René Barjavel

 3.8 Sterne bei 19 Bewertungen
Autor von Die Fremde aus dem Eis, L'Enchanteur und weiteren Büchern.

Alle Bücher von René Barjavel

René BarjavelDie Fremde aus dem Eis
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die Fremde aus dem Eis
Die Fremde aus dem Eis
 (18)
Erschienen am 05.06.2009
René BarjavelElea. Science Fiction Roman
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Elea. Science Fiction Roman
Elea. Science Fiction Roman
 (0)
Erschienen am 01.01.1972
René BarjavelL'Enchanteur
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
L'Enchanteur
L'Enchanteur
 (1)
Erschienen am 01.01.1987
René BarjavelLe diable l' emporte
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Le diable l' emporte
René BarjavelLe Voyageur imprudent
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Le Voyageur imprudent
René BarjavelEine Arche für morgen
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Eine Arche für morgen
Eine Arche für morgen
 (0)
Erschienen am 01.12.1987

Neue Rezensionen zu René Barjavel

Neu
anushkas avatar

Rezension zu "Die Fremde aus dem Eis" von René Barjavel

Rezension zu "Die Fremde aus dem Eis" von René Barjavel
anushkavor 6 Jahren

Das Cover wird diesem Buch überhaupt nicht gerecht!

Simon ist Teil eines Wissenschaftlerteams in der Antarktis. Während er schon von der Heimreise nach Paris träumt, stößt die Expedition plötzlich auf Überreste einer vergangenen Zivilisation in 1000m tiefen Eisschichten. Sie finden dabei auch zwei eingefrorene Personen: eine Frau und einen Mann. Als sie die Frau namens Elea zum Leben erwecken, erfahren sie, dass schon einmal eine hohe Zivilisationsstufe des Menschen die Erde bevölkert ... und zerstört hat.

Elea erzählt ihre Geschichte, die natürlich auch Elemente einer Liebesgeschichte enthält, da in ihrem Volk Mann und Frau eine Gesamtheit bilden und sich gegenseitig ergänzen. Aber das Cover lässt eine kitschige Schmonzette vermuten, die dieses Buch auf keinen Fall ist. Die Geschichte hat mich eher an "Avatar" erinnert und ich war vor dem Lesen schon beruhigt zu erfahren, dass der Autor vor allem Science-Fiction-Bücher geschrieben hat. Daher wird es an manchen Stellen etwas technisch und der Fokus liegt ganz klar auf den technischen Errungenschaften und der Gesellschaftsform der früheren Menschen. Auch wenn das Buch ursprünglich schon 1968 erschien, hat es absolut nichts von seiner Aktualität verloren und seine Entstehungszeit erkennt man lediglich daran, dass der Kalte Krieg wiederholt angesprochen wird und die Studentenproteste eine Rolle spielen. Doch Krieg zwischen den Völkern gab es immer und wird es immer geben. Dies wird intensiv thematisiert. Und auch an Spannung mangelt es nicht, denn die beiden früheren Menschen haben unschätzbares Wissen mitgebracht, das die Wissenschaftler der ganzen Welt zugänglich machen wollen, doch der Wettlauf um die Macht des Wissens hat längst begonnen. Und was die ersten Seiten bereits vorwegnehmen, ist zum Ende hin unvermeidbar: die Geschichte von Elea endet tragisch.
Somit hat dieses Buch alles, um restlos zu überzeugen und eine gelungene Dystopie darzubieten. Oder ist es ein historischer Roman, da die höher entwickelten Menschen früher gelebt haben? Es gibt Emotionen, hochentwickelte Technologien, Spannung, Philosophie, Moral und Tragik. Schade, dass dieses misslungene Cover so vom Lesen abschreckt oder falsche Erwartungen weckt.

Kommentieren0
15
Teilen
Kunos avatar

Rezension zu "Die Fremde aus dem Eis" von René Barjavel

Rezension zu "Die Fremde aus dem Eis" von René Barjavel
Kunovor 7 Jahren

Produktinformationen:
Autor: René Barjavel
Titel: Die Fremde aus dem Eis
Untertitel: Eine Liebesgeschichte
Originaltitel: La nuit des temps
Verlag: Knaur
Sprache: Deutsch
Kosten: € 8,95 [D] € 9,20 [A]
Seitenanzahl: 260
Art: Taschenbuch
ISBN: 978-3-426-50335-5
Genre: Fiction, Drama, Liebe
Meine Altersempfehlung: 14+

Erster Satz:
Meine Geliebte, meine Verlassene, meine Verlorene, ich habe Dich dort unten auf dem Grund der Welt zurückgelassen und bin in mein Großstadtzimmer zurückgekehrt; mit den vertrauten Möbeln, auf die ich oft meine Hände, die sie liebten, gelegt habe, mit den Büchern, die mich genährt haben, mit dem alten Bett aus Kirschholz, indem meine Kindheit schlief und in dem ich heute die ganze Nacht vergeblich nach Schlaf gesucht habe.

Rückentext:

Einst existierte eine Welt, in der Mann und Frau des anderen Gegenstück und Ergänzung waren. Doch schon damals drohte die Menschheit sich selbst zu zerstören, und die schöne Elea musste eine folgenschwere Entscheidung treffen.

Jahrtausende später entdeckt ein internationales Forschungsteam unter dem ewigen Eis des Südpols einen im Flug erstarrten Vogel. Die Forscher bohren tiefer und finden zwei Menschen im Kälteschlaf. Als Simon Elea zum ersten Mal erblickt, ahnt er, dass für ihn nichts je wieder so sein wird, wie es war...

Über den Autor: / Über die Autorin:

René Barjavel (geboren 24. Januar 1911 in Nyons; gestorben 24. November 1985 in Paris) ist ein französischer Kultautor, Journalist und Kritiker. Seine Bekanntheit erlangte er hauptsächlich als Science-Fiction-Autor. Seine Werke behandeln oft den Untergang einer Zivilisation aufgrund ungerechtfertigten Vertrauens in die Technik, aber auch die Dauer der Liebe. Ihm wurden zahlreiche renommierte Preise verliehen, u.a. der französische Buchhändlerpreis.

Inhalt:
Die Französischen Polarexpositionsforscher haben im Viereck 612 Ultraschallwellen empfangen. So weit, so gut. Doch die Wellen kommen aus einer Tiefe, die vor 400.000 Jahren an der Oberfläche gelegen hatte. Aus neunhundert bis tausend Metern Tiefe…
Die Französischen Forscher wollen graben, da das ‚Teil‘, was so tief unten in der Erde liegt, der heutigen Architektur unbekannt ist.
Sie bohren und bohren, und irgendwann stoßen sie auf eine Kugel aus purem Gold. Mehr Gold, als in allen Staatskassen und privaten Vermögen zusammen gehortet wird, liegt dort unten im Eis. Doch die Wellen kommen aus dem inneren. Verzweifelt versuchen sie, eine Tür zu finden, doch mit nichts kann man diesen Goldkäfig aufbrechen. Es kommt Verstärkung von der ganzen Welt: Deutschland, USA, UdSSR und anderen großen Nationen. Mit vereinten Kräften finden sie eine Tür in der Tiefe, die aber nur in einen weiteren Raum führt. Doch ein Sondiergerät zeigt, dass die Wellen aus einem weiteren Raum kommen. Probenzeigen, dass dort fast -275°C herrschen, ungefähr 0,5 Kelvin, dem absoluten Nullpunkt, wo sich keine Atome mehr regen. Bis heute war es der Wissenschaft noch nicht gelungen, diesen Nullpunkt auch nur annähernd zu erreichen. Und nun, in einer Zeit, wo die nächste Verwandtschaft zu den Menschen der Dino war, finden sie diesen Nullpunkt…
Es werden spezielle Anzüge angeschafft und eine weitere, hermetisch abgedichtete Tür wird geöffnet. Was sich dort hinter verbirgt, verschlägt der ganzen Welt die Sprache. In dem absoluten Nullpunkt liegen zwei Menschen, eine Frau und ein Mann, jeweils in einem Eisblock auf jeweils einem Sockel. Es sind die wunderschönsten Menschen, die jemals im Fernsehen gezeigt wurden und die Forscher aus aller Welt wollen diese Menschen wiederbeleben.
Es kommt ein Spezial-Team, dass die Menschen aufwecken soll, doch es bricht eine riesen Diskussion aus, wen man als erstes zum Leben erwecken sollte. Nach langer Streiterei einigt man sich auf die Frau.
Die Wiederbelebung verläuft gut und Simon, der Arzt, wird ihre Vertrauensperson. Sie redet eine andere Sprache als die Menschen, die am Pol sind, doch ein kluger Sprachenwissenschaftler findet schnell die Sprache heraus, sodass sich Simon mit ihr unterhalten kann.
Die Fremde heißt Elea, und sie erzählt mithilfe von Geräten, die unter ihrem Sockel waren, wie eine Art Beamer die Geschichte von ihr, die Geschichte von den Menschen, die vor 400.00 Jahren gelebt haben. Sie erzählt die Liebesgeschichte von sich und ihrem Auserwählten Paikan. Und immer mehr begreifen die Forscher, dass sie nicht die ersten Menschen auf der Welt waren, wie bisher angenommen…

Meine Meinung:
Mich hatte das Cover total angesprochen, wie auch der Titel.
Das Cover ist geheimnisvoll. Die Frau ist wunderschön und die Verschleierungen lassen es wirken, als läge sie wirklich im Eis.
‚Die Fremde aus dem Eis‘ ist genauso geheimnisvoll wie das Cover. Auch wenn ich persönlich den Originaltitel besser finde ‚‘La nuit des temps‘ (für alle, die kein Französisch verstehen: das heißt wörtlich übersetzt ‚Die Nacht der Zeit‘)
Was mich beim Lesen ein klein wenig gestört hat, war die alte Rechtschreibung (z.B. daß statt dass). Aber die Geschichte ist super geschrieben, und es wird nicht nur aus einer neutralen Sicht erwählt, sondern auch von einer bestimmten Sicht, von der man bis ans Ende nicht erfährt, wer dieser Mann ist.
Auch die Idee, Menschen könnten schon vor uns gelebt haben, mit schlaueren Erfindungen, mit besseren Ideen und einer besseren Waffe, die die ganze Welt umbringen könnte, finde ich super genial.
Ich habe mich von Anfang an gefragt, wie das wohl enden würde, und das Ende ist so unerwartet, dass ich den Atem angehalten hatte. Das Buch ist nicht unbedingt Pflicht. Aber wer sich mal schön den Kopf verdrehen lassen will, nachdenken will, ob wirklich alles so ist, wie wir bis jetzt glauben, für den ist das Buch etwas. (:

Kommentieren0
7
Teilen
Monika Jarys avatar

Rezension zu "Die Fremde aus dem Eis" von René Barjavel

Rezension zu "Die Fremde aus dem Eis" von René Barjavel
Monika Jaryvor 7 Jahren

Wenn man sich "rein" gelesen hat, ist es einfach zauberhaft.

Kommentieren0
8
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 38 Bibliotheken

auf 3 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks