Reinhard Stöckel Der Lavagänger

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Inhaltsangabe zu „Der Lavagänger“ von Reinhard Stöckel

Henri Helder entstammt einer Eisenbahnerdynastie und macht eine seltsame Erbschaft: ein altes Paar Lederschuhe mit rätselhaften Schriftzeichen auf den Schäften – das Vermächtnis seines unbekannten Großvaters. In der Familie heißt es lapidar, der Nichtsnutz sei verdampft auf den Lavafeldern Hawaiis. Doch wer war dieser Lavagänger wirklich, der sich so unverhofft in Helders Leben einmischt? Soll Henri einfach aufbrechen und dem Weg der Schuhe folgen? Nach einer abenteuerlichen Reise bis ans andere Ende der Welt entdeckt Helder schließlich mehr als das Geheimnis seiner Herkunft.

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  • Rezension zu "Der Lavagänger" von Reinhard Stöckel

    Der Lavagänger
    Jok

    Jok

    07. May 2012 um 13:19

    Henri Helder erbt ein paar Lederschuhe von seinem Großvater Hans Kaspar Brüggs. Er macht sich daran herauszufinden, wer sein Großvater war und was ihn von seiner Familie getrennt und in die Welt hinaus verschlagen hat. Er findet Erstaunliches heraus!! Wow, das war sehr anstrengend zu lesen. Im Mittelteil war ich kurz davor aufzugeben, aber ich habe zum Glück weitergelesen. Die eigentliche Geschichte wird aus winzigen Mosaiksteinchen zusammengesetzt, die jemand mit Schwung in die Luft geworfen hat, und die nun herabrieseln und sich am Boden zufällig zum immer größeren Clustern zusammenlegen lassen, bis am Ende die Geschichte zu verstehen ist. Man wird vom Erzähler durch ein Labyrinth gezerrt, und an jeder Ecke bekommt man die nächste Information - so ergibt sich ganz langsam das Gesamtbild. Am Ende war es sehr interessant und auch beeindruckend. Also klare Leseempfehlung für diejenigen, die bereit sind etwas Ausdauer und Disziplin aufzubringen, und sich durch ein Buch von wunderschöner Sprache zu arbeiten.

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  • Rezension zu "Der Lavagänger" von Reinhard Stöckel

    Der Lavagänger
    Golondrina

    Golondrina

    19. January 2011 um 22:18

    Ein virtuos, leicht und doch tief erzähltes Buch wurde mir angekündigt (FAZ). Die Geschichte läßt sich spannend an: Henry Helder erbt die alten Lederschuhe seines verschollenen Großvaters und begibt sich auf die Reise zu seinen Aufenhaltsorten rund um die Welt, lüftet dabei noch ein altes Familiengeheimnis. Darf man eine Rezension verfassen, wenn man nach 2/3 aufgehört hat zu lesen? Zu viele Bälle wirft Reinhard Stöckel mir in die Luft und zu abgefahren und verwirrend die einzelnen Erzählstränge, als daß ich ihm noch folgen konnte und wollte. Etwas mehr Bodenständigkeit und weniger Virtuosität hätten für meinen Geschmack den Erzählfluss besser am Laufen gehalten.

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  • Rezension zu "Der Lavagänger" von Reinhard Stöckel

    Der Lavagänger
    lollebolle

    lollebolle

    20. March 2010 um 15:02

    Voller Phantasie und Geschichten. Wirklich mal was Neues. Klasse!

  • Rezension zu "Der Lavagänger" von Reinhard Stöckel

    Der Lavagänger
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. October 2009 um 22:14

    „Wenn du dir eine Perle wünschest, such sie nicht in einer Wasserlache. Wer Perlen finden will, muss bis zum Grund des Meeres tauchen.“ Henri Helder ist Eisenbahner und die Eisenbahn prägte auch schon das Leben seiner Vorfahren. Und genau so hat er sein Leben eingerichtet. Alles läuft in eingefahrenen Gleisen (auch seine Ehe mit Susanne), gut organisiert, planmäßig, Veränderungen sind unerwünscht, weil sie das System stören. Kurz, er ist ein Langweiler. Eines Tages erreicht ihn ein Brief von einer Anwaltskanzlei – nein es sind nicht die befürchteten Scheidungsunterlagen von seiner Frau, die inzwischen in Brüssel arbeitet – es geht um eine Erbschaftsangelegenheit. Henris Großvater verschwand vor vielen Jahren spurlos. In der Familie wurde um diese Sache immer ein Geheimnis gemacht. Hans Kasper ist so etwas wie das schwarze Schaf der Familie. Nun erbt jedoch Henri ein paar abgenutzte Schuhe mit eigentümlichen Schriftzeichen. Seine Neugier, was es mit diesen Schuhen auf sich hat, ist geweckt und ganz langsam entkommt Henri bei seinen Nachforschungen seiner Lethargie. Zu guter Letzt macht er sich sogar selbst auf die Reise – nicht nur mit der Eisenbahn – um vor Ort seine Suche fortzusetzen. Ganz nebenbei erfährt er unglaubliche, eigenartige, skurrile, abenteuerliche und geheimnisumwobene Geschichten aus der Vergangenheit seiner Familie. „Der Lavagänger“ ist ein Abenteuerroman, aber nicht im herkömmlichen Sinne. Es geht nicht um die Entdeckung neuer Kontinente. Der Protagonist begibt sich auf Entdeckungsreise in die Vergangenheit seiner Familie. Der Leser lernt eine Vielzahl von Personen kennen und der Autor schafft das Kunststück, jeden einzelnen mit Leben zu erfüllen, ihm seinen eigenen Charakter und eigene Persönlichkeit zu verleihen. Schon durch die verschiedenen Lebensläufe dieser Personen vermittelt Stöckel ein sehr buntes Bild der Handlungszeit. Dieses verbindet er geschickt mit geschichtlich relevanten Ereignissen und so werden dem Leser mit dieser Familiengeschichte die historischen Eckdaten und bedeutende Ereignisse der letzten 150 Jahre nahe gebracht. Der Roman ist sehr flüssig und ohne direkte Rede, aber mit viel Witz und Charme geschrieben. Zu Beginn hatte ich noch ein paar kleine Schwierigkeiten, in diese weit verzweigte, vielschichtige und diffizile Geschichte zu finden. Nachdem ich jedoch zu diesem Buch den Zugang gefunden hatte, ließ es mich nicht mehr los und dem Autor gelang es auch, diesen Spannungsbogen bis zum Schluss zu halten. Reinhard Stöckel forderte dem Leser aber auch Konzentration beim Lesen ab. Denn er griff mehrfach kleine Details, die anfangs unwichtig erschienen, auf und baute deren Bedeutung an späterer Stelle deutlich aus. Das äußere Erscheinungsbild des Buches hat mir sehr gut gefallen. Der Schutzumschlag lässt schon ein wenig Fernweh und Urlaubsstimmung aufkommen. Der im Buch enthaltene Familienstammbaum hat mir während des Lesens gute Dienste geleistet.

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  • Rezension zu "Der Lavagänger" von Reinhard Stöckel

    Der Lavagänger
    *Arienette*

    *Arienette*

    10. September 2009 um 19:31

    Klappentext: Henri Helder macht eine seltsame Erbschaft: ein altes Paar handgefertigter Lederschuhe mit rätselhaften Schriftzeichen auf den Schäften - das Vermächtnis seines verschollenen Großvaters. Was um Himmels willen soll er damit anfangen? Sie einfach wegwerfen? Helder versucht es, doch die Schuhe kehren unverhofft zu ihm zurück. Merkwürdig verhält sich auch seine Familie: Der Nichtsnutz sei verdampft auf den Lavafeldern von Hawaii, heißt es lapidar. Schon bald bestimmen fabelhafte Gestalten wie ein Pferdekopfgeige spielender Derwisch, eine schöne Seidenraupenzüchterin, ein einbeiniger Navigator und eine polynesische Tänzerin Helders Leben. Er muss der Spur der Schuhe folgen, ganz bis ans andere Ende der Welt, denn nur so kann er ein altes Geheimnis lüften. Reinhard Stöckel erzählt die weitverzweigte Geschichte einer deutschen Familie, die auf wundersame Weise in die Weltläufe des 20. Jahrhunderts verstrickt ist. Der Autor: Reinhard Stöckel, geboren 1956, ist gelernter Bibliothekar, studierte am Leipziger Literaturinstitut, arbeitete u.a. als Gießereiarbeiter und Publizist. Er schrieb für Zeitungen und Zeitschriften und veröffentlichte den Erzählband "Unten am Fluss". Er lebt mit seiner Familie in Maust bei Cottbus. Meine Meinung: Wow - was für eine Geschichte erzählt uns da Reinhard Stöckel - phantasievoll, vielschichtig, verschachtelt und abenteuerlich. Henri Helder, ein Eisenbahner, ist ein eher langweiliger Mensch. Er hält an alten Dingen fest und auch seine Ehe ist eingefahren. Als er ein Paar Schuhe erbt, beginnt sein Abenteuer. Helder stellt Nachforschungen an. Wir erfahren einiges über seine Familiengeschichte und die ist so aufregend und spannend, dass man immer weiter lesen muss. Dabei kommt auch die politische Lage der jeweiligen Zeit zur Sprache, die die Familie auf ihre Art meistert. Skurrile Charaktere laufen uns über den Weg und so manche Situation ist tragikomisch. Stöckels Schreibstil ist virtuos und sicher auch gewöhnungsbedürftig. Man braucht seine ganze Konzentration, um den Roman zu lesen, selbst Details greift Stöckel später wieder auf. Die verschiedenen Erzählstränge finden am Ende alle zusammen. Am Ende des Buches gibt es einen Stammbaum, den man zu Hilfe nehmen kann.

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  • Rezension zu "Der Lavagänger" von Reinhard Stöckel

    Der Lavagänger
    Binea_Literatwo

    Binea_Literatwo

    27. June 2009 um 10:55

    Wer Perlen finden will, muss bis zum Grund des Meeres tauchen. Henri Helder, besser aber bekannt als Helder, stammt aus einer Eisenbahnerfamilie. Logisch, dass er auch bei der Eisenbahn arbeitet, aber das eigentlich nur, weil er schon immer gern Pläne schmiedet und zwar Fahrpläne. Das klappt bestens, wäre da nicht der GENERAL, ein Computerprogramm, das Helder die Arbeit abnehmen will. Als wäre das nicht genug, hat er auch noch Stress mit Susanne, denn die will nach Brüssel ziehen. Da kommt etwas Ablenkung doch gerade recht, als er den Nachlass seines Großvaters erbt. Kein gewöhnliches Erbe und auch kein gewöhnlicher Großvater, denn das Erbe sind ein paar alte Lederschuhe mit einer geheimnisvollen Stickerei und der Großvater ist verschollen. Diese beiden Tatsachen wecken die Neugier von Helder und er stellt Nachforschungen an. Seine abenteuerliche Reise startet der Mitte-Vierzig jährige von Cottbus, seiner bisher nie wirklich weit verlassenen Heimatstadt. Eine aufregende Zeit führt ihn über Australien, vorbei an der Bagdadbahn nach Anatolien-Türkei, San Francisco bis letztendlich nach Hawaii. Bei seinen Nachforschungen nach Hans Kaspar Brügg, bekannt als Lavagänger, trifft er sehr skurrile Menschen. Bei einem Derwisch mit weißem Tiger, in einem Seidenraupenhaus, bei einem fliegenden Japaner und sogar bei einem König findet er Spuren von Brügg. Doch ein bedrückendes Gefühl in ihm verweist auf eine geheime oder gar verbotene Zone. Helder befindet sich auf seinem Lebenshöhepunkt und ist etwas unsicher. Seine Nostalgie in unserer heutigen Gesellschaft lebt er jedoch völlig aus. Wer von uns hat denn noch ein Telefon mit Wählscheibe und genießt dann auch noch das Wählen. Gerade aber diese Tatsachen machen den Protagonisten sympathisch. Außerdem hat der Autor Reinhard Stöckel ein unglaubliches Gespür für Sätze, die den Leser umgarnen. Die Sprache Stöckels ist zwar vorerst gewöhnungsbedürftig, doch schnell liest man sich in teilweise sehr verschachtelte Sätze ein. Gern ist man bereit, für diese wunderbar umschriebene Familiengeschichte und diese außergewöhnlichen, schrägen Charaktere diesen exotischen Schreibstil anzuerkennen. Reinhard Stöckel regt konstant die Fantasie des Lesers an und beschreibt zum Beispiel eine Fotografie wie folgt: „Der schneebedeckte Gipfel des Berges glich tatsächlich einer umgestülpten Schüssel oder eben dem Dach des Wartburgs, und seine bewaldeten Ausläufer waren sanft gewölbt wie Motorhaube und Kofferraumklappe.“ Weiterhin tritt der Erzähler ab und zu in einen Dialog mit dem zentralen Charakter Henri Helder. Auch die nicht gekennzeichnete Wechselrede unter den Mitwirkenden wird geläufig. Verstickungen sind mit wichtigen Etappen der Vergangenheit und der Gegenwart gespickt und mit etwas Humor vermitteln sie dem Leser zusätzliches Wissen. Um noch intensiver bei den Reisezielen Helders zu verweilen, gibt es im Quellenverzeichnis hilfreiche Anhaltspunkte. Für eine kurze Reise mit dem Zeigefinger über das Papier macht sich auch der Stammbaum am Ende des Buches sehr hilfreich. Dieser lässt alle im Roman benannten Personen noch einmal lebendig erscheinen. Wer kein Geld zum verreisen hat, anspruchsvolle Literatur mag und für ein Abenteuer bereit ist, sollte zu „Der Lavagänger“ greifen.

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  • Rezension zu "Der Lavagänger" von Reinhard Stöckel

    Der Lavagänger
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. April 2009 um 17:53

    Eine abenteuerliche Familiengeschichte, die auch gut von Männern gelesen werden kann.