Reinhard Tötschinger

 4,5 Sterne bei 42 Bewertungen

Lebenslauf von Reinhard Tötschinger

Reinhard Tötschinger, lebt in Wien, lernte Grafik und Schauspiel, ist Psychotherapeut, Organisationsberater und Autor.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Reinhard Tötschinger

Cover des Buches Rochade (ISBN: 9783711721099)

Rochade

 (42)
Erschienen am 25.08.2021
Cover des Buches Zwischen zwei Türen (ISBN: 9783951988801)

Zwischen zwei Türen

 (0)
Erschienen am 11.09.2020

Neue Rezensionen zu Reinhard Tötschinger

Cover des Buches Rochade (ISBN: 9783711721099)
Baudi60s avatar

Rezension zu "Rochade" von Reinhard Tötschinger

Malkunst und Kipferl
Baudi60vor 6 Monaten

"Ein restauriertes Bild ist zwar das Original, aber nicht mehr im Originalzustand." So fachsimpeln die Experten im Roman, als es darum geht die Echtheit eines Bildes festzustellen. Und wo liegt der Unterschied zwischen Kopie und Fälschung? Schon interessant...

Zum Inhalt: Vermeers Gemäde "Die Malkunst" wurde bei einem Anschlag beschädigt. Prof. Hartmann vom Kunsthistorischen Museum Wien wird mit der Restaurierung beauftragt. Der Bundeskanzler wird darauf aufmerksam und will es für sein Büro haben. So ein teures Bild ausserhalb des Museums, das gefällt Prof. Hartmann wiederum gar nicht und er lässt sich etwas einfallen...

Wertung: Die Sätze sind teilweise kurz und mit Gedankengängen des Professors. Das macht die Sache etwas holprig und hemmt den Lesefluss. Zudem hat die Geschichte ein paar Längen. Es gibt viele Kipferl und noch mehr Kaffee. Trotzdem ist eine gewisse Spannung vorhanden, weil man schon wissen will wie es weitergeht. Gut gefallen haben mir die Rückblenden zum Werdegang des Bildes.

Cover: viel zu dunkel und düster. Dazu nicht identisch. Der "Malkunst" nicht angemessen.

Fazit: Eine interessante Geschichte rund um das Restaurieren und Kopieren von Gemälden. Allerdings mit ein paar Punkten die mir nicht so gefallen haben. Siehe oben. Daher von mir gute 4 Sterne.



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Cover des Buches Rochade (ISBN: 9783711721099)
wiechmann8052s avatar

Rezension zu "Rochade" von Reinhard Tötschinger

Original oder Kopie
wiechmann8052vor 10 Monaten

          Ein berühmtes Gemälde von Jan Vermeer fällt einem Anschlag zum Opfer. Es war ausgeliehen und kommt nun schwer beschädigt zurück nach Wien. Der Restaurator Professor Clemens Hartmann und sein Assistent Hubert machen eine Bestandsaufnahme zur Restauration und veranschlagen einen Zeitraum von neun Monaten. 

Aber der Kanzler der Republik Österreich will das Bild schnellstens in seinem Büro hängen haben, um damit vor ausländischen Gästen anzugeben, vielleicht auch weil das Bild schon sehr bekannte Vorbesitzer hatte. Die Chefin von Clemens und der Finanzchef des Museums setzen ihn unter Druck. 

Da taucht die Frage auf kann man das Original von der Kopie unterscheiden. Wenn alle das berühmte Gemälde erwarten, sehen sie dann das es nicht das Echte ist? Kann eigentlich jemand außer Experten mit den entsprechenden Werkzeug einen Unterschied feststellen?

Der Schreibstil ist ungewöhnlich, auf ruhige Art erzählt der Autor detailliert wie an so einem Bild gearbeitet wird. Er beschreibt wie die finanziellen Umstände eine Rolle spielen, der politische Druck bei solchen weltbekannten Bildern zu nimmt. 

Die Liebe zur Kunst spielt eine große Rolle, nicht die Frage wieviel Geld ein Bild wert ist. Die Gefühle die so ein Gemälde im Betrachter auslöst, sind wichtiger als pekuniäre Werte.

Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters, so reagiert auch Clemens auf das Bild. 

Gleichzeitig erzählt der Autor in tagebuchähnlichen Einträgen die Geschichte des Bildes von seiner Entstehung an bis in die Gegenwart. Eine Geschichte die teilweise auch die des Restaurators wieder spiegelt.

Das sehr schöne Cover ist Ausschnitt aus dem Bild "Malkunst". Bilder des Malers Jan Vermeers waren schon öfter Thema von Romanen.


        

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Cover des Buches Rochade (ISBN: 9783711721099)
takabayashis avatar

Rezension zu "Rochade" von Reinhard Tötschinger

Ist ein Fälscher nur ein Kopist oder selbst ein Künstler?
takabayashivor einem Jahr

In seinem Debut-Roman führt uns Tötschinger in die (sehr nahe) Zukunft: ins Jahr 2022, in dem es im Kunsthistorischen Museum von Wien ein missglücktes Bombenattentat auf das sehr kostbare Bild „Die Malkunst“ des Malers Jan Vermeer gegeben hat.
Der Restaurator Clemens Hartmann, Protagonist und Erzähler dieser Geschichte, ein hingebungsvoller Meister seines Fachs und dessen Assistent Hubert bekommen den Auftrag, das Bild zu restaurieren, doch nicht die von ihnen geforderte Zeitspanne von 9 Monaten, nein, sie sollen das Bild innerhalb von 3 Monaten wiederherstellen, damit der amtierende junge Kanzler (unschwer als Anspielung auf Sebastian Kurz zu erkennen) es zu Repräsentationszwecken in seinem Amtssitz aufhängen kann. Außerdem sollen nun auch Museen nach modernen betriebswirtschaftlichen Kriterien geführt werden. Das missfällt den beiden Restauratoren, die sich nur ungern unter Zeitdruck setzen lassen, denn der macht eine gewissenhafte und perfekte Restaurierung unmöglich. Und auch der Künstler Vermeer, von dem Hartmann den Eindruck hat, dass er mit ihm spricht, ist strikt dagegen und will im Museum bleiben, nachdem das Bild im Laufe der Jahre viel herumgekommen ist und sogar Hitler beinahe in die Hände gefallen wäre. Die Geschichte des Bildes wird in kleinen Exkursen durch alte Dokumente dargestellt.
Meister und Schüler wissen sich schließlich keinen anderen Ausweg, als eine Kopie anzufertigen und diese mit dem Original zu vertauschen. Wird das gelingen? Die Dialoge in diesem Roman aus der Kunstwelt sind oft hochkomisch, man bekommt einen guten und verständlichen Einblick in die Kunst des Restaurierens, eine philosophische Abhandlung über die Kunst, darüber ob Kopien Kunst oder Fälschung sind, etc. und manchmal sogar einen regelrechten „Heist“ Krimi - ein interessanter Genre-Mix!
Der Autor behandelt diese vielleicht etwas akademisch wirkenden Themen mit großer Leichtigkeit und auf sehr unterhaltsame Weise. Ich habe diesen Roman mit großem Vergnügen gelesen und kann ihn uneingeschränkt weiterempfehlen.

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