Reinhard K. Sprenger

 3.5 Sterne bei 26 Bewertungen
Autor von Die Entscheidung liegt bei dir!, Radikal führen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Reinhard K. Sprenger

Sortieren:
Buchformat:
Die Entscheidung liegt bei dir!

Die Entscheidung liegt bei dir!

 (21)
Erschienen am 01.01.2016
Mythos Motivation

Mythos Motivation

 (3)
Erschienen am 01.02.2010
Radikal führen

Radikal führen

 (3)
Erschienen am 01.09.2012
Das Prinzip Selbstverantwortung

Das Prinzip Selbstverantwortung

 (3)
Erschienen am 01.08.2007
Das anständige Unternehmen

Das anständige Unternehmen

 (1)
Erschienen am 26.03.2018
Der dressierte Bürger

Der dressierte Bürger

 (1)
Erschienen am 01.02.2005

Neue Rezensionen zu Reinhard K. Sprenger

Neu
M

Rezension zu "Das anständige Unternehmen: Was richtige Führung ausmacht - und was sie weglässt" von Reinhard K. Sprenger

Den Mitarbeiter in die Mitte gerückt
michael_lehmann-papevor 3 Jahren

Den Mitarbeiter in die Mitte gerückt

Um Missverständnissen vorzubeugen, man könnte den Titel des Buches auch in Richtung eines „ehrbaren Kaufmanns“, mithin also in der Frage des Umgangs von Unternehmen ihren Kunden gegenüber verstehen. Dies aber spielt, so überhaupt, nur am Rande eine untergeordnete Rolle in Sprengers Ausführungen, wobei das, was Sprenger pointiert und klar formuliert fordert, tatsächlich durchaus seine Auswirkungen auch auf das Verhalten des Unternehmens nach Außen, ins einen Produkten und seinen Kunden gegenüber haben würde. So man die Inhalte des Buches beherzigt und umsetzt.

Im Mittelpunkt dieses Buches aber steht, auf einer klaren ethischen Entscheidung beruhend, der Umgang von Unternehmen mit ihrer letztlich wertvollsten Ressource, den Mitarbeitern.

Wie führt man ein Unternehmen? Und zwar im Blick auf die Mitarbeiter, die Untergebenen, jene, die das Produkt herstellen, vertreiben, vermarkten, jene, die den „direkten Draht“ zum Kunden und / oder zu den Prozessabläufen im Unternehmen selbst besitzen?.

Ein Thema, das nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Zahlen zur Mitarbeitermotivation in Deutschland, zu „inneren Kündigungen“ oder „Burn out“ eine aktuelle, drängende, klare Berechtigung aufweist.

Denn diese Zahlen über einen recht geringen Prozentsatz von „zufriedenen (und damit motivierten) Mitarbeitern“ zumindest in Deutschland korreliert umgehend mit Sprengers Beobachtungen.

„Wir leben in wirtschaftsethisch abschüssigen Zeiten“.

Und das in Bezug nicht zuletzt auf „Big Player“, auf Banken, Staaten, Autokonzerne. Mauscheleien, geheime Absprachen, immense Aufstockung von Mangergehältern für eine kleine Gruppe und zunehmende Arbeitsverdichtung und reale Lohnsenkungen bis hin zur Ausweitung prekärer Arbeitsplätze für den „großen Rest“ der Mitarbeitenden. Was ja auch heißt mitschaffenden, wertschaffenden Menschen. Die, so Sprenger fast süffisant, noch nicht einmal mehr bezahlbaren Wohnraum als „Frucht ihrer Arbeit“ vorfinden, denn auch dieser wird von einer eher kleinen Gruppe der bestverdienenden zunehmend exklusiv in Anspruch genommen.

Und auch wenn Sprenger konzediert, dass dies nicht die große Menge an Managern betrifft, „jedoch sind die Anstößigkeiten in den Medien derart omnipräsent, dass der Bürger den Eindruck hat, die gesamte Wirtschaft sei korrupt“.

Ein Eindruck, der eben auch die Frage aufwirft, der Sprenger sich zentral im Buch annimmt, nämlich die nach dem Wirtschaften „innerhalb“ der Unternehmen.

Denn, auch darin kann der Leser Sprenger mühelos folgen, „konkret wird Wirtschaft vor allem am eigenen Arbeitsplatz“.

Denn Arbeit prägt den Menschen. Und Menschen wiederum prägen die Gesellschaft. In Sprengers Augen nun ist das Arbeitsleben geprägt von einem starken „Überschuss an Zudringlichkeit“, ein Fordern eines immer “mehr an Nähe“ von Seiten des Mitarbeiters und damit ein „Zuschütten“ von (notwendigen) Räumen der Distanz , Freiheit und Privatheit. Mit der Folge eines „psychischen Dichtestresses“ als „Arbeitsverdichtung“.

Hier zu mehr Abstand zu gelangen, „anständiger“ mit den Mitarbeitern zu arbeiten, sinngebend zu wirken statt ständig den Sinn einer Arbeit zu zerstören, Mitarbeiter nicht nur als „Mittel“ zu betrachten, nicht wie „Kinder“ zu behandeln, nicht „Menschen“ (durchaus aber deren Leistungsvermögen) zu verbessern, die „Autonomie“ zu achten und immer wieder in Alternativen denken zu können, das sind jene Stärken und Voraussetzungen, die in einem „anständigen“ Unternehmen für ein „anständiges“ Klima sorgen, mit denen Mitarbeiter motiviert und nicht gegängelt werden und mithilfe derer eine Atmosphäre entsteht, die dem gesamten Unternehmen samt dessen Produkten und deren Vermarktung gut zu Gesicht stehen würde.

Klar, präzise, überzeugend legt Sprenger den Finger in eine immer breiter werdende Wunde der modernen Arbeitswelt und überzeug vor allem durch seine Darlegung des langfristigen Nutzens für das Unternehmen selbst, statt nur polemisch Probleme zu benennen.

Eine sehr empfehlenswerte, wichtige Lektüre im Blick auf die mittelfristige Ausrichtung des Arbeitsklimas, nicht nur in Deutschland.

Kommentieren0
5
Teilen
Ingrid-Konrads avatar

Rezension zu "Radikal führen" von Reinhard K. Sprenger

Radikal gut
Ingrid-Konradvor 4 Jahren

Wer ein Buch über Führung sucht, liegt mit Sprengers Ratgeber goldrichtig. Man muss jedoch bereit sein, andere, ungewohnte Wege zu gehen. Und sich auf Sprengers radikale Sicht einzulassen. Dann kann man nur gewinnen. Die Weisheiten zum Thema Führung sind nicht nur praxiserprobt, sondern auch praktikabel. Und sie stimmen. Sprenger schreibt schnörkellos, bisweilen auch witzig. So, dass man immer verstehen kann, wovon er spricht. Ich habe wirklich schon Regale voller Managementliteratur verschlungen. Irgendetwas kann man ja immer mitnehmen. Aber dieses Buch hier ist ein radikaler Volltreffer. Es gibt keinen besseren Führungs-Ratgeber. 5 Sterne.

Kommentieren0
0
Teilen
Nespavanjes avatar

Rezension zu "Die Entscheidung liegt bei dir!" von Reinhard K. Sprenger

Selbstbewusst durchs Leben
Nespavanjevor 4 Jahren

Ich lese eigentlich eher selten Motivations- oder Selbsthilfebücher, allerdings hat mir das Buch von Reinhard K. Sprenger außerordentlich gefallen. Er präsentiert mit „Die Entscheidung liegt bei dir“ eine durchgehende Aufforderung zu einem selbst-bestimmten Leben. Dieses Buch ist bereits in mehrfachen Auflagen erschienen und speziell diese Ausgabe hat ein zusätzliches Kapitel, in dem es um das Thema Burn-Out geht. Sprengers Grundaussage ist nämlich dass jeder für sich selber verantwortlich ist und das Beste aus der jeweiligen Situation machen kann und soll. Also im Sinne von jeder ist sich seines Glückes Schmied versucht er jene zu erreichen, die immer die Schuld bei anderen suchen. Strikt lehnt der Autor Sachzwänge und Opferhaltungen ab und erhebt seine Lebensphilosophie über die Ausreden für bestimmte Misserfolge. Hier eckt er bestimmt bei dem einen oder anderen an und manchmal wirken seine Ansichten sehr erbarmungslos, dennoch sind dies Grundsätze, die wirklich jeder in seinen Leben annehmen kann. Besonders gut haben mir die Kapitel Sirenengesang des Lobens und Bestraft durch Belohnung gefallen. Denn wer ist sich schon bewusst das Lob schwächt, manipuliert und erniedrigen kann? Zu loben ist einfach ausgedrückt ein Bewertungsmonopol das der Autor durchschaut hat. Zudem enthält der Ratgeber, meiner Meinung nach, wichtige Kernpunkte und Denkanstöße zu einem glücklicheren und dadurch selbst-bestimmteren Leben, dennoch sollte sich niemand von seinen Thesen verunsichern oder gar entmutigen lassen.

Kommentieren0
7
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 46 Bibliotheken

auf 2 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks