René Martens Wunder gibt es immer wieder. Die Geschichte des FC St. Pauli

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Inhaltsangabe zu „Wunder gibt es immer wieder. Die Geschichte des FC St. Pauli“ von René Martens

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    Wunder gibt es immer wieder. Die Geschichte des FC St. Pauli
    BRB-Jörg

    BRB-Jörg

    30. November 2009 um 23:15

    „Nach Auflösung der DDR spielten zur Saison 1991/92 ostdeutsche Teams in der Bundesliga mit, auch in der Zweiten, in der sich nun St. Pauli wieder tummelte. Gleich die erste Begegnung mit einem der neuen Klubs wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis. Stahl Brandenburg hieß der Gegner, der mittlerweile in der Versenkung verschwunden ist. St.-Pauli-Fans, die trotzig davon ausgingen, dass weiterhin zwei Deutschlands existierten, sahen die Reise als ersten Trip zu einem UEFA-Cupspiel. Und immerhin: „Staaahl-Feu-er!“, die stoische Anfeuerung der Brandenburger, wirkte wie ein Ruf aus einer anderen Welt. Das Spiel war das Grauen schlechthin. St. Pauli verlor 0:4, und auch ein 0:7 wäre noch gerecht gewesen – wohlgemerkt gegen einen Klub, der nur acht seiner 32 Saisonspiele gewann und folgerichtig abstieg. Lange Zeit galt die Partie in Brandenburg als Symbol für desaströse Niederlagen, und so fanden sich bei Auswärtsspielen gelegentlich zwei, drei Fans, die ironisch „Staaahl-Feu-er!“ riefen, wenn sich mal wieder eine Katastrophe anbahnte.“ Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich Fan von Stahl Brandenburg bin. In dieser Eigenschaft gebe ich das Fanmagazin "Edelstahl" heraus, in dem diese Rezension auch schon leicht verändert veröffentlicht wurde. Dies oben ist natürlich meine Lieblingsstelle. Doch wie so ziemlich jedes Vereinsbuch aus dem Werkstatt-Verlag kann dieser Schmöker auch ansonsten bedenkenlos empfohlen werden. Vom Beginn der St. Paulianer Fußballgeschichte vor fast 150 Jahren bis in die NS-Zeit und die Entstehung des heutigen „Mythos St. Pauli“ liest man sich durch unterhaltsam geschriebene gut 200 Seiten, bevor es in den nicht minder interessanten Anhang geht, welcher am Ende von Spielerportraits und Statistiken abgerundet wird. Zwar liegt mir nicht die aktualisierte Neuauflage vor (sondern ein Exemplar von 2004), aber extrem viel wird sich nicht verändert haben. Die 24,90 Euro sind hier gut investiert, selbst wenn es einige Vereinsbiografien aus dem Hause Werkstatt gibt, die ich für gelungener halte.

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