Daisy aus Fukushima

von Reiko Momochi und Teruhiro Kobayashi
4,3 Sterne bei12 Bewertungen
Daisy aus Fukushima
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Neue Kurzmeinungen

BluevanMeers avatar

Schön gezeichnet und gleichzeitig sehr nah an der Realität in Fukushima nach dem Reaktorunglück.

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Ein wirklich gutes Werk über die Sorgen, Ängste und das Leben nach der Katastrophe. Authentisch und berührend.

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Inhaltsangabe zu "Daisy aus Fukushima"

Pro verkauftem Band wird € 1,- an die "Hilfe für Japan" der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund für Kinder aus Fukushima gespendet.
Anderthalb Monate nach dem verheerenden Erdbeben vom 11. März 2011 kehrt Fumi an ihre Schule in Fukushima zurück. Es war eine unfreiwillige Schulpause, in der sich so vieles verändert hat ... Die Strahlung und die damit verbundene Unsicherheit ist allgegenwärtig: Fumis kleiner Bruder darf nicht mehr draußen spielen und ein kleiner Regenschauer genügt, um die Schüler panikartig unter das Schuldach flüchten zu lassen. Fumi und ihre Freundinnen wollen sich davon aber nicht ihre Jugend kaputtmachen lassen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn die Auswirkungen der Katastrophe ziehen immer weitere Kreise ...
Eine gefühlvolle Geschichte, die die Sorgen der Menschen in Fukushima greifbar macht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783770491629
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:340 Seiten
Verlag:Egmont Manga
Erscheinungsdatum:04.02.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    BluevanMeers avatar
    BluevanMeervor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Schön gezeichnet und gleichzeitig sehr nah an der Realität in Fukushima nach dem Reaktorunglück.
    Fukushima heute

    Wahrscheinlich erinnert sich jede_r an das Reaktorunglück in Japan 2011. In der Folge nahm Deutschland den Ausstieg aus dem Ausstieg wieder zurück und für eine kurze Zeit waren die Gefahren von atomarer Stromgewinnung wieder in aller Munde. Nach der ersten Sensationslust und der Erleichterung darüber, dass Japan doch sehr weit weg ist, verschwand das Thema wieder von der Bildfläche. Aber die Menschen in Fukushima leben mit den Folgen des Unglücks - jeden Tag.

    In dem Manga von Reiko Momochi werden die Folgen des Unglücks sehr authentisch und schockierend realitätsnah erzählt. Fumi und ihre Freundinnen sind normale Teenager. Sie denken an den Schulabschluss, machen Pläne für die Zukunft und machen Musik in einer Band. Bis die Katastrophe passiert und sich ihr Leben von einem auf den anderen Tag ändert. Die Mädchenclique erlebt die Zeit als chaotisch und unbeständig: soll man die Heimat verlassen, weil es nicht mehr sicher ist? Nicht alle haben die finanziellen Möglichkeiten dazu und Strahlung ist unsichtbar. Kinder dürfen nicht mehr draußen spielen, Bauern verlieren ihre Ernte. Suizide, weil die Menschen ihr seit Jahren beackertes Land nicht verlassen wollen, gehören auch zum Alltag. Und dabei sprechen wir von den Menschen, die nicht unmittelbar durch die Folgen des Tsunamis gestorben sind und zu den Überlebenden gehören, die scheinbar noch Glück gehabt haben.

    Gleichzeitig gibt es zwar Aufbauhilfen, aber die Menschen aus Fukushima werden kritisch beäugt. Ein junger Mann löst eine Verlobung mit einer Freundin von Fumi, weil seine Familie nicht will, dass er mit einer verstrahlten Frau zusammen ist.

    Mich hat der Manga, der sehr schön gezeichnet ist, gefallen. Auch wenn viele stark patriotische Untertöne immer wieder auftauchen, die aber auch nur dazu dienen, das Erlebte zu kompensieren. Ich finde es gut, dass so ein wichtiges Thema als Manga aufgegriffen wird, ein Teil des Erlöses wird einer Hilfsinitiative gespendet. Toll. 

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    KymLucas avatar
    KymLucavor 2 Jahren
    Daisy aus Fukushima

    Ein sehr schöner Manga mit Bezug zu einem sehr ernsten und realem Thema.

    An das Erdbeben, den Tsunami und den darauf folgenden Reaktorunfall im März 2011 in Fukushima kann sich wahrscheinlich jeder noch erinnern. In dieser Geschichte geht es darum, wie die Bevölkerung und besonders die Jugend nach dem Unglück weitergelebt haben.

    Der Manga erscheint mir sehr authentisch und ist ein wichtiges Werk, um an das Unglück und die Opfer und Überlebenden zu erinnern.

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    KleinerVampirs avatar
    KleinerVampirvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein einfühlsamer Manga zum Nachdenken
    Daisy aus Fukushima

    Buchinhalt:

    Am 11. März 2011 verändern das Erdbeben, der Tsunami und die dadurch ausgelöste Havarie des Atomkraftwerks das Leben der Bewohner von Fukushima grundlegend. Tausende sterben, Zehntausende sind obdachlos. Fumi und ihre Freundinnen schließen einen Pakt: sie wollen sich nicht unterkriegen lassen. Doch dann ziehen zwei der Mädchen weg aus Fukushima und Fumis Leben und Zukunft liegt in Trümmern. Langsam aber sicher kristallisiert sich heraus: Fumi möchte um jeden Preis in Fukushima bleiben und ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen…

     

    Persönlicher Eindruck:

    „Daisy aus Fukushima“ unterscheidet sich schon allein äußerlich von anderen Mangas. Das Buch ist ein Soloband, doppelt so dick und größer als herkömmliche Bücher dieses Genres. Und er enthält eine Geschichte, die berührt und zum Nachdenken anregt.

    Fumi als Hauptfigur ist nach dem Reaktorunglück nicht mehr unbeschwert. Die Menschen dürfen sich im Freien nicht mehr überall aufhalten, ein Regenschauer allein löst schon Panik aus und auch Lebensmittel der heimischen Bauern sind nicht mehr bedenkenlos essbar. Doch Fumi kämpft jeden Tag darum, wenigstens ein Stück Normalität aufrecht zu erhalten. Das Mädchen ist stark und das färbt auch auf ihre drei Freundinnen, mit denen sie eine Band gegründet hat, ab.

    Die Geschichte ist einfühlsam erzählt und man bekommt einen Eindruck, mit welchen Sorgen die Menschen in Fukushima zu tun haben. Erschreckend fand ich, als der Verlobte eines Mädchens die Beziehung beendet, weil er keine „verstrahlte Freundin“ haben möchte – oder auch der Selbstmord eines alten Mannes, nachdem sein Zuhause unbewohnbar geworden ist.

    Immer wieder kommt der Pakt ins Spiel, den die Mädchen schmieden. Egal, wohin es sie verschlagen sollte – einmal im Jahr wollen sie sich treffen, mit ihren Haarspangen, dem Zeichen ihrer Freundschaft. Und obwohl Fumi, aber auch Moe und Aya einen Traum haben, nämlich in Tokyo zur Uni zu gehen, fügt es sich, dass die Mädchen am Schluß alle beim Wiederaufbau ihrer Stadt helfen und in Fukushima bleiben wollen.

    Mit einfühlsamen Bildern, die die Katastrophe gut vermitteln, aber ohne Horror-Bilder vermittelt dieser nachdenklich Manga das Leben der einfachen Leute fernab von den Nachrichtenmeldungen, die um die Welt gingen. Der Zeichenstil ist toll und die gezeichneten Figuren individuell, mehrere Farbseiten mit Fakten und Zahlen zum Unglück runden das Buch am Ende ab.

    Absolut empfehlenswert – volle Punktzahl!

     

    ► „Daisy aus Fukushima“ ist Teil einer Spendenaktion des Projekts „Hilfe für Japan“ der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund.  Von jedem verkauften Buch spendet Egmont einen Euro an Kinder aus Fukushima.

    Wer mehr darüber erfahren möchte, klicke hier:

     

    http://www.egmont-manga.de/buch/daisy-aus-fukushima/

     

    Kommentare: 1
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    Zyprims avatar
    Zyprimvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein wirklich gutes Werk über die Sorgen, Ängste und das Leben nach der Katastrophe. Authentisch und berührend.
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    kira_murasakis avatar
    kira_murasakivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Es wurden viele Bücher und nochmehr berichte zu dem Thema geschrieben, aber keiner erschien mir so authentisch wie diese 6 Manga Kapitel
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    L
    Laurasbuchweltvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine unendlich berührende Geschichte über die Katastrophe von Fukushima und ihre auswirken einmal erzählt aus der Sicht der Bewohner.
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    MissSnorkfraeuleins avatar
    MissSnorkfraeuleinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wertvoller Manga, der die Sorgen, Ängste und Hoffnungen der Menschen in Fukushima aufgreift! Einfühlsam und gelungen!
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    Shaynes avatar
    Shaynevor 9 Monaten
    Sabrina_Hexlein87s avatar
    Sabrina_Hexlein87vor einem Jahr
    liberiariums avatar
    liberiariumvor einem Jahr

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