Reinhold Messner Everest - Himmel, Hölle, Himalaja

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Inhaltsangabe zu „Everest - Himmel, Hölle, Himalaja“ von Reinhold Messner

Reinhold Messner bestieg als erster Mensch alle Achttausender. In seinem Vortrag erzählt er, wie er den höchsten von ihnen bezwang: den Mount Everest. Er gibt auch einen geschichtlichen Einblick in die ersten Versuche, den Everest zu bezwingen. Außerdem berichtet er von Todesangst am Berg in 8.000 Metern Höhe, Begegnungen mit Einheimischen und von der Legende des Yeti. Das informative wie spannende Hörerlebnis ist nun in dieser preiswerten Sonderausgabe erhältlich.

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    Everest - Himmel, Hölle, Himalaja

    R_Manthey

    29. June 2015 um 11:26

    Einer der französischen Bergsteiger, die an der ersten Besteigung eines Achttausenders teilnahmen, definierte so das Bergsteigen. Wenn man sich mit der Eroberungsgeschichte der Himalaja-Gipfel beschäftigt, dann findet man dort auch die ganze Bandbreite menschlicher Fähigkeiten und Schwächen, vom Heldentum bis zur Selbstüberschätzung und vom Mut bis zum Irrsinn. Reinhold Messner möchte sich in diesem Hörbuch auf den Everest fokussieren. Doch er schweift dabei auch gelegentlich ab. In einem rund zweistündigen Vortrag schildert er uns die vielen Versuche, auf den höchsten Berg der Erde zu gelangen, und geht dabei auch wie selbstverständlich auf Teile seiner eigenen Geschichte ein, die gelegentlich gar nicht zum Thema gehören. Leider haben wir nicht die Möglichkeit, gleichzeitig auch die von ihm dazu gezeigten Karten, Bilder und Filme zu sehen. Es ist daher ratsam, sich vor dem Anhören der ersten CD wenigstens mit einer vernünftigen Karte des Himalaja auszurüsten, damit man sich ein Bild von den von Messner beschriebenen Örtlichkeiten machen kann. Zu Beginn seines Vortrages geht Messner auf die geografischen und politischen Gegebenheiten rund um das Himalaja-Gebirge ein, so wie sie sich gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts darstellten. Er beschreibt die ersten Versuche, in die Nähe dieser mächtigen Gipfel zu kommen, die ausnahmslos an der mangelhaften Ausrüstung und manchmal darüber hinaus auch an der Selbstüberschätzung derer scheiterte, die es versuchten. Zwischendurch diskutiert Messner dann plötzlich den Yeti-Mythos, den er als Legende entlarvt. Für ihn sind die Yetis Schneebären, die er selbst beobachtet hat. Dann kommt er auf das Schicksal des berühmten englischen Bergsteigers George Lee Mallory, dessen Leiche 85 Jahre nach seinem Tod fast unversehrt entdeckt wurde. Dadurch konnte man die damaligen Ereignisse rekonstruieren und zeigen, dass auch ein erfahrener Bergsteiger die Unvernunft eines Begleiters mit dem Tod bezahlen kann. Schließlich erklärt Messner den lange Zeit als Haupthindernis bei der Everest-Besteigung geltenden sogenannten Second Step. An dieser Stelle merkt man erstmals besonders schmerzlich, dass man die in diesem Vortrag gezeigten Bilder nicht sehen kann, denn dieses Hindernis ist eine fast senkrechte Wand aus Fels und Eis, die mit der damaligen Ausrüstung bis gegen Ende der 1940er Jahre nicht kletterbar war. Erst eine riesige chinesische Expedition mit 700 Teilnehmern stellte dann dort Aluminium-Leitern auf. Die erste CD endet mit der Schilderung des Aufstiegs der englischen Expedition von 1953, die Messner im zweiten Teil seines Vortrages fortsetzt. In dieser Expedition befanden sich als Gäste Edmund Hillary und sein Sherpa Tenzing Norgay, die am 29. Mai einen erfolgreichen zweiten Versuch wagten, den Gipfel zu erklettern, nachdem es zwei Engländer aus der Gruppe zuvor nicht geschafft hatten. Danach geht Messner plötzlich recht ausführlich auf seine Erlebnisse am Nanga Parbat ein, an dem er seinen Bruder verlor. Die relative Teilnahmslosigkeit, mit der er dies berichtet, wirkte wie dieses ganze, vom Thema abschweifende Kapitel etwas befremdlich auf mich. Anschließend kehrt Messner wieder zum Everest zurück und erklärt, dass es aus seiner Sicht vier Phasen der Eroberung dieses Gipfels gab. In der ersten Phase versuchte man überhaupt erst einmal aufzusteigen. Als Hillary und Tenzing Norgay dies geschafft hatten, wollten andere - auch Messner - noch schwierigere Wege zum Gipfel besteigen. Dann, in Phase drei, die wesentlich von Messner gestaltet wurde, reichte auch das nicht mehr, und man begann die Ausrüstung Schritt für Schritt zu minimieren. Das gipfelte schließlich in Messners Everest-Besteigung ohne Sauerstoffmaske. Schließlich kam es zur vierten Phase, die Messner mit ganzer Energie verteufelt, nämlich zu Besteigungen der Himalaja-Gipfel in organisierten Reisegruppen. Wenn sogar Blinde und Fußkranke auf den Gipfel kommen, wettert Messner, dann muss man sich nicht über Unglücke wundern. Als warnendes Beispiel nennt er die Katastrophe von 1996, bei der auf einen Schlag ein Dutzend Bergsteiger starb. Es käme darauf an, die Berge in Eigenverantwortung und Eigenorganisation zu besteigen. Nicht die Besteigung selbst, sondern das Gefühl bei der Rückkehr sei entscheidend. Man solle lieber in den Wald gehen und das Erlebnis Natur suchen, als das Gefühl, einmal auf dem Everest zustehen. Das klingt so wenig wahrhaftig und ehrlich, wie es ist. Denn wenn es nur darum geht, wozu muss man dann, wie Messner es tat, noch schwierigere Routen auf den Gipfel suchen oder sich der Gefahr aussetzen ohne Sauerstoff dauerhafte Hirnschäden bei der Ersteigung zu erleiden? Messner fordert Respekt vor der Natur und dem Berg. Aber gleichzeitig will er nicht verstehen, dass er zu denen gehörte, die als erste diesen Respekt nicht hatten und unbedingt auf die lebensfeindlichen Gipfel steigen mussten. Fazit. Ein wirklich interessanter und lehrreicher Vortrag, der auch den Menschen Messner in einem Licht zeigte, das er selbst vielleicht gar nicht wollte. Natürlich wäre es viel schöner gewesen, wenn man die zu diesem Vortrag gehörenden Karten und Bilder hätte sehen können. Zwar fehlt aus diesem Grund ein Stück des Eindrucks (und deswegen nur vier Sterne), dennoch aber ist dieser Vortrag in jeder Beziehung aufschlussreich.

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