Das Buch ist ein Versuch, die Entwicklung des SA- Mannes Eduard Altenburg, dem Initiator des Betonschiffes in Lauenhain an der Zschopautalsperre, einem national- konservativen Anhänger des Mythos einer starken, deutschen Marine, und weiterer exponierter Personen, in diesem Zusammenhang, objektiv und umfassend darzustellen. Es erklärt Zusammenhänge sehr eindrucksvoll im Kontext der historischen Ereignisse und dem Untergang des Segelschulschiffes ,,Niobe" der deutschen Marine 1932 und der daraus entstandenen Idee der Schaffung eines Marineübungslagers unter der Sichtweise der verhängnisvollen NS- Politik der Reichsführung. ES beginnt mit den Progromen der SA gegen die Juden, Sozialisten und Andersdenkenden, aber auch die tragische und bereitwillige Mithilfe eines großen Teiles der Bevölkerung.wird ohne erhobenen Zeigefinger, aber deutlich und einprägsam dargestellt. Die bis heute nicht erfolgte, umfangreiche Aufarbeitung der Vorgänge um das Marineausbildungslager mit dem Betonschiff, einschließlich der Zeit nach 1945 mit der stalinistisch- pseudokommunistischen Entwicklung, erfährt mit diesem Buch eine tendenzfreie Beurteilung. Das Buch macht deutlich: Erinnerungskultur vergräbt sich nicht in der Vergangenheit und sollte in der Gegenwart eine Lernfunktion erfüllen.
Rezension des Buches ,,Das Betonschiff"




