wenn man von den Überlebenskämpfe der Kids in den Slums liest, über Verschleppungen bis hin zu Säuberungsaktionen, um Großstädte für den Tourismus in einem rechten Licht erscheinen zu lassen. Sehr intensiv, schockierend und schonungslos wird die Geschichte der beiden Brüder Felipe und Leon erzählt, die leider ungewollt in dieses Leben auf der Straße hineingeraten und getrennt werden, als auch der lange Weg von Leon, welcher geprägt ist von körperlicher sexueller Gewalt und Demütigungen, seinen geliebten Bruder in Deutschland wiederzufinden. Auch hier wurde ein Thema aufgegriffen was in Deutschland leider existiert und doch gern tot geschwiegen wird. Seit langem wieder mal ein Buch was mich zu tiefst erschüttert und gleichzeitig sehr berührt hat und welches ich gern an Leser weiterempfehle, die nicht so zart besaitet sind.
Einen Kritikpunkt möchte ich jedoch anbringen über den ich sonst großzügig bei Autoren, welche Ihre Geschichten in Eigenregie auf den Markt bringen, hinwegsehe. Hier sollten nochmals Rechtschreibfehler und verdrehte Worte korrigiert werden, denn leider hat dies doch ein paarmal den Lesefluss beeinträchtigt.
dieses Buch ist keine leichte Kost…

