René Martens

 3,7 Sterne bei 7 Bewertungen

Lebenslauf

René Martens ist Autor u. a. für die taz und den MDR. Er arbeitet regelmäßig in der Grimme-Preis-Nominierungskommission Information & Kultur mit und wurde ausgezeichnet mit dem Bert-Donnepp-Preis für Medienpublizistik (2012, gemeinsam mit dem Team der Medienkolumne „Altpapier“). Er hat bereits verschiedene Bücher über den FC St. Pauli veröffentlicht.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von René Martens

Cover des Buches Wunder gibt es immer wieder (ISBN: 9783895336737)

Wunder gibt es immer wieder

(2)
Erschienen am 01.09.2009
Cover des Buches Scheiss-Fussball! (ISBN: 9783821848655)

Scheiss-Fussball!

(1)
Erschienen am 01.09.2003
Cover des Buches Niemand siegt am Millerntor (ISBN: 9783895336003)

Niemand siegt am Millerntor

(1)
Erschienen am 18.08.2008
Cover des Buches FC St.Pauli (ISBN: 9783837525960)

FC St.Pauli

(0)
Erschienen am 04.09.2023

Neue Rezensionen zu René Martens

Cover des Buches Wunder gibt es immer wieder (ISBN: 9783895336737)
BRB-Jörgs avatar

Rezension zu "Wunder gibt es immer wieder" von René Martens

BRB-Jörg
Rezension zu "Wunder gibt es immer wieder" von René Martens

„Nach Auflösung der DDR spielten zur Saison 1991/92 ostdeutsche Teams in der Bundesliga mit, auch in der Zweiten, in der sich nun St. Pauli wieder tummelte. Gleich die erste Begegnung mit einem der neuen Klubs wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis. Stahl Brandenburg hieß der Gegner, der mittlerweile in der Versenkung verschwunden ist. St.-Pauli-Fans, die trotzig davon ausgingen, dass weiterhin zwei Deutschlands existierten, sahen die Reise als ersten Trip zu einem UEFA-Cupspiel. Und immerhin: „Staaahl-Feu-er!“, die stoische Anfeuerung der Brandenburger, wirkte wie ein Ruf aus einer anderen Welt. Das Spiel war das Grauen schlechthin. St. Pauli verlor 0:4, und auch ein 0:7 wäre noch gerecht gewesen – wohlgemerkt gegen einen Klub, der nur acht seiner 32 Saisonspiele gewann und folgerichtig abstieg. Lange Zeit galt die Partie in Brandenburg als Symbol für desaströse Niederlagen, und so fanden sich bei Auswärtsspielen gelegentlich zwei, drei Fans, die ironisch „Staaahl-Feu-er!“ riefen, wenn sich mal wieder eine Katastrophe anbahnte.“

Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich Fan von Stahl Brandenburg bin. In dieser Eigenschaft gebe ich das Fanmagazin "Edelstahl" heraus, in dem diese Rezension auch schon leicht verändert veröffentlicht wurde. Dies oben ist natürlich meine Lieblingsstelle. Doch wie so ziemlich jedes Vereinsbuch aus dem Werkstatt-Verlag kann dieser Schmöker auch ansonsten bedenkenlos empfohlen werden. Vom Beginn der St. Paulianer Fußballgeschichte vor fast 150 Jahren bis in die NS-Zeit und die Entstehung des heutigen „Mythos St. Pauli“ liest man sich durch unterhaltsam geschriebene etwa 300 Seiten, bevor es in den nicht minder interessanten Anhang geht, welcher am Ende von Spielerportraits und Statistiken abgerundet wird. Zum bevorstehenden 100. Jubiläum des Clubs erschien die Vereinsbiografie nun in einer Sonderausgabe im Paperback-Format zum Preis von nur noch 14,90 Euro. Damit kann man nun wirklich nicht mehr viel falsch machen - selbst wenn es einige Vereinsbücher aus dem Werkstatt-Verlag gibt, die ich persönlicher für noch gelungener halte.

Rezension zu "Wunder gibt es immer wieder. Die Geschichte des FC St. Pauli" von René Martens

„Nach Auflösung der DDR spielten zur Saison 1991/92 ostdeutsche Teams in der Bundesliga mit, auch in der Zweiten, in der sich nun St. Pauli wieder tummelte. Gleich die erste Begegnung mit einem der neuen Klubs wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis. Stahl Brandenburg hieß der Gegner, der mittlerweile in der Versenkung verschwunden ist. St.-Pauli-Fans, die trotzig davon ausgingen, dass weiterhin zwei Deutschlands existierten, sahen die Reise als ersten Trip zu einem UEFA-Cupspiel. Und immerhin: „Staaahl-Feu-er!“, die stoische Anfeuerung der Brandenburger, wirkte wie ein Ruf aus einer anderen Welt. Das Spiel war das Grauen schlechthin. St. Pauli verlor 0:4, und auch ein 0:7 wäre noch gerecht gewesen – wohlgemerkt gegen einen Klub, der nur acht seiner 32 Saisonspiele gewann und folgerichtig abstieg. Lange Zeit galt die Partie in Brandenburg als Symbol für desaströse Niederlagen, und so fanden sich bei Auswärtsspielen gelegentlich zwei, drei Fans, die ironisch „Staaahl-Feu-er!“ riefen, wenn sich mal wieder eine Katastrophe anbahnte.“

Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich Fan von Stahl Brandenburg bin. In dieser Eigenschaft gebe ich das Fanmagazin "Edelstahl" heraus, in dem diese Rezension auch schon leicht verändert veröffentlicht wurde. Dies oben ist natürlich meine Lieblingsstelle. Doch wie so ziemlich jedes Vereinsbuch aus dem Werkstatt-Verlag kann dieser Schmöker auch ansonsten bedenkenlos empfohlen werden. Vom Beginn der St. Paulianer Fußballgeschichte vor fast 150 Jahren bis in die NS-Zeit und die Entstehung des heutigen „Mythos St. Pauli“ liest man sich durch unterhaltsam geschriebene gut 200 Seiten, bevor es in den nicht minder interessanten Anhang geht, welcher am Ende von Spielerportraits und Statistiken abgerundet wird. Zwar liegt mir nicht die aktualisierte Neuauflage vor (sondern ein Exemplar von 2004), aber extrem viel wird sich nicht verändert haben. Die 24,90 Euro sind hier gut investiert, selbst wenn es einige Vereinsbiografien aus dem Hause Werkstatt gibt, die ich für gelungener halte.

Cover des Buches Scheiss-Fussball! (ISBN: 9783821848655)
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Rezension zu "Scheiss-Fussball!" von René Martens

berka
Rezension zu "Scheiss-Fussball!" von René Martens

Der platte Titel schreckt ab, das Buch gibt zum Glück etwas mehr her.
Martens schreibt u. a. für die taz, die Süddeutsche und ftd. Er sammelt interessante Fakten rund um das Fußballgeschäft und fördert dabei einiges längst Vergessene zutage. Wer erinnert sich z. B. dass Franz Beckenbauer einst Trainer bei Olympique Marseille war?
Tenor sind aber die vielfältigen Skandälchen und Verwicklungen rund um den grünen Rasen. Einen Schwerpunkt bildet die zunehmende Kommerzialisierung, aber man findet auch viele Kuriositäten zu bekannten und weniger bekannten Stars des runden Leders. Wer weiß z. b. dass die VIP-Logen bereits 1926 in Deutschland erfunden wurden?
Das alles ist vielfältig angelegt und in Kapiteln geordnet, zu Schiedsrichtern, Spielerfrauen, Fans, Stadien usw. Der Stil ist flott bis polemisch, an einigen Stellen hätte ich mir etwas mehr Vertiefung gewünscht. Manches erscheint mir auch nicht durchrecherchiert, z. B. die Entstehung der Stadion-Variante von 'Go West' - die englische Variante 'stand up if you won the war' war mir allerdings neu.
So fällt der Autor leider ein wenig zu oft in den Stil zurück der sich im Buchtitel andeutet. Trotzdem: kurzweilige Lektüre für alle, die sich gerade über ihren Verein geärgert haben.

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