Remigiusz Mróz

 3.4 Sterne bei 24 Bewertungen
Autor von Die kalten Sekunden, Die kalten Sekunden und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Remigiusz Mróz

Spannend bis zur letzten Seite: Remigiusz Mróz wird 1987 in Polen geboren. Er studiert Jura und schließt sein Studium mit einer Promotion ab, entscheidet sich dann aber gegen eine Karriere als Anwalt und wendet sich stattdessen dem Schreiben zu.

In seinem Heimatland Polen sind bereits mehr als zwei Dutzend Bücher aus seiner Feder erschienen, die mehr als 1,5 Millionen Mal verkauft und zudem für das Fernsehen verfilmt wurden. Jedes seiner Bücher führt bei seinem Erscheinen die Bestsellerlisten Polens an.

In Deutschland erschien 2019 erstmalig eine Übersetzung eines seiner Bücher. „Die kalten Sekunden“, die deutsche Ausgabe von „Nieodnaleziona“, ist ein Thriller über ein junges Paar, das jäh auseinander gerissen wird. Zehn Jahre nach Ewas Verschwinden stößt Protagonist Damian auf eine Spur – und auf jede Menge Geheimnisse seiner ehemaligen Jugendfreundin.

Neue Bücher

Bis zum Ende

Erscheint am 10.03.2020 als Taschenbuch bei ROWOHLT Taschenbuch. Es ist der 2. Band der Reihe "Die Suche nach Ewa".

Alle Bücher von Remigiusz Mróz

Cover des Buches Die kalten Sekunden (ISBN:9783499276064)

Die kalten Sekunden

 (14)
Erschienen am 21.05.2019
Cover des Buches Bis zum Ende (ISBN:9783499002526)

Bis zum Ende

 (0)
Erscheint am 10.03.2020
Cover des Buches Die kalten Sekunden (ISBN:9783742410030)

Die kalten Sekunden

 (10)
Erschienen am 24.05.2019

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Neue Rezensionen zu Remigiusz Mróz

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Rezension zu "Die kalten Sekunden" von Remigiusz Mróz

Atemberaubend, fesselnd, schockierend!
MissStrawberryvor 4 Monaten

Für Damian und Ewa ist das Leben ohne große Überraschungen, aber wunderschön, weil sie miteinander glücklich sind. Seit ihrer Kindheit sind sie unzertrennlich. Ausgerechnet an dem Abend, als Damian Ewa einen Heiratsantrag macht, den diese annimmt, werden sie überfallen. Damian kann Ewa nicht helfen und als er zu sich kommt, ist sie verschwunden, ebenso die Täter. Alle Bemühungen Damians, Ewa zu finden, verlaufen ergebnislos. Zehn Jahre später findet er endlich eine Spur. Als kurz darauf sein bester Freund ermordet wird, gerät Damian in den Fokus der Ermittlungen. Zwischen Flucht und Suche fragt sich Damian, wie gut er Ewa wirklich kennt – oder kannte.


Vielleicht habe ich schon zu viele Thriller gelesen und gehört. Mich überraschen sie kaum noch. Irgendwie war alles schon mal so ähnlich da. „Die kalten Sekunden“ hat mich absolut überrascht, gefesselt und begeistert. Die Idee ist frisch und unverbraucht, die Umsetzung grandios. Der Titel ist bescheuert – ich hätte mich beinahe davon abschrecken lassen. Mroz hat so gekonnt und gut durchdacht ein erschreckendes, aber realistisches und denkbares Szenario gemalt, dass ich einfach dranbleiben musste. Ich war wie sein Protagonist Damian wie versessen darauf zu erfahren, was mit Ewa ist, wieso sie nach so langer Zeit auftaucht und warum sie sich nicht eher gemeldet hat. Ich wollte sie ebenso sehr finden, wie er.


Die Wendungen sind nicht nur überraschend, sondern einfach atemberaubend. Am Ende hat man das Gefühl, sich mehrfach um sich selbst gedreht zu haben und schwindlig im Kopf zu sein. Der brutale Einstieg in die Story war mir fast zu heftig. Gar so deutlich brauche ich Gewaltszenen nicht beschrieben und geschildert bekommen. Ich verstehe auch „Kurzfassungen“. Doch zum Glück setzt sich das nicht komplett durch die ganze Geschichte fort, auch wenn manche Details immer wieder zu klar geschildert werden. Cass ist mir beispielsweise viel zu duldsam gewesen und ich habe mich gefragt, warum sie sich nicht endlich wehrt. Nun, die Antwort habe ich irgendwann auf ganz besondere Weise bekommen und noch immer bin ich fassungslos, überwältigt, beeindruckt und auch schockiert. Mroz hat das Thema „Häusliche Gewalt“ extrem gut geschildert und angeprangert. Man muss ein wenig um die Ecke denken, um seine Aussage komplett zu verstehen. Dann aber muss selbst der größte Zweifler erkennen, wie genial dieser Thriller ist.


Die Story wird abwechselnd von Damian und Cass aus der Ich-Perspektive erzählt. Dadurch erfährt man mehr, als Damian selbst, dennoch kommt man der Lösung auch nicht schneller auf die Spur. Immer wieder gibt es Momente, an denen man stutzig wird. Das erhöht die Spannung noch mehr. Keine Frage bleibt am Ende offen, dennoch steht man hilflos und verloren da. Mich begeistert dieses Können total nach all den Thrillern nach gleichem Strickmuster.


Matthias Koeberlin und Vera Teltz (die der Figur der Teresa Lisbon aus „The Mentalist“ die Stimme leiht und die ich sehr gerne höre) haben eine großartige Lesung geliefert. Sowohl direkte als auch indirekte Rede und das Darstellen anderer Personen in der Erzählung gelingt ihnen problemlos. Man hat nicht das Gefühl, es klingt schräg, wenn einer der beiden das andere Geschlecht sprechen lässt.


In seiner Heimat ist Mroz ein Shootingstar und Bestsellerautor. „Die kalten Sekunden“ ist das erste Werk, das auf Deutsch übersetzt wurde. Mich hat es restlos begeistert und ich hoffe, seine anderen Bücher sind auch bald bei uns in deutscher Übersetzung erhältlich. Ich würde sehr gern mehr von ihm hören und lesen! Für dieses Buch gebe ich die vollen fünf Sterne.

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Rezension zu "Die kalten Sekunden" von Remigiusz Mróz

Das Spiel mit der Wahrheit...
pardenvor 5 Monaten

DAS SPIEL MIT DER WAHRHEIT...

Damian und Ewa haben alles. Unzertrennlich seit Kindertagen, planen sie ihre gemeinsame Zukunft. Als Damian ihr einen Heiratsantrag macht, antwortet Ewa mit Ja. Doch kurz darauf kommt es zu einem schrecklichen Überfall – und Ewa verschwindet spurlos. Zehn Jahre später stößt Damian unerwartet auf ein Bild von Ewa im Netz. Wer ist der Unbekannte, der mit immer neuen Posts nach ihr sucht? Damian beauftragt eine Privatdetektei, um die Spur aufzunehmen. Als kurz darauf sein bester Freund tot aufgefunden wird und er selbst in den Kreis der Verdächtigen gerät, muss Damian sich die eine Frage stellen: Kannte er seine große Liebe wirklich?

Sehr gespannt war ich auf den Thriller des in Polen sehr bekannten Autors Remigiusz Mróz. Der Klappentext jedenfalls hat mich sehr neugierig gemacht, die Hörprobe ebenfalls.



Tatsächlich wird der Hörer gleich in medias res geworfen und erlebt mit, wie Ewa genau an dem Abend, als Damian ihr einen Heiratsantrag macht, erst brutal vergewaltigt wird und dann spurlos verschwindet. Dann springt die Handlung in die Gegenwart, zehn Jahre nach dem Überfall - und bis heute wartet Damian vergeblich auf ein Lebenszeichen von Ewa. In den zehn Jahren dazwischen hat sich Damian kein wirkliches Leben aufgebaut, das Studium hat er abgebrochen, Gelegenheitsjobs halten ihn über Wasser, eine neue Liebe ist er nicht eingegangen, er weiß aber nicht mehr, wo er Ewa noch suchen soll. Nur einer Sache ist er sich sicher: Ewa lebt noch. Irgendwo. Und er wartet...

Damians bester Freund stößt eines Tages im Internet auf ein Bild, auf dem er meint, Ewa erkannt zu haben. Damian ist ebenso überzeugt davon, doch da die Polizei ihnen keinen Glauben schenkt, beauftragt Damians Freund schließlich eine Privatdetektei mit Nachforschungen. Kassandra Reimann, die Ehefrau des Besitzers der Detektei, trittt mit Damian in Kontakt und hält ihn über die Ermittlungen auf dem Laufenden. Doch als Damians Freund ermordet wird und er selbst unter Mordverdacht gerät, spitzt sich die Lage zu...

Erzählt wird dieser Thriller abschnittsweise wechselnd aus der Perspektive von Damian und der von Kassandra Reimann, jeweils in der Ich-Perspektive. Dabei tappt der Hörer gemeinsam mit Damian über lange Zeit gehörig im Dunkeln und wird immer wieder auf eine falsche Fährte geführt - und Kassandra gibt nur genau so viel preis, wie sie es für richtig hält, und das kann gehörig in die Irre führen. Gesprochen werden die beiden Charaktere dem langsamen Erzähltempo angemessen von Matthias Koeberlin und Vera Teltz.

Auf der Spur des Bildes von Ewa erkennt Damian zunehmend, dass er diese Frau wohl nicht wirklich gut gekannt hat. Einige Aspekte ihres Lebens hat sie komplett vor ihm geheimgehalten - bitter, aber Damian ist entschlossen, auf Ewas Spur zu bleiben. Und Kassandra hütet selbst einige Geheimnisse - eines davon ist ihr überaus gewalttätiger Ehemann, was sie allabendlich zu spüren bekommt.

Gerade dieses Thema hat mir wirklich zu schaffen gemacht. Remigiusz Mróz schildert viele Szenen der häuslichen Gewalt derart bildhaft und detailliert, das ich etliche Male die CD anhalten musste und erst zu einem späteren Zeitpunkt weiterhören konnte. Obschon thrillererfahren und durchaus nicht zimperlich, was brutale Szenen anbelangt, ging mir das Hörerlebnis hier doch stellenweise zu weit und zu intensiv.

Kassandra jedenfalls kocht hier durchaus ihr eigenes Süppchen und sorgt dadurch für die ein oder andere Überraschung. Damian gerät in der Geschichte in mehrfacher Hinsicht zum Bauernopfer und steht leztlich als liebenswerter Trottel dar, der einigen Leuten als tumbe Schachfigur gelegen kommt. Dabei kann er einem schon leid tun, doch ist er als Charakter trotz der Ich-Perspektive so distanziert gezeichnet, dass ich ihm gegenüber recht gleichgültig blieb.

Auch Kassandra, obschon ständiges Opfer ihres Mannes, war mir nicht wirklich sympathisch. Mir fehlt ehrlich gesagt auch jedes Verständnis für solch eine kranke Beziehung, in der letztlich niemand die eigentlich logischen Konsequenzen zieht und die Trennung sucht.

Zwar sorgte der Autor gerade gegen Ende immer wieder für einige überraschende Wendungen, doch letztendlich überwog bei mir die Erleichterung, als die Geschichte (523 Minuten) endlich ein Ende fand.

Ein Thriller voller brutaler Szenen mit unsympathischen Charakteren und einigen Längen. Leider nicht das erhoffte Hörerlebnis...


© Parden

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Rezension zu "Die kalten Sekunden" von Remigiusz Mróz

Verstrickt
Klene123vor 5 Monaten

Man erfährt zu Beginn des Romans, was passiert ist bevor Ewa verschwunden ist und lebt diese Szene mit all ihrer Gewalt mit. Dies kriecht einem unter die Haut und lässt einen emotional bei Damian, der zurückbleibt und nicht weiß was mit seiner Verlobten passiert.

Dann springt die Handlung zehn Jahre, Damian hat sein Leben nie richtig auf die Reihe bekommen - Studium abgebrochen, in verschiedenen Bars gejobbt. Plötzlich taucht ein Bild von Ewa auf einem Konzert auf und er hofft sie finden zu können, Erklärungen zu bekommen. Man kommt Damian als Zuhörer sehr nahe, dank des tollen Sprechers werden seine Vezweiflung und seine Ängste deutlich spürbar. Er begibt sich auf eine Jagd, die zunächst unglaublich spannend ist und man unbedingt erfahren möchte, wo seine Verlobte geblieben ist und warum er sie so lange nicht erreichen konnte.

Gleichzeitig wechselt sich die Geschichte mit dem Blickwinkel von Cassandra Reimann ab, deren Firma Damian engagiert hat um bei der Suche nach Ewa zu helfen. Cassandra leidet unter häuslicher Gewalt und schildert die Wutausbrüche ihres Ehemanns bis ins kleinste Detail, auch wie die Beiden täglich damit umgehen und warum sie nicht geht. Cassandra bleibt an sich aber etwas blass und auch die Beschreibungen der Ausbrüche habe ich nach einer Weile nicht mehr ganz so gut ertragen können.

Damian und Cassandra treffen sich im Chat über das Darknet und machen sich gemeinsam auf die Suche, zunächst kann man kaum aufhören zuzuhören, aber das Buch wird zunehmend verwirrender. Die Auflösung der Geschichte ist leider sehr konstruiert und irgendwann habe ich nur noch mit halben Ohr zugehört...
Schade eigentlich denn man gerät in einen Strudel aus dem man gar nicht rausmöchte, sitzt aber am Ende mit Wut im Bauch da!

Gerade noch so 3 Sterne für mich!

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Zusätzliche Informationen

Remigiusz Mróz wurde am 15. Januar 1987 in Opole (Polen) geboren.

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