René Borbonus

 3,8 Sterne bei 16 Bewertungen

Lebenslauf

René Borbonus ist Spezialist für Rhetorik und Kommunikation. Topmanager und Politiker lassen sich von ihm ausbilden und auf schwierige Gespräche vorbereiten.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von René Borbonus

Cover des Buches Klarheit (ISBN: 9783430201810)

Klarheit

(2)
Erschienen am 11.09.2015
Cover des Buches »Ich zähle jetzt bis drei!« (ISBN: 9783430210584)

»Ich zähle jetzt bis drei!«

(2)
Erschienen am 27.01.2022
Cover des Buches Relevanz (ISBN: 9783430210058)

Relevanz

(1)
Erschienen am 30.08.2019
Cover des Buches Die Kunst der Präsentation (ISBN: 9783955714956)

Die Kunst der Präsentation

(0)
Erschienen am 24.06.2016
Cover des Buches Klarheit (ISBN: 9783844927764)

Klarheit

(0)
Erschienen am 25.06.2021

Neue Rezensionen zu René Borbonus

Cover des Buches Über die Kunst, ein freundlicher Mensch zu sein (ISBN: 9783430211246)
Leseratte_09s avatar

Rezension zu "Über die Kunst, ein freundlicher Mensch zu sein" von René Borbonus

Leseratte_09
Die Kraft der Freundlichkeit

René Borbonus widmet sich in diesem Buch einem Thema, das aktueller kaum sein könnte: Freundlichkeit. In 95 kurzen Impulsen zeigt er, wie kleine Gesten von Respekt und Wohlwollen unsere Kommunikation und unser Miteinander verändern können. Die Ansätze reichen von praktischen Tipps für den Alltag bis hin zu Gedanken über Wertschätzung und Verbindlichkeit.

Die Unterteilung in 95 kurze Kapitel macht das Lesen leicht und viele der Impulse scheinen leicht umsetzbar.

In der heutigen Zeit voller Ellenbogen, Egoismus und Selbstdarstellung habe ich mir beim Lesen die Frage gestellt, ob man sich mit einer freundlichen Haltung wirklich durchsetzen kann oder – gerade auch als Frau – als das naive Kind gesehen wird, welches zwar Kaffee holen, doch nicht entscheiden darf. Ja, die Gefahr besteht sicher, doch ich möchte daran glauben, dass Freundlichkeit die Welt verändern kann. Das Freundlichkeit nicht naiv, sondern klug ist, Nähe schafft und Menschen Aufmerksamkeit schenkt. Denn man kann sich jeden Tag und jedes Mal aufs Neue entscheiden, wem man mit Freundlichkeit begegnet Und wenn man das eigene kleine Umfeld mit Freundlichkeit aufläd, dann entsteht vielleicht nach und nach etwas Größeres.

Mich hat einmal mehr die rhetorische Kunst von Borbonus begeistert. Dazu hat mich „Die Kunst, ein freundlicher Mensch zu sein“ zum Nachdenken angeregt. René Borbonus erinnert daran, wie viel Kraft in kleinen Gesten steckt – und dass Freundlichkeit nicht Schwäche, sondern Stärke ist. Ein für mich sehr lesenswertes Buch – gerade in der heutigen Zeit.

Cover des Buches Über die Kunst, ein freundlicher Mensch zu sein (ISBN: 9783430211246)
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Rezension zu "Über die Kunst, ein freundlicher Mensch zu sein" von René Borbonus

Seitenmusik
Gut gemeint, aber nicht immer gut gemacht

Freundlichkeit ist eine wertvolle, aber oft unterschätzte Fähigkeit – genau diesem Thema widmet sich René Borbonus in seinem Buch „Über die Kunst, ein freundlicher Mensch zu sein“. Er stellt 95 Ansätze vor, um Respekt, Wohlwollen und Zuneigung in die Welt zu tragen. Der Autor ist einer der führenden Kommunikationstrainer im deutschsprachigen Raum und begleitet seit vielen Jahren Führungskräfte und Unternehmer auf dem Weg zu einer wirkungsvollen Rhetorik. Seine Expertise im Bereich Kommunikation fließt in das Buch ein, das praktische Tipps und wissenschaftliche Erkenntnisse kombiniert.

Worum geht's genau?

Das Buch stellt 95 Ansätze vor, wie man durch kleine Gesten des Respekts und der Zuneigung zu einer positiven zwischenmenschlichen Atmosphäre beitragen kann. Dabei geht es um Themen wie Wertschätzung, Dankbarkeit, Verbindlichkeit in der Kommunikation und das Vermeiden von Reizwörtern, um Konflikte zu entschärfen. Der Autor betont die Bedeutung von Offenheit für andere Meinungen, gibt Impulse für eine respektvolle Gesprächsführung und verweist auf psychologische Effekte wie den Benjamin-Franklin-Effekt. Er greift zudem Konzepte wie das japanische „Kintsugi“ als Metapher für den Wert von Beziehungen auf.

Meine Meinung

Bereits beim ersten Blick auf das Buch fällt ein kurioser Fehler auf: Während mein Buchcover von „99 einfachen Wegen“ spricht, reduziert sich die Anzahl der Tipps im Inhaltsverzeichnis plötzlich auf 95. Das mag zwar eine Lappalie sein, doch es wirft Fragen zur Sorgfalt der Endkontrolle auf. Auch die Einleitung ist mit nur drei Seiten äußerst knapp gehalten. Dadurch bleibt unklar, welche Qualifikationen der Autor für dieses Thema mitbringt – gerade in einem Sachbuch wäre es hilfreich gewesen, gleich zu Beginn mehr über seinen fachlichen Hintergrund zu erfahren.

Ein interessantes Thema, das Borbonus früh aufgreift, ist das Gendern. Er versucht, einen Mittelweg zu finden, indem er mal in männlicher, mal in weiblicher Form schreibt. Allerdings ist das keine inklusive Lösung, da so nicht-binäre Menschen außen vor bleiben. Zudem kann diese uneinheitliche Schreibweise beim Lesen irritieren.

Inhaltlich bietet das Buch einige wertvolle Denkanstöße. So betont Borbonus die Bedeutung von Dankbarkeit und schlägt das Führen eines Dankbarkeitstagebuchs vor – eine Methode, die nachweislich das Wohlbefinden steigern kann wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Auch Aspekte wie Verbindlichkeit in der Kommunikation oder die Macht spontaner Freundlichkeit („Random Acts of Kindness“) werden herausgearbeitet. Neu war für mich bspw. der „Benjamin-Franklin-Effekt“, der besagt, dass Menschen jemanden mehr mögen, nachdem sie ihm einen Gefallen getan haben.

Allerdings bleibt vieles nur an der Oberfläche. Die Kapitel sind meist nur eine oder anderthalb Seiten lang, sodass viele Aspekte eher angerissen als ausführlich behandelt werden. Gerade komplexe Themen wie Wertschätzung am Arbeitsplatz oder die Rolle von Kommunikation in Konfliktsituationen hätten eine tiefere Auseinandersetzung verdient. In dem Sinne hätte ich das Buch vlt. auf weniger Ansätze beschränkt, diese dafür umso genauer betrachtet.

Stilistisch ist das Buch leicht verständlich geschrieben, was den Zugang erleichtert. Doch es gibt auch problematische Stellen. Zum Beispiel verwendet der Autor Begriffe wie das N-Wort oder das Z-Wort ausgeschrieben, was unnötig und unangemessen ist. Ebenso spricht er von „Überfremdungsängsten“, was eine Rhetorik bedient, die oft in rechten Diskursen zu finden ist. Auch wenn seine Intention eine andere sein mag, wäre hier eine sensiblere Wortwahl angebracht.

Die Auswahl der Beispiele ist teilweise einseitig. So nennt Borbonus im Kapitel über Vorbilder ausschließlich Männer, was in einem Buch, das den Anspruch hat ein breites Publikum anzusprechen eine verpasste Chance ist. Zudem greift er an manchen Stellen auf längst bekannte psychologische Konzepte zurück, ohne viel Neues hinzuzufügen.

Visuell hätte das Buch ebenfalls mehr bieten können. Die Illustrationen sind spärlich und oft nur kleine Akzente, anstatt wirklich unterstützend zu wirken. Große, ansprechende Zitate oder Bilder hätten das Leseerlebnis auflockern können.

Fazit

Das Buch bietet einige wertvolle Impulse und erinnert daran, wie wichtig Freundlichkeit im Alltag ist. Es ist leicht zugänglich und gut lesbar, kratzt jedoch oft nur an der Oberfläche. Problematische Begriffe und eine teils fragwürdige Wortwahl trüben den positiven Eindruck. Wer sich bereits mit Kommunikation und sozialer Interaktion beschäftigt hat, wird hier wenig Neues finden. Daher vergebe ich 2,5 von 5 Sternen.

Cover des Buches »Ich zähle jetzt bis drei!« (ISBN: 9783430210584)
Sternenstaubs avatar

Rezension zu "»Ich zähle jetzt bis drei!«" von René Borbonus

Sternenstaub
Etwas kürzer wäre schön gewesen.

Mittlerweile lese ich ja auch ganz gerne Sachbücher, allerdings gefiel mir dieses Buch nicht so ganz. Es war für mich etwas zu ausschweifend, allerdings fachlich verständlich vermittelt. Die Situationen, aber auch Verhaltensweisen kennt wohl jedes Elternteil. Der Autor René Borbonus ist sowohl Vater als auch Kommunikationstrainer. Vermutlich gefiele mir eine Livepräsentation wesentlich besser, da es dann auch anders rüberkommt. Das vorliegende Werk hätte mich mit etwas mehr Absätzen & Kürze schneller & besser abgeholt. Vieles ist einem Menschen, wenn er genauer drüber nachdenkt oder auch instinktiv bewusst, so auch die Kommunikation mit Kindern. Wertschätzend, verständlich, aber auch konsequent. Natürlich gibt es in dem Buch auch einiges an rhetorischen Repertoire, was ich als informativ & interessant empfand.

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