Die Karte meiner Träume

von Reif Larsen 
4,0 Sterne bei275 Bewertungen
Die Karte meiner Träume
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Positiv (202):
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Ein tolles Buch und ein absoluter Geschenktipp.

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Inhaltsangabe zu "Die Karte meiner Träume"

T. S. Spivet ist zwölf Jahre alt und ein genialer Kartograph. Denn er weiß genau, dass nichts von Dauer ist. Der Whiskykonsum seines Vaters wird ebenso in Diagrammen festgehalten wie die Anatomie von Glühwürmchen. Inmitten seiner merkwürdigen Familie lebt er auf einer Ranch in einem flachen Tal in Montana. Eines Nachts begibt sich T.S. auf die Reise nach Washington und damit in ein unglaubliches Abenteuer.

Reif Larsens Debüt ist ein Juwel: Ein mit vielen Karten und wundervollen Zeichnungen versehener Roman über Freundschaft, Kindheit, Schuld und über Zuhausesein. Ergreifend, geheimnisvoll und verspielt, ein wahres Feuerwerk von Gefühlen und Ideen.

'Die Karte meiner Träume' besitzt den Schimmer eines alten Hollywood-Films und ist gleichzeitig aufeinzigartige Weise neu.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596184446
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.11.2010

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Rezensionen und Bewertungen

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    vivreavecdeslivress avatar
    vivreavecdeslivresvor 8 Monaten
    Die Karte meiner Träume | Buchbesprechung


    An der Frankfurter Buchmesse des letzten Jahres haben uns die lieben Leute aus dem Fischer Verlag (Ganz herzliche Grüsse an Euch, falls ihr das hier lest!) dieses Prachtexemplar in die Hand gedrückt. Laut ihnen ist es eines der besten und speziellstes Buch, das im Fischer Verlag erschienen ist. Sie haben es sehr hoch angepriesen und dem entsprechend waren auch meine Erwartungen zum Buch sehr hoch. Ich war gespannt diesen Brocken zu lesen und hatte auf meiner Italienreise einige Stunden Zugfahrten vor mir, in denen ich mich Reif Larsens Werk widmen konnte. Meiner Meinung nach, war es bestimmt nicht eines der allerbesten Bücher, es hat mich schlussendlich einfach zu wenig interessiert, um ein Lieblingsbuch zu sein. Das Buch ist in drei Teile gegliedert, im ersten Teil, dem Westen, stellt uns T.S. seine Arbeiten und seine Familie vor. Anhand von extrem vielen Illustrationen erklärt er uns seinen Alltag, erzählt, wer in seiner Familie, was zu tun hat, und erhält einen Anruf aus Washington. Er hat einen Preis gewonnen und sollte den nun entgegen nehmen - blöd nur, dass die Leute aus dem Museum nicht wissen, dass T.S. erst zwölf Jahre alt ist und nicht wie angenommen bereits volljährig. Aus Angst, seine Eltern wären nicht einverstanden, begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise. Diese ist der zweite Teil, sie bestehet aus einer langen Zugfahrt mit vielen kleinen und grossen Hindernissen, ein riesiges Abenteuer. Schlussendlich schafft er es das ganze Land zu durchqueren und erreicht den Osten, der somit den dritten und letzten Teil beschreibt. 

    Von Beginn an hat man das Gefühl, dass man so etwa weiss, auf was die Geschichte hinausläuft, sie ist ziemlich voraus schaubar, bis auf ein Paar kleine unerwartete Wendungen. Ich weiss nicht genau, ob ich das nun als Kritikpunkt einstufen sollte, oder nicht, oftmals finde ich es nämlich auch in Ordnung, wenn klar ist, was passieren wird. Besonders hier - es hat irgendwie gepasst. Obwohl T.S. hochintelligent ist, ist er noch ein Kind und sehr unschuldig. Er ist ein sehr sensibler Protagonist und wirkt innerlich sehr zerbrechlich, es kostet ihn viel Mut diese Reise anzutreten und zu Schluss macht er es trotzdem. Wie schon 'Der Junge im Pyjama' hat das Buch hier den Bonus, dass es eben nicht aus der Sicht eines Erwachsenen geschrieben wurde, sondern eben aus derjenigen eines Kindes und genau darin liegt irgendwo der Reiz des ganzen Romanes. 
    Das Buch hat eine wunderschöne Aufmachung. Es sieht bereits auf dem Buchcover sehr antik aus, eine richtige Schatzkarte. Im Buch innen hat es echt tolle Illustrationen, die von T.S. angefertigt wurden. Zu den Zeichnungen gab es immer noch einige Texte, die als Bemerkungen zwischen den Zeilen gelesen werden konnten. Anfangs war das etwas schwierig sich an das System zu gewöhnen, aber nach einiger Zeit habe ich mich dann schön damit abgefunden und fand es immer noch ganz angenehm etwas abzuschweifen. Ich habe gesehen, dass es einen Film zum Buch gibt, der Regisseur ist der gleiche wie bei Die fabelhafte Welt der Amelie Poulin. Ich habe ihn noch nicht gesehen, aber der Trailer hat sehr süss ausgesehen und vielleicht komme ich die nächsten Tage einmal dazu.  Reif Larsen ist übrigens ein Amerikanischer Schriftsteller, 1980 geboren. Die Karte meiner Träume war sein erstes Werk und ist bereits 2009 erschien, der Film zum Buch erschien dann 2013.
    https://wonderful-ne-books.blogspot.ch/2017/11/die-karte-meiner-traume-buchbesprechung.html

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    annepeis avatar
    annepeivor 10 Monaten
    Reif Larsen "Die Karte meiner Träume"

    "Es hat nie eine Landkarte gegeben, auf der alles stimmte, und Wahrheit und Schönheit haben es nie lange miteinander ausgehalten."


    Der 12-jährige T.S. Spivet lebt auf einer Ranch mit einer Familie, die nicht zueinander passt und nach einem tragischen Vorfall auch nicht mehr miteinander reden kann. Als er für seine wissenschaftlichen Karten in Washington einen Preis erhalten soll, macht er sich nachts heimlich auf den Weg durch das ganze Land.
    Am auffälligsten an diesem Buch sind die auf fast jeder Seite eingestreuten Zeichnungen von T.S.. Sie unterstreichen den ansatzweise wissenschaftlichen Schreibstil, der jedoch nicht darüber hinwegtäuscht, dass aus der Perspektive eines Kindes berichtet wird. Im Verlauf des Buches wird die Handlung immer abstruser, für mich scheint T.S.' Reise nur ein Traum zu sein, der seine Hoffnungen und Ängste besonders im Bezug auf seine Familie verarbeitet, da er nicht darüber reden kann. Dieser Gegensatz aus wissenschaftlicher Präzision und Traumhandlung macht die Poesie dieses Romans aus.



    Bewertung: 4,5 von 5 Spatzen

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    haberland86s avatar
    haberland86vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch und ein absoluter Geschenktipp.
    Ein tolles Buch und ein absoluter Geschenktipp

    Dem amerikanischen Autor Reif Larsen ist mit seinem Debütroman eine abenteuerliche Geschichte geglückt, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen hat. Selten bin ich so in einer Geschichte versunken, wie in "Die Karte meiner Träume". Was um mich herum passierte, nahm ich überhaupt nicht mehr wahr. Das einzige, was ich wissen wollte, war, wie es weiter geht.

    Besonders gefallen hat mir die ungewöhnliche Aufmachung des Buches, die eher an ein Sachbuch als an einen Roman erinnert und mit etlichen Randnotizen und Querverweisen gespickt ist. Lediglich das unhandliche Format des "Taschenbuchs" störte mich hin und wieder, weil es für unterwegs fast schon zu groß ist.

    Der Roman lässt sich in drei Teile gliedern: das Farmleben auf der Spivet-Ranch in Montana, die Reise nach Washington, D. C. und den Geschehnissen in der amerikanischen Hauptstadt.

    Im ersten Teil wird dem Leser die Familie Spivet vorgestellt, die neben Tecumseh Sparrow (T. S.) selbst, aus seiner Mutter, der Käferforscherin Dr. Clair, seinem wortkargen Vater Tecumseh Elijah (T. E.), sowie aus seinen Geschwistern Layton und Gracie besteht.

    Während T. S. und seine Eltern in ihren jeweiligen Aufgaben völlig aufgehen und ein wenig weltfremd zu sein scheinen, möchte der zehnjährig Layton die Ranch übernehmen und Gracie eine berühmte Schauspielerin werden. Überhaupt fragt Gracie sich häufig, wie sie nur in solch eine Familie hineingeboren werden konnte.

    Gerade aufgrund ihrer Eigenarten, wuchs mir die Familie Spivet schnell ans Herz. Gerne hätte ich noch mehr von ihrem kuriosen Alltag erfahren und war daher ein wenig traurig, als T. S. sich auf den Weg nach Washington machte. Sein verschrobener Lehrer Dr. Yorn hatte T. S. für einen Wissenschaftspreis vorgeschlagen, den er nun von der renommierten Smithsonian Institution verliehen bekommen sollte.

    Das einzige Problem an der Sache – T. S. traut sich nicht, seine Eltern zu informieren und hat keine Ahnung, wie er nach Washington kommen soll. Also schleicht er sich eines Tages aus dem Haus, um sich – wie ein Hobo - per Zug an die Ostküste durchzuschlagen.

    Auf dem Weg dorthin taucht er in die Geschichte seiner Familie ein und findet heraus, dass bereits seine Ururgroßmutter Emma Osterville eine begabte Kartografin war. Während seiner Reise erfährt der Leser zudem einige Hintergrundinformationen zu T. S. Biografie und lernt zudem den Jungen und seine Eigenarten besser kennen.

    In Washington angekommen sorgt sein Alter, das er bis dahin verschwiegen hatte, zunächst für einigen Wirbel. Gleichzeitig lernt T. S. aber mit den Megatheriern auch eine Gruppe von Menschen kennen, die ähnlich wie er zu ticken scheinen und bei denen er sich aufgehoben fühlt.

    Die Lektüre von "Die Karte meiner Träume" hat mir großen Spaß gemacht, auch wenn mich der letzte Teil nicht völlig überzeugen konnte. Insbesondere das Ende hätte ich mir anders gewünscht, weil für mich zu viele Fragen offen bleiben.

    Nichtsdestoweniger ein tolles Buch und ein absoluter Geschenktipp.

    Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

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    mesus avatar
    mesuvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch mit einer besonderen Geschichte um einen aussergewöhnlichen Jungen, erwartet den Leser.
    Ein wunderbares Buch

    Schon das besonders große Format des Buches, mit kleinen Skizzen auf dem Buchrücken und das warme Rot auf dem Cover sind vielversprechend. Und die Geschichte um den besonderen Jungen T.S. Spivet hält, was die Aufmachung des Buches verspricht.  Er lebt mit seinen Eltern und seiner Schwester auf einer Ranch in Montana und ist anders als die anderen. Er malt Skizzen, Diagramme und Karten von allem, was ihn bewegt. Diese vielen Zeichnungen und Notizen findet man auch im Buch an den Seiten wieder. Es ist wie ein Buch im Buch. Man kann die Geschichte lesen und auch die kleinen Geschichten am Rand des Buches verfolgen.  Mir hat es sehr gut gefallen. Eine leise, berührende Geschichte über einen besonderen Menschen.

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    tob82s avatar
    tob82vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Lieber den Platz im Bücherregal sparen
    Lieber den Platz im Bücherregal sparen

    In letzter Zeit habe ich leider immer häufiger den Eindruck, dass man Buch-Rezensionen nicht mehr so sehr vertrauen kann wie früher. In der Regel scheint es mir, als ob sie ein zu positives Bild von den jeweiligen Büchern zeichnen. So auch im Fall "Die Karte meiner Träume". Insgesamt 4,5 Sterne, fast keine negativen Rezensionen und tolle Pressestimmen. Scheint alles auf ein großes Lesevergnügen hinzudeuten. Leider entspricht das aber nicht meiner Erfahrung. Das große Format und die Zeichnungen an den Rändern sind zwar eine nette Idee, aber leider steigt und fällt ein Buch mit der Qualität der Geschichte und die ist für mich ziemlich schwach. Die Handlung wirkt gekünstelt, die Charaktere unrealistisch und die Geschichte spannungsarm. Ich konnte zu keiner Zeit wirklich hinein finden. Beschreibungen wie "Hohe Buch- und Schreibkunst", "Bezaubernd" oder "wundervolles und einzigartiges Buch" kann ich in keiner Weise nachvollziehen. Für mich schleierhaft, wie man diesem Buch 5 Sterne geben kann (wobei natürlich jeder seine eigene Meinung haben darf - keine Frage).

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    j125s avatar
    j125vor 3 Jahren
    Tolle Gestaltung

    Inhalt:
    T.S. Spivet zeichnet gern Karten. Er wandelt alles was er sieht und hört in Karten um. Er zeichnet Landkarten, Diagramme über den Whiskykonsum seines Vaters, er zeichnet Gesichtsausdrücke und illustriert wissenschaftliche Fachbeiträge. Als er mit einem Wissenschaftspreis geehrt werden soll, steht er vor einem Problem, denn er ist erst 12 Jahre alt und das wissen die anderen Wissenschaftler natürlich nicht.

    Meine Meinung:
    Ich habe gehört, der Film zum Buch soll sehr gut sein, weshalb ich ihn schon lang sehen wollte. Als meine Mitbewohnerin aber das Buch aussortiert hat, habe ich mir zuerst das geschnappt.

    Als erstes fällt die wunderschöne Gestaltung des Buches auf. T.S Karten werden an den Rand gezeichnet, durch Zusatztexte ergänzt und mit Pfeilen in die Geschichte eingebunden. Ich bin wirklich begeistert von der Kreativität und dem Ideenreichtum.

    Die Handlung dagegen löst gemischte Gefühle in mir aus. Manche Aspekte – wie die Geschichte in der Geschichte – waren sehr spannend. An anderer Stelle hat es sich dann aber doch sehr gezogen. Vor allem zu Beginn kommt T.S. gedanklich von einem Punkt zum nächsten, sodass man die eigentliche Handlung schnell vergisst. Beispielsweise wird er zum Telefon gerufen und denkt dann über so viele Dinge nach, dass er erst 20 Seiten später den Hörer abnimmt.

    Die Charaktere sind teilweise ein bisschen abgedreht und so hundertprozentig realistisch ist die Geschichte nicht. Zu sagen sie wäre fantastisch oder übernatürlich angehaucht, ist aber definitiv übertrieben. Besonders das Ende reiht sich in diese Beobachtung ein, wo ich doch sehr an Jack Hodgins aus der TV-Serie Bones denken musste. Für mein Empfinden war es sehr amerikanisch. Bei der letzten Seite hatte ich dann ein bisschen das Gefühl, dass die Geschichte möglicherweise eine Art Botschaft oder Moral versteckt hält, die ich so nicht verstanden habe. Aus diesem Grund bin ich auch sehr gespannt auf den Film, vielleicht wird mir dort klarer, ob mir das Buch bzw. der Autor, etwas mitteilen wollte.

    Fazit:
    Von der Handlung eher mittelmäßig, aber von der Gestaltung ein absoluter Hingucker.

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    Flickercats avatar
    Flickercatvor 3 Jahren
    Rezension zu "Die Karte meiner Träume"

    Bei der "Karte meiner Träume" handelt es sich im Grunde um ein eher ruhiges Buch. Im Mittelpunkt steht eine ungewöhnliche Familiengeschichte. Und so waren es dann auch vor allem die interessanten, ziemlich verschrobenen Charaktere, die bei mir für den Lesespaß gesorgt haben. Eine Ehe zwischen einer zerstreuten Wissenschaftlerin mit so einigen Macken und einem wortkargen Cowboy; ein Todesfall unter ihren Kindern und der junge Hauptcharakter, der als ihr Sohn versucht, seinen Platz zwischen diesen unterschiedlichen "Welten" zu finden (mit sehr fantasievollen Mitteln, übrigens ^^).
    Man kann sich denken, dass es hier viel um Beziehungen und das Finden des eigenen Weges geht. :)

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Der Protagonist, der den Leser direkt aus der 1. Person an seiner Geschichte teilhaben lässt, ist immer für skurile Einfälle und interessante Gedanken gut und ich hatte an seiner Art, die Dinge zu beschreiben, viel Spaß.

    Sehr erwähnenswert ist im Übrigen die wunderschöne Gestaltung des Buches mit den vielen, verrückten Kartographien des Hauptcharakters neben dem Fließtext. Diese kleinen Zeichnungen waren ursprünglich der Grund dafür, dass ich überhaupt auf den Roman aufmerksam geworden bin!

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    letusreadsomebookss avatar
    letusreadsomebooksvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Dieser Roman ist liebevoll, rührend, rasant, verrückt,mitreißend, nachdenklich - und vor allem wunderschön Illustriert!
    Viel mehr als nur ein Roman

    Der zwölfjährige T.S. Spivet lebt mit seinen Eltern und seiner Schwester auf einer Ranch in Montana. Von seiner Mutter hat er die Liebe zur Wissenschaft geerbt – täglich hält er das Maiskolbenputzen, den Whiskeykonsum seines Vaters und viele andere Dinge akribisch in Diagrammen fest. Er selbst sieht sich vor allem als aufstrebenden Kartographen. Eines Tages verändert ein Anruf sein Leben: T.S. wird nach Washington eingeladen um einen renommierten Preis für seine Werke entgegen zu nehmen. Dass er noch ein Kind ist, verschweigt er lieber und begibt sich zum allerersten Mal mutterseelenallein auf eine lange und gefährliche Reise quer durch die Staaten, auf der er einiges über seine Vorfahren erfährt und seine Familie plötzlich in einem ganz neuen Licht sieht.

    T.S. Spivet in Die Karte meiner Träume von Reif Larsen ist ein Hauptcharakter ganz nach meinem Geschmack. Man nehme einen nicht ganz ausgewachsenen Jungen mit überdurchschnittlichem Intellekt, einigen seltsamen Macken und einer bewegten Geschichte, und schon bin ich zufrieden. T.S. ist genau das Genie, das eine Geschichte spannend und mitreißend macht – ähnlich wie Christopher Boone in Supergute Tage oder Oskar Blum in Extrem Laut und Unglaublich Nah. Ich habe den kleinen schlauen Draufgänger sofort in mein Herz geschlossen und ihn verdammt gerne auf seiner verrückten Reise begleitet.

    Auch die anderen Charaktere sind interessant und vielseitig gestaltet. T.S. Mutter ist eine Wissenschaftlerin, die sich selbst im Weg steht und ihren Lebenssinn in der Suche des rätselhaften Mönchkäfers sieht. Dr. Yorn, der T.S. für den Preis vorgeschlagen hat, unterstützt den Jungen in Sachen Forschung und Publikation wo er nur kann. Und dann wären da noch das sprechende Wohnmobil, der teufelsaustreibende Obdachlose und der mysteriöse Megatherium-Club, benannt nach einem urzeitlichen Riesen-Faultier.

    Die große Besonderheit des Buches ist jedoch nicht seine Geschichte, sondern die wunderschönen, detailreichen Illustrationen, die sich durch den gesamten Roman ziehen. Wir finden zahllose Diagramme, Karten natürlich auch, Zeichnungen, Randnotizen, Erklärungen, und und und. Die Abgrenzung der drei Teile („Der Westen“, „Die Reise“, „Der Osten“) ist besonders schön gelungen. Dadurch, dass auf so ziemlich jeder Seite Illustrationen zu finden sind, ist der eigentliche Text nicht ganz so großflächig gedruckt. So kommt man trotz der Informationsfülle doch recht flott voran. Wer wie ich solche „Extras“ mag, wird sehr viel Freude an diesem Buch haben.

    Die liebevoll erzählte Geschichte startet langsam und mit vielen Rückblenden, gegen Ende des Buches nimmt das Tempo allerdings rasant zu. Sympathische Charaktere, abgedrehte Vorkommnisse und all die schönen Illustrationen machen Reif Larsens Die Karte meiner Träume zu einem Gesamtkunstwerk

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wirklich einzigartiges Leseerlebnis. So etwas hab ich noch nicht gelesen. Die Zeichnungen am Rand eröffnen eine ganz neue Lesedimension.
    Eine einzigartige Traumreise

    Der Held in Reif Larsens Debütroman ist ein außergewöhnlicher 12jähriger Junge, der auf einer Farm in Montana aufwächst und dort irgendwie nicht so recht hinzupassen scheint. Denn T.S. Spivet interessiert sich nicht für Landwirtschaft. Seine Liebe gilt der Wissenschaft. Und so zeichnet und kartographiert er alles, was ihm vor die Augen kommt.
    Sein Leben ändert sich schlagartig als er vom Smithsonian einen Brief erhält. Man will ihm einen Preis verleihen und lädt ihn dafür nach Washington ein. Heimlich macht er sich nachts allein auf den Weg, um den Preis entgegen zunehmen. Von da an wird der Leser auf eine spannende und verrückte Reise quer durch Amerika mitgenommen.
    "Die Karte meiner Träume" wird trotz eines kindlichen Hauptcharakters für den erwachsenen Leser nicht langweilig. Denn T.S. ist ein sehr Kind mit viel Fantasie und gerade das macht ihn und die Geschichte so spannend und liebenswert. Der Leser wird auf seiner Reise mit T.S. begleitet von dessen Zeichnungen, Diagrammen und Karten. Und genau das ist es, was dieses Buch so einzigartig macht und mich letztendlich auch vom Kauf überzeugte. Diese Zeichnungen sind mit so viel Liebe gestaltet und fügen der Geschichte eine neuartige Dimenson hinzu. In dieses Buch wurde wirklich viel Aufwand gesteckt und das spürt man auf jeder Seite.
    Stellenweise ist die Erzählung jedoch etwas langatmig geraten. Doch insgesamt kann man darüber aufgrund der zauberhaften Geschichte und des Hauptcharakters hinwegsehen und einfach genießen.

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    Bibliomanias avatar
    Bibliomaniavor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Die Zeichnungen sind einfach wundervoll!
    Der kleine T.S. Spivet auf großer Reise

    T.S. Spivet ist ein Junge von 12 Jahren, der mit seiner Familie auf einer Ranch in Montana lebt. Er ist, sicher auch bedingt durch seine Mutter, durch und durch an der Wissenschaft interessiert und ein begnadeter Kartograph. Er zeichnet so ziemlich alles, was man zeichnen kann: Darstellungen von Insekten und Vögeln, Grünflächen von Städten, McDonalds-Aufkommen in Amerika, oder die Mimik verschiedener Gesichter. Als er einen Anruf vom Smithsonian erhält, dass er den begehrten Baird-Preis gewonnen hat, macht T.S. sich auf den Weg, um eine Dankesrede in Washington D.C. zu halten.
    So übermäßig spannend war die Geschichte eigentlich nicht, wenn auch gerade das Ende mir sehr gut gefallen hat. Aber allein die Zeichnungen, Illustrationen, Randbemerkungen und Gedanken des Jungen sind wahnsinnig toll. Gedanken eines 12-jährigen "Genies" zeigen eben doch, dass auch ein 12-Jähriger ein Kind ist.

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