Eine Biographie, die lebendig ist. Sie nimmt den Leser mit in eine Zeit, in der die Menschheit quasi noch so unterentwickelt war, dass große Sprünge in Sachen Forschung und Entwicklung quasi tagtäglich gemacht wurden. Wir finden kleine Anekdoten, zum Beispiel, dass die Rapp Motoren dafür bekannt waren, an der Kriegsfront ständig auszufallen und ausgerechnet aus dieser Firma die Bayerischen Motorenwerke wurden. Dazwischen kommen Zeitzeugen zu Wort, werden die allgemeinen Zustände in Europa zwischen den Kriegen beschreiben und das Leben, das Camillo Castiglioni führte. Die Biographie von einem, der das kapitalistische System für das erkannte, was es war und zu seinem Bedarf genutzt hat. Gespielt hat er dabei mit dem Geld der Reichen, nicht den Leben der Armen. Posthum lässt sich leider nur sagen: Ist der Ruf erst ruiniert …
Reinhard Schlüter
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Reinhard Schlüter
Sieben
Der Haifisch
Schönsprech
Die ganze Welt des Wissens
Die ganze Welt des Wissens 2
Neue Rezensionen zu Reinhard Schlüter
Wie viele Köpfe besitzt die todbringende Hydra, wie viele Zwerge bewirten Schneewittchen, wie viele Arme hat die jüdische Menora und wie viele Weltwunder kennt die klassische Antike? Die Antwort ist in allen Fällen: sieben. Diese Zahl ist die allgegenwärtige Begleiterin durch unsere Mythen, Märchen und Religionen, doch sie findet sich auch in Kunst und Technik.
Statement:
Begleitet von 41 Schwarzweiß-Abbildungen bringt der Autor mit „Sieben – eine magische Zahl“ ein exzellentes Buch auf den Markt. Die Lesereise führt durch die Naturwissenschaft, Kunst und Psychologie, wir finden die „Sieben“ in Märchen (z. B. „Der Wolf und die sieben Geißlein“ oder „Die Sieben Raben“, der Stellenwert der Zahl in der Religion ist sehr weit zurückzuverfolgen. Und wer kennt ihn nicht, den „007“ – automatisch hat man das Bild von James Bond (Sean Connery) vor den Augen.
Eine Rezension, egal ob gut oder schlecht, über ein derartiges Buch zu schreiben, ist und war eine neue Erfahrung für mich.
Die Ziehung der Lottozahlen „Sechs Richtige mit Zusatzzahl“ ergibt die Zahl Sieben, also Volltreffer. Viele Fragen, viele und gute Antworten finden sich in dem Buch wieder. Zu guter Letzt – Das kleine und das große „Aber“ als Schlusskapitel endet mit der Betrachtung aus „William Shakespeares „König Lear“ (S. 187):
Narr: Die Ursache, warum das Siebengestirn nicht mehr als sieben Sterne hat, ist eine artige Ursache.
Lear: Weil es nicht acht sind.
Narr: Das ist es, in der Tat – du würdest einen feinen Narren abgeben.
Sämtliche Literaturnachweise und Quellen sind ebenso am Schluss aufgelistet sowie die Bildnachweise und ein sehr gutes Stichwortverzeichnis. Dieses ist für denjenigen hilfreich, der vielleicht nur bestimmtes, ihn interessierendes, nachlesen möchte.
Fazit:
Dieses Buch hat mich überrascht, in jeder Art und Weise. Es ist KEIN „Buch mit sieben Siegeln“, nein, es ist kleines, feines Buch in einem sehr verständlichen Sprachstil geschrieben und fasziniert auf eine gewisse Art und Weise. Als Leser war ich verblüfft und es hat mir für etliches die Augen neu geöffnet. Ich kann das Buch sehr empfehlen.
„Sieben sei der Knoten so ziemlich aller Dinge“ (S. 9)
Gespräche aus der Community
Welche Genres erwarten dich?
Community-Statistik
in 8 Bibliotheken
auf 1 Merkzettel







