Können Tiere denken? Diese Frage stellen sich die Menschen schon seit langer Zeit. In seinem Buch macht sich Brandt Reinhard auf die Suche nach einer Antwort.
Er untersucht die verschiedenen Bewusstseinsebenen von Mensch und Tier und vergleicht diese.
Sachlich argumentiert der Autor dafür, dass Tiere nicht denken können und führt seine Auslegungen an. Dabei stellt sich jedoch die Frage, wie weit mathematische Fähigkeiten für das Überleben eines Tieres wichtig sind, und ob diese als Beweis, dass Tiere zwar kognitive Fähigkeiten haben, aber nicht denken können, zulässig sind.
Bei der Lektüre stellt sich schnell das Gefühl ein, dass sich der Autor nicht wirklich auf das Thema und das Tier an sich eingelassen hat. Zwischen den sachlichen Zeilen schimmert eine leichte Überheblichkeit hervor, die vor allen jenen Lesern sauer aufstossen wird, die Tiere als eigenständig denkende Wesen akzeptieren.
Das Buch weist eine sachliche und einigermassen akzeptierbare Beweisführung auf, ist jedoch für meinen Geschmack zu menschenverherrlichend. Tierfreunde, die sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen möchten, können zum Buch greifen, sollten sich jedoch besser ihre eigenen Gedanken machen.
Rezension zu "Können Tiere denken?" von Reinhard Brandt







