Reimer Gronemeyer

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Demenz
Erscheint am 11.01.2019 als Taschenbuch bei Droemer Taschenbuch.

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Reimer GronemeyerUnsere Kinder
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Unsere Kinder
Unsere Kinder
 (2)
Erschienen am 22.02.2016
Reimer GronemeyerDer Himmel
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Der Himmel
Der Himmel
 (1)
Erschienen am 01.03.2012
Reimer GronemeyerDas 4. Lebensalter: Demenz ist keine Krankheit
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Das 4. Lebensalter: Demenz ist keine Krankheit
Reimer GronemeyerDas 4. Lebensalter
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Das 4. Lebensalter
Das 4. Lebensalter
 (1)
Erschienen am 01.02.2013
Reimer GronemeyerSterben in Deutschland
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Sterben in Deutschland
Sterben in Deutschland
 (0)
Erschienen am 15.12.2015
Reimer GronemeyerDemenz
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Demenz
Demenz
 (0)
Erschienen am 11.01.2019
Reimer GronemeyerSo stirbt man in Afrika an Aids
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So stirbt man in Afrika an Aids
So stirbt man in Afrika an Aids
 (0)
Erschienen am 01.12.2005
Reimer GronemeyerAltwerden ist das Schönste und Dümmste, was einem passieren kann
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Altwerden ist das Schönste und Dümmste, was einem passieren kann

Neue Rezensionen zu Reimer Gronemeyer

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Rezension zu "Unsere Kinder" von Reimer Gronemeyer

Ein wichtiges, ehrliches, in vielem ernüchterndes, am Ende aber immer Mut machendes Buch
WinfriedStanzickvor 3 Jahren



Dies ist ein Buch für Eltern und die, die es noch werden wollen, die sich Sorgen machen, wenn sie an die Zukunft ihrer Kinder denken. Der Zustand der Welt und unserer Gesellschaft machen ihnen Angst, dass ihre Kinder noch so aufwachsen können, wie sie es aus ihrer eigenen Kindheit kannten. Und so verfallen viele Eltern in erzieherische Hektik und pädagogische Panik und enden als Helikoptereltern zum Schaden ihrer Kinder.

Die beiden Autoren fragen: „Sind unsere Kinder eigentlich auf die globalen und lokalen Krisen, in die sie stürzen werden, vorbereitet? Sind sie imstande, sich die Zeitgeistzipfelmütze vom Kopf zu reißen, um sich auf den Weg zu machen, der aus der Ich-Gesellschaft herausführt?“

Und dann erläutern sie in sieben Kapiteln die Elemente von Persönlichkeitsbildung, die sie für die kommende Generation für wichtig halten:

1.    Bildung. Was Kinder wirklich wissen müssen
2.    Sicherheit. Ein Aus für die Helikopter-Eltern
3.    Empathie. Vom Narzissmus zum Du
4.    Toleranz. Vom Glück der Verschiedenheit
5.    Information. Digitalisierung als Chance
6.    Gesundheit. ADHS, Social Freezing und der Sinn  von Parenting Apps
7.    Stärke. Der Weg in die richtige Richtung

Schon aus den Überschriften wird ersichtlich, dass es um ganz andere Werte und Fähigkeiten geht als die, die in diesen Tagen hochgehalten werden. Wenn man mit Jugendlichen spricht, bekommt man auch den Eindruck, dass sie viele davon schon antizipieren in ihren Wünschen und Träumen für ihr Leben.
Sie werden vielleicht nicht die Fehler machen, nach denen die Australierin Bronnie Ware Menschen an ihrem Lebensende fragte. Sie hörte fünf zentrale Aussagen:
„1. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mir selbst treu zu bleiben,   statt so zu leben, wie andere es von mir erwarten.
2. Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.
3. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.
4. Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden gehalten.
5. Ich wünschte, ich hätte mir mehr Freude gegönnt.“

Starke Kinder sind Kinder, die von ihren Eltern dazu befreit werden, sich treu zu bleiben, nicht nur zu arbeiten, ihren Gefühlen Ausdruck zu geben, Freunde zu haben und sich Freude zu gönnen.

Ein wichtiges, ehrliches, in vielem ernüchterndes, am Ende aber immer Mut machendes Buch.

 









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Engel1974s avatar

Rezension zu "Unsere Kinder" von Reimer Gronemeyer

Unsere Kinder
Engel1974vor 3 Jahren

Mit „Unsere Kinder Was sie für die Zukunft wirklich stark macht“ greift das Autorenduo Reimer Gronemeyer und Michaela Fink ein sehr wichtiges und aktuelles Thema auf. Unsere heutige Gesellschaft ist Leistungs- und Konsumorientiert und von Egoismus und „Ichlingen“ umgeben. Bereits unsere Kinder sind umgeben von einer digitalisierten Gesellschaft, die keinen Stillstand duldet, auf Wachstum und dauerhafte Optimierung orientiert ist. Wir vermitteln ihnen das Leistung das allerwichtigste ist und verplanen dabei schon den Tag unserer Jüngsten mit Terminen. Doch was passiert wenn die Kinder erwachsen werden? Stress, Bourn out und Depressionen sind vorprogrammiert.

Autoreninfo:

Reimer Gronemeyer wurde 1939 geboren. Er ist Dr.theol., Dr.rer. soc.Professor em.für Soziologie an der Justus – Liebig – Universität in Gießen. Arbeiten zu: Konflikte zuwischen Generationen, Hospizarbeit und Demenz sowie Entwicklung im südlichen Afrika gehören zu seinen Themen.

Michaela Fink wurde 1973 geboren. Sie ist Dr. phil. Soziologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Justus Liebig – Universität Gießen.

Mit ihrem Buch beleuchten die Autoren Themen, wie:

Die Krisen der Zukunft – wie unsere Kinder sie überleben können? Bildung – was Kinder wirklich wissen sollten? Sicherheit – ein Aus für die Helikopter –Eltern Empathie – vom Narzissmus zum Du Toleranz – vom Glück der Verschiedenheit Information – Digitalisierung als Chance Gesundheit – ADHS, Social Freezing und der Sinn von Parenting Apps Stärke – der Weg in die richtige Richtung

Meinung:

Zusammen mit einigen Eltern habe ich dieses Buch gelesen und diskutiert und wir sind zur folgendem Resultat gekommen: Die Autoren sprechen eine Fülle von Themen an und werfen dabei viele Fragen in den Raum. Vieles was der Mensch heute ist und erreicht hat wird in Frage gestellt. Es wird beleuchtet, wie wir heute mit unseren Kindern umgehen. Das regt zum Nach- und Umdenken an, vermittelt Eltern aber auch sehr schnell ein schlechtes Gewissen.

Durch das Lesen der Lektüre ist es möglich eigene Fehler zu erkennen, allerdings wird nur in sehr geringen Maß auf andere Lösungsansätze und Wege hingewiesen. Weiterhin ist eine Umsetzung sehr schwierig, da die Eltern gegen eine ganze Gesellschaft mit ihren heutigen Normen und Werten ankämpfen müssen.

Insgesamt betrachtet geben die Autoren wichtige Denkansätze, deren Umsetzung sich aber als schwierig gestalten wird. Ich würde mir wünschen das viele Eltern dieses Buch lesen und gemeinsam die Voraussetzungen für ein glückliches und zufriedenes Leben unser Kinder schaffen.

Fazit:

Gute Denkansätze werden vermittelt, deren Umsetzung in der heutigen Gesellschaft sich leider als sehr schwierig gestalten wird

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Rezension zu "Das 4. Lebensalter: Demenz ist keine Krankheit" von Reimer Gronemeyer

Rezension zu "Das 4. Lebensalter: Demenz ist keine Krankheit" von Reimer Gronemeyer
WinfriedStanzickvor 6 Jahren

Demenz ist das Thema in unserem Land. Schon gibt es 1,3 Millionen betroffene Menschen in Deutschland und ihre Zahl wird auch wegen der höheren Lebenserwartung noch steigen. Reimer Gronemeyer benennt in seinem neuen Buch, in dem er heftig gegen die Klassifizierung von Demenz als Krankheit polemisiert und von einem regelrechten durchaus für eine wuchernde Demenzindustrie lukrativen Krieg gegen die Demenz spricht, die Fakten.

Zuletzt hat der Theologe und Philosoph Christoph Türcke im Zusammenhang seines Buches „Hyperaktiv“ einen Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Entwicklungen und der steigenden Zahl von dementen Menschen hergestellt. Die Menschen, so führte er aus, in deren ersten Lebensmonaten die Aufmerksamkeit der Eltern für ihr Kind immer wieder gestört wurde durch die mikroelektronische Reizkultur, wenn nebenher der Fernseher läuft, telefoniert wird, oder E-Mails gescheckt werden, haben dann, irgendwann erwachsen geworden, nie die Fähigkeit entwickelt, bei einem Sachverhalt zu bleiben, sie können keine klaren Gedanken mehr fassen. Auch ihre Einbildungskraft, die Fähigkeit innere Bilder zu erzeugen (z. b. auch in Träumen) schwindet, und das beeinträchtigt die Fähigkeit der Menschen zu nachhaltiger Erfahrung.

Ähnlich fragt auch Gronemeyer: „Wie stark nähern sich eine vergessliche, um nicht zu sagen schwach-sinnige Gesellschaft und die individuelle Demenz der Menschen einander an?“

Und er plädiert für ein Umdenken: „Die Burn-outer, die ADHS-Kinder, die Menschen mit Demenz sind die Aussteiger, deren Scheitern uns noch nicht Gescheiterten zeigen kann, wohin die Fahrt gehen müsste, dass wir das Ruder herumreißen müssen – wenn wir das denn hören wollen.“

Es gehe darum, Menschen mit Demenz gastfreundlich aufzunehmen und sie nicht zu behandeln wie Aussätzige. „Wir brauchen Nachbarschaftlichkeit, Freundlichkeit, Wärme“. Und: „Ein Ausweg aus dem Demenzdilemma muss künftig eher in der Konstruktion einer gastfreundlichen Lebenswelt als in der Perfektionierung spezialisierter Versorgung gesucht werden.“

Demenz als Rückseite einer vom Beschleunigungsprozess zerfetzten Gesellschaft zu begreifen, dazu will Gronemeyer in seinem Buch beitragen, das radikaler ist, als es auf den ersten Blick scheint. Demente Menschen, so sagt er, kratzen an unserem moderne Bild von Persönlichkeit, vom Ich, von Individualität, und er gibt eine Zusammenfassung seines Verständnisses von Demenz, die mir sehr schmerzhaft einleuchtet:
„Ich verstehe die Demenz als Zeichen für einen radikalen kulturellen Bruch mit der Vergangenheit. Vor allem sind uns unsere Ahnen vollkommen gleichgültig geworden. Unsere Toten sind nicht mehr gegenwärtig, die Welle der Anonymisierung in der Friedhofskultur ist ein deutliches Anzeichen dafür. Sie sind nicht mehr unter uns. Und ich kann nicht glauben, dass das Phänomen Demenz abzulösen ist von dieser radikalen Erinnerungslosigkeit an das, was zu uns gehört. Vielleicht ist das eine weitere Mitteilung, die Menschen mit Demenz uns machen: Sie wissen, dass sie sofort vergessen sein werden, wenn sie tot sind. Und deshalb vergessen sie uns, die gesund Lebenden, bevor wir sie vergessen.“

Ich habe selten eine so radikale Gesellschaftskritik gelesen.

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