Reiner Calmund Eine Kalorie kommt selten allein

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Inhaltsangabe zu „Eine Kalorie kommt selten allein“ von Reiner Calmund

Reiner Calmund über den Alltag als Schwergewicht. Der bekennende Genußmensch erzählt von den (kleinen) Problemen, die sein (großer) Umfang zuweilen mit sich bringt. Und er enthüllt, wie aus dem schlanken Reiner, der gar in Esskur mußte, der etwas fülligere Calli wurde. Und natürlich geht es auch um die Versuche, die Pfunde wieder loszuwerden – wenigstens ein paar davon. Vom Autor selbst gelesen, ist dieses Hörbuch ein Muß - nicht nur - für "Calli"-Fans!

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    Eine Kalorie kommt selten allein

    R_Manthey

    09. July 2015 um 10:59

    Wenn man Reiner Calmund in den Medien eine Frage stellt, redet er in seiner Antwort so lange, bis man ihn unterbricht. Ganz ähnlich verhält er sich beim Essen, jedenfalls so lange es schmeckt. Nun hat er diese beiden Eigenschaften in geradezu fataler Weise zusammengebracht und ein Buch über sich und seine Lieblingsbeschäftigung verfasst. So, wie ich seine Energie bewundere, die man bei diesem beleibten Körper nicht erwartet, so fasziniert mich sein Mut, einen solchen Text zu verfassen. In diesem von ihm höchst selbst vorgetragenen Buch geht es im Grunde nur um ihn und ums Essen und seine bei ihm deutlich sichtbaren Folgen. Was er seinen Hörern mitzuteilen hat, sind belanglose Episoden aus seinem Prominentendasein und einige Geschichten aus seiner Kindheit, die allerdings nur verkünden sollen, dass er nicht immer über 130 Kilo auf die Waage brachte. Zu empfehlen ist der Text wahrscheinlich nur für ausgemachte Calmund-Fans oder für Leute, die an den Facetten der menschlichen Psyche interessiert sind. Die Hörer dieser drei CDs erfahren, dass Calmund von früh bis in die Nacht mit dem Vertilgen von Mahlzeiten beschäftigt ist, dass er besonders Suppen mag, die er regelmäßig auf seine speziell für ihn genähten Hemden verkleckert. Aber das ist nicht so schlimm, weil er genug davon hat. Gelegentlich versteigert er diese Bekleidungsstücke. Für einen guten Zweck, versteht sich. Flugreisende, die eigentlich neben ihm keinen Platz mehr finden, aber keinen anderen haben, werden durch joviale Freundlichkeit und Geschichten aus seinem Leben entschädigt, wie er seinen Hörern auf der dritten CD mitteilt. Wenigstens vergisst man eine solche Flugreise nicht mehr. Bei nicht besonders hartgesottenen Hörern treten spätestens nach der Hälfte der zweiten CD eventuell leichte Ermüdungserscheinungen auf. Unterstützt wird dieses Gefühl auch noch durch den gelegentlich vor sich hin murmelnden Vorleser. Dennoch aber besitzt der ganze Text auch etwas Lehrhaftes. Calmund demonstriert nämlich den ganzen Spagat einer menschlichen Seele zwischen Selbstehrlichkeit und ihrer Verdrängung. Nebenbei lebt er freimütig auch in diesem Text seinen ganzen so freundlich daherkommenden Narzissmus aus. Natürlich weiß Calmund, dass er alles andere als gesund lebt und natürlich begreift er, dass dies nicht gut enden wird. Aber er verdrängt es und zelebriert sein Übergewicht und seinen fatalen Hang zur Völlerei als Genießertum. Wenn er einen im tiefen Inneren nicht wirklich ernstgemeinten Versuch zum Abnehmen startet, dann ist ganz selbstverständlich das Fernsehen dabei. Dass er dabei nicht verlieren kann, egal, wie die Sache ausgeht, zeigt nur, dass man inzwischen selbst einen Zustand vermarkten kann, der alles andere als erstrebenswert ist und gewöhnliche Mitbürger zu Außenseitern macht. Selbst wenn ihn irgendwann die Folgen seiner Schlemmerei einholen werden, dann wette ich, wird uns Reiner Calmund sagen, dass er sein Leben wenigstens in vollen Zügen genossen hat. Sei es ihm gegönnt, denn am schönsten lebt es sich wohl immer in den eigenen Illusionen.

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