Reif Larsen

 4 Sterne bei 295 Bewertungen
Autor von Die Karte meiner Träume, Die Rettung des Horizonts und weiteren Büchern.
Autorenbild von Reif Larsen (©(c) Jörg Steinmetz)

Lebenslauf von Reif Larsen

Reif Larsen, geboren 1980, lebt im Hudson Valley und in Schottland. Er schreibt, unterrichtet Literatur, dreht Dokumentarfilme in den USA, Großbritannien und in Afrika. Seine Erzählungen und Essays erscheinen u.a. in »The New York Times« und in »The Guardian«. Sein erster Roman ›Die Karte meiner Träume‹ (S. Fischer Verlag 2009) wurde ein Weltbestseller.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Reif Larsen

Cover des Buches Die Karte meiner Träume9783596184446

Die Karte meiner Träume

 (282)
Erschienen am 01.11.2010
Cover des Buches Die Rettung des Horizonts9783100022165

Die Rettung des Horizonts

 (7)
Erschienen am 25.08.2016
Cover des Buches The Young and Prodigious T.S. Spivet9781846552779

The Young and Prodigious T.S. Spivet

 (6)
Erschienen am 07.05.2009
Cover des Buches I Am Radar9781594206672

I Am Radar

 (0)
Erschienen am 24.02.2015

Neue Rezensionen zu Reif Larsen

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Rezension zu "Die Rettung des Horizonts" von Reif Larsen

Eine Grenzerfahrung
sursulapitschivor 9 Monaten

Dieses Buch ist erstaunlich in jeder Hinsicht. Ich habe es gerne gelesen, auch wenn ich es nicht verstanden habe. 


Reif Larsen schreibt toll, eloquent und humorvoll mit viel Liebe zu seinen Figuren. Hier lernt man jeden ganz genau kennen. Tatsächlich benötigt das Geschehen am Ende drei Hauptprotagonisten, die wirklich außergewöhnliche Menschen sind und deren Familiengeschichte über drei Generationen rückwirkend ausgerollt wird. Man tummelt sich ausführlich in Amerika, Norwegen, Serbien und Kambodscha bis man sich zum großen Showdown in Afrika versammelt.

Letztendlich geht es wohl um Kunst, vielleicht auch die Kunst zu leben. Radar Radmanovic und seine Kollegen Otik und Lars sind Überlebenskünstler, Ausnahmemenschen, Getriebene mit genialen Begabungen, die an Magie gemahnen und mit Visionen, die wahnhaft anmuten. All das werfen sie in einen Pool, um DAS große Projekt zu realisieren, von dem sie selbst bis zum Schluss nicht so recht wissen, was es genau ist. Auf jeden Fall sind zauberhafte mechanische Vögel in Massen erforderlich.

Dieses Buch ist dick und ein dickes Rätsel. Bis zum Schluss weiß man nicht so recht, worum es hier wirklich geht und auch am Ende ist das nicht hinlänglich geklärt. Es erzählt mehrere absonderliche Familiengeschichten, die sich immer wieder streifen, aber eins gemein haben: Hier treffen sich Menschen mit besonderen Begabungen und Passionen aus unterschiedlichsten Bereichen, die in physikalische Grenzbereiche vorzudringen scheinen, bis etwas leicht morbide Magisches entsteht. Es fesselt durchaus, amüsiert auch oft und unterhält auf jeden Fall nur wirklich verstehen kann man es nicht. Wahrscheinlich ist es tatsächlich eine Grenzerfahrung. 

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Rezension zu "Die Karte meiner Träume" von Reif Larsen

Die Karte meiner Träume | Buchbesprechung
vivreavecdeslivresvor 2 Jahren


An der Frankfurter Buchmesse des letzten Jahres haben uns die lieben Leute aus dem Fischer Verlag (Ganz herzliche Grüsse an Euch, falls ihr das hier lest!) dieses Prachtexemplar in die Hand gedrückt. Laut ihnen ist es eines der besten und speziellstes Buch, das im Fischer Verlag erschienen ist. Sie haben es sehr hoch angepriesen und dem entsprechend waren auch meine Erwartungen zum Buch sehr hoch. Ich war gespannt diesen Brocken zu lesen und hatte auf meiner Italienreise einige Stunden Zugfahrten vor mir, in denen ich mich Reif Larsens Werk widmen konnte. Meiner Meinung nach, war es bestimmt nicht eines der allerbesten Bücher, es hat mich schlussendlich einfach zu wenig interessiert, um ein Lieblingsbuch zu sein. Das Buch ist in drei Teile gegliedert, im ersten Teil, dem Westen, stellt uns T.S. seine Arbeiten und seine Familie vor. Anhand von extrem vielen Illustrationen erklärt er uns seinen Alltag, erzählt, wer in seiner Familie, was zu tun hat, und erhält einen Anruf aus Washington. Er hat einen Preis gewonnen und sollte den nun entgegen nehmen - blöd nur, dass die Leute aus dem Museum nicht wissen, dass T.S. erst zwölf Jahre alt ist und nicht wie angenommen bereits volljährig. Aus Angst, seine Eltern wären nicht einverstanden, begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise. Diese ist der zweite Teil, sie bestehet aus einer langen Zugfahrt mit vielen kleinen und grossen Hindernissen, ein riesiges Abenteuer. Schlussendlich schafft er es das ganze Land zu durchqueren und erreicht den Osten, der somit den dritten und letzten Teil beschreibt. 

Von Beginn an hat man das Gefühl, dass man so etwa weiss, auf was die Geschichte hinausläuft, sie ist ziemlich voraus schaubar, bis auf ein Paar kleine unerwartete Wendungen. Ich weiss nicht genau, ob ich das nun als Kritikpunkt einstufen sollte, oder nicht, oftmals finde ich es nämlich auch in Ordnung, wenn klar ist, was passieren wird. Besonders hier - es hat irgendwie gepasst. Obwohl T.S. hochintelligent ist, ist er noch ein Kind und sehr unschuldig. Er ist ein sehr sensibler Protagonist und wirkt innerlich sehr zerbrechlich, es kostet ihn viel Mut diese Reise anzutreten und zu Schluss macht er es trotzdem. Wie schon 'Der Junge im Pyjama' hat das Buch hier den Bonus, dass es eben nicht aus der Sicht eines Erwachsenen geschrieben wurde, sondern eben aus derjenigen eines Kindes und genau darin liegt irgendwo der Reiz des ganzen Romanes. 
Das Buch hat eine wunderschöne Aufmachung. Es sieht bereits auf dem Buchcover sehr antik aus, eine richtige Schatzkarte. Im Buch innen hat es echt tolle Illustrationen, die von T.S. angefertigt wurden. Zu den Zeichnungen gab es immer noch einige Texte, die als Bemerkungen zwischen den Zeilen gelesen werden konnten. Anfangs war das etwas schwierig sich an das System zu gewöhnen, aber nach einiger Zeit habe ich mich dann schön damit abgefunden und fand es immer noch ganz angenehm etwas abzuschweifen. Ich habe gesehen, dass es einen Film zum Buch gibt, der Regisseur ist der gleiche wie bei Die fabelhafte Welt der Amelie Poulin. Ich habe ihn noch nicht gesehen, aber der Trailer hat sehr süss ausgesehen und vielleicht komme ich die nächsten Tage einmal dazu.  Reif Larsen ist übrigens ein Amerikanischer Schriftsteller, 1980 geboren. Die Karte meiner Träume war sein erstes Werk und ist bereits 2009 erschien, der Film zum Buch erschien dann 2013.
https://wonderful-ne-books.blogspot.ch/2017/11/die-karte-meiner-traume-buchbesprechung.html

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Rezension zu "Die Karte meiner Träume" von Reif Larsen

Reif Larsen "Die Karte meiner Träume"
annepeivor 3 Jahren

"Es hat nie eine Landkarte gegeben, auf der alles stimmte, und Wahrheit und Schönheit haben es nie lange miteinander ausgehalten."


Der 12-jährige T.S. Spivet lebt auf einer Ranch mit einer Familie, die nicht zueinander passt und nach einem tragischen Vorfall auch nicht mehr miteinander reden kann. Als er für seine wissenschaftlichen Karten in Washington einen Preis erhalten soll, macht er sich nachts heimlich auf den Weg durch das ganze Land.
Am auffälligsten an diesem Buch sind die auf fast jeder Seite eingestreuten Zeichnungen von T.S.. Sie unterstreichen den ansatzweise wissenschaftlichen Schreibstil, der jedoch nicht darüber hinwegtäuscht, dass aus der Perspektive eines Kindes berichtet wird. Im Verlauf des Buches wird die Handlung immer abstruser, für mich scheint T.S.' Reise nur ein Traum zu sein, der seine Hoffnungen und Ängste besonders im Bezug auf seine Familie verarbeitet, da er nicht darüber reden kann. Dieser Gegensatz aus wissenschaftlicher Präzision und Traumhandlung macht die Poesie dieses Romans aus.



Bewertung: 4,5 von 5 Spatzen

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Gespräche aus der Community

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Hallo,

von Zeit zu Zeit sehe ich all meine Bücher durch und versuche dann auszusortieren und mir einen Überblick zu verschaffen. Ich merke, dass es mir zunehmend keine "Freude bereitet" zu viele ungelesene Bücher zu Hause zu haben. Denn irgendwie greife ich nur ganz selten nach den Büchern, die schon hier stehen und lese stattdessen die ganz neuen. Ideal wäre es also wohl in meiner Vorstellung, wenn ich einfach nur noch bei Bedarf 1-2 neue Bücher kaufen und direkt lesen würde. Nun kommt das große ABER: 

Ich habe gestern abend alle ungelesenen Bücher aus dem Regal geholt, genau angesehen und überlegt. Am Ende hatte ich 3 Stapel: 1. Definitiv behalten, 2. Anlesen und dann entscheiden, 3. Definitiv weggeben

Leider war der Stapel Nr. 3 dann am Ende mit 37 Büchern verhältnismäßig klein, Stapel 1 immerhin etwas kleiner als Stapel 2. Zugleich habe ich nun ein Problem - so viele Bücher kann ich einfach nicht anlesen und so entscheiden.

Deshalb dachte ich mir, vielleicht möchtet ihr mir bei der Entscheidung helfen? Ich hänge euch mal ein Fotos der Bücher an, bei denen ich unsicher bin, ob ich sie behalten möchte. Kennt ihr etwas davon? Und was würdet ihr sagen - behalten oder weggeben? Eine Begründung für eure Entscheidung wäre natürlich spannend. Falls die  Bücher auf den Fotos nicht gut genug zu erkennen sind, hänge ich sie euch an.

Ich bin es auch ein bisschen leid, Bücher zu lesen, die mich nicht völlig begeistern. Leider werde ich immer anspruchsvoller und somit ist die Chance, ein echtes Highlight zu entdecken, immer geringer. Aber vielleicht verbirgt sich hier ja doch das ein oder andere.

Ich bin gespannt, was ihr sagt!

PS: Die GEO-Zeitschriften dürfen ignoriert werden ;-)

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