René Belletto Gesetzlos

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Inhaltsangabe zu „Gesetzlos“ von René Belletto

Was verbindet ein Leben mit den anderen? Gibt es unter der sichtbaren Oberfläche feinere Zusammenhänge, die einen Menschen mit einem anderen zusammenführen? Mit sprachlicher Brillanz schildert der preisgekrönte französische Romancier René Belletto in ›Gesetzlos‹ die Geschichte von Luis Archer, einem Musiklehrer, und die von Clara Nomen, einer strahlend schönen Pianistin. Beider Leben ist von Musik geprägt. Doch gleichzeitig ist es auch Erschütterungen ausgesetzt, die sich fortwährend in leisem Vibrieren und immer wieder in Ausbrüchen bemerkbar machen. Wann wird das Schicksal zuschlagen und die beiden Protagonisten zueinander führen?

Eine außergewöhnliche Geschichte, die eigentlich ganz einfach klingt, es jedoch nicht ist und wohl auch nicht mehr sein wird...

— Cattie

Stöbern in Krimi & Thriller

Origin

Toll geschrieben ... den Schluss fand ich für Brown etwas seicht

mona77

SOG

Ich mag den Schreibstil von Yrsa Sigurdardottir sehr ... könnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen ... sehr fesselnde Story

mona77

Stille Wasser

Der Krimi hat mich gut unterhalten und er hat ein sehr sympathische Protagonistin.

AmyJBrown

Mieze Undercover

Eine tolle, neue Heldin

brauneye29

Der Freund

Sehr spannend, trotz ein paar Ungereimtheiten...

Pippo121

Flugangst 7A

Etwas haarsträubende Story, aber spannend geschrieben !!

Die-Rezensentin

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  • Leserunde zu "Das Ende von Eddy" und "En finir avec Eddy Bellegueule" von Édouard Louis

    Das Ende von Eddy

    Hermane

    Herzlich willkommen und bienvenue à tous!  Je m'appelle Hermine et je suis française. J'ai le plaisir de travailler depuis deux mois chez LovelyBooks et d'organiser cette semaine un challenge littéraire franco-allemand! Du kennst wahrscheinlich schon Gustave Flaubert und seine "Madame Bovary" oder Marcel Proust und seine "Suche nach der verlorenen Zeit". Diese Woche wollen wir dich bei LovelyBooks  andere Teile der französischen Literatur entdecken lassen. Wir schlagen dir vor, an unserer deutsch-französischen Leserunde teilzunehmen und ein Buch auf Deutsch oder auf Französisch gemeinsam mit mir und anderen Lesern zu lesen und anschließend zu rezensieren. Dafür habe ich mir ein ganz besonderes Buch ausgesucht, das vor allem in Frankreich für Furore sorgte: "Das Ende von Eddy" oder "En finir avec Eddy Bellegueule" von Édouard Louis! „An meine Kindheit habe ich keine einzige glückliche Erinnerung“ So beginnt das autobiografische Debüt des 22-jährigen Autors Édouard Louis. Bereits im Alter von 18 Jahren begann er "En finir avec Eddy Bellegueule" zu schreiben, das 2014 ein großer Erfolg in Frankreich war: Ein Buch, das sowohl eine scharfe Abrechnung mit seiner Herkunft ist, als auch eine Beschreibung von einer besonderen ländlichen Gesellschaft. Mehr zum Inhalt: "Ich rannte weg, ganz auf einmal. Gerade hörte ich meine Mutter noch sagen ›Was soll der Scheiß jetzt wieder?‹. Aber ich wollte nicht bei ihnen bleiben, ich weigerte mich, diesen Moment mit ihnen zu teilen. Ich war schon weit weg, ich gehörte nicht mehr zu ihrer Welt, der Brief besagte es. Ich kam zu den Feldern und wanderte einen Großteil der Nacht herum, auf den Feldwegen, in der Kühle Nordfrankreichs, in dem zu dieser Jahreszeit so intensiven Geruch der Rapsfelder. Die ganze Nacht über entwarf ich mein neues Leben fern von hier. Über den Autor: Édouard Louis wurde am 30. Oktober 1992 in Hallencourt in Picardie, Nordfrankreich, geboren. Sein richtiger Name ist Eddy Bellegueule. Seit 2011 studiert er Soziologie an der École Normale Supérieure in Paris, die als eine der angesehensten Privatschulen Frankreichs gilt. Mit 21 Jahren schreibt er seinen autobiographischen Debütroman "En finir avec Eddy Bellegueule", der Nr.1-Besteller in Frankreich wird und in 18 Sprachen veröffentlicht wurde. Im März 2014 bekam er für sein Engagement gegen Homophobie den Pierre Guénin-Preis. Heute wohnt er in Paris, wo er an seinen nächsten Roman arbeitet. Gemeinsam mit dem S. Fischer Verlag und mit dem französischen Verlag Seuil verlosen wir für diese besondere zweisprachige Leserunde 10 Exemplare von "En finir avec Eddy Bellegueule" und 15 Exemplare von "Das Ende von Eddy". In deinen Beiträgen sollst du genau angeben, ob du das Buch auf Deutsch oder auf Französisch bekommen willst und einfach auf diese Fragen antworten: Hast du bereits ein Buch auf Französisch gelesen? Wenn ja, welche ist es? Und hast du vielleicht einen französischen Lieblingsautor? As-tu déjà lu un livre en français? Si oui, lequel? Quel est, si tu en as un, ton auteur français préféré? Ich freu mich auf eure Kommentare auf Deutsch oder auf Französisch! Ich drücke euch die Daumen oder wie wir in Frankreich sagen: „Je croise les doigts pour vous !“ J'ai hâte de lire vos réponses! Bonne chance à tous! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Unterthemen der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlich haben.

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    • 472
  • Zu viel

    Gesetzlos

    serendipity3012

    Zu viel gewollt Luis Archer, Protagonist in René Bellettos Roman „Gesetzlos“ und Musiklehrer in Paris, erzählt dem Leser von seinem Leben als Junggeselle, von der Freundschaft zu Maxime, der am gleichen Tag Geburtstag hat wie er selbst und von mehreren mysteriösen Todesfällen in seiner Umgebung. Schließlich sieht er das Porträt der jungen Clara, in die er sich sofort verliebt. Parallel lesen wir die Geschichte von Clara, in deren Familie es ebenso einen schlimmen Vorfall gab, ihre Eltern wurden ermordet, der oder die Mörder nie gefasst. Als Luis und Clara endlich aufeinander treffen könnten, ist sie plötzlich spurlos verschwunden und Luis macht sich auf die Suche. „Gesetzlos“ ist ein schwer zu fassendes Buch. Zu Beginn etwas sperrig, muss man sich auf den Stil Bellettos ein Stück weit einlassen, wird aber belohnt. Belletto schreibt ausgefeilt und vermittelte mir beim Lesen durch seine Erzählweise immer wieder das Gefühl, dass ich mich nicht in der Gegenwart des Jahres 2008 befinde, sondern ca. 100 Jahre früher, wenn er mit seinem Freund Maxime durch das malerische Paris streift. Mit der Zeit wird allerdings deutlich, dass Belletto zu viel gewollt hat. Schon dem Klappentext kann man entnehmen, dass „Gesetzlos“ uns auch ins Weltall entführen wird. Diese Passage kommt dennoch unvermittelt und ist verwirrend. Für die Geschichte ist sie weder nötig, noch ist sie ihr zuträglich, was auch auf einige andere Episoden zutrifft. So ist „Gesetzlos“ ein interessanter Roman, gut geschrieben, aber leider überladen. Weniger wäre mehr gewesen.

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  • Buchverlosung zu "Gesetzlos" von René Belletto

    Gesetzlos

    MatthesSeitz_Verlag

    Liebe Lovelybooks-Freunde, wir verlosen 20 exklusive Vorab-Exemplare von René Bellettos Roman ›Gesetzlos‹! Hier findet Ihr eine Leseprobe: http://www.matthes-seitz-berlin.de/buch/gesetzlos/popup/etext.html Luis Archer, Pariser Musiklehrer und zufälliger Junggeselle, sieht das Porträt der schönen Clara und verliebt sich, auf den ersten Blick. Einige Tage später ist Clara verschwunden. Verzweifelt versucht Luis sie zu finden und verstrickt sich in ein rasantes Versteckspiel, in dem sich jeder verdächtig macht. Ist Clara entführt worden? Wie konnte sie so spurlos verschwinden? Seine Suche führt Luis Archer in die entlegensten Winkel von Paris, in die Arme von zwielichtigen Kleinkriminellen und schließlich sogar in den Weltraum. René Bellettos neuer Roman changiert virtuos zwischen Liebesroman und Thriller, Science Fiction und Film Noir, und gehorcht keinen Gesetzen, am wenigsten den eigenen. »Das Rätsel (wenn es denn eins gibt) wird zu gegebener Zeit gelüftet werden – oder an Verworrenheit gewinnen, das weiß ich noch nicht, und jene Schlichtheit und Klarheit verlieren, die allem Anfang innewohnt und die auch ich ihm gern verleihen würde.« Habt Ihr schon einmal mit dem Gedanken gespielt, eine Weltraumreise zu unternehmen? Die 20 Gewinner werden am 13. August bekannt gegeben und erhalten die Bücher noch vor dem offiziellen Verkaufsstart. Wir freuen uns auf Eure Teilnahme und sind dankbar für jede Rezensionen! Glückauf, Euer Matthes & Seitz Berlin Verlag

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    • 159
  • Gesetzlos

    Gesetzlos

    thenight

    25. September 2013 um 12:38

    Klappentext. Was verbindet ein Leben mit den anderen? Gibt es unter der sichtbaren Oberfläche feinere Zusammenhänge, die einen Menschen mit einem anderen zusammenführen? Mit sprachlicher Brillanz schildert der preisgekrönte französische Romancier René Belletto in Gesetzlos die Geschichte von Luis Archer, einem Musiklehrer, und die von Clara Nomen, einer strahlend schönen Pianistin. Beider Leben ist von Musik geprägt. Doch gleichzeitig ist es auch Erschütterungen ausgesetzt, die sich fortwährend in leisem Vibrieren und immer wieder in Ausbrüchen bemerkbar machen. Wann wird das Schicksal zuschlagen und die beiden Protagonisten zueinander führen? Meine Meinung: Rene Belletto, hat einen Roman geschaffen, in einer Sprache die nicht mehr in unsere Zeit zu passen scheint, er lässt sich Zeit mit den Beschreibungen der Orte und Personen, findet bildhafte und teils blumige Worte um einfache Dinge zu beschreiben. Das ist es leider auch was diesen Roman so schwierig zu Lesen macht, lange Sätze die nicht zeigen worauf er eigentlich hinaus will, hat man sich allerdings an den Schreibstil gewöhnt oder gar mit ihm angefreundet, bekommt man eine wirklich interessante Story geboten, bzw mehrere Stories, der Leser bekommt eine Fülle von Eindrücken aus den verschiedensten Genre, etwas SF, etwas Fantasy, Liebe und ein bisschen Krimi. Zu viel des Guten für meinen persönlichen Geschmack, zu oft musste ich überlegen wer denn nun wer genau ist. Ich konnte mich leider nicht fallen lassen in das Buch.

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  • Ein Traum in einem Traum?

    Gesetzlos

    progue

    25. September 2013 um 09:41

    Gleich vorneweg: Gesetzlos ist keine einfache Lektüre. Wer nach einem Roman sucht, der sich federleicht hinweglesen lässt, der ist hier falsch, obwohl hier eigentlich sämtliche Genres bedient werden, die sich der geneigte Leser vorstellen kann: Thriller, Fantasy, Science Fiction, Gesellschaftsroman. All das wird in diesem Buch vereint und entspricht ihm doch nicht. Worum geht's? Luis Archer stellt sich gleich zu Beginn vor. Luis, der gutaussehende Musiklehrer, der mit Maxime befreundet ist, der unter seltsamen Umständen ums Leben kommt, der sich in die geheimnisvolle Clara verliebt, die unter noch geheimnisvolleren Umständen verschwindet, und nach der er verzweifelt sucht, nicht nur in den Straßen und Gassen von Paris, sondern selbst im Weltraum. Dabei gibt es immer wieder Sprünge in der Zeit und der Erzählperspektive und irgendwann weiß man nicht mehr, ob man tatsächlich dem Erzähler Luis folgt oder ob der überhaupt nicht existiert. Ist denn irgendwas real in dieser Geschichte? Ich denke, den Erzählstil Benedettos kann man mögen, muss man aber nicht. Obwohl er eine Geschichte der heutigen Zeit erzählt, tut er das so verschlungen und sprunghaft, wie es die Romanciers des 19. Jahrhunderts taten - mir kam immer wieder Jules Verne in den Sinn. Während jedoch Jules Verne immer ein Ziel verfolgte, ganz gleich, wie ausschweifend er erzählte, so scheint mir Belletto zu fabulieren um des Fabulierens Willen, und das kann auf Dauer recht nerven. Wer noch nie einen solchen Roman gelesen hat, wird wohl mit diesem Stil weder zurechtkommen noch ihn mögen; er ist verschachtelt, manchmal auch unverständlich, gespickt mit französischen Ausdrücken und Klammern, immer wieder Klammern. Wer sich darauf einlassen kann oder möchte, wird eine Geschichte vorfinden, die keinem Stil, keinem Gesetz folgt, wahrhaftig in jeder Form "Gesetzlos" ist.

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  • Rästelhaft

    Gesetzlos

    Kendra

    24. September 2013 um 11:22

    „Gesetzlos“ von dem französischen Autor René Belletto ist ein etwas anderer und teils gewöhnungsbedürftiger Roman, wie ich empfinde, der jedoch sehr zu überraschen weiß und eine angenehme Leseatmosphäre erschaffen hat , die mir gut gefiel. Ein Buch über die Frage des eigenen „Ichs“ , der Widergeburt und über die große unbekannte Welt des Kosmos. Den meisten Teil des Buches fand ich wirklich sehr gut , doch dann hat sich im letzten Drittel des Buches das Genre der Fantasie hineingeschlichen, das mich dann doch etwas verschreckte^^ Ich habe mich geradezu bildlich auf dem Planeten „Renata“ befunden und dachte mir, wo bin ich hier?  Diesen Teil des Buches fand ich etwas wirr und auch am Ende des Buches prangten einige Fragezeichen in meinem Kopf auf. Am Ende war ich noch ratloser als ich jemals im Buch gewesen war. Konnte man irgendeiner Geschichte aus den Erzählungen von der Hauptperson noch glauben? Und wer war wirklich der Erzähler? Nichts ist mehr sicher und das hat meine geistige Kompetenz sehr in Zweifel gezogen. Entweder ist das Buch einfach nur genial, das ich es nicht verstehen kann, oder es ist etwas übers Ziel hinausgeschossen und der Fantasiegehalt war einfach am Ende etwas zu viel des Guten geworden… Vielleicht hat der Autor aber auch das Rätselraten beabsichtigt? Nichts ist sicher, wie ich bereits erwähnte  Dazu kommt dass die Übersetzerin Nathalie Mälzer einige Denkanstöße und Überlegungen am Ende der Geschichte aufstellt, die mich selber sehr nachdenklich machten. An einige Thesen von ihr hätte ich niemals dran gedacht.:-)  Sehr schön fand ich ihre „Zusammenfassung“ und in meinen Augen ist es wirklich eine gelungene Fast Rezension die sie bereits ablieferte. Am liebsten würde ich dies nur unterschreiben, da sie einige Begriffe so toll beschreibt, dass ich nicht wüsste wie ich dies noch Toppen könnte^^ Da aber einige das Buch nicht haben und den letzten Abschnitt von ihr namens: Erkundungen der Galaxie Belletto nicht lesen können, fasse ich daher noch einmal das Wesentliche (in meinen Augen) zusammen: Luis Archer, von dessen Sicht wir die Dinge seines Lebens geschildert bekommen, erzählt uns einige sehr brisante Dinge , die bei ihm ab und an in geradezu mörderische Situationen enden.  Außerdem erzählt er von seinem besten Freund Maxime, der anscheinend ein Doppelleben führte, wie er selber vielleicht auch? (Man ist sich nie so gewiss^^)  Auch von seiner „Seelengefährtin“ Clara Norman wird geschrieben, zusammen verbindet sie ein rätselhafter Vers , dessen Herkunft fragwürdig ist. Währenddessen wird viel von Luis Leidenschaft zur Musik erzählt, sowie das etwas andere Thema des Weltraums und einem Planeten der Hilfe braucht… Dies alles wird in eine Geschichte verknüpft, die kontinuierlich immer mehr von der Realität abdriftet. Der Erzählstil ist manchmal sehr detailliert und lange Sätze die ineinander verschachtelt sind, ist nichts ungewöhnliches in diesem Buch. Besonders dieses Zitat auf Seite 257 zeigt was ich mit langen Sätze meine: (davon abgesehen finde ich diesen Satz einfach wundervoll und muss daher von mir aufgegriffen werden!!) „Vernichtende Schicksalsschläge, die der Teufel höchstpersönlich inszeniert hatte, stürzten heute auf mich herab, wie nimmersatte Raubvögel, die nicht vin dem Kadaver lassen können, den sie mit ihren hässlichen Schnäbeln zerhacken und verschlingen, und sich nun erneut auf einen Menschen stürzen, der ihnen bereits in der Vergangenheit kulinarische Hochgenüsse bereitet hat, nämlich auf mich.“ Ein Buch das wirklich als speziell eingestuft werden kann, aber meiner Meinung nach einige sehr lesenswerte Passagen hat, die sich auf alle Fälle lohnen. Auch wenn in meinen Augen das Ende nach meinem Empfinden etwas kurios und fragwürdig war.

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  • Geschmackssache

    Gesetzlos

    Birgit-B

    23. September 2013 um 18:37

    In "Gesetzlos" vom französichen Autor René Belletto begegnen wir Luis Archer in der Gestalt des Erzählers und Protagogisten der Geschichte. Als würde er sich Gedanken über sein Leben machen und gleichzeitig uns davon erzählen, schildert er uns seine Geschichte. Gleich auf den ersten Seiten erfahren wir, dass Luis bester Freund Maxime plötzlich gestorben ist und dass Luis fast zeitgleich die Frau seines Lebens kennen gelernt hat. Nun werden verschiedene Schicksale parallel aufgerollt. Personen und ihre Leben werden beschrieben. Es kommt zu fantastischen und übernatürlichen Gegebenheiten, Gedanken über das Leben nach dem Tod und schließlich zu einer Begegnung mit einem nicht irdischen Lebewesen. Im Laufe der Geschichte nähern wir uns immer mehr dem Anfangspunkt an, der gleichzeitig das Ende ist. Was sich vielleicht jetzt schon verwirrend anhört, ist es zum Teil auch. Trotzdem kann man nicht leugnen, dass das Werk alles andere als 08/15 oder banal ist. Die Struktur von "Gesetzlos" ist faszinierend, mehrere Erzählstränge finden zusammen, man springt zwischen Personen und Zeit hin und her, es gibt Zusammenhänge, die über den Tod hinaus gehen. Auch die Sprache bezeichne ich als lobenswert. Sie scheint mir sehr gehoben, auch wenn für mich die häufigen (nicht unbedingt notwendigen) Einfügungen in Klammer und die vielen vielen französichen Begriffe zu viel des Guten waren. Teilweise hatte die Geschichte leider auch ihre Längen (meiner Meinung nach bei zu ausführlichen Beschreibungen und sich oft wiederholenden Handlungen) und war für mich zu skurril (Weltraum-Reise und der anderer Planet, der der Erde so sehr ähnelt), deshalb nur 3 Sterne. Was mir aber besonders in Erinnerung bleiben wird, ist die schöne Idee mit dem Vierzeiler, das fand ich sehr gelungen. Ebenso werde ich auch Irène nicht so schnell vergessen. Sie ist wirklich ein Original und glänzend beschrieben. Leider konnte ich mich mit dem Roman nicht so ganz anfreunden, obwohl er, wie bereits beschrieben, bestimmt seine Stärken hat.

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  • Gesetzlos, schwerelos

    Gesetzlos

    Cattie

    22. September 2013 um 17:55

    Von Anfang an hat mich "Gesetzlos" von René Belletto mitgerissen, weswegen ich schon gleich am Anfang meine 5 Sterne gebe. Kurz zusammengefasst geht es in dem Werk um Luis Archer, Musiklehrer, und Clara Nomen, Musikerin. Sie treffen jedoch erst ganz zum Schluss aufeinandern, dazwischen stehen noch Luis Lebensgeschichte, mehrere Tode, u.a. von Claras Großeltern, ihrer Mutter sowie ihre Entführung. Mir gefällt die erzählende Struktur des Buches. Luis Leben ist teilweise ja sehr ereignisreich, sodass ich oftmals mit ihm mitgefühlt habe. Gleich mehrere enge Bekannte von ihm sterben und er ist in jeden Tod verwickelt. Viele seiner Entscheidungen konnte ich nachvollziehen, nur seine kurze Beziehung zu Iréne bleibt für mich ein Rätsel, da ich mich nicht mit ihr anfreunden konnte, Trotzdem blieb mir Luis durchgehend sympathisch, auch gegenüber Clara, die immer sehr perfekt und korrekt dargestellt wurde, was nicht sonderlich störend war, aber Luis noch liebenswerter macht. Anfangs musste ich mich erst an den Schreibstil gewöhnen, die vielen Erwähnungen in den Klammern störten mich zuerst, aber dann fand ich das alles sehr passend und auch der Lesefluss wurde dadurch, wie ich am Anfang befürchtete, nicht beeinträchtigt. Der Wechsel zwischen den Geschichten von Luis, Clara und auch Axel war ebenfalls gut aufeinander abgestimmt, es war ja auch von Vornerein klar, dass es eine Verbindung zwischen den beiden gibt, was sich auch in Form der 4 Verse durch das komplette Buch gezogen hat. Ich habe zwar nie erwartet, dass die beiden den Verfasser aufdecken, aber gerade das hat mir gefallen. Auch an anderen Stellen, z.b. die Morde, die nicht aufgedeckt werden, fand ich es angemessen. Man muss nicht alles erfahren, denn dann bleibt ja kein Platz mehr für die eigene Fantasie. Etwas durcheinander war ich erst, als der Grund für Claras Entführung klar wurde. Der sterbende Planet und seine Bewohner haben so überhaupt nicht in die Geschichte gepasst. Aber da dieser Teil nur sehr kurz und wenig ausgeschmückt war, sehe ich ihn gar nicht so wirklich in Bezug zum Rest des Buches, eher wie ein kurzer Auflug in eine andere Welt, eine andere Geschichte. So muss Clara ihm wohl auch empfunden haben. Obwohl oder vielleicht gerade weil ich mit klassischer Musik und ihrer Geschichte nicht vertraut bin, hat mich ihre umfangreiche Beschreibung sehr fasziniert. Ebenso die Beschreibung von Paris, die Nennung einzelner Straßen, Geschäfte und Umgebeungen hat alles so natürlich scheinen lassen. Ich bin wirklich beeindruckt von "Gesetzlos" und werde den Namen René Belletto im Hinterkopf behalten.

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