Regine Wolff

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Ferdinand macht sich schön

Ferdinand macht sich schön

 (1)
Erschienen am 22.11.2016

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Rezension zu "Ferdinand macht sich schön" von Regine Wolff

Eine wunderschöne Geschichte über die Schönheit und einen sehr modebewussten Drachen
Kinderbuchkistevor 2 Jahren

Der Titel ist Programm für das ganze Buch.
Nicht nur Ferdinand macht sich schön.
Schon das Cover hat den Hauch von Extravaganz. Wir würden sagen mit  Glitzerstückchen. In der Geschichte sind es Stückchen von Glitzerschleim.
Kleine Rosa Blüten liegen zart an einem dicken braunen Ast. Eine leicht blaue Tautropfenkette hängt dazwischen und verleiht dem Bild eine Leichtigkeit. Ein grüner Flügel mit Glitzer und eine Schwanzspitze geben erste Rätsel auf.
Wer wohl mag Ferdinand sein?
Schlägt man das Buch auf wird man von einer Wiese übersät mit kleinen rosa Blüten empfangen. Eine Augenweide. Ein Platz wo man sich gern selbst zur Ruhe legen würde. Zart und lieblich.
Eine Seite weiter das Titelblatt der Geschichte. Ein kugeliges grünes zusammengerolltes Wesen mit gesenktem Kopf ist zu erkennen. Das Wesen sieht aus als sei es aus gefaltetem feinen Seidenpapier  das dann auf dem Blatt eine neue Heimat findet.
Der Stil erinnert an Eric Carle der oft handbemaltes Papier verarbeitet, ausschnitt, faltete etc. und als Collage neu anordnete.
Bei Handbemaltes Papier Es folgten noch fast 70 Bücher. Carles Stil ist unverwechselbar. Er arbeitet gern mit handbemaltem Papier, das dann ausgeschnitten und arrangiert wird. Einfach Bücher mit Seiten sind seine Werke selten, fast immer versteckt sich - gefaltet, geschnitten, gebohrt oder geklebt - mehr darin. Sie sind immer eine Entdeckungstour. - derstandard.at/2000002227122/Eric-Carle-Aus-Versehen-Kinderbuchillustrator
Handbemaltes Papier Es folgten noch fast 70 Bücher. Carles Stil ist unverwechselbar. Er arbeitet gern mit handbemaltem Papier, das dann ausgeschnitten und arrangiert wird. Einfach Bücher mit Seiten sind seine Werke selten, fast immer versteckt sich - gefaltet, geschnitten, gebohrt oder geklebt - mehr darin. Sie sind immer eine Entdeckungstour. - derstandard.at/2000002227122/Eric-Carle-Aus-Versehen-Kinderbuchillustrator
arbeitet gern mit handbemaltem Papier, das dann ausgeschnitten und arrangiert wird. Einfach Bücher mit Seiten sind seine Werke selten, fast immer versteckt sich - gefaltet, geschnitten, gebohrt oder geklebt - mehr darin. Sie sind immer eine Entdeckungstour - derstandard.at/2000002227122/Eric-Carle-Aus-Versehen-Kinderbuchillustrator
arbeitet gern mit handbemaltem Papier, das dann ausgeschnitten und arrangiert wird. Einfach Bücher mit Seiten sind seine Werke selten, fast immer versteckt sich - gefaltet, geschnitten, gebohrt oder geklebt - mehr darin. Sie sind immer eine Entdeckungstour - derstandard.at/2000002227122/Eric-Carle-Aus-Versehen-Kinderbuchillustrator
Bei "Ferdinand macht sich schön" wird ähnlich gearbeitet. Dies bringt eine Dreidimensionalität und Tiefe ins Bild, die Neugierde weckt. Einfach und klar,  trotzdem gibt es viel zu entdecken. Grade solche künstlerisch gestalteten Illustrationen sind im Laufe der letzten Jahre weitestgehend aus dem Bilderbuchmarkt verschwunden. Waren es vor Jahren noch Vertreter eben wie Eric Carle, aber auch Leo Lionni mit ihren ganz eigen Stilen die für den künstlerischen Anspruch standen finden wir zur Zeit nicht viel Vergleichbares. Darum finde ich es um so schöner, das der Jaja Verlag dieses wertvolle Buch verlegt.
Der Handlungsstrang der Geschichte ist außergewöhnlich. Außergewöhnlich schön. Ferdinand ist ein kleiner Felsendrache, der sehr viel Wert auf sein äußeres Erscheinungsbild legt. Modebewusst mit dem gewissen Etwas für Ästhetik aber unsicher in der Wirkung.
 Nun geschieht es, das er zum Drachenball eingeladen wird. Der erste Drachenball in seinem lLben. Das ist etwas besonderes und dem Anlass entsprechend möchte er natürlich auch besonders hübsch erscheinen. Seine Freundin Marta, das Murmeltier möchte  wissen, was er denn anziehen wird, doch Ferdinand weiß es wirklich nicht. So geht er zu seinem Freund Sören, dem Säbelzahntiger der unlängst goldene Säbelzähne bekommen hat aber Sören möchte Ferdinand keinen seiner Zähne leihen. Tigerstreifen die könnte er ihm geben bot Sören an. So bekam Ferdinand  ein paar Tigerstreifen. Das war schon nicht schlecht doch das gewisse Etwas , so etwas Glimmer fehlte noch. Da viel ihm der Ochsenfrosch ein, der immer von einem feinen, wunderschönen Glitzerschleim überdeckt war. Das wäre schön dachte Ferdinand und bat Otto um etwas Schleim der natürlich gern seinem Freund diesen Wunsch erfüllte. Doch irgendwie war Ferdinand immer noch nicht zu frieden. Er wusste zwar was er schön fand aber was grade modisch angesagt war damit kannte er sich nicht so aus, aber wozu hat man Freunde. Wenn man selbst nicht weiter weiß muss man fragen und so kamen Otto und Ferdinand auf die Idee Coco das Chamäleon zu fragen. Coco war sehr modebesessen und probierte ständig neue Muster aus.   Coco erklärte ihm , dass es wichtig sein sich selbst schön zu finden, überlegte kurz und schenkte ihm dann eine Tautropfenkette. Damit sah der kleine Felsendrache wirklich entzückend aus und er fühlte sich auch richtig schön. Jetzt war er bereit für den großen Drachenball auf den er sich so sehr freute.
Die Geschichte endet mit einem sehr ausdrucksstarken, emotionalen Bild. Ferdinand sitzt im Abendrot auf einen großen grauen Stein. Die Sonne versinkt im Meer. Fische springen aus dem Wasser und an der Wasseroberfläche sieht Ferdinand sein Spiegelbild.
Wie schön!!
Doch auch wenn die Geschichte hier zu Ende ist, geht sie doch weiter.
Es folgt ein langes ausklappbares Panoramabild mit Impressionen des Drachenballs. Wunderbar farbenfroh, eine lustige, ausgelassene Partystimmung.

Eigentlich müsste man hier auf jedes einzelne Bild eingehen. Sie sind so wunderbar gestaltet, man spürt die Liebe und Kreativität die hier hineingelegt wurden.

Kein nullachtfünfzehn Bilderbuch.
Ein Bilderbuch voller Schönheit.

Danke!!

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