Regine Schneider Paul ist tot

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Inhaltsangabe zu „Paul ist tot“ von Regine Schneider

Für die meisten Frauen ist der Tod des Ehemanns ein Schock. Er erschüttert ihre Existenz. Daneben wirft er aber auch ganz alltägliche profane Fragen auf: Der alternative Bestatter will den Leichnam zum Abschied noch einmal nach Hause bringen. Aber wo soll er liegen? Im Ehebett?? Was gebe ich ihm mit in den Sarg? Die Reizwäsche, die er so mochte, oder den Auspuff seiner Harley? Auf die Bestattung folgt Leere. Für die anderen geht das Leben weiter, der Alltag der Witwe hingegen verändert sich schlagartig: allein einschlafen, allein wach werden, allein joggen, allein zum Elternabend gehen, als Single auf Paar-Events, einsame Weihnachtstage, an denen der Schmerz aufflammt.
Aber es gibt auch neue Freiheiten: laut fluchen, den Hund mit ins Bett nehmen, die Fingernägel grün lackieren, `Bauer sucht Frau gucken. Manche stürzen sich in Abenteuer, andere suchen klösterliche Einsamkeit. Sie nehmen per Medium Kontakt mit ihm auf und erklären sein Arbeitszimmer zum Museum. Oder danken dem Universum, dass es ihn geholt hat. Sie betreten eine neue Welt.
Regine Schneider lässt Frauen aller Altersschichten zu Wort kommen. Sie schreibt erfrischend ehrlich, manchmal komisch, immer ungeniert. Das etwas andere Trostbuch zum Lachen und Weinen.

Die Kurzgeschichten zeigen viele verschiedene Arten von Tod und Trauer und Witwendasein. Intensiv zu lesen.

— Saphir610

Wichtiges Buch über ein Tabuthema! Sehr zu empfehlen!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein Buch, das sich mit dem Tabuthema Tod beschäftigt. Aus Sicht der Witwen, der Hinterbliebenen. Informativ, hautnah und emotional.

— Buchraettin

geht mitten in das Herz und in den Kopf, zeigt Sichtweisen und Ängste - zum lachen und Weinen!

— dieFlo

Traurig, herzergreifen, empörend, verständlich. Alles mit drin :) Ich empfehle es weiter. Hat mir richtig gut gefallen :D

— Inorii
  • Rezensionen
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  • Themen
  • Leserunde zu "Paul ist tot. Witwengeschichten" von Regine Schneider

    Paul ist tot

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Liebe Leserinnen und Leser, habt Ihr Lust mal etwas ganz anderes zu lesen? Ein Buch über Witwen, das es so noch nicht gegeben hat? Dann laden wir Euch ein zu einer Leserunde zu "Paul ist tot" von Regine Schneider. Der Osburg Verlag verlost dafür 15 Exemplare, für die Ihr Euch bis nächste Woche Mittwoch 18 Uhr bewerben könnt! »Ich hätte zum Beispiel auch noch sagen können: ›Du warst rechthaberisch und dominant.‹ Aber das verkniff ich mir. Über die Toten nichts Schlechtes. Deswegen wird wohl nirgends so viel gelogen wie an Gräbern.« (aus "Paul ist tot") Doppelt so viele Paare werden in Deutschland vom Tod geschieden wie vom Scheidungsrichter. Doch obwohl derzeit circa 4,6 Millionen Witwen in Deutschland leben, kommen sie in unserer Gesellschaft öffentlich fast gar nicht vor. Es sei denn, sie sind prominent. In »Paul ist tot« lässt Regine Schneider 25 Frauen aller Altersschichten von ihrem ganz normalen Witwen-Wahnsinn erzählen. Der ist nicht nur traurig, sondern oft genug auch ziemlich schräg, konfus, herzergreifend, böse, makaber, kurios, skurril, empörend und auf jeden Fall zutiefst menschlich.  Regine Schneider über ihr Buch:   Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen und auf eine spannende Leserunde!Euer Osburg Verlag

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  • Rezension: "Paul ist tot" (R. Schneider)

    Paul ist tot

    Anchesenamun

    28. September 2014 um 18:54

    Zum Inhalt In Deutschland leben über fünf Millionen Witwen, doch kaum einer nimmt sie in der Gesellschaft wahr, denn Tod und Trauer sind in unserem Land Tabuthemen. Den geliebten Menschen zu verlieren, der einen vielleicht schon ein ganzes Leben begleitet hat, ist ein großer Schock, mit dem nicht jeder umgehen, den nicht jeder verarbeiten kann. Und doch – das Leben geht weiter und wir müssen uns entscheiden, ob wir in unserer Trauer versinken oder ebenfalls weitermachen. Regine Schneider lässt in ihrer Kurzgeschichtensammlung „Paul ist tot“ über 20 Frauen verschiedenen Alters zu Wort kommen, die alle grundverschieden sind, doch eines gemeinsam haben: Sie haben ihren Mann verloren. Offen und ehrlich erzählen hier Witwen von dem Sterben ihrer Männer, ihrer eigenen Trauer und Wut und ihren Versuchen, mit dem Leben als plötzliche Witwen und Alleinerziehende umzugehen. Meine Meinung Die 25 Kurzgeschichten sind jeweils unter 10 Seiten lang und lassen sich sehr schnell durchlesen, so dass man sich ständig denkt „Och, eine geht noch.“ - und schwupps, ist man durch mit dem Buch. An jedem Kapitel ist noch ein sachlicher Abschnitt angefügt, der thematisch zu dem geschilderten Erlebnis passt, z. B. Bestattungsvarianten, Sterben im Hospiz, Organentnahme oder Alzheimer. Ich mag den Schreibstil, denn er ist nicht emotionen-erheischend, so dass es dem Leser selbst überlassen bleibt, ob und wie stark er mitfühlt. Regine Schneider lässt die Frauen völlig unkommentiert erzählen und die Geschichten jede für sich so stehen. Sie übernimmt nur das Vorwort und die sachlichen Erläuterungen, die völlig neutral geschrieben sind. Anhand des Buchtitels hatte ich eine bunte Mischung erwartet, die ich auch bekommen habe. Es gibt hier die volle Bandbreite von Emotionen: Wut, Trauer, Verzweiflung, Suizidgedanken, Hoffnung, Freude, Erleichterung. Auch wenn das rosa Cover mit der schwarzen Sonnenbrille und der lapidaren Aussage "Paul ist tot" es vielleicht vermuten lässt: Zum Lachen allerdings gibt es hier nichts, im Gegenteil. Obwohl der Schreibstil recht nüchtern daher kommt, sind manche der Geschichten für sich selbst schon so tragisch und traurig, dass man sehr betroffen ist von den Schicksalen. Egal, ob die Verstorbenen bzw. Witwen jung oder alt sind, egal ob Unfall, Suizid oder Krankheit. Die meisten der Geschichten konnten mich trotz des nüchternen Schreibstils wirklich berühren und machten mich nachdenklich. Wie bereits im Untertitel „Witwengeschichten“ ersichtlich, kommen hier wirklich nur Frauen zu Wort. (Ein bisschen schade fand ich das schon, denn mich würde auch mal die Sicht von Witwern interessieren.) Die Frauen, die erzählen, sind ganz unterschiedliche Charaktere. Wir haben Frauen, die über den Tod des Manns nicht hinweg kommen und beschließen, nie wieder eine andere Beziehung einzugehen; Frauen, die in einer neuen Partnerschaft ihr neues Glück finden; Frauen, die über den Tod ihres Mannes erleichtert sind; Frauen, die beides empfinden; junge Mütter, die plötzlich nicht nur Witwen, sondern auch Alleinerziehende sind. Neben der intensiven Auseinandersetzung mit den Themen Tod und Trauer erhält man auch gute Tipps, wie man als Witwe wieder ins Leben zurückfindet. So werden z. B. Kreuzfahrten für verwitwete Menschen vorgestellt, bei denen man sowohl Spaß haben kann als auch unter Gleichgesinnten seinen Gefühlen freien Lauf lassen darf, oder die Möglichkeit, als Au Pair-Granny fremde Kulturen kennenzulernen und das Gefühl zu bekommen, gebraucht zu werden. Außerdem habe ich noch vieles lernen können, z. B. dass es erstaunlich viele und ungewöhnliche Bestattungsarten gibt – wusstet ihr, dass man aus der Asche eines Verstorbenen z. B. ein Feuerwerk machen oder sie als Baumaterial für ein Korallenriff nehmen kann? Ergänzt werden die Kurzgeschichten und Erläuterungen noch durch eine kleine Liste empfehlenswerter Bücher. Der Tod ist in unserer Gesellschaft ein Tabu-Thema, und sicherlich muss es auch nicht sein, dieses Thema totzureden (Wortwitz unbeabsichtigt.), aber vielleicht sollten wir uns doch ein bisschen mehr damit auseinandersetzen, denn der Tod gehört nunmal leider auch zum Leben dazu.

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  • Wichtiges Buch

    Paul ist tot

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. September 2014 um 15:11

    Ich habe das Buch im Rahmen der Leserunde mirgelesen und es hat mich tief beeindruckt. Die bekannte Autorin Regine Schneider schreibt in diesen Buch über das Leben von Witwen, das heißt die Witwen erzählen über Ihr Leben. Sie erzählen, wie es sich anfühlt Witwe zu sein, wie das leben nach dem Tod des Mannes verläuft, aber auch wie es davor war. Und diese Erzählungen sind recht unterschiedlich. Manche Frauen fühlen sich befreit, einige entdecken viel neues, andere habe zu kämpfen. Es gibt Berichte, die mich tief berührt haben, andere haben mich nicht erreicht. Jeder Bericht wird durch eine passende Anmerkung der Autorin ergänzt. dabei geht es z.B. um Sterben in eine Hospiz, Trauerphasen, Organspenden. Diese hat mich zum Teil auch zum Nachdenken angeregt. Besonders die Anmerkung zum letzten Bericht "Deutschland ist kein Land für Witwen". Abschließend kann ich sagen, dass dies ein sehr wichtiges Buch ist, nicht nur für Witwen, sondern für alle die sich mit den Thema Trauer auseinader setzen wollen oder müssen. Es regt zum Nachdenken an.

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  • Witwengeschichten die Mut machen

    Paul ist tot

    Simi159

    14. September 2014 um 20:38

    Paul ist tot. Nicht nur Paul, den in diesem Buch stehen Geschichten von Witwen, traurige, lustige, skurrile und immer wieder total ehrliche. Dieses hat Regine Schneider zusammen getragen. So gibt es eine zum Thema Kreuzfahrten für Witwen; ja so etwas gibt es wirklich. So auch zum Thema sterben im Hospiz, Rache, und alternative Beerdigungsmethoden. Jede der Frauen, egal wie alt oder jung berichtet sehr persönlich über ihre eigenen Erfahrungen und wie sie mit dem Tod des Partners umgegangen ist. Neben Trauer gibt es Wut, Erleichterung, Schock und jede Menge schwarzen Humor. Und so sind dieses Geschichten wie das richtige Leben, BUNT. Und sie machen Mut. Denn klar man verliert einen geliebten Menschen, meistens zumindest, doch danach ist nicht alles grau & trostlos. Jede Frau hat für sich den passenden Weg zurück ins Leben gefunden. Mal mit mal ohne neuen Partner. Ales kleines Extra gibt es zu jedem Kapitel ein paar Erläuterungen/Ergänzungen. Diese liefern Hintergrundinformationen, sei es zum Thema Tod allgemein, Hospiz, Witwenkreuzfahrten oder alternative Beerdigungsmöglichkeiten. Mich haben diese Geschichten zum Lachen, zum Weinen und auch zum Nachdenken gebracht. Viele der Frauen bewundere ich für ihren Mut, ihren Partner bis zum Schluss ohne wenn und aber zu begleiten. Und diese Frauen machen mir auch Mut, das Leben geht nach dem Tod des Partners weiter…. Dafür bekommt das Buch von mir 5 STERNE.

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  • "Der Tod ist kein Punkt, der Tod ist ein Doppelpunkt"

    Paul ist tot

    Ginevra

    11. September 2014 um 20:02

    Ein Buch über den Tod und das Trauern - das muss nicht deprimierend und traurig sein. Das beweist Regine Schneider: sie ist Publizistin, Soziologin und Chefredakteurin einer Familienzeitschrift. In diesem umfassenden Buch lässt sie zahlreiche Frauen zu Wort kommen, die eins gemeinsam haben: sie wurden Witwe. Wie sie damit umgehen, ist äußerst unterschiedlich: da wird geweint, gelacht, geschimpft, gelobt; die Gefühle werden in Trauergruppen ausgesprochen, der Verstorbene wird im Mausoleum oder in einer simplen Dropsdose bestattet.  Die Witwen ziehen sich nicht mehr zurück, sondern schließen sich speziellen Reisegruppen an, ziehen als Granny-Au pair in die Welt - und gehen wieder auf Partnersuche. Jedes Kapitel handelt von einem anderen Thema und wird von der Autorin in einem Fachbeitrag kommentiert. Hier findet die Leserin wertvolle Informationen und Anregungen, um den Tod des liebsten Menschen individuell zu verarbeiten. Mich hat dieses Buch sehr überrascht - mit dieser Vielfalt an Informationen und berührenden Geschichten hätte ich nicht gerechnet. Ein Buch, das ich mit Sicherheit in Ehren halten werde, und das sich nicht nur auf den Tod des Ehemanns anwenden lässt. Es ist darüber hinaus eine Anregung, sich diesem tabuisierten Thema offen und angstfrei zu nähern, und für sich wichtige Antworten zu finden. Fazit: für mich verdient dieses lesenswerte Buch 5 von 5 Sternen - für alle, die sich mit dem Thema Tod und Sterben in unserer Gesellschaft intensiver auseinandersetzen möchten.

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  • Witwengeschichten

    Paul ist tot

    Saphir610

    10. September 2014 um 21:41

    Die Autorin hat für dieses Buch viele Witwen befragt, die ihre Geschichte erzählt haben. Es kamen verschiedene Erzählungen zustande, so verschieden wie das Leben ist. Verschiedene Krankheiten, ganz oft Krebs, Leidensgeschichten, verschiedene Tode. Und dann auch der verschiedene Umgang mit dem Tod des Lebenspartners. Für manche ist es eine Art Weltuntergang, andere kommen einigermaßen mit dem Verlust klar und für die nächsten ist es eine Erlösung. Oder, wie ein Sterbenskranker sich noch persönlich von den Menschen, die ihm etwas bedeuten, verabschiedet. Dazu berichtet noch eine Bestatterin vom beruflichen Alltag, der auch voller Überraschungen steckt. Am Ende jeden Kapitels folgen noch Erklärungen, so z.B. zur Organtransplantation, Hospize, Palliativmedizin, Unfälle. Dieses Buch habe ich sehr schnell durch gelesen, so gut hat es mir gefallen. Die verschiedenen Witwengeschichten waren nicht zu kurz und nicht zu lang. In vielen Fällen konnte ich den Schmerz, die Trauer mitfühlen. Als Witwe hat man auch einiges auszuhalten, wie in der Situation wo der Mann tot auf dem Sofa sitze und im Wohnzimmer ein Auflauf von Sanitätern, Ärzten und Polizei vorhanden ist. Wie oft ist der Tod ein Schock. Es zeigt verschiedene Möglichkeiten im Umgang mit der Trauer auf, oder in manchen Fällen auch nicht. Auch die Ergänzungen am Ende jedes Kapitels sind gut. Knapp gehalten und bei mehr Bedarf kann man sich selber weiter informieren. Hier wird sehr deutlich, wie wichtig Hospize und Palliativstationen sind. Der Schreibstil ist sehr angenehm. Ein empfehlenswertes Buch für den Umgang mit dem Tod und das Leben als Witwe, was viele Leser finden sollte.

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  • Der Tod fragt nicht,

    Paul ist tot

    dieFlo

    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass der Tod nicht an die Tür klopft und fragt, ob er willkommen ist ... Genau das zeigt uns dieses Buch. Witwe werden, ist für jeden mit anderen Gedanken und Sorgen verbunden, hier lernen wir verschiedene Frauen kennen, junge, alte und alle teilen ein Schicksal. Sie wurden Witwe.  Jede hat einen anderen Weg gefunden damit umzugehen. Es gab Stellen, da  musst eich herzlich lachen, so zum Beispiel, dass als erstes seine Autos verkauft wurden, damit sie im Winter keine Scheiben mehr kratzen muss. Andere Stellen berührten, denn sie zeigen Ängste und Sorgen junger Mütter. Krebs ist in unserer Zeit eine sehr häufige Todesursache - wie geht man damit um.  Das Besondere an dem Buch ist, das nach jeder Geschichte, der Kernpunkt, wie z.B. Bestattungsfirmen, Hospize oder Witwenreisen, noch einmal erklärt werden.  Das buch berührt, bewegt und regt zum Nachdenken an. Kurze Kapitel würden auch ein "immer mal wieder Lesen" möglich machen - ich aber habe es in die Hand genommen und nicht wieder weggelegt! Wir alle haben Angst davor Kontakt zu jemanden zu halten, der gerade erst einen Verlust erlitten hat - vielleicht sorgt dieses buch für mehr Mut! 

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    • 3
  • "Der Tod lächelt uns alle an ... "

    Paul ist tot

    solveig

    10. September 2014 um 14:02

      Ein fröhlich-pinkfarbener Schutzumschlag mit dunkler Sonnenbrille und groß geschriebenem Titel „Paul ist tot“  -  wie passt das zu den „Witwengeschichten“? Nun, wenn der Leser sich  die Mühe macht und unter die Oberfläche schaut, dann entdeckt er unter dem Pink einen tiefschwarzen Einband, wie aus edlem Stoff gearbeitet, ein Trauerflor. Ebenso kann er den (oberflächlich verborgenen)  Schmerz und die Trauer  der Witwen spüren, die in diesem Buch zu Worte kommen. Das Thema „Tod“ ist zwar stets aktuell, wird aber dennoch weitgehend aus dem öffentlichen Leben verdrängt. Doch die Frage, wie sich das Leben für den Hinterbliebenen verändert, betrifft  uns alle einmal. Wie bewältigt man seine Trauer? Wie findet man ins Leben zurück? Daher sind die  Berichte über den Umgang mit dem Sterben, die Regine Schneider zu einem kompakten Buch zusammengefasst hat, interessant und aufschlussreich, sehr ehrliche Berichte aus dem Blickwinkel von jungen und älteren Witwen. Ob „plötzlich und unerwartet“ oder „nach langem Leiden“ : Hier werden die unterschiedlichsten Situationen geschildert. Sehr offen erzählen die Frauen, wie betroffen sie waren oder ob sie sich vielleicht auch erleichtert fühlten. Sie berichten, wie sie selbst ihre Trauer erlebt und bewältigt haben und wie ihre Umwelt damit umgegangen ist. Sie schreiben, wie sich der Schmerz verändert hat und wie ihr Alltag heute aussieht. Auf die emotionale Schilderung jeder Witwe folgt ein sachlicher Abschnitt aus der Feder der Autorin, der Bezug nimmt auf den jeweiligen Inhalt (etwa auf Krankheiten, die Einrichtung Hospiz oder Bestattungsriten) und ergänzendes Wissen vermittelt. Dieser Überblick ist stets kurz gehalten, aber informativ und ausreichend. Wer die einzelnen Themen noch vertiefen  möchte, kann sich an der Liste weiterführender Literatur orientieren, die Regine Schneider am Ende ihres Buches empfiehlt. Die Geschichten der Frauen -  so traurig oder konfus sie sind  -  wirken dennoch tröstlich und geben der Leserin das Gefühl, nicht ganz allein mit ihrem Schicksal (als Witwe) fertig werden zu müssen.

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  • Wichtiges Buch über ein Tabuthema

    Paul ist tot

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Dieses Buch vereint die Geschichten von Witwen, die erzählen, wie sie das Sterben und den Tod ihres Ehegatten, Freundes oder Partners erlebt haben. Dabei kommen ganz unterschiedliche Schicksale zusammen: Die Verkraftung der Selbsttötung des Partners und der damit begrabene Kinderwunsch, diverse Krebserkrankungen und das würdevolle Sterben im Hospitz, die Abschiedsfeier eines Todkranken mit lieben Freunden, Reisen vor oder nach dem Tod, wie z. B. Witwenkreuzfahrten, die beim Trauern helfen sollen, aber auch viele gesellschaftlich bedingte negative Erlebnisse, wie z. B. die Ehefrau, die nach dem plötzlichen Herztod des Mannes von der Kripo automatisch als verdächtig angesehen wird oder skrupellose und unmenschliche Ärzte, die eine unter Schock stehende Frau dazu drängen, die Organe ihres hirntoten Mannes zur Organspende freizugeben... Die Geschichten werden abgerundet durch kurze, aber sehr informative Artikel zu praktischen Aspekten zum Thema Tod, wie z. B. wie die Einäscherung funktioniert, welche Pflichten es von Seiten des Gesetzgebers gibt, aber auch welche Rechte die Angehörigen haben. Vieles davon wusste ich nicht, z. B. dass ein Toter nicht in einem bestimmten Zeitraum nach seinem Tod beerdigt werden muss oder dass es große Unterschiede zwischen den Bestattern und Bestattungsformen gibt. Das Cover ist trotz des eindeutigen Titels durch die Farbe und die Aufmachung recht fröhlich gehalten. Das soll vermutlich aussagen, dass der Tod eben kein Tabuthema sein sollte, da er zum Leben dazu gehört und er deshalb auch in bunt dargestellt werden kann. Leider hatte das Cover aber bei mir die Assoziation geweckt, es handele sich bei den Geschichten (auch) um welche mit eher schwarzem Humor als um erzählte Dramen. Das ist aber nicht so: Die Geschichten sind größtenteils sehr tragisch, sehr traurig und manche auch sehr heftig zu lesen, weil kein Blatt vor den Mund genommen wird. Das zur Warnung für unbedarfte Leser wie mich, die den Inhalt dann doch zu sehr nach dem Cover beurteilen. ;-) Ansonsten bin ich aber sehr begeistert von dem Buch, weil es ein wichtiges Thema anspricht, was immer noch ein großes Tabu ist, das dringend gebrochen werden muss, und kann es auf jeden Fall weiterempfehlen!

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    • 2
  • Für ein besseres Verständnis

    Paul ist tot

    aftersunblau

    Für ihr Buch "Paul ist tot" hat Regine Schneider überwiegend junge Witwen befragt wie ihre Trauerbewältigung ausgesehen hat. So wie es viele verschiedene Menschen gibt, gibt es auch unzählige Varianten um mit der Trauer um einen geliebten (oder auch nicht geliebten) Partners fertig zu werden. In 25 Kapiteln lässt sie Witwen schildern, wie ihr Partner ums Leben gekommen ist, und wie sie es geschafft haben in ein normales Leben zurück zu finden. Keine Angst, es ist kein Buch das nur trauriges vermittelt, hin und wieder muss man sogar schmunzeln. Die einzelnen Kapitel sind alle unter 10 Seiten und bringen die jeweilige Geschichte auf den Punkt, ohne zu schönen, aber auch ohne Effekthascherei. Was mir sehr gut gefallen hat war, das es am Ende einer jeden Geschichte, eine kurze Information zu Bereichen die zum Ableben gehören, gegeben hat. Das waren z.B. Die diversen Bestattungsarten, Trauerphasen, palliativ Stationen, Hospitze, Trauerreisen und Granny Au-Pair. Auch dies wurde alles kurz und sachlich erklärt, Wichtiges wurde auf den Punkt gebracht. Ich fand die kurzen Abschnitte sehr informativ und habe dabei noch neues erfahren. 2012 gab es in Deutschland knapp 350.000 neu verwitwete, die allermeisten werden nur kurzfristig von der Gesellschaft als Witwen wahrgenommen, dann geht für die anderen das Leben weiter als sei nichts geschehen. Witwen werden oft an den Rand der Gesellschaft gedrängt und sollen so weiterfunktionieren als sei der geliebte Partner noch da. Dieses Buch kann helfen zu verstehen was in Hinterbliebenen vor sich geht und nimmt ein wenig die Angst sich mit Trauer und Tod zu beschäftigen. Zwangsläufig ist irgendwann jeder betroffen, der Tod ist so sicher wie das Leben. Ich fand es Buch sehr kurzweilig und kann es nur jedem empfehlen. 

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    • 2

    dieFlo

    08. September 2014 um 19:58
  • Die große LovelyBooks Themen-Challenge 2014

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2014? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 20 vorgegebenen Themen mindestens 15 Bücher aus 15 unterschiedlichen Themen zu lesen. 5 Themen können also ausgelassen werden. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt hier mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag. Diese Challenge läuft vom 1.1.2014 bis 31.12.2014. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Wer am Ende des Jahres die 15 Bücher zu 15 verschiedenen Themen geschafft hat, nimmt automatisch an einer Verlosung eines schönen Überraschungspakets teil. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2014 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Ich habe jedes Thema auch zu einem extra Beitrag hier auf LovelyBooks verlinkt, in dem ihr euch jeweils über die passenden Bücher austauschen könnt. Für jedes Thema hänge ich ein Beispielbuch in der Reihenfolge der vorgegebenen Themen an, ihr könnt aber gern andere lesen! Bücher, die erstmalig vor 2010 erschienen sind Bücher, die Teil einer Reihe sind (alles ab mindestens 2 Bänden) Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben Bücher, deren Buchtitel eine Zahl enthalten Bücher, die ausschließlich als Taschenbuch / Broschur erschienen sind (nicht als Hardcover, E-Book zusätzlich ist ok) Bücher, bei denen der Vor- oder der Nachname des Autors mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie der Buchtitel Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, in denen es ums Essen geht und das auch durch den Buchtitel, das Cover o.Ä. ausgedrückt wird Bücher von deutschsprachigen Autoren Bücher, die weniger als 250 Seiten haben Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift und kein vordergründiges Covermotiv zu sehen ist Bücher von Autoren, die schon mindestens 5 Bücher veröffentlicht haben Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben Bücher, deren Buchtitel aus mindestens 5 Wörtern bestehen Bücher, die aus einer anderen Sprache als dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden Bücher, die in einer Stadt mit mehr als 1 Mio. Einwohner spielen Bücher, die in einem unabhängigen Verlag erschienen sind (keine Verlagsgruppen / Konzerne) Bücher, auf deren Cover mindestens 3 Lebewesen zu sehen sind (es zählen Menschen & alle Tierarten) Bücher, die auf LovelyBooks mit 4,5 - 5 Sternen bewertet sind (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, deren Hauptfigur mindestens 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist (wer dieses Thema erfüllen möchte, müsste hier sein Alter verraten - in meinem Fall müsste die Figur 17 oder jünger bzw. 37 oder älter sein) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Antworten auf häufig gestellte Fragen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Wenn es in der Aufgabenstellung keine spezielle Eingrenzung gibt, zählt wirklich alles, was dazu passt. Zahlen zählen also auch als Zahlen, egal ob ausgeschrieben oder nicht usw. * Ich kann diese Challenge nicht in Unterthemen gliedern, da das nur bei Leserunden geht. * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Unabhängige Verlage sind solche, die nicht zu einer Verlagsgruppe / einem Konzern gehören. Wenn ihr unsicher seid, schreibt mir eine Nachricht mit dem entsprechenden Verlag. * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, als auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2014 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Postet euer jeweiliges Buch bitte erst, wenn ihr es wirklich komplett gelesen & eine Rezension oder Kurzmeinung geschrieben habt. * Ein paar Beispiele für Verlage,  die als unabhängig zählen - es gibt aber wirklich ganz viele, fragt mich im Zweifel einfach per Nachricht: Hanser Verlag (und Unterverlage), Aufbau Verlag (und Unterverlage), dtv, Coppenrath Verlag, Diogenes Verlag, usw. * Falls Bücher, die eine ISBN habe, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com * Bei Themen, für die der Stand bei Lesebeginn entscheidend ist (Bücher, die noch keine Rezension haben / Bücher, mit Bewertung zwischen 4,5 - 5 Sternen) vertraue ich einfach darauf, dass ihr wirklich nur welche angebt, wo das stimmt. * Keine Mangas & Comics, außer für Thema 10 - Graphic Novels zählen überall, sofern sie dem Thema entsprechen Teilnehmer: 19angelika63 4cloverleaf 78sunny aba Aduja Ajana Alchemilla AlinchenBienchen allegra Alondria Amara Anendien Aniston81 AnnaMK Anneblogt Annilane Anniu anushka Arizona Asu AuroraBorealis baans Bambi-Nini Baneful battlemaus88 BethDolores BiancaWoe Bluebell2004 bluebutterfly222 bookgirl Bookmarble books_and_senses bookscout brudervomweber BuchblogDieLeserin Bücherwurm Buchgeborene Buchrättin Buecherfee82 Buecherfreak321 Buecherschmaus Buecherwurm1973 callunaful Carina2302 carooolyne CaryLila Cattie christiane_brokate Clairchendelune Clouud coala_books Code-between-lines Curin czytelniczka73 daneegold DaniB83 Daniliesing danzlmoidl darigla Deengla Deirdre dieFlo Dini98 Donata Donauland DonnaVivi Dreamworx Dunkelblau El. 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