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Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Liebe Leserinnen und Leser,

habt Ihr Lust mal etwas ganz anderes zu lesen? Ein Buch über Witwen, das es so noch nicht gegeben hat? Dann laden wir Euch ein zu einer Leserunde zu "Paul ist tot" von Regine Schneider. Der Osburg Verlag verlost dafür 15 Exemplare, für die Ihr Euch bis nächste Woche Mittwoch 18 Uhr bewerben könnt!

»Ich hätte zum Beispiel auch noch sagen können: ›Du warst rechthaberisch und dominant.‹ Aber das verkniff ich mir. Über die Toten nichts Schlechtes. Deswegen wird wohl nirgends so viel gelogen wie an Gräbern.«
(aus "Paul ist tot")

Doppelt so viele Paare werden in Deutschland vom Tod geschieden wie vom Scheidungsrichter. Doch obwohl derzeit circa 4,6 Millionen Witwen in Deutschland leben, kommen sie in unserer Gesellschaft öffentlich fast gar nicht vor. Es sei denn, sie sind prominent. In »Paul ist tot« lässt Regine Schneider 25 Frauen aller Altersschichten von ihrem ganz normalen Witwen-Wahnsinn erzählen. Der ist nicht nur traurig, sondern oft genug auch ziemlich schräg, konfus, herzergreifend, böse, makaber, kurios, skurril, empörend und auf jeden Fall zutiefst menschlich. 



Regine Schneider über ihr Buch:

 

Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen und auf eine spannende Leserunde!

Euer Osburg Verlag

Autor: Regine Schneider
Buch: Paul ist tot

Ginevra

vor 3 Jahren

Nachdem ich diesen sympathischen Trailer gesehen habe, mache ich hier gerne den Anfang und bewerbe mich auf diese außergewöhnliche Leserunde!
Zum Glück bin ich (48) glücklich verheiratet, aber vor Kurzem hat mein Mann einen Unfall nur knapp überlebt. Deshalb habe ich mich mit diesem eher unangenehmen Thema schon beschäftigt, bzw. es beschäftigt mich immer noch.

Anhand des Covers dachte ich erst, es handle sich um einen makaberen Krimi (à la Rould Dahl oder so), das hätte mich persönlich weniger interessiert...

Da es sich aber um Erfahrungsberichte handelt, die neben dem Traurigen auch das Skurrile abbilden, und von der Autorin selbst recherchiert und überdacht wurden, klingt dieses Buch für mich ausgesprochen spannend, und ich wäre gerne dabei.

Meine Rezis poste ich bei: amazon, hugendubel, Weltbild, buecher.de und thalia.

TochterAlice

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Das klingt interessant! Ich bin gottseidank noch keine Witwe (ich hoffe ja, dass es umgekehrt kommt und meine Mann Wittwer wird, aber das hat noch sehr, sehr viel Zeit), aber meine Tante ist gerade Wittwe geworden, es ist eine schwere Zeit für sie und - nich zuletzt aufgrund ihrer Demenz - für uns alle auch. Aber es ist wahr - diese Zeit ist voller emotionaler Momente, die auch witzig und vor allem skurril sein können. Zu gern würde ich erfahren, wie es anderen damit ergeht!

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buechermaus88

vor 3 Jahren

Gemeinsames Lesen: S. 1 bis S. 61
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Ich mag das Buch. Es handelt sich um ein Thema, dem viele Menschen eher aus dem Weg gehen. Besonders gefallen hat mir, dass schon in diesen ersten Kapiteln verschiedene Arten des Todes und der trauerbewältigung zum Vorschein kamen. Besonders betroffen machte mich die Story mit dem Vater, der an Krebs litt. Ich bekam einen richtigen Klos im Hals.
Ich muss sagen, dass ich auch persönlich mit der Frau mitfühlte, deren Mann sich beim Mountainbike fahren umbrachte. Meine Mutter starb sehr plötzlich und ich konnte mich nicht verabschieden. Dinge blieben ungesagt, Fragen ungeklärt. Deshalb kann ich mit dieser Frau fühlen. Es ist schwer, wenn Dinge offen geblieben sind und man nicht die Chance hatte, sie zu klären.

Was mir auch gut gefällt sind die Schilderungen zwischen den Geschichten. Ich wüsste zum Beispiel nicht, dass Alzheimer so viele Menschen betrifft und in der Zukunft noch mehr betreffen wird.

buechermaus88

vor 3 Jahren

Gemeinsames Lesen: S. 62 bis S. 112
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Ich finde die unterschiedlichen Arten mit dem Tod umzugehen sehr interessant. Man lebt nun mal weiter und muss sehen was man daraus macht. Ich denke auch, dass die verstorbenen Personen nicht von den lebenden verlangen würden, ihr Leben aufzugeben.
Die Idee mit der Kreuzfahrt also den Reisen für Hinterbliebene finde ich toll. So ist man unter gleichgesinnten. Ich kenne das leider. Als meine Mutter starb, da haben die Menschen spätestens nach der Beerdigung die Sache als abgeschlossen betrachtet und das Leben sollte halt weitergehen. Dass dieser Prozess mit der Beerdigung nicht getan ist, haben viele nicht verstanden.
Bei meiner Mutter war der Tod auch sehr plötzlich aufgetreten. Trotz ihres Alters (54) ist sie morgens einfach nicht mehr aufgewacht. Sie war tot. Und prompt waren nicht nur der Notarzt da, sondern auch die Polizei. Und ganz ehrlich, solche fragen wie: hatten ihre Eltern häufig Streit? Sind das letzte was man in so einer Situation hören will. Vor allem wenn die Mutter noch in ihrem Zimmer auf dem Boden liegt und gerade "verpackt" wird. Aber wie auch hier im Buch so schön erklärt ist das natürlich die Pflicht der Polizei. Und trotzdem ist es für die Angehörigen nicht wirklich ein schönes Gefühl.

buechermaus88

vor 3 Jahren

Gemeinsames Lesen: S. 113 bis S. 158
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Sex im Krankenhausbett finde ich nicht schlimm. Nur weil man krank ist heißt es nicht dass die Bedürfnisse stillgelegt werden. Und ich finde, man sollte das tun, wonach man empfindet und was einem gut tut.
Mit der Geliebten die Story fand ich extrem. Von allen Parteien aus gesehen. Ich fand es nicht in Ordnung von der Frau dem Mann das zu verheimlichen. Und selbst wenn es anfangs aus guter Absicht war, wie kann sie selbst denn so gut damit umgehen wenn sie, wie sie sagte, sich zunächst noch als glücklich verheiratet betrachtet hat.
Den Mann finde ich recht feige. Er bestreitet die Affäre sogar auf direkte Nachfrage. Und dass er auf dem Sterbebett die Scheidung einreicht, ist eine Frechheit. Und dann diese dreiste Geliebte. Dass er nicht an seine Kinder denkt. Unglaublich.
Die letzte Story mit dem Leben nach dem Tod empfand ich als etwas surreal, weil ich die ungläubigste Person bin die ich kenne ;-)
Ich glaube nicht wirklich an sowas, sondern dann eher an die Ärzte. Daran, dass man kämpfen kann. Aber wenn dieses Paar nicht an so etwas glaubt, und er dann stirbt, irgendwie muss ich dann sagen selber schuld. Klar, ich akzeptiere solche Einstellungen aber verstehen ist nochmal was anderes.

buechermaus88

vor 3 Jahren

Gemeinsames Lesen: S. 159 bis S. 198
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Die Geschichte mit dem Motorrad hat mich bewegt. Ich konnte es nicht fassen, dass die unfallverursacherin nicht mal eine Entschuldigung über die Lippen bringt. Sowas kann einem doch nicht egal sein. Sie hat quasi einen Menschen getötet.
Ich selbst bin organspenderin. Ich habe auch einen Ausweis. Ich finde das wichtig und würde mich freuen, wenn jemand durch meinen Tod noch eine Chance bekommt. Außerdem finde ich es wichtig dass man solche Entscheidungen nicht den angehörigen überlässt. Es ist schon schwer genug für diese Abschied nehmen zu müssen, aber wenn sie dann noch entscheiden müssen, ob Organe entnommen werden dürfen oder nicht, das ist eine große Last. Mein Freund zB hat auch einen Ausweis, möchte aber nicht, dass ihm Organe entnommen werden. Er hat Angst, wenn er zB im Ausland sterben sollte durch einen Unfall oder so, dass die Ärzte ihm die Organe entnehmen würden, obwohl er noch eine Chance hätte.

buechermaus88

vor 3 Jahren

Gemeinsames Lesen: S. 199 bis Ende
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Ich finde die letzte Story wirklich schön. Es ist interessant zu sehen wie in anderen Ländern und Kulturen mit dem Tod umgegangen wird. Es ist schade, dass es in Deutschland nicht so ist. Wie in der anderen Geschichte, wo praktisch erwartet wird, dass man spätestens nach der Beerdigung weiterlebt. So, wie ich schon mal erwähnte, es auch bei mir nach dem Tod meiner Mutter war.
Wunderschön fand ich die Geschichte mit dem Abschied nehmen. Es ist eine wundervolle Idee. Wenn ich selbst später Gelegenheit dazu haben werde, sofern ich weiß, dass ich bald sterben muss, würde ich auch so eine Feier veranstalten. Mit all den Menschen die mir auf meinem Lebensweg begegnet sind. Ich hatte tränen in den Augen.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 3 Jahren

Eure Meinung/ Rezension

Hier kommt nun meine Rezi:
http://www.lovelybooks.de/autor/Regine-Schneider/Paul-ist-tot-Witwengeschichten-1110780814-w/rezension/11126
Danke, dass ich das Buch mitlesen durfte. Besonders der letzte Bericht hat mir recht geben, in Deutschalnd ist trauern nicht gerade sehr erwünscht.
Danke, dass ich das Buch mitlesen durfte.

Anchesenamun

vor 3 Jahren

Eure Meinung/ Rezension

Sorry, dass es etwas gedauert hat, aber hier ist nun meine Rezi:

LB
http://www.lovelybooks.de/autor/Regine-Schneider/Paul-ist-tot-Witwengeschichten-1110780814-w/rezension/1113624580/1113624166/

Auf meinem Blog
http://schatzichwilleinbuchvondir.blogspot.de/2014/09/rezension-paul-ist-tot.html

Vielen Dank, dass ich mitlesen durfte! :-)

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