Falco

von Reinhard Trinkler 
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Falco
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Ein schrilles Leben dargestellt in ausdrucksstarken Bildern. Für Fans ein Muss.

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Inhaltsangabe zu "Falco"

Als am 19. Februar 1957 Johann Hölzel in Wien geboren wird, kann niemand ahnen, dass dies eine Sternstunde der österreichischen Musikwelt ist. Aus schwierigen Familienverhältnissen stammend, wird ihm die Musik bald zum wichtigsten Lebensinhalt – früh gründet er seine erste Band Umspannwerk, mit 20 findet er seinen Künstlernamen Falco, nach dem deutschen Skispringer Falko Weißpflog, und feiert erste Erfolge mit Drahdiwaberl.
Getrieben von dem unstillbaren Wunsch, es an die Spitze zu
schaffen, arbeitet Falco unermüdlich an seinem Aufstieg, tatkräftig unterstützt von Markus Spiegel, Horst Bork und Hans Mahr. Nationale und internationale Hits wie »Der Kommissar«, »Junge Römer«, »Rock Me Amadeus« und »Vienna Calling« katapultieren ihn weltweit an die Spitze der Charts. Doch der Ruhm hat auch Schattenseiten – Alkohol und private Probleme drohen immer wieder, Falcos Leben zu zerstören …
Die facettenreiche Biografie des Weltstars, rasant und bildstark in Szene gesetzt von Reinhard Trinkler

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783990500781
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:96 Seiten
Verlag:Amalthea Signum
Erscheinungsdatum:31.01.2017

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    Igelmanu66s avatar
    Igelmanu66vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein schrilles Leben dargestellt in ausdrucksstarken Bildern. Für Fans ein Muss.
    Er war Superstar, er war so populär…

    »Ich als Wiener soll eine Nummer über Mozart singen? Ich arbeite ja nicht fürs österreichische Fremdenverkehrsamt.« »Dort kannst du arbeiten, wenn du den Song nicht machst. Wir brauchen einen neuen Hit.«

     

    „Rock me Amadeus“ gehört wohl zu der Sorte von Liedern, die einen weltweit enorm hohen Bekanntheitsgrad haben. Noch heute hält der 1985 erschienene Song einen Rekord: Kein anderer deutschsprachiger Titel stand je an der Spitze der US-Charts. Der Künstler dahinter wäre am 19. Februar 2017 sechzig Jahre alt geworden…

     

    Diese Biographie in Form einer Graphic Novel erzählt das Leben von Johann Hölzel, aus dem die weltweit bekannte Kunstfigur Falco wurde. Alle wichtigen Stationen seines Lebens werden aufgeführt, sehr schön wird gezeigt, wie aus dem hochmusikalischen Kind ein sensibler Künstler wurde, der sich nach Weltruhm sehnte. Einige Bereiche wurden aber leider nur mit gerade mal 1-2 Bildern erwähnt, da hätte ich mir manchmal intensivere Einblicke gewünscht.

    Falcos Weg war von enormen Höhen gekennzeichnet, aber auch von wiederkehrenden Abstürzen. Misserfolge oder privater Kummer warfen ihn regelmäßig völlig aus der Bahn, die Drogen taten ein Übriges. Geradezu klassisch auch das Problem, das häufig auf einen Riesenerfolg folgt: Alles wird an diesem Megaseller gemessen, der Wunsch nach einer künstlerischen Weiterentwicklung oder einem noch größeren Erfolg scheint schwierig bis unmöglich.

    Am 6. Februar 1998 endete Falcos irdisches Dasein durch einen Autounfall und sein unsterbliches als Kultfigur und Besitzer eines zur Pilgerstätte gewordenen Ehrengrabs auf dem Wiener Zentralfriedhof begann.

     

    Die Graphic Novel zeigt sich schrill und facettenreich wie Falcos Leben. Verschiedene Stile wechseln bei den Zeichnungen ab, manche sind schwarzweiß, andere grellbunt, manche aufwändig und detailreich, andere stark vereinfacht. Ich bin kein Kunstkenner, kann nur sagen, ob mir ein Bild gefällt oder nicht. Das war bei den sehr unterschiedlichen Stilrichtungen beinahe zwangsläufig nicht der Fall. Ich spekuliere, dass dieser Abwechslungsreichtum ein Stilmittel sein sollte, um die gleichfalls sehr verschiedenen Seiten des Mannes zu zeigen, der ständig zwischen dem Menschen Johann Hölzel und der Kunstfigur Falco schwankte.

     

    Fazit: Ein schrilles Leben dargestellt in ausdrucksstarken Bildern. Für Fans ein Muss.

     

    »Weisst du, eigentlich ist mein Leben jetzt vorbei. Mehr als eine Nummer 1 in Amerika kann ich nicht erreichen – und noch einmal eine Nummer 1, das schaffe ich nicht.«

    Kommentare: 10
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    awogflis avatar
    awogflivor 2 Jahren
    Hello - Vienna Calling

    Heute wäre Hansi Hölzl aka FALCO 60 Jahre alt geworden. Weiters jährte sich sein Todestag am 6. Februar zum neunzehnten Mal. Bei uns in Österreich wurde aus diesem Grund gleich der ganze Monat zum Gedenken an den Popstar ausgerufen – Vernissagen in Wien, Gedenkfeiern, Dokumentationen, Filmportraits etc… feiern derzeit fröhliche Urständ. Der Autor Reinhard Trinkler hat sich zu diesem Anlass etwas ganz besonderes dazu einfallen lassen: die Falco Biografie als Graphic Novel. Nun stellt sich die Frage: War das eine gute oder eine schlechte Idee?

    Eines muss ich bei dieser Rezension gleich vorwegschicken, damit Ihr meine Beurteilungen auch gleich im richtigen Licht interpretieren könnt: Erstens kenne ich mich im Genre Graphic Novel nicht so gut aus, ich kann also die Zeichnungen nicht ganz so gut beurteilen, wie es für Profis nötig wäre, sondern nur feststellen, ob sie mir gefallen oder nicht. Zweitens ICH BIN EIN FAN – und nicht so ein lascher „Falco war schon sehr gut – Fan“ der den Künstler erst nach den Hitparadenerfolgen vom Kommissar oder Rock me Amadeus entdeckte, sondern ein richtig leidenschaftlicher seit den 80er Jahren. Seitdem der Falke bei einem Drahdiwaberl-Konzert für den Stefan Weber, der sich in jedem Song in ein neues Outfit warf und dafür einen Pausenfüller brauchte, „Ganz Wien“ sang, war es um mich geschehen. Insofern könnte es natürlich sein, dass die schwarze Ray-Ban Brille, die ich mir immer aufsetze, wenn es um Falco geht, mich etwas meiner ansonsten gut ausgeprägten Kritikfähigkeit beraubt.

    Aber wie gefällt mir nun die Biografie im Comic Style? Ich liebe sie!!! Die wichtigsten Stationen Falcos, sowohl beruflich als auch privat, sind erstens vollständig vorhanden und zudem wundervoll beschrieben bzw. gezeichnet. Wer glaubt, die gefühlsduseligen Szenen mit seiner Mutter, seiner Lebensgefährtin und seiner Tochter wären zur rührselig übertrieben, dem sei gesagt, das arrogante Arschloch existierte vor allem als Rolle, um der feinen koksenden Wiener Gesellschaft und der Musikindustrie der 80er Jahre einen grauslichen Zerrspiegel vorzuhalten. Wenn ich mir denke, wie viele „Falco-Typen“ damals im Wiener Bermudadreieck durch die Lokale gezogen sind, so war es absolut notwendig, dass endlich einer kam, um diese Szene durch Überspitzung einer unsympathischen Prototypfigur – auch Wiener Schnösel genannt – mal ordentlich zu verarschen. Privat war Falco meist ganz anders und wohnte ja auch lange nicht in Wien sondern mit seiner Familie bei mir in der Nähe auf dem Land in Gars am Kamp.

    Zeichnerisch und inhaltlich sehr innovativ gefällt mir am Comic von Reinhard Trinkler am besten, dass einige der wichtigsten Lieder als Zeichnungen verewigt sind, und teilweise mehrere Strophen der Songs als Text in die Grafik einfließen. Der Zeichenstil ist wie bei vielen modernen Grafischen Novellen ein bisschen wie ein Wimmelbild angelegt, sodass der Leser auch beim erneuten Lesen noch etwas Neues entdecken kann. Für eine komplette Biografie fehlen natürlich einige Hintergrundinformationen, aber das kann ja auch gar nicht der Anspruch dieser grafischen Ausdrucksform sein. Auf jeden Fall wurden die wichtigsten und wesentlichsten Meilensteine grandios dargestellt. Wer nun interessiert ist, und Falco auch abseits seines Images näher kennenlernen will, dem empfehle ich die sehr gute und relativ aktuelle Filmdokumentation von  bei Dolezal&Rossacher   über das Wesen von Falco. Seit dieser Woche gibt es eine grandiose brandneue Doku von Rudi Dolezal – Die ulitmative Doku zum 60. Geburtstag, die tatsächlich neue Fakten zu den letzten Jahren und zum Tod des Musikers ausgegraben hat (Ausstrahlung Deutschland: 19.2. Kabel 1 20:15).

    Fazit: Für einen Falco-Fan das absolute Must-Have zum Jubiläum, für Liebhaber des Genres Graphic Novel aber auch nicht schlecht.

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