Regine Schneider

 4,2 Sterne bei 21 Bewertungen
Autorin von Paul ist tot, Tausche Brautkleid gegen Pistole und weiteren Büchern.
Autorenbild von Regine Schneider (© Klaus Rohrbach)

Lebenslauf von Regine Schneider

Regine Schneider, 1952 in Bochum geboren, studierte Publizistik und Soziologie an der Ruhruniversität. Sie war lange bei Tageszeitungen und Zeitschriften Redakteurin (WAZ, Brigitte), Ressortleiterin (Woman) und Chefredakteurin (Rubin, Junge Familie). Sie hat zahlreiche erfolgreiche Sachbücher veröffentlicht und lebt seit 25 Jahren in Hamburg.

Alle Bücher von Regine Schneider

Cover des Buches Paul ist tot (ISBN: 9783955100575)

Paul ist tot

 (12)
Erschienen am 26.08.2014
Cover des Buches Tausche Brautkleid gegen Pistole (ISBN: 9783596300501)

Tausche Brautkleid gegen Pistole

 (3)
Erschienen am 15.04.2015
Cover des Buches Mein Laden, mein Hund, meine Kunden und ich (ISBN: 9783955100957)

Mein Laden, mein Hund, meine Kunden und ich

 (2)
Erschienen am 01.08.2015
Cover des Buches Krisen als Chancen (ISBN: 9783596303397)

Krisen als Chancen

 (1)
Erschienen am 15.06.2015
Cover des Buches Entdecken, was wirklich zählt (ISBN: 9783596303779)

Entdecken, was wirklich zählt

 (1)
Erschienen am 15.06.2015
Cover des Buches Gefühle lügen nicht (ISBN: 9783596302918)

Gefühle lügen nicht

 (1)
Erschienen am 15.05.2015
Cover des Buches Gute Mütter arbeiten (ISBN: 9783596302390)

Gute Mütter arbeiten

 (0)
Erschienen am 15.05.2015

Neue Rezensionen zu Regine Schneider

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Cover des Buches Tausche Brautkleid gegen Pistole (ISBN: 9783596141623)

Rezension zu "Tausche Brautkleid gegen Pistole" von Regine Schneider

Rezension zu "Tausche Brautkleid gegen Pistole"
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr

Inhaltsangabe:

In Stinkelfurt herrscht ein Fluch: Das Schwiegermutter-Phänomen! Auch Victoria Maiwald, karrierebewußte und moderne Jounalistin, spürt diesen Fluch bereits schon, obwohl sie ihren Rüdiger Schutenspecht noch nicht geehelicht hat. Aber Erna, seine Mutter, plant bereits bis ins Detail ihre Hochzeit, was Victoria gehörig nervt.

Sie wird hellhörig, als eine Neubürgerin versucht, in der Stadt Fuß zu fassen: Eine Psychotherapeutin! Sie eröffnet ihre Praxis direkt an der Hauptstraße und möchte eine Selbsthilfe-Gruppe für Schwiegermuttergeschädigte gründen. Victoria, von Ernas Attacken regelrecht angeschlagen (und ihr Rüdiger hält immer zur Mami), geht aus Neugier zu diesem Termin und sie ist erstaunt, wer alles sich zu diesem Kreis zählt. 

Angesteckt von den Ideen der anderen Frauen beginnt auch Victoria gegen Erna rebellieren und aus Frust, weil Rüdiger immer wieder zur Mami hält, geht sie eine Affäre mit dem Fridolin Hänsel ein, der ihr mit seinem „besten“ Stück regelrecht imponiert. Doch das ganze eskaliert, als Erna Besuch von Tante Elfriede bekommt, die sie noch nie ausstehen konnte. Victoria begreift sehr schnell, warum und Tante Elfriede wird ihr sehr sympathisch. Doch damit steht ihre Beziehung zu Rüdiger auf dem Spiel. Wird die Hochzeit tatsächlich noch statt finden? Wird Erna ihren Sohn endlich loslassen?

Mein Fazit:

Eine wunderbare und herzerfrischende Geschichte über die Stadt Stinkelfurt, denn die Autorin schreibt nicht nur über Victoria Maiwald, sondern auch über die Stadt, die irgendwie die Emanzipation verpaßt zu haben scheint. Es ist ein dünnes Buch und schnell zu lesen, mal was anderes zu den dicken Schmökern, die inzwischen mein Bücherregal füllen. Wärmenstens zu erzählen, wer über das Leben in Stinkelfurt einmal herzlich lachen möchte.

Anmerkung: Die Rezension stammt aus November 2004.

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Cover des Buches Paul ist tot (ISBN: 9783955100575)Anchesenamuns avatar

Rezension zu "Paul ist tot" von Regine Schneider

Rezension: "Paul ist tot" (R. Schneider)
Anchesenamunvor 7 Jahren

Zum Inhalt

In Deutschland leben über fünf Millionen Witwen, doch kaum einer nimmt sie in der Gesellschaft wahr, denn Tod und Trauer sind in unserem Land Tabuthemen. Den geliebten Menschen zu verlieren, der einen vielleicht schon ein ganzes Leben begleitet hat, ist ein großer Schock, mit dem nicht jeder umgehen, den nicht jeder verarbeiten kann. Und doch – das Leben geht weiter und wir müssen uns entscheiden, ob wir in unserer Trauer versinken oder ebenfalls weitermachen.

Regine Schneider lässt in ihrer Kurzgeschichtensammlung „Paul ist tot“ über 20 Frauen verschiedenen Alters zu Wort kommen, die alle grundverschieden sind, doch eines gemeinsam haben: Sie haben ihren Mann verloren.

Offen und ehrlich erzählen hier Witwen von dem Sterben ihrer Männer, ihrer eigenen Trauer und Wut und ihren Versuchen, mit dem Leben als plötzliche Witwen und Alleinerziehende umzugehen.

Meine Meinung

Die 25 Kurzgeschichten sind jeweils unter 10 Seiten lang und lassen sich sehr schnell durchlesen, so dass man sich ständig denkt „Och, eine geht noch.“ - und schwupps, ist man durch mit dem Buch. An jedem Kapitel ist noch ein sachlicher Abschnitt angefügt, der thematisch zu dem geschilderten Erlebnis passt, z. B. Bestattungsvarianten, Sterben im Hospiz, Organentnahme oder Alzheimer.

Ich mag den Schreibstil, denn er ist nicht emotionen-erheischend, so dass es dem Leser selbst überlassen bleibt, ob und wie stark er mitfühlt. Regine Schneider lässt die Frauen völlig unkommentiert erzählen und die Geschichten jede für sich so stehen. Sie übernimmt nur das Vorwort und die sachlichen Erläuterungen, die völlig neutral geschrieben sind.
Anhand des Buchtitels hatte ich eine bunte Mischung erwartet, die ich auch bekommen habe. Es gibt hier die volle Bandbreite von Emotionen: Wut, Trauer, Verzweiflung, Suizidgedanken, Hoffnung, Freude, Erleichterung.

Auch wenn das rosa Cover mit der schwarzen Sonnenbrille und der lapidaren Aussage "Paul ist tot" es vielleicht vermuten lässt: Zum Lachen allerdings gibt es hier nichts, im Gegenteil. Obwohl der Schreibstil recht nüchtern daher kommt, sind manche der Geschichten für sich selbst schon so tragisch und traurig, dass man sehr betroffen ist von den Schicksalen. Egal, ob die Verstorbenen bzw. Witwen jung oder alt sind, egal ob Unfall, Suizid oder Krankheit. Die meisten der Geschichten konnten mich trotz des nüchternen Schreibstils wirklich berühren und machten mich nachdenklich.

Wie bereits im Untertitel „Witwengeschichten“ ersichtlich, kommen hier wirklich nur Frauen zu Wort. (Ein bisschen schade fand ich das schon, denn mich würde auch mal die Sicht von Witwern interessieren.) Die Frauen, die erzählen, sind ganz unterschiedliche Charaktere. Wir haben Frauen, die über den Tod des Manns nicht hinweg kommen und beschließen, nie wieder eine andere Beziehung einzugehen; Frauen, die in einer neuen Partnerschaft ihr neues Glück finden; Frauen, die über den Tod ihres Mannes erleichtert sind; Frauen, die beides empfinden; junge Mütter, die plötzlich nicht nur Witwen, sondern auch Alleinerziehende sind.

Neben der intensiven Auseinandersetzung mit den Themen Tod und Trauer erhält man auch gute Tipps, wie man als Witwe wieder ins Leben zurückfindet. So werden z. B. Kreuzfahrten für verwitwete Menschen vorgestellt, bei denen man sowohl Spaß haben kann als auch unter Gleichgesinnten seinen Gefühlen freien Lauf lassen darf, oder die Möglichkeit, als Au Pair-Granny fremde Kulturen kennenzulernen und das Gefühl zu bekommen, gebraucht zu werden. Außerdem habe ich noch vieles lernen können, z. B. dass es erstaunlich viele und ungewöhnliche Bestattungsarten gibt – wusstet ihr, dass man aus der Asche eines Verstorbenen z. B. ein Feuerwerk machen oder sie als Baumaterial für ein Korallenriff nehmen kann?

Ergänzt werden die Kurzgeschichten und Erläuterungen noch durch eine kleine Liste empfehlenswerter Bücher. Der Tod ist in unserer Gesellschaft ein Tabu-Thema, und sicherlich muss es auch nicht sein, dieses Thema totzureden (Wortwitz unbeabsichtigt.), aber vielleicht sollten wir uns doch ein bisschen mehr damit auseinandersetzen, denn der Tod gehört nunmal leider auch zum Leben dazu.

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Cover des Buches Paul ist tot (ISBN: 9783955100575)

Rezension zu "Paul ist tot" von Regine Schneider

Wichtiges Buch
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Ich habe das Buch im Rahmen der Leserunde mirgelesen und es hat mich tief beeindruckt.
Die bekannte Autorin Regine Schneider schreibt in diesen Buch über das Leben von Witwen, das heißt die Witwen erzählen über Ihr Leben. Sie erzählen, wie es sich anfühlt Witwe zu sein, wie das leben nach dem Tod des Mannes verläuft, aber auch wie es davor war. Und diese Erzählungen sind recht unterschiedlich. Manche Frauen fühlen sich befreit, einige entdecken viel neues, andere habe zu kämpfen. Es gibt Berichte, die mich tief berührt haben, andere haben mich nicht erreicht.
Jeder Bericht wird durch eine passende Anmerkung der Autorin ergänzt. dabei geht es z.B. um Sterben in eine Hospiz, Trauerphasen, Organspenden. Diese hat mich zum Teil auch zum Nachdenken angeregt. Besonders die Anmerkung zum letzten Bericht "Deutschland ist kein Land für Witwen".
Abschließend kann ich sagen, dass dies ein sehr wichtiges Buch ist, nicht nur für Witwen, sondern für alle die sich mit den Thema Trauer auseinader setzen wollen oder müssen. Es regt zum Nachdenken an.

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Gespräche aus der Community

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Liebe Leserinnen und Leser,

habt Ihr Lust mal etwas ganz anderes zu lesen? Ein Buch über Witwen, das es so noch nicht gegeben hat? Dann laden wir Euch ein zu einer Leserunde zu "Paul ist tot" von Regine Schneider. Der Osburg Verlag verlost dafür 15 Exemplare, für die Ihr Euch bis nächste Woche Mittwoch 18 Uhr bewerben könnt!

»Ich hätte zum Beispiel auch noch sagen können: ›Du warst rechthaberisch und dominant.‹ Aber das verkniff ich mir. Über die Toten nichts Schlechtes. Deswegen wird wohl nirgends so viel gelogen wie an Gräbern.«
(aus "Paul ist tot")

Doppelt so viele Paare werden in Deutschland vom Tod geschieden wie vom Scheidungsrichter. Doch obwohl derzeit circa 4,6 Millionen Witwen in Deutschland leben, kommen sie in unserer Gesellschaft öffentlich fast gar nicht vor. Es sei denn, sie sind prominent. In »Paul ist tot« lässt Regine Schneider 25 Frauen aller Altersschichten von ihrem ganz normalen Witwen-Wahnsinn erzählen. Der ist nicht nur traurig, sondern oft genug auch ziemlich schräg, konfus, herzergreifend, böse, makaber, kurios, skurril, empörend und auf jeden Fall zutiefst menschlich. 



Regine Schneider über ihr Buch:

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Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen und auf eine spannende Leserunde!

Euer Osburg Verlag
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von 3 Lesern aktuell gelesen

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