aufmachen nach Little Summerford, er wird es wohl nicht bereuen...
    Reginald Arkell war übrigens ein bekannter englischer Bühnenautor, der so einige Musicals für Londoner Theater verfasste. Die Erlebnisse seines Charley Moon dürften daher nicht völlig aus der Luft gegriffen sein.

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    aus-erlesens avatar
    aus-erlesenvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ideale Lektüre für alle, die beim Lesen gern mal einen Grashalm zwischen den Zähnen kreisen lassen
    Nur wer wagt, gewinnt

    Little Summerford – die Dreifarbigkeit des Paradieses: Gold-gelbe Äpfel, grüner rasen und blaue Bäche. Hier wächst Charley Moon auf. Ein besonderes Kind. Artistisch im Herzen und gewieft sich vor alltäglicher Arbeit zu drücken. Phantasievoll und herzensgut. Und ein bisschen in Rose verliebt. Ihrer Oma gehört der Kramladen in dieser Idylle, die niemanden loslässt. Und wenn doch einmal einer loslassen sollte, ziehen ihn die Heimatstricke wieder zurück…
    In dieser Idylle wächst Charley Moon auf. Seine Familie gehört zum Inventar des Dorfes wie die Mühle, in der er wohnt. Vom Geldverdienen verstand seine Familie noch nie viel. Charley begeistert durch sein Talent. Bei Theateraufführungen spielt er stets die erste Geige. Als eines Tages – Charley ist schon längst kein kleiner Junge mehr – ein Theaterschauspieler in dem verschlafenen Nest festsitzt, beeindruckt ihn Charleys Bühnenpräsenz. Selbst auf dem absteigenden Ast fasst er rasch den Entschluss zusammen mit Charley die Provinzbühnen Britanniens zu erobern. Der Plan gelingt. Armytage und Moon sind beliebte Gäste auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Doch Freunde raten ihm Armytage abzustoßen. Der versuche nur seine Haut zu retten und mit armseligen Engagements seinen Namen verzweifelt in den Gazetten zu halten.
    Ein paar Jahre später ist Charley Moon eine Größe im Theaterbusiness. Little Summerford ist weit weg. Auch die Unbekümmertheit ist verflogen. Little Summerford von Charley geleugnet, aus seinem Herzen gestrichen. Regelmäßig schreibt Rose ihm noch. Doch Charley ist verbittert, antwortet nicht. 
    Die Jahre vergehen. Und Charley merkt immer mehr, dass der Ruhm schneller verschwindet als er gekommen war. Heuchelei und Missgunst gehen ihm immer mehr gegen den Strich. Fast schon reumütig kehrt er dahin zurück, wo er Charley Moon sein darf. Ganz ohne Skript, ohne Maske, ohne Schaupiel.
    Reginald Arkell gibt der Sehnsucht Zucker. So süß wie Erdbeermarmelade auf Toast liebkosen seine Zeilen die Phantasie des Lesers. Die heile Welt hat einen Namen: Little Summerford. Rose und Charley sind die Zutaten für ein Gericht, das als paradiesisch anzusehen ist. Die Verkommenheit der Geschäfts stört Charley so lange nicht wie er Erfolg hat. Doch die harten Schläge in die Flanken fordern immer – je öfter sie ihn treffen – ihren Tribut. Auf der Sonnenseite des Lebens gibt es keine Schatten. Und so darf Charley, der nie jemandem etwas Böses angetan hat, schlussendlich wieder Einzug ins Paradies halten. Auch wenn die Geier vor den Toren des Dorfes schon warten…

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