Liebe unter Fischen

von René Freund 
4,0 Sterne bei120 Bewertungen
Liebe unter Fischen
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (91):
miro76s avatar

Dieses Debüt sollte man wohl als erstes lesen, denn es kann mit den Nachfolgern nicht ganz mithalten. Trotzdem eine schöne Geschichte.

Kritisch (11):
Arizonas avatar

ganz unterhaltsam und amüsant, aber mehr auch nicht...

Alle 120 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Liebe unter Fischen"

Fred Firneis, Lyriker mit sensationellen Auflagen, leidet nach langen alkoholdurchtränkten Jahren an der Literaturfront an einem Burnout. Verlegerin Susanne Beckmann, die ihr Zugpferd in seiner Wohnung in Berlin-Kreuzberg aufspürt, schickt Firneis in eine Holzhütte in den österreichischen Alpen. In Grünbach am See gibt es weder Strom noch Handyempfang, und mit Hilfe des Revierförsters August und dessen klarer Weltsicht kommt Fred langsam wieder zu Kräften. Doch dann taucht Mara auf, eine junge Biologin aus der Slowakei, die ihre Doktorarbeit über einen spannenden kleinen Schwarmfisch namens Elritze schreibt. Bald interessiert sich Fred für sämtliche Details aus Biologie und Verhaltensforschung - und für Mara. Er beginnt wieder zu dichten, und alles entwickelt sich ganz prächtig, bis die idylle plötzlich von düsteren Wolken getrübt wird: Mara ist verschwunden ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442479948
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:208 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:19.01.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 28.01.2013 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne35
  • 4 Sterne56
  • 3 Sterne18
  • 2 Sterne10
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    gaby2707s avatar
    gaby2707vor 6 Monaten
    Zurück ins Leben

    "Je weniger die Dinge um mich werden, umso mehr werde ich"


    Alfred Firneis hat mit 2 Lyrik-Büchern den Nerv der Zeit getroffen und damit seiner Verlegerin Susanne Beckmann eine gesicherte Existenz beschert. Nun geht es dem Verlag nicht so gut und Firneis soll nachlegen. Der aber verlottert so langsam in seiner Kreuzberger Wohnung. Nach einem physischen und psychischen Zusammenbruch will aus dem Kerker seiner schlechten Gewohnheiten – saufen, zweifeln, fürchten, verzweifeln – ausbrechen und macht sich auf den Weg zu einer aus Lärchenholz gebauten Hütte in Grünbach am Elbsee in Österreich. Hier trifft er auf die Limnologin Mara, die ihm erklärt, wie die Elritzen Liebe machen - und ist ganz hin und weg.


    Obwohl er sich als Ekel und irgendwie unnahbar gibt, war mir Alfred "Fred" Firneis von Angang an recht sympathisch. Schon seine Ansage auf dem Anrufbeantworter "Bitte hinterlassen sie keine Nachricht: Ich rufe nicht zurück" finde ich witzig und hat mich für ihn eingenommen. Ich würde jetzt gerne neben ihm und dem jungen Revierförster August mit Lederhose und Nixentatoo, den ich auch sehr mag, vielleicht weil er das genau Gegegenteil zu Fred ist, auf der kleinen Bank vor der Hütte am See sitzen und mir seine Lebensweisheiten anhören. Ich finde es rührend, wie sich Fred ohne Elektrizität und warmes Wasser versucht in der Einsamkeit einzurichtren. Freds Verlegerin Susanne kommt mir sehr egoistisch, nur auf sich und den Verlag bedacht und manipulativ vor. Mara dagegen halte ich für etwas naiv, sie lässt sich manipulieren, merkt aber noch gerade rechtzeitig, was ihr wichtig ist.


    Die Geschichte ist nach Tagen aufgeteilt, und enthält anfangs auf der Hütte meist Briefen, zuerst nur von Fred an Susanne, bis sie dann auch antwortet. Gerade die Briefe lassen noch vielmehr als die vorhergehenden und die folgenden Gespräche tief in Freds Seele blicken. Hier und da schien mir die Handlung etwas verworren, fügt sich aber zum Schluss hin zu einem kompletten Ganzen zusammen.

    Der Schreib- und Erzählstil ist leicht und flüssig und ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Der Bucheinband weist auf Daniel Glattauers "Gut gegen Nordwind" hin, das ich auch gelesen habe. Mir persönlich hat "Liebe unter Fischen" noch einen Tick besser gefallen.


    Ich habe gute Unterhaltung mit nicht alltäglichen Charaktären bekommen.

    Kommentare: 1
    39
    Teilen
    L
    Lesebegeistertevor 8 Monaten
    ...ein Tipp von mir...

    Fred, Lyriker mit großer Fangemeinde leidet an einer Schreibblockade. Seine Verlegerin Susanne schickt ihn deshalb in eine Holzhütte nach Österreich. Kein Storm, kein Handyempfang, kein fließend Wasser! Nur ein Förster namens August und eine junge Biologin aus der Slowakei… Habe bei diesem Buch sehr viel gelacht. Eine warmherzige Liebesgeschichte. Viel zu schnell war das Buch zu Ende! Tolles Debüt!!!


    Kommentieren0
    2
    Teilen
    L
    Lesebegeistertevor einem Jahr
    ... netter Lesestoff....

    Fred ist Lyriker mit einer riesigen Fangemeinde, hat aber leider eine Schreibblockade. Seine Verlegerin Susanne schickt ihn deshalb nach Österreich auf eine Holzhütte. Kein Strom und kein Handyempfang. Nur ein Förster und eine junge Biologin aus der Slowakei….
    Habe dieses Buch verschlungen. Es ist total witzig. Ein herrliches Buch.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    j125s avatar
    j125vor 2 Jahren
    Tolle Geschichte

    Inhalt:
    Der Lyriker Alfred Firneis steckt in einer tiefen Schreibkrise. Allerdings kann er nicht nur nicht mehr schreiben, sondern igelt sich auch in seiner Wohnung ein und wird von Panikattacken heimgesucht. Seine Verlegerin Susanne Beckmann, die dringend auf ein neues Buch von ihm wartet, überredet ihn dazu, in der Jagdhütte ihres Vaters zur Ruhe zu kommen. Ohne Strom, Nachbarn und Handyempfang ist dies ein guter Ort, um sich wieder dem Schreiben zu widmen. Dann taucht auch noch Mara auf, Fischforscherin aus der Slowakei, mit niedlichem Sprachfehler und macht die Zeit in der Hütte zu etwas besonderem.

    Meine Meinung:

    Schon lang stand das Buch auf meiner Wunschliste und ich bin sehr froh, es als Mängelexemplar entdeckt zu haben. Ich glaube, ich bin vor Jahren mal in einer Radiosendung auf das Buch aufmerksam geworden und es klang wirklich lustig.

    Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht, da man gleich mit Alfreds Charakter konfrontiert wird. "Anrufbeantworter von Alfred Firneis. Bitte hinterlassen Sie keine Nachricht. Ich rufe nicht zurück." (René Freund: Liebe unter Fischen, S.5)
    In diesem Ton geht es die ganze Zeit weiter, was wirklich unterhaltsam ist.
    ""Schön", dachte Fred kurz. Doch eigentlich hatte er beschlossen, missmutig zu sein, also schlug er sich mit den flachen Händen den Staub aus der Kleidung und sagte laut: "Scheiße."" (René Freund: Liebe unter Fischen, S.39)

    Etwa nach der Hälfte wird das Buch weniger humorvoll, aber dafür ernster. Der leichte Ton wird beibehalten, sodass es nicht zu ernst wird, aber im Vergleich zu vorher wird deutlich, dass es um ein wesentliches Thema geht.
    Zu diesem Zeitpunkt nimmt das Buch eine Wendung, mit der ich gar nicht gerechnet habe. Das ist natürlich ein großer Pluspunkt. Die Leichtigkeit und den Humor habe ich allerdings doch ein bisschen vermisst.

    Das Ende hat mir gut gefallen, auch wenn es alles ein bisschen schnell ging und nochmal einiges passiert ist.

    Fazit:

    Ein super Buch für den Frühling. Leicht, lustig, herzerwärmend, nachdenklich stimmend, poetisch. Kann ich gern empfehlen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    RedSpices avatar
    RedSpicevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Lest sich in einem Rutsch:)
    Gibt es Liebe unter Fischen?

    Alfred / Fred Firneis ist Dichter und noch dazu ein sehr erfolgreicher und das will in der heutigen Zeit schon etwas heißen. Doch er ist mittlerweile kurz vorm Burnout und verlässt seine Wohnung nicht mehr. Seine Verlegerin wartet auf einen neuen Gedichtband von ihm, doch er streubt sich etwas zu schreiben. Schließlich schickt sie ihn auf eine einsame Hütte in den Bergen von Österreich direkt am Elbsee. Dort lernt er mit sich alleine zu Recht zu kommen und seine Probleme anzugehen. Eines Tages kommt es zu einer scheinbar schicksalhaften Begegnung mit Mara, einer Fischforschin aus der Slowakei. Doch ist sie wirklich die, für die sie sich ausgibt und kann es ein Happy End für den Dichter geben?


    Herrlich amüsant und locker, leicht zu lesen. Will man nicht weglegen und lest man in einem Rutsch.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    E
    eleisouvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine heitere Liebesgeschichte
    Nach dem Tief geht es bergauf

    Lyriker Fred Firneis hat einen Burnout und scheint mit seinem Leben abgeschlossen zu haben. Er hat sich in seiner Wohnung in Kreuzberg verkrochen und reagiert nicht auf die Kontaktversuche seiner Verlegerin. Als sie ihn schließlich besucht, findet sie ihn in einer voellig verdreckten Wohnung vor. Sie schickt ihm eine Putzfrau, und besucht ihn danach wieder. Er aber leidet unter Herzrasen und sie liefert ihn ein. Er soll anschliessend Psychotherapie, Meditation oder Urlaub machen. Er entscheidet sich fuer letzeres und seine Verlegerin stellt ihm eine idyllische Berghütte in Österreich zur Verfügung. Sie gehört ihrem gerade verstorbenen Vater. Unter Leben ohne Strom und Komfort taucht Mara auf, eine Binnengewässerforscherin, die die Elritzen, das Liebesleben dieser Fische, im kleinen Elbsee für ihre Doktorarbeit untersucht. Fred verliebt sich in sie und kann plötzlich auch wieder dichten. Aber dann ist Mara plötzlich wieder entschwunden ...Fred macht sich auf die Suche… 

    Dieses Buch ist besonders empfehlenswert für einen Entspannungsnachmittag und garantiert ein Lesevergnuegen ohne Schwierigkeiten und mit Spannung. 
    Es hat mir sehr gefallen.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Themistokeless avatar
    Themistokelesvor 3 Jahren
    Liebe unter Fischen

    Was ich gar nicht verstehen kann, ist der Vergleich zu Glattauer, der direkt auf dem Cover gezogen wird, denn irgendwie konnte ich für mich da gar keine Verbindung ziehen. Das kann zwar auch damit zusammenhängen, dass ich von Glattauer bisher nur einen Roman kenne, aber irgendwie kam mir da, allein schon vom Stil des Romans gar nichts ähnlich vor. Und das ist auch gut so!

    Ich muss sogar sagen, dass ich im Vergleich diesem Buch hier immer den Vorzug geben würde, da ich es einfach klasse fand. Allein der Charakter Alfred, Fred, Firneis ist so genial gelungen, dass mir das Buch einfach Spaß machen musste. Irgendwie kann man einfach seinen Charakter und seine Persönlichkeit fassen und hat auch das Gefühl, dass man da einen echten Menschen vor sich hat und nicht nur eine platte Pappfigur, die mit ein wenig Leben gefüllt wurde, um die Geschichte irgendwie voran zu treiben. Gleichzeitig ist er aber von seiner ganzen Art her so ein Sonderling, was man vielleicht als Lyrikautor auch sein muss, dass er doch auch so anders wirkt, dass er einem Spaß macht beim Lesen, weil er dadurch einfach als Mensch interessant wird.

    Zudem ist es auch einfach mal eine ganz andere Liebesgeschichte, da sie so ungeplant wirkt, weil halt eigentlich alles etwas anders laufen sollte und auch allein schon der Schauplatz des Ganzen ist ja doch, wie auch Fred selbst, irgendwie was besonderes und spezielles ist. Mir auf jeden Fall hat das Setting mitten im Wald, so vollkommen abgeschieden von der normalen Zivilisation verdammt gut gefallen. Besonders auch hier wieder auch, durch solche Charaktere, wie der Förster August, der nicht immer so ganz dem entspricht, wie man sich einen Förster vorstellt und so manch genialen Spruch macht.

    Ingesamt lebt der Roman einfach davon, dass es diese eher etwas anderen Charaktere gibt, die mir aber durchweg sehr gefallen haben, auch wenn ich die Herrn interessanter fand, als Maya, die Fred den Kopf verdreht. Ansonsten ist es wohl eher ein leichter und lockerer Roman mit aber durchaus sehr schönen Beschreibungen, der einfach irgendwie Spaß macht und den man auch super zum Entspannen und treiben lassen lesen und bei dem man auch gut mal lachen kann. Denn allein so manches Sprüchlein, so manche Situationskomik und auch der Sprachwitz im Allgemeinen sorgen für so machen Schmunzler.

    Von daher kann ich den Roman nur jedem empfehlen, der eine lockere Unterhaltung mit etwas spezielleren Charakteren und einem angenehm lesbaren Schriebstil zu schätzen weiß.

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    martina400s avatar
    martina400vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine kurzweilige, humorvolle Liebesgeschichte, die die Alltagssorgen vertreibt.
    Liebe unter Fischen

    "Ich bin mir sicher, dass ich Sie langweile, aber ich kann Ihnen versichern: Mir ist nicht langweilig. Der Stille zu lauschen, das ist das größte Erlebnis, das wir Menschen uns vorstellen können.Glauben Sie mir. Sie müssen das einmal versuchen!"  S. 61

    Inhalt:
    Der Lyriker Fred Firneis steht unter Druck. Seine Werke gehen weg wie warme Semmeln und neue Gedichte werden verlangt. Jedoch leidet Fred wegen seiner verlassenen Freundin, vielem Alkohol und Einsamkeit an einem Burnout. So verbannt ihn seine Verlegerin in eine ruhig Holzhütte in den österreichischen Bergen fernab von jeglicher Kommunikation. Fred entdeckt in dieser Abgeschiedenheit wieder die Freuden des Lebens. Plötzlich taucht noch die Fisch-Forscherin Mara auf und verschwindet auch so unscheinbar wieder. Nun stellt sich die Frage: Wer erforscht hier eigentlich welchen Fisch?

    Cover:
    Das Cover gefällt mir gut, denn es ist sehr unaufregend und nüchtern. Einfach nur die Wasseroberfläche mit dem Schwimmer und dem Titel spricht mehr an als viele Details und Besonderheiten. Weniger ist mehr.

    Meine persönliche Meinung:
    Diese kurze Lektüre ist ungemein erleichternd. Fred vergeht im Selbstmitleid und driftet immer weiter in seine Depression hinein. Dieser eigentlich tragische Umstand ist so witzig geschrieben, dass man nicht anders kann als zu lachen. Der Humor ist sehr spritzig. Zudem gelingt es dem Autor auch noch einen gefühlvollen Roman zu schreiben, wo man mitfiebert und mit Fred leidet, lebt und liebt.

    Fazit:
    Eine kurzweilige, humorvolle Liebesgeschichte, die die Alltagssorgen vertreibt.

    Kommentieren0
    39
    Teilen
    marcelloDs avatar
    marcelloDvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Kurzweilige Unterhaltung, deren Ende das Gesamtbild trübt.
    Vorne hui, hinten pfui!

    „Liebe unter Fischen“ handelt von Alfred Firneis. Der gebürtige Österreicher feierte bereits in Berlin mit zwei Gedichtbänden Erfolge. Nun ist er aber an einem Tiefpunkt angelangt. Fred hat Angst vor die Tür zu gehen, er trinkt den lieben langen Alkohol und für seine eigenen Werke hat er nur noch Kritik übrig. Seine Verlegerin Susanne Beckmann kann dies nicht mehr mit Ansehen, zumal der Erfolg ihres Verlages von einem weiteren Bestsellers Firneis’ abhängig ist. Also verfrachtet sie ihren Schützling kurzerhand mit der Diagnose „Burnout“ nach Österreich auf eine einsame Hütte. Dort findet er tatsächlich wieder zu sich selbst und zu vielem anderen…

    Bis zur Hälfte des Romanes war ich sehr angetan. Fred Firneis war trotz seiner Macken sehr sympathisch und vor allem wurde er auch so dargestellt, dass man schnell mit ihm mit empfinden konnte. Die Story an sich war auch vielversprechend. Ein Mann am Tiefpunkt seines Lebens geht in die Einsamkeit, um als neuer Mensch mit Hoffnung zurückzukehren. Hinzu kam der abwechslungsreiche Erzählstil. Mal personaler Erzählstil, mal Austausch anhand von Briefen, mal Mails, mal Sms, mal Ansagen auf dem Anrufbeantworter. Da man nie wusste, was einen auf der nächsten Seite für ein Erzählstil erwarten würde, gab dies zusätzlich Spannung.
    Ganz besonders hat mir auch gefallen, wie charmant und beiläufig witzig dieser Roman war, zumindest Schmunzeln konnte man bei „Liebe unter Fischen“ permanent. Besonders in seinen Briefen an seine Verlegerin Susanne wurde dies deutlich. Hinzu kam, dass diese Briefe mal wieder bestätigten, dass man in schriftlicher Form am ehrlichsten ist und so war der Prozess von Fred wunderbar zu erkennen. Der zweite sehr gelungene Aspekt war dann, wie mit dem Gegensatz Stadt-Land umgegangen wurde. Ein beliebtes Thema, das auch nie langweilig wird. So traf ein völlig fertiger Fred mit den Eindrücken der Großstadt auf die Einfachheit der Leute im österreichischen Hochland. Statt dadurch Konfliktpotenzial hervorzubeschwören, wurde dieser Gegensatz dazu genutzt Fred wieder zu „heilen“.
    Die zweite Hälfte dann war nicht grottenschlecht, aber sie konnte nicht wirklich mit der ersten mithalten und somit endete der Roman dann etwas ernüchternd. Der ganze Plot wirkte am Ende einfach zu sehr konzentriert und ich hatte das Gefühl, dass es am Ende unbedingt für alle ein Happyend geben muss. Dies war auch der Grund, warum ich die permanenten Perspektivwechsel gegen Ende nicht als spannungssteigerndes Element empfunden habe, sondern einfach nur vorhersehbar. Und gerade weil es so vorhersehbar war kam das offene Ende dann wiederum sehr unerwartet. Dies spricht aber ebenfalls dafür, dass es dem Autor, René Freund, nicht gelungen ist einen Stil und vor allem einen Stil auf einem ähnlich hohen Niveau beizubehalten.

    Mein Fazit ist also, dass „Liebe unter Fischen“ gut für eine kurzweilige Lektüre geeignet ist. Die Handlung ist nicht kompliziert, sie lässt sich einfach lesen und dadurch ist man auch schnell mit Leser fertig. Inhaltlich weist der Roman ab der zweiten Hälfte einige Mängel auf, die das Gesamtbild dann doch stören. Wer also einfach nur gut unterhalten werden will, ist hiermit sicherlich gut bedient, wer aber auch inhaltlich eine nachvollziehende Storyline mit Tiefgang geboten haben möchte, sollte sich lieber anderweitig umsehen. Somit vergebe ich drei Sterne.

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    uli123s avatar
    uli123vor 3 Jahren
    Lyrik, Land und Liebe

    Um ihren Verlag vor dem Konkurs zu bewahren, besinnt sich die Verlegerin Susanne Beckmann ihres früheren Zugpferdes, des erfolgreichen Lyrikers Fred Firneis. Leider ist dieser aufgrund von Alkoholexzessen und Burnouts unproduktiv. Susanne schickt ihn kurzerhand zur Erholung in ihre Holzhütte mit Seelage in Österreich und zieht weitere Fäden im Hintergrund. Firneis wird langsam wieder er selbst und beginnt tatsächlich zu schreiben, nachdem er die vermeintliche Biologin Mara, die am See Fische erforscht, kennen und lieben lernt. Doch meint sie es ehrlich mit ihm?

     

    Ein schon in formeller Hinsicht recht interessanter Roman. Chronologisch ist er nach Tagen geordnet und setzt sich aus wechselseitigen E-Mails, Telefonaten, Briefen, Gesprächen der verschiedenen Romanfiguren zusammen. Zwischendurch ist Erzählung enthalten. Dennoch verliert die Geschichte nie an ihrer logischen Ordnung. Zutreffend weist der Bucheinband auf Glattauers E-Mail-Roman „Gut gegen Nordwind“ hin, an den er ein wenig erinnert. Inhaltlich handelt es sich um eine nette Liebesgeschichte. Es gibt viele amüsante Passagen und genauso viele tiefsinnige Lebensweisheiten.

    Mich hat das Buch gut unterhalten.

    Kommentieren0
    1
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    Daniliesings avatar
    Bei mir bahnt sich gerade eine kleine Leseflaute an, nachdem ich in den letzten Wochen eigentlich recht viel gelesen habe. Deshalb würde ich gern mal etwas ausprobieren - es wäre ganz toll, wenn der erste, der das hier liest (wirklich nur der erste) ein Buch von meinen noch ungelesenen Büchern nennt, das er ganz toll fand. Das möchte ich dann direkt als nächstes lesen. Ich möchte erstmal wirklich nur eine Empfehlung, denn wenn es ganz viele werden, kommt wieder das Problem, dass ich mich nicht entscheiden kann ;-) Vielleicht kennt das der ein oder andere von euch. Sollte es ein Buch sein, das ich z.B. gerade verliehen habe, sage ich noch mal Bescheid.

    So, jetzt bin ich echt gespannt, wer zuerst einen Buchtipp hat und wie mir das Buch dann gefällt. Ich berichte dann hier. Sollte es gut klappen, frage ich danach hier vielleicht wieder nach einem Tipp.

    Meine ungelesenen Bücher findet ihr übrigens hier:
    http://www.lovelybooks.de/bibliothek/Daniliesing/ungelesen/

    Bisher gelesen:

    1. Der Schatten des Windes (empfohlen von SueMei) - 3 Sterne
    2. Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (empfohlen von Mone80) - 3 Sterne
    3. Deine Seele in mir (empfohlen von LeseJulia) - 4 Sterne
    4. Saeculum (empfohlen von Annilane) - 5 Sterne
    5. The Homelanders - Stunde Null (empfohlen von Buchrättin) - 3 Sterne
    6. Zirkel von Sara B. Elfgren (empfohlen von Annilane) - 4 Sterne
    7. Davon, frei zu sein von Meg Rosoff (empfohlen von fireez) - 4 Sterne
    8. Liebe unter Fischen von René Freund (empfohlen von britta70) - 4 Sterne
    9. Elefanten sieht man nicht von Susan Kreller (empfohlen von Madam Swann) - 5 Sterne

    Ich lese gerade:

    Zum Thema
    ReneFreunds avatar
    Ich lade euch ein, an einer Leserunde zu meinem Roman "Liebe unter Fischen" teilzunehmen. Ich glaube, das Buch passt ganz gut zur Jahreszeit, denn die Handlung spielt  im Sommer, zwischen Berlin und den österreichischen Alpen.
    Dazu auch meine Frage an euch: Könnt ihr euch vorstellen, für drei Wochen in einer Almhütte ohne Warmwasser, ohne Strom und ohne Mobilfunkempfang zu wohnen?
    Ich freue mich auch eure Antworten!
    ReneFreunds avatar
    Letzter Beitrag von  ReneFreundvor 5 Jahren
    Zur Leserunde
    Daniliesings avatar
    Heute möchte ich euch einladen, eine herrlich komische Liebesgeschichte kennen zu lernen. Im Deuticke Verlag ist gerade der wunderbare Roman "Liebe unter Fischen" von René Freund erschienen und ihr habt in dieser Woche die Chance eins von 10 Exemplaren zu gewinnen. Für alle, die Bücher über Menschen aus der Literaturbranche gepaart mit einer Prise Romantik lieben, ist das Buch perfekt!

    Mehr zum Inhalt:
    Fred Firneis, Lyriker mit Sensationsauflagen, leidet nach langen alkoholdurchtränkten Jahren an einem Burnout. Seine Verlegerin, die ihn in seiner Berliner Wohnung aufspürt, schickt ihn in eine Holzhütte in die Alpen nach Österreich. In Grünbach am See gibt es weder Strom noch Handyempfang, und Firneis kommt wieder zu Kräften. Doch dann taucht Mara auf, eine junge Biologin aus der Slowakei, die ihre Doktorarbeit über die Elritze schreibt, einen spannenden kleinen Schwarmfisch. Bald interessiert sich Fred für sämtliche Details von Biologie, Verhaltensforschung - und Mara, die jedoch plötzlich verschwindet …

    --> Leseprobe

    Bis zum 03. Februar 2013 habt ihr nun Zeit, um eine kleine Frage zu beantworten und so mit etwas Glück eines der Bücher zu gewinnen. Lasst euch diesen ganz besonderen und humorvollen Roman nicht entgehen!

    Im Buch verlieben sich die Hauptfiguren in den österreichischen Alpen - welche Orte könnt ihr euch besonders schön vorstellen, um sich dort zu verlieben?
    Zum Thema

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks